CANABBAIA
Montag, 25. Dezember 2006
Ey ihr Leut': was ist denn bloß mit Hilmar Kopper s Kopfbedeckung los?
Bei der Auswertung der Statistiken für meine Webseite www.beltwild.de stoße ich auf eine etwas merkwürdige Suchanfrage nach: Kopfbedeckung Hilmar Kopper oder Hilmar Kopper Kopfbedeckung (manchmal sind auch noch Koppers berühmte "peanuts" eingegeben).
Obwohl ich mir noch nie Gedanken über Hilmar Koppers Kopfbedeckung gemacht habe, bin ich unter den ersten zehn von ca. 30 Treffern. Und zwar mit meiner Webseite "Rentenreich". Lange verweilen die Sucher von Hilmar Kopper Kopfbedeckung allerdings nicht bei mir: 0 Sekunden, dann sind sie wieder weg. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sie bei mir finden, was immer sie suchen. Aber was ist das? Und wieso kommen ausgerechnet in diesen Tagen so ca. 10 Anfragen mit einem derartig merkwürdigen Suchbegriff?
Ein Weihnachts-Such-Wunder!
Nachtrag vom 28.12.2006:
Für mich ist das Rätsel gelöst. Dank der Kommentare eines Anonymus zum vorliegenden Blog-Eintrag sowie von "Thunderbird" im Gästebuch meiner Webseite weiß ich nun, dass der Kölner Stadt-Anzeiger [hier der Wikipedia-Eintrag] seine Leser und Rätselfreunde auf die Pirsch nach 'Hilmar Kopper Kopfbedeckung' geschickt hat. (Mir war schon vorher aufgefallen, dass das Epizentrum dieses Such-Bebens in NRW und speziell im Raum Köln liegt.)
Ein wenig habe ich mich sogar davon anstecken lassen und in der Google-Bildsuche nach "Hilmar Kopper" gefahndet. Dort erscheint Herr Kopper durchgängig ohne Kopfbedeckung. Vielleicht lautet des Rätsels Lösung ja: "keine"?
Jedenfalls ist der Zustrom der Rätsel-Detektive zu meinem "Rentenreich" ungebrochen. Noch mehr Suchende besuchen aber diesen Blog-Eintrag, denn der erscheint auf Platz 1 der Google-Trefferliste. Allerdings hat es ca. 2 Tage gedauert, bis mein Posting dort auftauchte. In der Google-Blogsuche geht es schneller, vielleicht 1 oder 2 Std. nach Eintragung ist man dort zu finden.
Die Suche bei Technorati ist noch immer erfolglos: "There are no posts that contain that text" heißt es bei denen.
Nicht gerade eine Empfehlung für die Technorati-Blogsuche, die übrigens auch zum Stichwort "Rentenreich" lediglich -3- Ergebnisse auswirft, während die Google-Blogsuche zwar zunächst nur ein Ergebnis zu Tage fördert, dann aber nach Anklicken von "more results from CANABBAIA" immerhin -9- Resultate anzeigt (und wenn man dann noch die "omitted results" anklickt, sogar -10- Treffer). Also scheint Google auch auf dem Gebiet der Blogsuche führend zu sein?
Aber zurück zu den Nussknacker-Lesern des Kölner Stadt-Anzeigers. Also, ehrlich gesagt, kann man Rätselfreuden auch einfacher haben - und sogar mit Zusatznutzen.
Alles, was man dafür tun muss, ist der Kauf eines DVD-Recorders. (Wobei ich freilich nicht weiß, ob es jeder x-beliebige DVD-Recorder tut, oder ob man ein Produkt der Marke "Targa" - konkret: den Targa DRV-5200x - von Lidl kaufen muss, um im richtigen Rätselgenuss schwelgen zu können).
Letzteren jedenfalls hatte meine Gemahlin vor ca. einem Monat gekauft. Das Anschließen war kein größeres Problem. Aber dann ..... habe ich die 61-seitige Bedienungsanleitung erschöpft beiseite gelegt und gedanklich auf Wiedervorlage verfügt. Abends nach einem ausgefüllten Arbeitstag habe ich dafür keinen Nerv mehr [zumal ich ja auch meine Pflichten als gewissenhafter Blogger nicht vernachlässigen will :-) ]. Und an den Wochenenden waren, wie meine Blog-Leser wissen, Weihnachtsmarktbesuche angesagt: nicht nur in Deutschland, sondern diesmal sogar auch in Böhmen. (Und am 4. Adventssonntag waren wir, wie jedes Jahr, in Mainz. Denn: "Weihnachten ohne Mainz? Das ist für uns keins!")
Am 2. Weihnachtsfeiertag war dann aber die Inbetriebnahme des DVD-Recorders unaufschiebbar geworden. Irgendwie habe ich das Recorder-Rätsel auch gelöst, wenigstens was die Grundfunktionen betrifft. Feinheiten wie Titelbearbeitung usw. werden mir möglicher Weise auf ewig verschlossen bleiben. "Plug and play" hatte ich erwartet; was mich erwartete war dagegen eher ein "plug and be puzzled"", oder: "plug und plag dich!".
Ob es wirklich nur an der Bedienungsanleitung lag? Mit meiner Digitalkamera Traveler DC-8600 (von Aldi) hatte ich mich leichter getan. Obwohl deren Bedienungsanleitung sogar 136 Seiten hat - allerdings nur halb so groß ist. Alles ist schön erklärt, bebildert, und ein Stichwortverzeichnis gibt es auch: Digi for Dummies, so zu sagen. Freilich: mit (analogen) Kameras hatte ich schon vorher hantiert; DVDs und DVD-Recording dagegen waren terra incognita für mich.
Ehrlicher Weise muss ich mir wohl eingestehen, dass es ein Zusammenwirken von -3- Faktoren war, welches mir den Spaß an der Beschäftigung mit dem DVD-Recorder verleidet hat:
- Die suboptimale Bedienungsanleitung,
- meine eigene eher suboptimale Auffassungsgabe und
- der fehlende Feuereifer, welcher mich seinerzeit bei der Beschäftigung mit meinem Digitalkamera-Spielzeug beflügelt hatte.
Um den Frust voll zu machen, bot Aldi kurze Zeit später ebenfalls einen DVD-Recorder an. Ich weiß nicht, ob dessen Bedienungsanleitung verständlicher aufgebaut war. Aber jedenfalls hatte er eine Festplatte.
Immerhin: unser Scheibendreher bewegt sich doch. Erleichtert murmelte ich (leise freilich, damit kein Intelligenz-Inquisitor mich hören konnte): "Eppur si muove, die Scheibe."
Vielleicht sollte auch ich mit Hilfe der Rätsel des Kölner Stadt-Anzeigers ein wenig Gehirnjogging betreiben?
Nachtrag vom 14.01.2007:
Gestern Mainz, Werbeexemplar der Zeitschrift "Die Zeit" erhalten: darin massenhaft Blog-Kats. Für den vorliegenden Zusammenhang wäre wahrscheinlich sehr anregend:
"Nix funktioniert. Viele Menschen verzweifeln an der modernen Technik, manche werden darüber krank. Fragt sich nur, woran das liegt." Ein Bildessay Von Amélie Putzar (Illustrationen) und Karsten Polke-Majewski (Text).
Ich würde den Essay wahrscheinlich sogar lesen - wenn ich mich dafür nicht mühsam von Seite zu Seite durchklicken müsste. Das aber ist mir denn doch zu viel Technik-Streß. Zumal es Wichtigeres zu bebloggen gibt: Das (nur im Druck verbreitete) Zeit-Wort zum Wochenende "Wir könnten auch anders" von S. 1 nämlich.
Textstand vom 14.01.2007. Auf meiner Webseite
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Sonntag, 17. Dezember 2006
Weihnachtsmarkt in Steinau an der Straße: Schöner als viele andere
Schlüchtern, Steinau, Kinzigtal - der Regen erwischt uns jedes Mal. Beim Weihnachtsmarkt. Aber angenehm mild war es am 16.12.06, dem Samstag vor dem 3. Advent, bei unserem dritten Weihnachtsmarkt-Besuch in diesem Jahr (die beiden ersten führten uns nach Cesky Krumlov und Passau), diesmal in Steinau an der Straße: 8 Grad Celsius noch am späten Abend.
Im Tempel treiben sich heutigen Tags keine Wechsler mehr herum. Aber wenn der Herr Jesus C. mal auf die ihm dedizierten Weihnachtsmärkte hernieder käme, würde er sicherlich in Steinau den CD-Verkäufer vertreiben, der am Eingang Schlager abdudeln ließ. Schade, dass ihn nicht schon der Gewerbeverein vertrieben hat, der den Steinauer Weihnachtsmarkt betreibt. (Andererseits gibt es Schlimmeres auf Erden. In Büdingen z. B., wo wir den Weihnachtsmarkt vor Jahren besucht und seitdem gemieden haben, überdudelte unvergessen lärmige Kirmeskarusselmusik auf dem Platz vor dem Schloss die Weihnachtslieder an den stimmungsvollen Buden in den romantischen Gässchen. Gar so laut dröhnten hier die Schlager denn doch nicht.)
Übrigens beschloss ich auf dem Steinauer Weihnachtsmarkt, Parteigründer zu werden. Oder eher eine Bewegung zu gründen.
Es hatte mich eigentlich schon früher umgetrieben. Immer dann, wenn es Bratwurst bei uns gab, fasste ich den festen Entschluss, ein Volksbegehren zu initiieren: zur Rettung der deutschen Salzflöze.
Nun hatten wir die versalzenen Bratwürste schon längere Zeit gemieden.
Da ich andererseits aber auch ein Gefolgsmann der "Rettet-den-deutschen-Holzkohlengrill"-Initiative bin, fühlte ich mich verpflichtet, das hier insoweit reichhaltige Angebot (das heute auf deutschen Weihnachts- und sonstigen Märkten leider selten geworden ist) zu unterstützen. Und aß gleich zweimal Bratwürste.
Erst die zweite bekräftigte meinen festen Entschluss, Deutschlands Salzflöze vor der hemmungslosen Ausbeutung durch die Bratwurst-Massen-Bereiter zu bewahren.
Beide zusammen aber bewogen mich, nunmehr noch die Gründung einer weiteren Bewegung ins Auge zu fassen: zur Rettung der groben Bratwurst.
Oder zumindest zur Einführung einer Kennzeichnungspflicht.
Aber, auch wenn ich in Sachen Essen manchmal giftig werden kann (bin halt verwöhnt, obwohl ich im Prinzip ja alles esse: es muss halt nur gut schmecken): der Weihnachtsmarkt in Steinau war schon recht nett. Nicht zu groß, nicht zu voll, nicht zu viel Kommerz, sondern die Buden großenteils von den örtlichen Vereinen betrieben (und die Preise entsprechend maßvoll): sicherlich sind wir nicht zum letzten Mal dort gewesen. (Für Händler dürfte der Weihnachtsmarkt uninteressant sein, weil es in der Adventszeit in Steinau -2- Märkte gibt und der als solcher bezeichnete "Weihnachtsmarkt" der zweite ist. Der erste Markt findet -immer?- am 1. Adventwochenende statt, heißt "Katharinenmarkt" und ist eher ein Kram- und Vergnügungsmarkt. Aber auch viele Weihnachtssachen gibt es dort zu kaufen, und das ist gut so: da rücken am eigentlichen Weihnachtsmarkt die kommerziellen Stände in den Hintergrund. Bewundern muss man allerdings die Steinauer, dass die zwei solcher Märkte kurz hintereinander durchstehen.)
Vor dem Hintergrund des ungewöhnlichen Steinauer Schlosses, das großenteils kurz nach 1500 erbaut wurde und sich damals nicht so recht entscheiden konnte, ob es nun Schloss oder Burg sein will (tiefer Graben, Rollen für die Seile der Zugbrücke und andere Wehrelemente sind noch vorhanden) hätte man aber vielleicht noch mehr aus einem solchen Markt machen können.
Z. B. mit geschmackvoller Musik im Schlosshof. "Feliz Navidad" heißt zwar auch "Frohe Weihnachten", aber Musik, die nur aus dem Wummern von Bässen besteht, hört man das ganz Jahr über überall.
Also schon wieder gallig. Vielleicht hatten wir einfach übertriebene Erwartungen an einen Weihnachtsmarkt in einem Renaissance-Schloss. Jedenfalls hätte uns ein teurer Mittelalter-Markt oder ein mit kostspieligen Kunst- und Kunsthandwerks-Waren beschickten Markt auch nicht gefallen.
[Nebenbei bemerkt: schöne Aufnahmen von Schloss und Stadt hat auch ein Fotografierender aus Polen gemacht. Knipsen eigentlich keine Deutschen und keine Steinauer den bzw. ihren Ort?]
Wen der Herr liebt, den züchtigt er: so gesehen mag meine Krittelei gerade der Beweis dafür sein, dass ich den Steinauer Weihnachtsmarkt eigentlich mag. Z. B. den einfachen Kamin (Eisenblech an 3 Seiten, vorn offen und das Ganze nach oben kaminförmig zulaufend), in welchem einige aufrecht stehende Holzscheite brennen und der die Luft mit einem angenehmen Duft erfüllt.
Und lebende Schafe gab es auch. Und erst den Apfelwein mit Honig - probier'n Sie mal: das lohnt sich! (Zumal dann, wenn man nur 1,20 € dafür bezahlen muss.)
Und das Schmalzbrot, um einen halben Silberling von den Mittelalterleuten erstanden, war groß, großzügig bestrichen und schmackhaft.
Was dagegen die Steinauer Kleingärtner betrifft, so haben die mit ihrem Schmalzbrot-Angebot den (Raub-)Vogel abgeschossen (was mir schon 2 Jahre früher auf dem Katharinenmarkt aufgefallen war). An deren Stand erhält man nämlich für einen halben Euro nur eine halbe Brotscheibe. Und bestrichen ist die, als ob noch die Rationierungsmaßnahmen aus der Zeit unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg in Kraft wären. [Hier übrigens der gleiche Blickwinkel in einem Foto von heute.] Doch sogar für diese Schlankheitsschnitten finden sich Abnehmer.
Wenn ich schon mal am Meckern bin: in den öffentlichen Toiletten in Steinau sind die Urinale in einer Höhe angebracht, bei der Kinder allenfalls mit Druck in der Blase und in Form einer Fontäne von unten in hohem Bogen reinpinkeln könnten. Man hätte doch meinen sollen, dass der Magistrat einer Märchenstadt auch an die Bedürfnisse von Kindern denkt.
Aber gut, regen wir uns wieder ab, trinken für 1,50 € einen großzügig bemessenen heißen Apfelwein (0,3 L) an der Marktbude irgendeines örtlichen Vereins und marschieren dann (nun regnet es richtig, und einer von uns beiden hat den Regenschirm daheim gelassen, weshalb sich derjenige, der ihn nicht vergessen hat, eine Plastiktüte über den Kopf hält) den Berg hinauf zum Bahnhof zurück.
Nächstes Jahr, wenn wir wieder kommen: dann bringen wir jeder seinen Regenschirm mit. Und ziehen nicht ganz so dicke Wintersachen an wie diesmal.
P. S.
Würde ich nicht so ein abgrundtiefes Misstrauen gegen die guten Absichten der Google-Tochter Blogspot hegen, hätte ich es jetzt leichter. Ich würde einfach zur Beta-Version wechseln und könnte dann alle Einträge über Weihnachtsmärkte mit dem Begriff "Weihnachtsmarkt" taggen.
Nachtrag 25.12.09
Inzwischen habe ich mein Misstrauen überwunden und meine Blotts getägt. Und eine neue leistungsfähigere Digitalkamera erlaubt es mir nunmehr auch, Fotos bei ungünstigen Lichtverhältnissen zu machen. Einige dieser Aufnahmen vom Steinauer Weihnachtsmarkt 2009 finden Sie in meinem Blott "Toy to the world - the Canon is come!".
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Samstag, 16. Dezember 2006
Das Auge isst mit
Aber solche Senf- und Ketchup-Zitzen, wie sie an manchen deutschen Wurstbuden herumhängen, erlebt möglicher Weise nicht jeder als Augenschmauss.(Diese Aufnahme stammt vom diesjährigen Weihnachtsmarkt in Steinau am 3. Adventwochenende)
Nachtrag vom 30.12.2006:
Auch im Frankfurter Nordwest-[Einkaufs-]Zentrum hängen ähnliche (jedoch ein wenig ansehnlichere) Dinger rum:

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Freitag, 8. Dezember 2006
Für uns sind die Dörfer in Böhmen nun nicht mehr Böhmische Dörfer
"Böhmen liegt am Meer" hatte Shakespeare behauptet, und sowohl Ingeborg Bachmann als auch die Hamburger Kunsthalle plappern es ihm nach. Wir aber wissen natürlich, dass man den Bohémiens nicht alles glauben darf. So ist auch diese Behauptung eindeutig falsch, selbst wenn sie von dem Maler Anselm Kiefer vor wenigen Jahren wiederholt wurde.
Nachweislich wahr ist dagegen, dass das Meer in Böhmen liegt. Dafür hier eine Beweisaufnahme:

Uferlos gleitet der Blick aus dem Fenster unseres Hotels bei der Gemeinde Černá v Pošumaví (auf dieser historischen Landkarte noch "Schwarzbach" genannt) über die wellige Wasserfläche des südböhmischen Meeres.
Das Hotel heißt JESTŘÁBÍ ("Habicht"; vermutlich der ehemalige "Habichau Hof" der alten Landkarte?) und war früher wohl eine Meierei, also eine Art Gutshof, im Besitz der Fürsten von Schwarzenberg, die in der Gegend um Cesky Krumlov reich begütert waren. Die vielleicht 1 m dicken Mauerwände aus (außen jedenfalls) Basalt und die mit Gurtbogen abgeteilten Kreuzgratgewölbe [so ungefähr , aber natürlich viel niedriger, und die Gurtbögen breiter, sieht das aus] des alten Gebäudeteiles lassen schon vermuten, dass es sich zum einen um ein älteres Gebäude handeln muss und zum anderen nicht um einen einfachen Einödhof. Früher mag in jenem Speisesaal, in welchem wir wir nun dinierten, das Vieh (Pferde?) gefüttert worden sein. Aber sicherlich nicht mit drei Gängen und beim Hauptgang wiederum drei Gerichten zur Auswahl.
[Der morgens servierte Kaffee freilich mag noch von damals übrig geblieben sein, und Margarine ist auch nicht mein Lieblings-Brotaufstrich. Aber es wäre unfair, wenn ich hier bösartig lästern wollte. Im Verhältnis zum Preis (vgl. auch das aktuelle Winter-Super-Sonderangebot: "Unterkunft mit Halbpension Sonntag bis Samstag - 6-mal Frühstück und Abendessen als Buffet - für Erwachsene 2 990 CZK", also ca. 18,- € p. P. + Nacht!) kann man wirklich nicht meckern. Die Mitarbeiter waren freundlich und haben sich alle Mühe gegeben, unseren kurzen Aufenthalt - von Freitag, 1. - Sonntag, 3.12.06, also 2 Nächte - angenehm zu machen. Danke!]
Leider erzählt die Webseite des Hotels nichts über die Geschichte des Anwesens. So habe ich mir diese aus der Erwähnung von "Habichau" in einem Redeprotokoll aus einer Sitzung des Tschecheslowakischen Parlaments aus den 20er Jahren des verflossenen Jahrhunderts zusammen gereimt. (Aus dieser Quelle muss man wohl auch folgern, dass das Gut schon vor der Vertreibung der Sudetendeutschen in tschechischem Besitz war - falls es nicht in der Zwischenzeit noch einmal verkauft wurde.)
Es kann bei solchen Umständen nicht überraschen, dass sich dort nicht nur in der Vergangenheit merkwürdige Ereignisse zugetragen haben (vgl. hier die Sage "Dolní Vltavice").
Uns ist leider keine Frau mit Moos begegnet, und schon gar keine, welche ihr Moos für uns hingeblättert hätte.

Doch haben wir selbst gesehen, dass die Gäste "Uruqell Fastbier" tranken
und Hunde beim Schein einer Lampe Billard spielten.Dabei hatte der Tag ganz normal begonnen: Aufstehen früh um 3.00 h (das allerdings war eher ungewöhnlich), im Taxi nach Bad Soden-Salmünster gefahren (zu dieser frühen Morgenstunde dreht der Regionalexpress noch keine Runde) und dort gegen 4.50 h vom Reisebus aufgesammelt: als westlichste, schon außerhalb des Verbreitungsgebietes der Fuldaer Zeitung (wo wir das Inserat entdeckt hatten) siedelnde Teilnehmer dieser Expedition gen Osten.
Steinau, Schlüchtern, Vororte und Bahnhof Fulda: unter den weiteren Zusteigern kristallisierte sich eine morgenmuntere Damengruppe heraus, welche in irgendeinem Zusammenhang mit den gut schließenden Behältnissen der Firma Tupperware stand.
Um diese auf den berühmten Tupperwareparties zu verkaufen, darf natürlich der Mund nicht verschlossen bleiben. Und so übten denn die Hennen der Tupperware-Truppe das Gackern bereits zu einer Tageszeit, wo der Hahn und einige andere Reisegäste gern noch geschlafen hätten. Dieser Schlafentzug war ein zwar wenig erfreuliches, aber doch keineswegs paranormales Phänomen.
Auch aus Bodenmais im Bayerischen Wald sind keine besonderen Vorkommnisse zu melden, außer dass das Kristallrestaurant bei Joskas großem Glasgeschäft ein Salatbuffet für nur 2,90 € anbot. Das war uns nicht zuletzt deshalb hoch willkommen, weil ich die von meiner Gemahlin liebevoll zubereiteten Brote und den köstlichen Quarkstollen im Taxi vergessen hatte (was wiederum meine Frau zur Entfaltung einer ganz eigenen Variante von tupperwarischer Beredsamkeit anstachelte).
Der Name "Bodenmais" hätte uns allerdings stutzig machen sollen. Bei der ersten Erwähnung des Ortes um 1300 (wer den versteckten und nicht direkt verlinkbaren Text über die Bodenmaiser Geschichte auf der Webseite des Ortes findet, darf ihn zur Belohnung lesen) war der Mais in Deutschland noch gänzlich unbekannt. Die Ortsgründer bzw. Namensgeber müssen also schon mit übersinnlichen Fähigkeiten begabt gewesen sein. (Der Mühlhiasl lebte aber viel später und scheidet mithin als Namensgeber aus.)
Nach dem Grenzübertritt auf die tschechische Seite des Gebirges verdichteten sich die ominösen Vorzeichen:
- Der Himmel, in Deutschland noch ganz normal Novembertrüb, hellte kurz vor der einbrechenden Dämmerung noch einmal auf.
- Auf den Straßen begegneten uns nur selten andere Autos.
- Ansammlungen elender Schuppen verdichteten sich hier und da an den Straßenrändern zu wahren Waren-Basaren.
- Und allüberall auf den Dächerspitzen / Sah man farbige Neon-Herzen blitzen. Die waren ganz gewiss für das Fest der Liebe dort installiert worden. Man kann es ja auch nachvollziehen, dass die Tschechen das Sternsymbol leid sind (s. a. mein Eintrag "Mokka schmeckt auch gut!").
Das wirklich Unheimliche aber kam in unserem Hotelzimmer auf uns zu: DIE MACHT hatte einen heimtückischen Anschlag vorbereitet, auszuführen mit biologischen Waffen und mit einer ausgeklügelten Vorrichtung zur Vortäuschung eines Unfalls. Und das alles, obwohl wir uns doch in Sachen Putin noch nie positioniert hatten. Mit knapper Not und großem Glück sind wir jedoch dem uns zugedachten Schicksal entronnen.
Ein Monster lauerte auf meiner Bettdecke. Nicht eines jener harmlosen Tierchen wie Wanzen, Flöhe oder Läuse; nein: eine bis an die Zähne (und dort ganz besonders!) mit Borreliose und Meningoenzephalitis bewaffnete Kampfmaschine der Klasse Ixodes ricinus krabbelte uns da entgegen. Mich hatte, ungern gestehe ich es ein, schon jeglicher Mut verlassen. Nur dem beherzten Zugriff meiner Frau, welche das Ungeheuer resolut mit den Fingernägeln in die Zange nahm, verdanken wir unsere Rettung. Und mutig deckte sie auch noch das Laken ihres eigenen Bettes auf, wo das zweite Monster, weniger neugierig und mehr befehlstreu als ihre Artgenossin, im Schutze der Bettdecke auf ihr nichts ahnendes Opfer lauerte.
DIE MACHT musste damit gerechnet haben, dass ein (aus ihrer Sicht:) unglücklicher Zufall ihre Pläne vereiteln könnte. So hatte sie, wohl wissend, dass Frauen gefährlicher sind als Männer, für meine Frau noch eine besonders tückische Falle vorbereitet. Am Kopfende unserer Betten hing jeweils ein Bild in einem schweren Rahmen. Mit ihrem allsehenden Künstlerblick erkannte Agatha B. jedoch sofort, dass mit ihrem etwas nicht stimmte. Der pastellzart dargestellte Frauenleib schwebte nämlich in der Waagerechten, während doch sonst in der Kunstgeschichte Darstellungen von Levitationen eher selten sind.
Tatsächlich: eiskalte Agenten hatten das Bild einfach auf den Rahmen statt in die Öse eingehängt; ein Zeckenbiss in der Nacht, ein angsstraumbedingtes Auffahren aus dem Schlafe hätten das es mit Glas und Rahmen auf das Haupt der Ahnungslosen herabgravitiert.
Der weitere Verlauf der Reise bewegte sich wieder im normalen Rahmen; DIE MACHT war vermutlich woanders - in London vielleicht, oder mit der Produktion von Polonium? - zu sehr beschäftigt, oder sie war ihres Irrtums inne geworden. [Der oder die geneigte Leser/in möge es mir nachsehen, wenn ich im Lande von Fritz Mauthner und Karl Kraus , mich einer preziösen Genetiv-Konstruktion zu bedienen bemüßigt gefühlt habe. Nachtrag 4.2.07: Die Österreichische Akademie der Wissenschaften lässt "Die Fackel" nun auch online leuchten: hier kann man sich anmelden; dort mehr über das Projekt erfahren.] So schliefen wir recht gut in jenen schmalen Betten, welche das Hotel wahrheitsgemäß als

Po-Kojen-Zimmer vermietete. (Um aber auch meinerseits der Wahrheit die Ehre zu geben will ich nicht unerwähnt lassen, dass die nur 80cm breiten Matratzen solide und kuhlenlos, also vermutlich ziemlich neu, waren. Übrigens sind die Zimmer durchaus groß genug, um breitere Betten unterzubringen, und die Badezimmer sind geradezu verschwenderisch geräumig.)
Der folgende Samstag war der Kultur gewidmet: Besichtigung von Budweis (České Budějovice) und (Böhmisch) Krumau oder Krummau (Český Krumlov).
Ich weiß schon, was Sie denken, wenn Sie "Kultur" und "Budweis" hören: dass wir nämlich die dortigen Hefekulturen inspizieren wollten.
In Wirklichkeit haben wir aber weder eine Brauerei besichtigt, noch (dort) Bier getrunken. Dafür hat aber unsere Reiseleiterin uns auf der Bustour rings um die Altstadt en passant eine Diamantenfabrik gezeigt.
In der Altstadt selbst führte sie uns zu Fuß; bei der Kirche des Heiligen Nikolaus, an einer Ecke des großen Stadtplatzes, endete die Besichtigungstour. Wir gingen hinein, um uns vorsorglich gegen weiteres Unheil zu feien. Dann in ein Café und etwas planlos durch die Straßen gelaufen.
Auch von dieser Stadt stehen auf diversen Webseiten zahlreiche Fotos im Netz, u. a. bei "Wikimedia").
Am häufigsten wird natürlich der riesige Stadtplatz fotografiert, mit dem Samson-Brunnen und dem Rathaus; "Ray" z. B. hat aber auch andere Motive entdeckt. Peter Viktor Jurik zeigt uns ebenfalls einige schöne Aufnahmen von anderen Ecken der Stadt. "The nixonator" (Julia aus Birmingham) liebt es, Budweis von oben zu betrachten (und hatte auch in Cesky Krumlov den Finger fleißig auf dem Auslöser).
Manchmal wird es auch ein wenig feucht in der Stadt - und das nicht vom Budweiser Bier.
Die Stadt ist herrlich. Ein Allerweltsadjektiv, welches hier für "außerordentlich sehenswert" stehen soll: drei von drei Reiseführer-Sternen hat sie allemal verdient. Erstaunlich der Reichtum, der es sich schon in der frühen Neuzeit leisten konnte, die ganze Altstadt mit Steinhäusern zu bebauen: während z. B. in Nürnberg oder Frankfurt noch die (billiger zu erstellenden) Fachwerkhäuser Standard waren.
Den Marktplatz kann man großartig nennen, oder Atem beraubend. Das alles ist zutreffend, zumal wenn man bedenkt, dass es im Mittelalter ein Luxus war, so viel von dem knappen Platz in einer ummauerten Stadt einfach frei zu lassen. Das Rathaus und zahlreiche andere von den Gebäuden, welche den Platz säumen, sind schön. Der Platz insgesamt aber spricht mich ästhetisch nicht so sehr an: die Proportionen - das Verhältnis der niedrigen Häuser zur gigantischen Freifläche - stimmen nicht. Und das Rathaus wäre sicherlich wirkungsvoller, wenn es in der Mitte einer Platzseite stehen würde, statt an einer Ecke. Es gibt sehr viel schönere Plätze: beispielsweise den Marktplatz vor dem Rathaus in Rothenburg ob der Tauber. Aber trotzdem hinterlässt er einen bleibenden Eindruck mit dem Gefühl von Weite, das sich seinen Besuchern einprägt.
Zahlreiche Straßenzüge, die Bürgersteige großenteils mit Laubengängen überbaut, locken zu eigenen Entdeckungsgängen. Die Stadt hat mich mehr begeistert, als meine dürren Worte hier dem Leser zu vermitteln vermögen. Vier Stunden reichen halt bei weitem nicht aus, um sich mit individuellen Erlebnissen soweit aufzuladen, dass man das Außerordentliche dieser Stadt im Spiegel des eigenen Erlebens für andere sichtbar reflektieren könnte. Selber kommen und schauen - und mindestens zwei volle Tage bleiben!
Auffallend, wenn auch nicht überraschend (ich hatte vor der Reise natürlich im Internet recherchiert), war für unsere Gewohnheiten, dass eine Stadt mit ca. 100.000 Einwohnern nicht durchgehend in der Adventszeit einen Weihnachtsmarkt hat. Der heisige fand erst und nur am 2. Adventswochenende statt.
Da hatte man sich vielleicht mit dem sehr viel kleineren (ca. 15.000 EW) Cesky Krumlov, früher (Böhmisch) Krumau oder Krummau genannt, abgestimmt, wo der Weihnachtsmarkt am 1. Adventswochenende stattfand.
Unser Aufenthalt in dieser Stadt der Alchemie war eine weitere surreale Böhmen-Begegnung: wir waren dort - und haben sie doch nicht gesehen.
Denn wer würde zu behaupten wagen, dass er oder sie eine Stadt in drei Stunden "gesehen" hätte, für welche ein Reiseführer mindestens fünf von drei möglichen Sternen vergeben müsste? Allein für die wunderbar liebevoll und detailliert gestaltete Webseite der Stadt (die übrigens auch über deren Umgebung umfassend informiert) bräuchte man Tage - schon allein um z. B. eine studentische Projektarbeit zum Thema "Touristische Entwicklung in Hallstatt im Vergleich zu Český Krumlov"zu lesen :-). Das wollen wir vielleicht nicht unbedingt; aber wer könnte den "sensitiven Karten" widerstehen, welche die (Webseiten-)Besucher noch das kleinste Detail von Schloss und Stadt erleben lassen? (Übrigens existiert auch eine ganz brauchbare Webseite aus Deutschland über die Stadt.)
Der Begriff "Tschechisches Rothenburg" drängt sich auf die Lippen, aber natürlich hinkt der Vergleich. Rothenburg ist, wenn man das Burgschloss in Cesky Krumlov [ich lasse hier der Einfachheit halber die diakritischen Zeichen der tschechischen Sprache weg] ausklammert, größer, und bietet an zahlreichen Stellen wunderbare Winkel von Fachwerkhäusern, Wehrmauern, Stadttoren (das Rödertor z. B. könnte man sogar beinahe als "Stadttorburg" bezeichnen) usw., hier und da auch schöne Blicke ins Taubertal. Krumau schmiegt sich in eine Schleife der Moldau; hier geht der Blick von der Stadt nicht hinunter zum Fluss, sondern vom Fluss hinauf zur riesigen Burg. [Die Aufnahmen von tschechischen Fotografen sind für unsereinen etwas mühevoll zu finden, aber vielleicht künstlerischer und liebevoller als manche anderen.]
Beide Städte sind auf ihre Weise einzigartig; von einem rein touristischen Standpunkt hat Krummau aber den Vorteil, dass Stadt und Schloss jeweils für sich außerordentlich sehenswerte "Objekte" sind: "Sightseeing im Doppelpack", könnte man sagen.
Touristen kommen aus Österreich, Deutschland und nicht zuletzt wohl auch aus Tschechien selbst und, in vorläufig anscheinend noch etwas geringerer Zahl, auch aus anderen Weltgegenden (immerhin: Taiwanesen waren auch schon da). Dass aber zumindest im Winter die Besucherfrequenz noch steigerungsfähig ist zeigt sich schon aus der Tatsache, dass der Weihnachtsmarkt nur an einem einzigen Adventswochenende stattfand - und auch recht klein war.
Die Stadt setzt (noch?) auf Qualitätstourismus. In welcher anderen Touristenstadt würde sich etwa ein auf klassische Musik spezialisiertes CD-Fachgeschäft etablieren und halten können, und zudem noch an einem neuralgischen Punkt der touristischen 'Rennstrecke' wie dem Übergang von der Burgvorstadt (Latran) über die Moldaubrücke in die Altstadt? Ein oder zwei schnelle Blicke in Schaufenster von Kunstgalerien zeigten recht qualitätvolle Arbeiten; keinen Touristenkitsch. Es würde sich sicher lohnen, dort gemütlich durch die Stadt, die Kunstgalerien usw. zu bummeln und sie und die Museen in Ruhe anzuschauen.
Dass die Stadt eine erotische Atmosphäre hätte, habe ich nicht bemerkt. Jedoch hat sie eine erotische Vergangenheit: Egon Schiele hat hier (aber nur kurz) gelebt (Cesky Krumlov ist die Heimatstadt seiner Mutter). Die Werbewirksamkeit eines solchen Namens lässt man sich natürlich nicht entgehen und hat ein "Egon Schiele Art Centrum" gegründet, wo aber anscheinend hauptsächlich Ausstellungen wechselnder Künstler gezeigt werden. Bilder von Schiele kann sich diese kleine Stadt kaum leisten, und außerdem dürften die meisten seiner Werke ohnehin schon in Museen gelandet und somit dem Kunstmarkt dauerhaft entzogen sein.
Auch "Don Julius Caesar d’Austria" hatte es mit der Erotik, aber mit einer mehr pathologischen Variante. (Der "rasende Reporter" Egon Erwin Kisch hat übrigens die Story von der Vernarrtheit des illegitimen und offenbar geisteskranken Sohnes des Kaisers Rudolf II in die Tochter des örtlichen Baders, die er dann umgebracht hat, in einem seiner Zeitungsartikel geschildert.)
Und, was die weniger abnormen Formen der Sexualität angeht, darf man wohl vermuten, dass auch die nachfolgenden Schlossherren keine Kostverächter waren.
Jedenfalls scheint die Thematik noch heute auszustrahlen: Akte im Schaufenster einer Kunstgalerie sind ja nicht unbedingt ungewöhnlich, aber vielleicht gibt es hier mehr davon als anderen Orts. Und eine Ausstellung mit Fotografien von Jan Saudek ist vermutlich (ich habe sie nicht gesehen) auch keine Kunst für Betschwestern. (Auch seine - natürlich sehr viel jüngere - Ehefrau Sara Saudkova ist als Fotografien tätig und ihre Arbeiten wurden dort ebenfalls gezeigt.)
(Nachtrag v. 02.02.07: Kein Wunder, dass der Horror-Film "Hostel" in Cesky Krumlov gedreht wurde. Allerdings spielt die Handlung nicht dort, sondern ist in Bratislava / Pressburg angesiedelt. Aber wenigstens verstehe ich jetzt, was die Frankfurter Künstlerin Kerstin Lichtblau meint, wenn sie in ihrem Weblog einige Nachtaufnahmen mit dem Titel "Hostel II - Horror in Cesky Krumlov" versehen hat.)
Aber das alles sah ich (von außen) erst am Schluss unseres Aufenthalts. Unsere Reiseleiterin pirschte uns zunächst von hinten ans Schloss heran: etwa dort, wo das Schlossgelände über eine Brücke mit dem Barockgarten verbunden ist, begannen wir unseren Durchgang durch die langgezogenen Schlossgebäude. Schloss oder Burg, das ist hier die Frage. Die richtige Antwort wäre: Burgschloss oder Schlossburg. Am Anfang (und schon vor der Stadtgründung) entstand natürlich eine wehrhafte Burg mit dem noch heute das Burg- und Stadtbild dominierenden Turm. Mit fortschreitender Waffentechnik wurde die Burg in ihrer militärischen Funktion obsolet, ließ sich aber durch immer neue An- und Brückenbauten für ein relativ bequemes Schlossleben nutzen.
Nun habe ich schon so viel über eine Stadt geredet, die ich nicht einmal gesehen habe :-)! Mindestens 4 Tage Zeit sollte man sich nehmen. Will man aber auch Budweis von dort besuchen, und das Ganze ganz geruhsam angehen, darf es durchaus ein einwöchiger Aufenthalt werden.
Über den Weihnachtsmarkt habe ich noch kaum etwas gesagt. Ehrlich gesagt, war er auch nicht sonderlich bemerkenswert - außer dass nach glaubwürdigen Zeugnissen (meiner Gemahlin nämlich) ausgesägte Holzfiguren und -verzierungen dort nur etwa die Hälfte von dem kosteten, was bei uns verlangt wird.
Einmalig (bzw. zumindest uns bisher unbekannt) war aber ein Gebäck mit einer ungewöhnlichen Art der Zubereitung:
Der Backteig wurde um eine Eisenwalze gewickelt, und dann über offenen (Gas-)Flammen gebacken. Anschließend wurde das Gebäck, das wie ein großer Serviettenring aussah, von der Walze abgestreift und in Puderzucker und/oder Zimt gerollt. Das hat vorzüglich gemundet und war, mit viel Aufwand von Hand hergestellt, für 35,- Tschechenkronen (ca. 1,30 €) wirklich nicht teuer.
Von dem wirklich sehr rührigen Fremdenverkehrsamt von Cesky Krumlov bekam ich (aufgrund meiner Eintragung im Gästebuch auf der Webseite der Stadt) heute (13.12.06) folgende Information über das o. a. Weihnachtsgebäck:
"Das gefragte Gebäck heisst STAROČESKÉ TRDLO und man kann das leider nicht auf deutsch übersetzen*. Was die Frage der Spezialität betrifft, es handelt sich um altböhmisches Gebäck und ist nur auf den Märkten zu kaufen."
Danke für die Rückmeldung!
[Auch der Amerikaner "Peter" berichtet darüber in seinem Blog; hier vom Prager Weihnachtsmarkt:
"If you look closely at the following photo, you'll see a something that looks like an elongated donut on top of one of the stalls. I don't remember the name of it, but it's made by wrapping some dough around a cylinder, then rotating the cylinder (either cranked by hand, or in some cases using a motor, which is probably cheating) above an open flame. The resulting flame-baked pastry is then rolled in a cinnamon-sugar mixture. Update from abcprague.com: 'It is called Staroceske trdlo (Old-Bohemian muff) and it is food from medieval times. And it’s great'."
Und Megan Blocker serviert uns sogar mouthwatering closeups von den Dingern.)
[Siehe ergänzend auch den Bericht von Radio Praha "Weihnachtsmarkt in Prag - Der Altstädter Ring in festlichem Glanz", wo das Gebäck ebenfalls erwähnt wird.]
[Nachtrag vom 17.12.06: Noch ein -englischsprachiger- Blog-Eintrag -mit Bildern- über "trdlo"]
*Was die Übersetzung bzw. Übersetzbarkeit angeht: "STAROČESKÉ" heißt "alttschechisch" und "TRDLO" soll für "Klotz, Klotzkopf usw." stehen. (Lt. diesem Lexikon.)
4.1.07: Stimuliert durch die Rückverfolgung von Suchanfragen meiner Besucher bleibe ich bei "trdlo" am Ball - und habe nun den "Dobrovsky", ein "Deutsch-Böhmisches Lexikon" (also, wie man auch an der altertümlichen Schreibweise beispielsweise von "Ölgötze" -s. u.- sieht, offenbar ein älteres Werk, wohl aus der Zeit, als Böhmen noch bei Östreich war) im Internet gefunden. Wenn man da in den "Index verborum" geht und unter "cestina" auf den Buchstaben "T" klickt, kann man für "trdlo" folgende Übersetzungen finden :
"Haspel; Klotz; Mörserkeule; Oehlgötze; Plattstampfer; Stößel; Talg; Tapps; Tölpel."
Für unsere Zwecke sollte man den Namen des Gebäcks vielleicht mit "Geduldsklotz" übersezten, denn dieser Genuss wird nur jenen zuteil, welche geduldig auf die Fertigstellung des "trdlo" warten können (was mich beiläufig auf die Idee bringt, dass der Name etwas mit "trödeln" zu tun haben könnte). Ober er überleben wird, oder ob eines Tages auch diese Spezialität entweder vom Markt verschwindet, weil die Produktion wenig rentabel ist oder das Produkt den Kunden zu teuer erscheint, oder ob irgend jemand eine Maschine zur Massenproduktion von Geduldsklötzen erfinden wird?
Vielleicht könnte man sie mal auf einem ambitionierten Weihnachtsmarkt in Deutschland einführen? "Trödlo" wäre dann vielleicht ein griffiger Begriff?
Ein wenig von der abendlichen Scheinwerfer-Romantik von Altstadt, Moldaufluss und Burg bekamen wir noch mit, dann ging es zurück zu unserem Hotel am Lipno-Moldau-Stausee. (Ein Dr. Peter Leibner hat eine nette kleine Fotogalerie vom See ins Netz gestellt.)
Es kann nicht verwundern, dass Cesky Krumlov ein Eldorado für Fotografen und Knipser ist (s. a. oben). Meine erste, und für mich immer noch schönste Bild-Begegnung mit Böhmisch Krumau verdanke ich wiederum einem Magier - der Kamera. Karel Plicka, den ich schon früher gewürdigt habe, hat in seinem 1965 erschienen großformatigen Kupfertiefdruck-Bildband "Vltava" (Moldau) zahlreiche herrliche Aufnahmen von der Stadt publiziert.
[Über den Fotografen Plicka kann man hier eine knappe Information lesen und dort einige seiner Prag-Aufnahmen betrachten. Zu recht bedauert John Coulthart, dass man nicht mehr der Fotos von Plicka im Internet findet: "A shame there isn’t more of Plicka’s atmospheric photography on the web, his views of Prague present the city the way we usually imagine it from the stories of Kafka and Gustav Meyrinck". Immerhin haben wir aber die Möglichkeit, ihm eine virtuelle Blume auf sein Grab zu legen.]
Karel Snížek ist nicht so ganz mit Karel Plicka vergleichbar, doch vermitteln uns die zahlreichen Aufnahmen in seinem Fotoblog immerhin einen äußerlichen Eindruck von der Stadt.
Bei pbase gibt's Galerien en masse.
Wer sich dagegem von animierten Bildern mehr animiert fühlt, kann sogar eine vituelle Reise unternehmen.
Neben einer Reihe von Bildern eher privater Natur finden sich in einer Bildgalerie über einen Silvesterurlaub in C. K. eine Reihe schöner Winteraufnahmen der schneeverzuckerten Stadt.
Erg. 5.3.07: Auf der Photo-Sharing-Seite (oder wie man das nennt) von "deviantART" werden auch einige schwarz-weiß-Fotos präsentiert: z. B. Gebäudefassade, eine nächtlich-leere Gasse oder das alte Kopfsteinpflaster einer Straße im Gegenlicht.
Schweren Herzens reißen wir uns los von dieser verzauberten und verzaubernden Fata Morgana der Vergangenheit und erinnern uns an die Heimreise am folgenden Tag, dem 1. Adventssonntag. Auf dem Rückweg von unserem Aufenthalt am Lipno-Stausee hieß es freilich: Begebe dich nicht direkt Richtung Heimat, sondern gehe über Passau. Darüber habe ich ein wenig in dem Eintrag "Donde viene? Vengo d'Onde!" erzählt.
111,- € hatte die Reise gekostet, 2 Übernachtungen mit Halbpension und eine ganztätige Reiseleitung inklusive. Das war ein sehr fairer Preis, und auf der Rückfahrt erinnerten wir uns an eine andere "111er-Winter-Reise": damals allerdings bezahlte man noch in D-Mark. Mitte der 80er Jahre war das, in der Woche um irgend einen 11.11. herum, als wir über das Frankfurter Anzeigenblatt "Blitz-Tip" ein Sonderangebot mit fünf oder sechs Übernachtungen in einem der Appartements im Rhön-Park-Hotel gebucht hatten, mit Transfer von und zum Bahnhof Fulda (ansonsten hätten wir, autolos, es kaum erreichen können).
Dieses Hotel ist von einem wahren Stradivarius der Baukunst errichtet worden. Das Stahlbetongerippe des großen Gebäudes hat er geschickt als Resonanzkörper komponiert: schreiten die Gäste beschwingt durch den Gang, hörst du im Traum ihrer Schritte Klang. Da hat das Bauamt wohl auch geschlafen.
Trotzdem war es, nachdem wir zwei Kegelbrüder-Nächte durchgestanden hatten und dann in einen abgelegenen Teil umquartiert wurden, ein schöner Urlaub. Die Lage des Hotels ist herrlich. Das trübe Novemberwetter wurde kalt und zeitweise sonnig; auf dem Heidelstein waren die Äste schwer von gefrorener Nässe und es hatte sogar ein wenig geschneit: summa summarum eine schöne, in ihrer Art einmalige, (Natur-)Urlaubs-Erinnerung.
Nun haben wir eine noch einmaligere, wenngleich nur flüchtig-verschwommene, "111er-Städte-Reisen-Erinnerung" hinzugefügt.
Nachtrag vom 12.01.2007:
Bei der Rückverfolgung von Besucher-Pfaden zu meinem Blog (in diesem Falle via "Don Julius D'Austria") habe ich wieder einmal einen schönen Linkfund gemacht: "Strog's Prague pictures & opinions diverses" von einem gewissen "Strogoff", der in Prag lebt. Es handelt sich um einen Blog, der Texte mit Photos intensiv zu verweben scheint (im Einzelnen habe ich mir die Texte nicht durchgelesen: bei meinen sehr dürftigen Französischkenntnissen wäre das ein allzu Zeit raubendes Unterfangen). Wer aber besser Französisch spricht (oder doch wenigstens lesen kann) als ich, oder wer nur seine (durch zweimaliges Anklicken stark zu vergrößernden!) Aufnahmen von Prag genießen will, möge den Klick zu Strogoffs Blog nicht scheuen! Er bereist und beschreibt anscheinend auch andere Orte in Tschechien; sehr ausführlich und mit zahlreichen schönen Fotografien hat er jedenfalls Krumau beschrieben ("Ailleurs: Český Krumlov, un indispensable").
Ein Plicka ist Strogoff natürlich nicht, aber hier ist ihm ein Bild wie gemalt gelungen, voll köstlicher Ironie: wenn Spitzweg heute leben würde, würde er Aufnahmen wie diese machen. Und dieses Haus hatte ich eigentlich für mich reserviert - aber "Strogoff" hat es leider auch schon entdeckt.
(Er betreibt übrigens noch einen weiteren Prag-Foto-Blog: "The best of Strogoff (and of Prague)". Auch der ist, alas, trotz des englischen Titels in französischer Sprache. Das sollte aber auch weniger polyglotte Surfer nicht daran hindern, sich zumindest an seinen herrlichen Bildern, hier z. B. eines von der Karlsbrücke, zu delektieren. Merci beaucoup, Monsieur Strogoff (or whatever your real name may be)!
Nachtrag 24.07.07:
Eine englische Familie (Wilkinson) ist so begeistert von Czesky Krumlov, dass sie eine eigene Webseite, mit einer schönen Fotogalerie, darüber ins Netz gestellt hat: "Cesky Krumlov - An alternative Czech Holiday".
Dazu gibt es noch einen Blog "Adventures in the Czech Republic", ebenfalls mit zahlreichen Einträgen über Böhmisch Krumau.
Textstand vom 01.12.2008 Auf meiner Webseite
http://www.beltwild.de/drusenreich_eins.htm
finden Sie eine Gesamtübersicht meiner Blog-Einträge.
Labels: Reisen, Tschechien, Weihnachtsmaerkte, Wochenendreisen
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Sonntag, 3. Dezember 2006
Donde viene? Vengo d'Onde!
Einen solchen Dialog hätte man heute, am ersten Advent des Jahres 2006, hören können, wenn etwa ein Italiener auf die Idee gekommen wäre, mich auf meinem (Rück-)Weg aus der Innstadt in die Altstadt von Passau zu befragen, woher ich komme.
Aus der Löwengrube natürlich, denn dort (im Haus Nr. 6) befindet sich die Redaktion der von Studenten gemachten Zeitschrift [eine Bezeichnung als "Studentenzeitschrift" wäre irreführend] "Onde". Der Name, den ihr der Gründer Gerrit Meyer-Arndt 1993 mit auf den Weg gegeben hat, ist schlicht genial. "Onde" bedeutet Welle, und die sanften Wellen des (Mittel-)Meeres sind es nicht zuletzt, welche wir mit Italien assoziieren.
Aber auch die elektronische Kommunikation vollzieht sich über (elektromagnetische) Wellen, und "Onde" soll ja der (wenn auch einseitigen) Kommunikation Deutscher mit (oder eher: über) Italien dienen.
Und in noch einem weiteren, und sehr wichtigen, Sinne trifft der Name "Onde" ins Schwarze. Wie ich bereits auf meiner Webseite "Italienreich: BEZIEHUNGSREICH" schrieb, kommuniziert das Wort "onde" für mich jedenfalls "zugleich ... auch die Wogen der Mitteilungsfreude [der Italiener], welche auch den Fremden, der Landessprache wenig Kundigen, ergreifen und – tragen!"
Eigentlich waren wir ja des Weihnachtsmarktes wegen nach Passau gekommen, auf einer 3-tägigen Wochenend-Busreise, welche uns auch nach Bodenmais, Cesky Krumlov (dt.: Krumau oder Krummau) und Budweis geführt hatte und auf dem Rückweg noch Passau mit einschloss. Darüber habe ich an anderer Stelle Näheres berichtet. Den Passauer Weihnachtsmarkt haben wir auch gesehen (ich nur kurz).
Der vorliegende Beitrag soll sich aber mit einem anderen Aspekt jener Stadt beschäftigen, in welcher die uralte deutsche Italienbegeisterung erneut auf fruchtbaren Boden gefallen ist - in der Löwengrube. Mit "Löwen" diese Straße aber überhaupt nichts zu tun. Vielmehr "trägt [die Löwengrube] ihren Namen nach dem Lößstreifen, der sich in der Innstadt bis zur Rosenau zieht" berichten jedenfalls die Autoren R. Ziegler u. a. in "Zwischen Donau, Inn und Ilz", einem "etwas andere[n] Führer durch Passau ...," dortselbst erschienen anno 1989 (S. 75).
Die Zeitschrift veröffentlicht Artikel über Italien bzw. Themen mit Italienbezug in italienischer Sprache. Schwierige oder weniger bekannte Worte und Wendungen werden in Anmerkungen auf Deutsch übersetzt, so dass man die Texte auch mit etwas dürftigen italienischen Sprachkenntnissen lesen kann. Will heißen: sogar auch ich kann sie lesen, und da ich - als förderndes Mitglied - dem hauptsächlich studentischen Verein angehöre, bekomme ich die Zeitschrift halbjährlich zugeschickt. Raten Sie mal, was heute Abend bei der Rückkehr in unserem Briefkasten auf mich wartete?
Es ist wirklich erstaunlich, wie die in doch recht kurzen Abständen wechselnde studentische Mannschaft (richtiger eigentlich 'Frauschaft', denn die Damen dominieren insgesamt deutlich) die Qualität der Zeitschrift nicht nur konstant hält, sondern ständig verbessert und professionalisiert.
Wir seufzen (frei nach Eichendorffs "Taugenichts"): Ach, wer da Zeit zum Lesen hätte!
Während die Passauer Italianistik- oder Kulturraum-Studien-Studenten* also ausgesprochen tüchtig sind, ist [nicht nur] die Passauer Touristen-Information zumindest in einer Beziehung deutlich weniger 'auf Zack':
Die "Wikipedia" entwickelt sich mehr und mehr (oder sehe ich das zu subjektiv?) zum ersten Anlaufpunkt für die Internet-Recherche. Der Text in der deutschsprachigen Wikipedia über Passau ist lang (derzeit ca. 10 S.).
Die englisch-, französisch- und italienischsprachigen Versionen zum Stichwort "Passau" freilich sind dürftig; in der italienischen Wikipedia heißt es sogar:
"Questa voce è solo un abbozzo (stub). Se puoi, contribuisci adesso a migliorarla secondo le convenzioni di Wikipedia", d. h. man ist sich bewusst, wie dürftig die Eintragung ist und fordert zur Ergänzung auf.
Bessere Gratis-Werbung als einen ausführlichen Wikipedia-Eintrag kann eine Stadt wohl kaum bekommen. Aber diese Erkenntnis ist offenbar [nicht nur] am Passauer Fremdenverkehrsamt bislang vorbei gegangen.
P. S.: Endlich kommt man mal in die Löwengrube - und da ist "Onde" gar nicht mehr da? An der Klingel steht zwar noch der Name. Aber, wie ich dem Impressum im neuen "Onde"-Heft entnehme, lautet die Anschrift nun "Onde, c/o Universität Passau, Innstr. 33, 94032 Passau". Möge sie auch dort in Zukunft weiterhin so fruchtbar sein, wie in ihrer Vergangenheit in der Löwengrube.
Umsonst bin ich dennoch nicht dorthin gelaufen: die Blicke von der Marienbrücke bzw. von der Innstadt über den Inn auf die "Niederburg", den "Schaiblingsturm" und hoch über allem auf die Veste Oberhaus am anderen Ufer der Donau lohnten die kleine Mühe. Der schon erwähnte Reiseführer bezeichnet die Innseite sogar als "Schokoladenseite" Passaus.
* [Freilich wird die Zeitschrift "Onde" nicht nur von Studenten aus Passau gemacht, sondern auch von denen einer Reihe anderer Unis, insbesondere Bonn. Bedauerlich ist es, dass die Universitäten der Neuen Bundesländer so gut wie gar nicht repräsentiert sind (von den 27 im neuen Magazin aufgeführten Städten mit "onde vor Ort" liegt nur Leipzig in der Ex-DDR). Nicht einmal die Studenten von Dresdens - wenn ich nicht irre: 2 - Universitäten verspüren offenbar den Drang, der glorreichen Tradition sächsischer Italienbeziehungen und -Begeisterung neues Leben einzuhauchen.]
Textstand vom 04.12.2008. Auf meiner Webseite
http://www.beltwild.de/drusenreich_eins.htm
finden Sie eine Gesamtübersicht meiner Blog-Einträge.
Labels: Doennekes, Italien(bezug), Reisen, Weihnachtsmaerkte, Wochenendreisen
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