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CANABBAIA
Donnerstag, 30. August 2007
 
Wie übersetzt man "tag" (beim Bloggen) ins Deutsche?
Meta-tag lasse ich mir ja noch gefallen, aber bei "tag" nimmt das kommunikative Rauschen überhand. "Tag" bedeutet schließlich in der deutschen Sprache etwas ganz anderes, als "tag" im Englischen.

Ganz unabhängig davon, wie man zur Verwendung englischsprachiger Ausdrücke in Deutschland (bzw. im deutschen Sprachraum) steht: wenn ich sage, ich hätte einen "tag" an mein Blog gehängt, ist das einfach zu missverständlich ("tags" im Plural würde ja noch gehen). (In der Fachsprache der Informatiker mag "tag" dagegen unproblematisch sein, weil sich aus den dort möglichen Textzusammenhängen wohl keine Verwechslungsgefahr mit "Tag" ergibt.)

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Freitag, 24. August 2007
 
Wie man die Welt in den Wald lockt. Überlegungen und Ideen zum Fremdenverkehr im Bayerischen Wald.
"Der Bayerische Wald hat ein Imageproblem" zitiert der Bayerwaldbote in seinem Artikel "Der Gast denkt nicht in politischen Grenzen" vom 28.06.2007 den Geschäftsführer des Tourismusverbandes Ostbayern (TVO; demnächst wohl: "Tourismusverband Niederbayern-Oberpfalz"), Dr. Michael Braun. (Der Artikel ist leider nicht im Netz, jedoch hat der Landkreises Freyung-Grafenau einen Zeitungsartikel aus der Passauer Neuen Presse vom 21.06.2007 online gestellt: "TVO will Image-Problem der Region jetzt lösen. Geschäftsführer Dr. Michael Braun zu Gast bei den Bürgermeistern." Dort erfährt man Näheres:
"Hauptziel der Bemühungen ist es, das Imageproblem der Region in den Griff zu bekommen und Ostbayern als Urlaubsziel damit wieder attraktiver zu machen. 'Befragungen haben ergeben, dass das Angebot des Bayerischen Walds nicht schlechter abschneidet als das des Schwarzwalds', erklärte der TVO-Geschäftsführer Dr. Michael Braun. Dass die Region dennoch als unattraktiver gilt, ließe auf ein Imageproblem schließen. ..... 'Wir müssen überlegen, mit welchen Inhalten wir die Marke Bayerischer Wald füllen wollen. Die Besetzung durch Grünes Dach Europas reicht nicht mehr aus', sagte [der Marketingleiter Bayerischer Wald des TVO, Alexander] Anetsberger. Zur Markenentwicklung gehört auch eine passende Verkaufsstrategie. Mittelfristig gilt es unter anderem, konsequent alle Synergieeffekte zu nutzen, mit den Big-Playern, also großen Reiseanbietern und den Spezialisten zusammenzuarbeiten. Für moderne Werbung soll auch das Internet mit Bannerwerbung und Weblogs genutzt werden. Langfristiges Ziel des neuausgerichteten Marketings für den Bayerischen Wald ist es, die touristischen Kräfte zu bündeln und zu stärken. Dazu gehört beispielsweise ein multifunktionales Portal, das auch ein Intranet für die interne Kommunikation haben soll. Produktmanagement und Qualitätssicherung gehören ebenso zu den Zielen wie Event-Marketing und eine positive Positionierung gegenüber dem Osten Europas: 'Allein mit Deutschen Urlaubern werden wir es nicht schaffen'." [Hervorhebungen von mir]
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Mittwoch, 22. August 2007
 
Robert King Mertons manifeste und latente Funktionen im (wohl nicht nur: deutschen) Steuerrecht
Dass gesellschaftliche Gepflogenheiten und Einrichtungen häufig neben dem offenkundigen, offiziellen (oder manchmal nur scheinbaren) Zweck noch weitere, zumindest dem durchschnittlichen Betrachter (oder Teilnehmer) verborgene Funktionen haben, hat der amerikanische Soziologe Robert King Merton nicht entdeckt. Er selbst präsentiert, z. B. in seinem Aufsatz The Unanticipated Consequences of Purposive Social Action von 1936 oder in seinem Buch „Social Theory and Social Structure“ (im Kapitel MANIFEST AND LATENT FUNCTIONS“) von 1957, eine Fülle von Beispielen für frühere Forschungsansätze und Forschungsergebnisse, die von dieser Erkenntnis ausgegangen waren oder zu ihr gelangten.

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Sonntag, 19. August 2007
 
Am 02.09.2007 gehen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt die Lichter aus - ?
Wer im Veranstaltungskalender der "Wissenschaftstadt" Darmstadt heute, am 19.08.2004 etwa in Erfahrung zu bringen versuchen wollte, an welchem Termin (im Oktober) der nächste große Flohmarkt auf dem Darmstädter Karolinenplatz stattfindet, verlässt die Seite unwissend.

Veranstaltungen sind dort (per heute) nur bis einschl. 02.09.2007 verzeichnet (Verkaufsoffener Sonntag "Fashion, Style & Hair"; Schmetterlinge im Spätsommer -
Ein Sonntagsspaziergang
; Bäume und Sträucher der Streuobstwiesen -Exkursion-; Pilzwanderung im Kranichsteiner Wald und ein Promenadenkonzert "Creedence forever").

Danach - gehen in Darmstadt die Lichter aus?

Mit Glück und einigem Gegoogele finde ich aber doch eine Informationsquelle für die Darmstädter Veranstaltungstermine im Gesamtjahr 2007: einen Veranstaltungskalender, der von dem Wiesbadener Verlag "Dinges & Frick GmbH" herausgegeben wird.

Dort erfahre ich, dass der nächste Flohmarkt auf dem Karolinenplatz, also direkt im Stadtzentrum, am Sonntag, 07.10.2007 stattfinden wird.
(Dieser sehr große und empfehlenswerte Krempelmarkt wird regelmäßig halbjährlich, im Frühjahr -April- und Herbst -Oktober-, abgehalten.)


Erleichtert atme ich auf: auch nach dem zweiten September anno 2007 brennen in Darmstadt die Lichter weiter!

Trotzdem frage ich: Weshalb ist die Veranstaltungsvorschau auf der Webseite der Stadtverwaltung Darmstadt auf ca. einen Monat (?) begrenzt?


Nachtrag vom Sonntag, 07.10.2007:
Heute waren wir in Darmstadt - und die Lichter waren wirklich aus! Gewissermaßen jedenfalls: kein Flohmarkt auf dem Karolinenplatz. Wir waren nicht die einzigen, die dort umher irrten. Eine junge Dame z. B. war mit einem älteren Herrn sogar aus dem Odenwald gekommen, um den Flohmarkt zu besuchen.
Der Flohmarkt wurde offenbar kurzfristig auf den kommenden Sonntag (14.10.2007) verlegt. Da müssen wir wohl wieder nach Darmstadt ...

Immerhin haben wir dieses Mal (außer wiederum bei "Asia Kim" in der Holzstraße / Ecke Landgraf Georg Straße gut und preiswert gegessen) etwas Wunderschönes, vielleicht sogar Einmaliges entdeckt: den "geheimsten Lesesaal [wohl nicht nur:] in ganz Darmstadt"!
Im "Prettlackschen Gartenhaus", das vom den wunderschönen barocken "Prinz-Georg-Garten" (hier eine Luftaufnahme) her zugänglich ist (und dieser wiederum vom Herrengarten) gibt es ein "Öffentliches Lesezimmer", das auf der Webseite der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen wie folgt beschrieben wird:
"Im historischen Pretlack’schen Gartenhaus an der Schlossgartenstrasse hat die Hessische Schlösser-Verwaltung ein öffentliches Lesezimmer eingerichtete, in dem man sich nach Herzenslust bei den dort bereitstehenden Büchern bedienen und diese rinnen oder draußen im Park lesen kann. Bestückt wird diese Bibliothek aus Bücherspenden, die andere Leser aus eigenen Beständen abgeben. Alle interessierten Besucher können sich der Lektüre bedienen, im Raum oder vor der Tür im Garten lesen und wenn das Buch gefällt, darf es auch mitgenommen werden...... aber mit der moralischen Verpflichtung, dafür ein anderes mitzubringen, damit der Bestand erhalten bleibt."
Wenn ich die Idee des "BookCrossing" richtig verstanden habe, ist das hier etwas Ähnliches - nur schön bequem in einem Saal mit beschrifteten Regalen.
Also Leute: tragt eure überflüssigen Bücher dort hin, statt sie in den Müll zu werfen. Es wäre ja immerhin möglich, dass jemand euch sehr dankbar ist, wenn er dort z. B. einen "Wanderatlas Bodetal" (noch aus DDR-Zeiten: ich mag die liebevoll gemachten Bücher und Broschüren des "VEB Tourist Verlag Berlin-Leipzig", auch wenn die Farbqualität der Fotos suboptimal ist) findet, oder gar "Florenz 4. November 1966. Einer Stadt wird geholfen" (Ein Buch über die deutsche Hilfe bei der Überschwemmungskatastrophe, in welcher die Wasser des Arno weite Teile der historischen Stadt überfluteten und wertvolle Kulturgüter, insbesondere auch Bücher usw., vernichtete oder schwer beschädigte).
Er wird auch seinerseits etwas dort hin tragen - versprochen!
(Zahlreiche schöne Fotos von Herrengarten und Prinz-Georg-Garten bringt eine Webseite "Junifee's Online-Welt" von einem oder einer gewissen "D. Lang".

Und hier auch eine Aufnahme von mir (vom 07.10.07):

Turm des Darmstädter Landesmuseums vom Herrengarten aus gesehen.



















Nach dem Mittagessen sahen wir dann auch den Grund für die Verschiebung des Flohmarkt-Termins: verkaufsoffener Sonntag in Darmstadt! Der übliche Rummel, aber wenigstens gibt es auch in Darmstadt ein Starbucks Coffee House (von dieser und jenem vorher schon lang ersehnt und heiß erfleht) zum Kaffe trinken und rumlümmeln in weichen Sesseln mit Blick auf den Luisenplatz.

Nachtrag vom 14.10.07:
Versprechen eingelöst: habe auf meinem Buckel (also im Rucksack) einige Bücher ins Pretlacksche Gartenhaus geschleppt (darunter ein sehr gewichtiges -innerlich wie äußerlich- über "Palazzi Veneziani"). Doch konnte ich nicht widerstehen, eines auch mitzunehmen: "Italien. Begegnungen zwischen Mailand und Rom" von Dieter Koppetsch. Das Buch an sich gehört sicherlich nicht zu den Höhepunkten der Italien-Literatur. Sein Wert (für mich) liegt darin, dass es (erstmals 1975, in der 2. Auflage 1977) in der DDR (im VEB F. A. Brockhaus Verlag Leipzig) erschienen ist und damit ein Dokument dafür, wie das Thema "Italien" in der DDR behandelt wurde. Da kaum jemand dorthin reisen konnte, und schon gar nicht einfach mal in Urlaub runterfahren, dürfte es recht heikel gewesen sein, überhaupt etwas über dieses ferne, aber andererseits aus Literatur und Geschichte doch so nahe, Land zu berichten, zu welchem die DDR ihren Bürgern verwehrte.

Anschließend ging es dann zum Flohmarkt, heute fand er wirklich statt.
Zum Mittagessen natürlich "traditionsgemäß" wieder das gute und preiswerte Buffet von "Asia-Kim" (s.o.; nicht zu verwechseln mit einem "Asiakim" in der Grafenstr., das ich nicht kenne) genossen.


Nachtrag 1.2.08:
Staun: Auch in Wiesloch gibt es (natürlich in einem bescheideneren Rahmen) Bücher gratis: Vgl. den Artikel "Freie Bücher in Wiesloch" vom 01.11.2007 in dem Weblog KurpfalzNotizen.
... und in Rauenberg auch (Dank an Frau Stindl von de Bürgerstiftung Wiesloch für den Hinweis!).
(In Rauenberg stehen die Bücher übrigens trockener als in Wiesloch.)


Nachtrag 27.08.2010
Auf dem Duisburger Nachrichtenportal xtranews entdecke ich heute den (heutigen) Artikel "Bahnbücherkisten oder warum Duisburg einen offenen Bücherschrank bräuchte". Der verlinkt auch zu anderen Berichten über ähnliche Projekte:
"Erlesener Tipp für Bus- und Bahnfahrer im Ruhrgebiet "Tausch (d)ein Buch" im Zug" (26.08.10); "Mönchengladbach. Im Zug zum Buch" vom 27.12.07 und, besonders informativ, zum Wikipedia-Stichwort "Öffentlicher Bücherschrank".







Textstand vom 27.10.2010. Auf meiner Webseite
http://www.beltwild.de/drusenreich_eins.htm
finden Sie eine Gesamtübersicht meiner Blog-Einträge.

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Freitag, 17. August 2007
 
Do you really want to cheat me? dooyoo really want to bleed me dry? Internet-Preisvergleich: Warensuche bei dooyoo, Bild-T-Online, Idealo u. a.
Das ist eine dreiste Unverfrorenheit: sucht man bei dooyoo den Receiver "LG Electronics XC-62" findet man - was? 151 Treffer im "Produktkatalog" - aber kein einziger davon die gesuchte Ware!

Ein klarer Versuch, den (potentiellen) Kunden zu überrumpeln! Ich weiß nicht, ob das als Wettbewerbsverstoß justiziabel ist; wenn (noch) nicht, wird es Zeit, dass sich die Konkurrenz gegen solche Machenschaften zur Wehr und die Wettbewerbs-Rechtsprechung damit auseiander setzt.

Ebenso geht es mir bei Bild-T-Online.

Vielleicht arbeiten diese beiden Portale mit der gleichen - nach deren Einschätzung vermutlich "cleveren" - Weichware?

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Montag, 13. August 2007
 
Vom Bayerwald durch den Böhmerwald per Bus zum Hus


Nachdem mein Eintrag "Aus dem Bayerwald in die Welt: Ausflüge nach Niederbayern [und Süd-Böhmen]" immer buchlängenverdächtiger expandierte, musste da mal der Blitz reinfahren und wenigstens den vorliegenden Bericht über eine Bustour nach Böhmen abtrennen:


Zwei Busunternehmen existieren in Zwiesel: die Firmen Lambürger und Ranzinger. Bei einem der beiden hatten wir zwei Rundreisen gebucht: eine Tour durch den Bayerischen Wald und eine durch den Böhmerwald (Sumava) zum Lipno-Stausee und nach Cesky Krumlov (Böhmisch Krumau). Die Teilnahme an einer dritten Bustour erschien meiner Frau zu anstrengend, deshalb buchte ich diese "Hus-Tour" der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden in Zwiesel für mich allein.



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