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CANABBAIA
Dienstag, 27. März 2012
 
Horst Kasper Seehofer: ein Linienrichter ohne Stabilitätsmechanismus lügt ohne rot zu werden
Sollte es in Bayern oder Deutschland wirklich Menschen geben, welche diesen Hü-Hotti-Kasper noch immer ernst nehmen? Dann handelt es sich um Unbelehrbare, denen man jedes X für ein U vormachen kann.


Erst tönt der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer von einer roten Linie der deutschen Haftungsbeschränkung.
Dann plötzlich definiert er seine Linie kurzerhand um: Eine generelle Zustimmung zu einer Ausweitung der europäischen Staatsschuldenschirme stelle ja noch keine Erhöhung der deutschen Haftungssumme dar. Ob die rote Linie einer deutschen Haftungsbegrenzung auf 211 Mrd. € [die ohnehin schon viel zu hoch ist!] überschritten werde oder nicht, hänge ja trotz der generellen Ausweitung immer noch von der Zustimmung des Deutschen Bundestages zu ggf. erforderlichen Hilfsmaßnahmen ab.
Nur: EINEN belügt Seehofer auf jeden Fall. Selbst wenn man (völlig unrealistisch!) annehmen wollte, dass die CSU im Bundestag gegen eine anstehende Schuldenhilfe für einen Pleitestaat stimmen würde, nur weil damit die "rote Linie" von 211 Mrd. € überschritten wäre, hätte Seehofer bzw. die CSU gelogen. Denn wer jetzt für die Erhöhung des theoretischen Schutzwalles stimmt, gibt gegenüber den Mit-Eurozonären implizit das Versprechen ab, diesen im Notfall auch einzusetzen. Tut er das im Ernstfalle, dann hat er aktuell die Bürger belogen wenn er ihnen jetzt vorspiegelt, dass er in einem solchen Falle dagegen stimmen werde.
Was sind das für Wähler, die sich vom Lügner Horst Seehofer ein solches Kasperle-Theater vorspielen lassen?

Jeder weiß, dass der Bundestag in Sachen Staatsschuldenhilfe für unsere europäischen (bzw. eurozonären) 'Brudervölker' zum reinen Abnickergremium degeneriert ist. Fast sämtliche deutschen Politiker, wie offenbar (leider) auch die schweigende (im Internet sieht das anders aus!) Mehrheit des deutschen Volkes schlottert vor Angst und lässt sich mit der angeblichen Alternativlosigkeit der deutschen Zahlmeisterei immer tiefer in die Verschuldung treiben.

Horst Seehofer enthüllt sich wieder einmal, wie schon des Öfteren, als substanzloser Populist.
Wer diesen Schwätzer bundespolitisch noch Ernst nimmt, ist selber Schuld; der/dem ist nicht mehr zu helfen.


Artikel-Links zu den Hintergründen meiner Kritik (sämtlich zur Augsburger Allgemeinen Zeitung vom 26.03.2012):
Nachtrag: Zur Glaubwürdigkeit der "roten Linien" unserer Regierung in Sachen Euro-Rettung vgl. heute (27.03.12) gleich -3- skeptische Artikel im Handelsblatt:
Ausgesprochen unsympathisch ist mir die Financial Times Deutschland, weil sie schon seit eh und je für eine höhere (im Grunde wohl für eine unbegrenzte) Solidarhaftung Deutschlands für die Schuldensünder plädiert hat. Was allerdings die Berichterstattung angeht, ist sie mir beinahe sympathischer als das Handelsblatt, denn diese ist illusionslos realistisch (offenbar ist die Zeitung konsequent nach dem angelsächsischen Prinzip einer Trennung von Information und Meinung ausgerichtet). Was sich für unseren Kontext heute in (ebenfalls) drei Artikeln dokumentiert:

Nachtrag 29.03.2012
Zur (geforderten bzw. möglichen) Höhe der Rettungsfonds bzw. des deutschen Haftungsanteils siehe jetzt auch folgende Artikel:




ceterum censeo

Der Wundbrand zerfrisst das alte Europa,
weil es zu feige ist ein krankes Glied zu amputieren!

POPULISTISCHES MANIFEST
(für die Rettung von ? Billionen Steuereuronen!):
Ein Gespenst geht um in Deutschland - das Gespenst einer europäischen Transferunion und Haftungsunion.
Im Herzland des alten Europa haben sich die Finanzinteressen mit sämtlichen Parteien des Bundestages zu einer unheiligen Hatz auf die Geldbörsen des Volkes verbündet:
·        Die Schwarzen Wendehälse (die unserem Bundesadler den Hals zum Pleitegeier wenden werden),
·        Die Roten Schafsnasen (vertrauensvoll-gutgläubig, wie wir Proletarier halt sind),
·        Die Grünen Postmaterialisten (Entmaterialisierer unserer Steuergelder wie unserer Wirtschaftskraft),
·        Die machtbesoffenen Blauen (gelb vor Feigheit und griechisch vor Klientelismus), und selbstverständlich auch
·        Die Blutroten (welch letztere die Steuergroschen unserer Witwen, Waisen und Arbeiter gerne auflagenlos, also in noch größerer Menge, gen Süden senden möchten).
Wo ist die Opposition im Volke, die nicht von unseren Regierenden wie von deren scheinoppositionellen Komplizen als Stammtischschwätzer verschrien worden wäre, wo die Oppositionspartei, welche sich der Verschleuderung der dem Volke abgepressten Tribute an die europäischen Verschwendungsbrüder wie an die unersättlichen Finanzmärkte widersetzt hätte?
Zweierlei geht aus dieser Tatsache hervor:
Das Volk wird von fast keinem einzigen Politiker als Macht anerkannt.
Es ist hohe Zeit, dass wir, das Volk, unsere Anschauungsweise, den Zweck unserer Besteuerung und unsere Tendenzen gegen die fortgesetzte Ausplünderung durch das Finanzkapital bzw. durch die Bewohner anderer Länder und durch seine/deren politische Helfershelfer vor der ganzen Welt offen darlegen und dem Märchen von dem grenzenlosen Langmut der Deutschen den Zorn des Volkes selbst entgegenstellen.

Textstand vom 29.03.2012. Gesamtübersicht der Blog-Einträge (Blotts) auf meiner Webseite http://www.beltwild.de/drusenreich_eins.htm. Soweit die Blotts Bilder enthalten, können diese durch Anklicken vergrößert werden.

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