Per aspera ad astra: Während ich mich vor kurzem noch mit banalen Äußerlichkeiten der Uni Bielefeld (meine Heimatstadt) abgemüht habe ("Vom Bielefelder Universitätsgebäude zum psychedelischen Maybach Exelero. Kritik an der Hypertrophie der Rechte am Geistigen Eigentum"), mache ich nun in der WELT einen großen geistigen Sprung nach vorn. Mit der Universität Bielefeld.
Die nämlich reiht der Artikel "Geldpolitik. Schulden gefährden den Wohlstand des Westens" von D. Eckert und H. Zschäpitz in der WELT vom 12.01.2010 umstandslos in die weltweite Spitzengruppe ein (meine Hervorhebung):
"Wird der Dollar im Jahr 2020 weiter die Leitwährung sein? Wird es den Euro noch geben? Kommt die Inflation wieder? Und droht eine Welle von Staatsbankrotten wie zuletzt in den 20er-Jahren? Diesen und damit benachbarten Fragen haben sich die sieben Laureaten angenommen, die an so renommierten Universitäten wie Oxford, Berkeley, Bielefeld und Leuven lehren oder Denkfabriken wie die Eurasia Group leiten."
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Dienstag, 12. Januar 2010
Freitag, 29. Mai 2009
Inflation auf dem Sennefriedhof Bielefeld: Und jetzt wird wieder Radieschen geguckt / das steigert das Bruttosozialprodukt!
Eigentlich wollte ich schon gestern über die Inflation auf dem Friedhof bloggen, aber da kreuzten ein paar durchgeknallte Reflationisten (Inflationisten) meinen Weg und lenkten meinen Zorn von der Verteuerung der Gräber ab.
Freitag, 12. Oktober 2007
Nicht-nostalgische Zeitreise in meine Jugend: Erziehung anno 1963
Aller guten Dinge sind drei.
Deshalb hier als letztes Fundstück meiner heutigen Ausgrabungskampagne ein Aufsatz aus "sermo" Nr. 3 (Schülerzeitung des Bielefelder Ratsgymnasiums vom Dezember 1963).
Damals glaubte ich wenigstens noch an etwas - und sei es auch nur an die Möglichkeit einer gesamtgesellschaftlichen Rationalität.
(Und die - damals - moderne rechtschreibung ist mir seit jenen fernen zeiten ebenfalls abhanden gekommen.)
Freitag, 12. Januar 2007
Schwerter zu Pinseln!
"Das Galerie- und Atelierhaus im ehemaligen Kreiswehrersatzamt in Bielefeld nimmt Struktur und Form an, neben Mal-Ateliers ..."
liest man (derzeit, unter "aktuell") auf der Webseite der Bielefelder Kunst-Galerie David.
Ich hab' es schon immer geahnt: von Bielefeld geht heutzutage eine neue Epoche der Weltgeschichte aus.
"Schwerter zu Pflugscharen" ist out; die Zahl der Landwirte ist einfach zu gering. Aber Künstler und Künstlerinnen, die gibt es in unserem fortgeschrittenen Stadium von Zivilisation wie Sand am Meer (oder wie Lößkrümel auf dem Acker). Deshalb: Kunst statt Kreiswehrersatzamt; pinseln statt schwerterln!
Ich halte es freilich für wahrscheinlich, dass im Ernstfalle selbst viele kühne Pinselschwinger auch nur wenigen entschlossenen Schwert-Schwingern nicht gewachsen wären. Diese Einsicht könnte man beispielsweise aus der Debatte um die dänischen Mohammed-Karikaturen gewinnen (vgl. dazu auch meine Einträge 1., 2., 3., 4., 5., 6. und 7.) - auch wenn es damals nicht zum Kampf der Krummsäbel gegen die Griffel gekommen ist.
Und wie sagten seinerzeit die Friedensfreunde der 68er-Bewegung? "Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt". Und griffen zum Pflasterstein. Gell, Joschka, du erinnerst dich bestimmt noch dran?
P. S.
Was ich schon immer wissen wollte, aber nie zu fragen wagte (nicht einmal mich selbst): Was eigentlich ersetzt ein Kreiswehrersatzamt? Avatare, die im Einsatz ausgefallen sind? Warum heißt es nicht einfach Kreiswehramt, oder "Wehrkreiskommando", wie weiland in der DDR? Wikipedia gibt mir keine Auskunft darüber. Und auf den Webseiten der Territorialien Wehrverwaltung kann ich zwar sogar deren Aktenplan einsehen (praktisches Feature für feindliche Geheimdienste!), aber an das (für den unbedarften Außenstehenden) Nächstliegende, den Surfern nämlich eine Erklärung ihres zumindest für den Laien doch ziemlich ungewöhnlichen Namens zu präsentieren, haben die natürlich nicht gedacht.
Nachtrag vom 17.01.2007:
In Meyers Konversationslexkon, 4. Auflage, von 1885 - 1892, kommen wir dem Kriegsersatz, Ersatzkrieg, Kriegerersatz oder Kriegsmaterialersatz auf die Schliche. Unter dem Stichwort
"Ersatzwesen" lesen wir:
"Inbegriff alles dessen, was mit der Ergänzung des Heers, also mit der Aushebung, Einstellung und Entlassung der Soldaten, zusammenhängt". Insofern können wir nunmehr die Herkunft des Terminus "Kreiswehrersatzamt" zumindest historisch verorten, wenn wir auch noch nicht ganz zu jener Quelle vorgestoßen sind, wo der Begriff "Ersatzwesen" erstmalig hervorgesprudelt ist (dieser Verwaltungszweig hätte ja z. B. auch "Wehrbeschaffungswesen" oder ähnlich genannt werden können). Wie auch immer: ich bin schon froh, den Begriff "Ersatz(wesen)" im Zusammenhang mit dem deutschen Militär nun historisch tiefer verorten zu können.
Deshalb Dank für den Hinweis auf das Lexikon-Stichwort an meinen alten Bielefelder Klassenkameraden, Freund und Mit-Steinbock Götz Hahnwald! (Und natürlich auch an jene Zeitgenossen, welche den Staub von den alten Büchern pusten um sie der Menschheit im Zwischennetz -gratis- zu präsentieren!)
Der (ansonsten in meinen Augen nicht überdurchschnittlich bemerkenswerte) Aufsatz "Technologische Zivilisation" von Arno Bammé (in der Zeitschrift iff texte, Band 3) enthält einen hübschen Satz, den hierher zu transplantieren ich mir nicht verkneifen konnte:
"Nicht nur von Schwertern, auch von überdimensionierten Pflugscharen gehen Gefahren aus."
Nachtrag 21.04.2010:
In einem Forum fand ich ein hübsches Motto, mit dem ich mich unbedingt identifizieren kann (und das ist jetzt nicht als Scherz gemeint, sondern bitterer Ernst, z. B. als Leitlinie für die Verteidigung unserer Interessen in Afghanistan oder gegenüber den somalischen Piraten, wo wir - und die Welt überhaupt - für meinen Geschmack bei weitem zu weichlich agieren):
"Diejenigen, die ihre Schwerter zu Pflugscharen schmiedeten, pflügen jetzt für Männer, die ihre Schwerter behielten."
Textstand vom 21.04.2010. Auf meiner Webseite
http://www.beltwild.de/drusenreich_eins.htm
finden Sie eine Gesamtübersicht meiner Blog-Einträge.
liest man (derzeit, unter "aktuell") auf der Webseite der Bielefelder Kunst-Galerie David.
Ich hab' es schon immer geahnt: von Bielefeld geht heutzutage eine neue Epoche der Weltgeschichte aus.
"Schwerter zu Pflugscharen" ist out; die Zahl der Landwirte ist einfach zu gering. Aber Künstler und Künstlerinnen, die gibt es in unserem fortgeschrittenen Stadium von Zivilisation wie Sand am Meer (oder wie Lößkrümel auf dem Acker). Deshalb: Kunst statt Kreiswehrersatzamt; pinseln statt schwerterln!
Ich halte es freilich für wahrscheinlich, dass im Ernstfalle selbst viele kühne Pinselschwinger auch nur wenigen entschlossenen Schwert-Schwingern nicht gewachsen wären. Diese Einsicht könnte man beispielsweise aus der Debatte um die dänischen Mohammed-Karikaturen gewinnen (vgl. dazu auch meine Einträge 1., 2., 3., 4., 5., 6. und 7.) - auch wenn es damals nicht zum Kampf der Krummsäbel gegen die Griffel gekommen ist.
Und wie sagten seinerzeit die Friedensfreunde der 68er-Bewegung? "Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt". Und griffen zum Pflasterstein. Gell, Joschka, du erinnerst dich bestimmt noch dran?
P. S.
Was ich schon immer wissen wollte, aber nie zu fragen wagte (nicht einmal mich selbst): Was eigentlich ersetzt ein Kreiswehrersatzamt? Avatare, die im Einsatz ausgefallen sind? Warum heißt es nicht einfach Kreiswehramt, oder "Wehrkreiskommando", wie weiland in der DDR? Wikipedia gibt mir keine Auskunft darüber. Und auf den Webseiten der Territorialien Wehrverwaltung kann ich zwar sogar deren Aktenplan einsehen (praktisches Feature für feindliche Geheimdienste!), aber an das (für den unbedarften Außenstehenden) Nächstliegende, den Surfern nämlich eine Erklärung ihres zumindest für den Laien doch ziemlich ungewöhnlichen Namens zu präsentieren, haben die natürlich nicht gedacht.
Nachtrag vom 17.01.2007:
In Meyers Konversationslexkon, 4. Auflage, von 1885 - 1892, kommen wir dem Kriegsersatz, Ersatzkrieg, Kriegerersatz oder Kriegsmaterialersatz auf die Schliche. Unter dem Stichwort
"Ersatzwesen" lesen wir:
"Inbegriff alles dessen, was mit der Ergänzung des Heers, also mit der Aushebung, Einstellung und Entlassung der Soldaten, zusammenhängt". Insofern können wir nunmehr die Herkunft des Terminus "Kreiswehrersatzamt" zumindest historisch verorten, wenn wir auch noch nicht ganz zu jener Quelle vorgestoßen sind, wo der Begriff "Ersatzwesen" erstmalig hervorgesprudelt ist (dieser Verwaltungszweig hätte ja z. B. auch "Wehrbeschaffungswesen" oder ähnlich genannt werden können). Wie auch immer: ich bin schon froh, den Begriff "Ersatz(wesen)" im Zusammenhang mit dem deutschen Militär nun historisch tiefer verorten zu können.
Deshalb Dank für den Hinweis auf das Lexikon-Stichwort an meinen alten Bielefelder Klassenkameraden, Freund und Mit-Steinbock Götz Hahnwald! (Und natürlich auch an jene Zeitgenossen, welche den Staub von den alten Büchern pusten um sie der Menschheit im Zwischennetz -gratis- zu präsentieren!)
Der (ansonsten in meinen Augen nicht überdurchschnittlich bemerkenswerte) Aufsatz "Technologische Zivilisation" von Arno Bammé (in der Zeitschrift iff texte, Band 3) enthält einen hübschen Satz, den hierher zu transplantieren ich mir nicht verkneifen konnte:
"Nicht nur von Schwertern, auch von überdimensionierten Pflugscharen gehen Gefahren aus."
Nachtrag 21.04.2010:
In einem Forum fand ich ein hübsches Motto, mit dem ich mich unbedingt identifizieren kann (und das ist jetzt nicht als Scherz gemeint, sondern bitterer Ernst, z. B. als Leitlinie für die Verteidigung unserer Interessen in Afghanistan oder gegenüber den somalischen Piraten, wo wir - und die Welt überhaupt - für meinen Geschmack bei weitem zu weichlich agieren):
"Diejenigen, die ihre Schwerter zu Pflugscharen schmiedeten, pflügen jetzt für Männer, die ihre Schwerter behielten."
Textstand vom 21.04.2010. Auf meiner Webseite
http://www.beltwild.de/drusenreich_eins.htm
finden Sie eine Gesamtübersicht meiner Blog-Einträge.
Sonntag, 16. Juli 2006
Lohn der Angst
Richard Wagner interessiert mich ebenso sehr wie Fußball – also (fast) gar nicht.
Aber dann und wann, im Urlaub, erwischt er mich doch (der Richie, nicht der Fußball!).
Aber dann und wann, im Urlaub, erwischt er mich doch (der Richie, nicht der Fußball!).
Sonntag, 13. November 2005
PISTOLE ODER DEGEN? ICH FORDERE SATISFAKTION!

Jüngst fand ich einen Zeitungsausschnitt welchen ich zu jenen Zeiten ante Picasa (http://picasa.google.com/index.html) eingescannt hatte, als ich noch keine Bilder in den Blog bringen konnte.
Oben habe ich ihn nun, zu Nutz und Frommen der Netznestnutzergemeinschaft, upgeloadet.
Lange schon war ich nicht mehr dort, in meiner Geburtsstadt Bielefeld. Ich habe auch in meiner neuen Heimat (oder sagen wir: meinem aktuellen hessichen Aufenthaltsort) keine Ostwestfälische Botschaft eingerichtet, wie andere das für ihre Heimatregion in der Fremde getan haben (http://www.botschaft-ostfriesland.de/deutsch/main/index.shtml) .
Nevertheless, even when I'm in Hess': Das Herz schlägt noch immer für die Heimat im hohen Norden.
Mittwoch, 6. Juli 2005
"... for Schouh war dat Jeld to knapp"
"Schildesche" – das klang in meiner Jugend für mich immer so nach Germanenkriegern, die ihre Schilde an den Zweigen einer alte Esche – Yggdrasil, der Weltesche (http://www.lokis-mythologie.de/menue.php)? - aufgehängt hatten, um sich im Gras auf Bärenfellen zu lagern und Met zu trinken.
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