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Montag, 4. Mai 2009

Hurra; hurra hurra - die Schundliteratur ist da: "Italien wie es wirklich ist" (Gustav Nicolai, 2. Aufl. 1835)


Google wird mein Lob ebenso gleichgültig sein wie mein Tadel: die interessieren sich lediglich für Lohn der klingenden Art.
Dennoch gebietet es die Fairness, der Firma zu danken. Denn endlich stellt sie der interessierten Welt, und damit auch dem möglicherweise einzig wirklich Interessierten, ein Buch zur Verfügung, dass dieser schon lange lesen wollte: "Italien wie es wirklich ist" (Gustav Nicolai, 2. Aufl. 1835). (Der vollständige Titel ist von geradezu barocker Länge - s. u. bei "Terror im Zitronenhain".)

Viele Italieneisende hatten wohl das Gefühl, ihren Lesern lediglich ihre echten oder echoartigen Kunstempfindungen kommunizieren zu dürfen.
Und auf jene, welche es wagten, Italien mal ganz anders, nämlich konsequent negativ, zu sehen, haben sie so lange eingeprügelt, bis deren Bücher der Vergessenheit anheim fielen. Seine 'Widerleger' (z. B. August Gottlob Eberhard, aber es gab noch mehr Gegen-Schriften) haben es zu Wikipedia-Würden gebracht, unser braver Gustav dagegen nicht!

Dienstag, 30. Oktober 2007

Wenn "Weimar leuchtet", sollten beim Steuerzahler die Alarmglocken aufleuchten


Die Nachricht über die Wiedereröffnung der traditionsreichen, vielleicht kann man sogar sagen: "ruhmreichen", Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar dürfte durch die gesamte deutsche Tagespresse gegangen sein (vgl. z. B. in der "Welt" die Meldung "Anna Amalia Bibliothek wiedereröffnet" oder im Stern "Auferstanden aus dem Feuer").
Ich hätte sie vielleicht nicht einmal mitbekommen, hätte ich nicht Urlaub gemacht und dabei (wie ich das immer an fremden Urlaubsorten zu tun pflege) regelmäßig Zeitung gelesen. (Weitere Lesefrüchte dieser Reise sind z. B. in meinem Blott "STROMPREISE: DIE VERBRAUCHER PROTESTIEREN - DIE VERBRAUCHER PENNEN oder LANDSCHAFT, LANDSCHAFT ÜBER ALLES!" auf die Erde gefallen.)

Sonntag, 8. April 2007

Eine Träne im Knopfloch. Im Privatmuseum "Nostalgie-Haus" in Wächtersbach




Im Wächtersbacher Nostalgie-Haus ...





... wird schmutzige Wäsche gewaschen: ja, ja, die gute alte Zeit ... (war so gut nun auch wieder nicht).
(Titelseite aus dem 3. Jahrgang der Bild-Zeitung, also von 1955). (2 Jahre später, 1957, wurde Rosemarie Nitribitt ermordet: Sie erinnern sich?)

Mit Gottes Segen blieben Täter (sowie der/die Auftraggeber?) aber unerkannt und somit äußerlich sauber.

Samstag, 24. Februar 2007

Heute ist das Museumsufer in Frankfurt verhext

Hans Baldung Grien hat sie losgelassen. Die Hexen. In Frankfurt. Im Städel-Museum. Die lassen, als echte Wetterhexen, den Regen los. Auf breughelianische Flohmarkt-Figuren und auf uns. Wir sind schon jenen Dämonen entronnen, welche das Skulpturen-Museum Liebieghaus, ebenfalls am Museumsufer gelegen, derzeit noch auf die Frankfurter loslässt.

Sonntag, 19. März 2006

Mensch, willst du würdig von hinnen geh'n, geh nach Kassel erst, das Museum beseh'n!


Am Wochenende besuchen wir gelegentlich die Vororte von Wächtersbach: Fulda zum Beispiel, oder Hanau, oder, wie gestern, Frankfurt am Main (a. M.).

Dort waren in der Kleinmarkthalle
Die Ostereier leider alle.

Damit meine ich jene heute recht raren rohen Hühnereier,

Die wo haben weiße Schalen,
Welche MenschIn kann bemalen.

Während Weib auf Nahrungssuche,
Zieht's den faulen Mann zum Buche.
Walter König, Kleinmarkthalle,
Preisreduziert Kunstbücher alle.