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Mittwoch, 21. Februar 2018

Antreten zur Antifanten-KdF: "Humor" ist nur, wenn Bunt-Banditen lachen!


"Der saarländische AfD-Politiker Johannes Biesel hat offenbar auf Twitter über Sex mit Minderjährigen fantasiert. "Das Problem an #Fasching, ist dass du nicht sagen kannst, ob sie 14 oder 18 ist", heißt es in einem von der Adresse @Biesel_AfD veröffentlichten Post. "Wenn du dann Pech hast, kommste an die 18jährige. #Karneval" empört sich die AfD-Hasser-Kanaille des SPON.

Biesel reagierte, das wird immerhin auch berichtet, passend:
"Gutmenschen rasten gerade komplett aus, weil ich einen kleinen Witz gemacht hab", schrieb Biesel demnach. In einem weiteren Tweet hieß es: "Unterstützer einer Kinderfickerpartei echauffieren sich über einen Witz zu Karneval." 

Mittwoch, 17. Januar 2018

Gutmenschen sind die schlaffe Kraft, die Gutes will, doch Böses schafft: 10 Gründe, warum unsere westliche Zivilisation untergeht


Wie der Zufall so spielt: Zu einem Text von Oswald Spengler, den ich auf Facebook eingestellt hatte, verlinkte ein Kommentator zu diesem Video auf dem Youtube-Kanal von "Emperor Caligula". Videos zu politisch-gesellschaftlichen Themen schaue ich mir freilich ungern an. Ich präferiere gedruckte Texte, mit denen ich mich geistig besser auseinandersetzen kann. Zum Glück ist der Vortrag aber auch in "gedruckter" Form online (dort unter dem Titel "Zehn Gründe, warum unsere westliche Zivilisation untergeht").

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Pantisemitismus: Herrn Clemens Henis Umwälzung der Wissenschaft(sorganisation)

 
Was der Natur die Kellerasseln, sind dem Herrn Heni die Antisemiten: Kein Stein, den er umdreht, unter dem nicht eine muntere Schar hervorgekrochen käme. Er frönt einem sozusagen Pan-Antisemitismus wie die Pantheisten ihrem „Gott-ist-überall“-Glauben.

Montag, 18. Januar 2016

Die Rothschilds und der Regengott


Die israelische (Zer-)Siedlungspolitik im palästinensischen Westjordanland ist völkerrechtswidrig. Weder die EU noch die USA erkennen sie juristisch an. Dass Israel diese Siedlungen mit staatlicher Gewalt unterstützt und durchsetzt, kann man durchaus als eine Form von staatlichem Terrorismus gegen die Palästinenser bezeichnen. Und diese setzen sich mit "privatem" Terrorismus dagegen zur Wehr.

Mittwoch, 18. November 2015

Das Trauma der späten Geburt. Ein Schicksalsdrama in deutscher Seelenlandschaft



Tief in den ehemaligen Wäldern der Lüneburger Heide, wo der Wolf röhrt und der Hirsch furzt, wälzt sich das Ehepaar Renate und Eckehard Niemann in fieberschauernden Angstträumen auf dem Fernsehsofa.
Just jagt Adolfine Petry auf ihrem Besenstiel durch die trauliche Katenstube, und hinter ihr drein das Wilde Heer.

Freitag, 26. Juni 2015

Verteilt der Staat mit dem Ehegattensplitting Privilegien - oder zeigt er Respekt vor der Autonomie des Individuums?



Den Anstoß zum vorliegenden Blott gab der FAZ-Artikel "Hayek-Gesellschaft. Streitbare Geister der Freiheit" vom 26.06.2015 (Autorin Heike Göbel), und zwar konkret die folgende Passage:
"Der Streit entzündet sich an einem Artikel, den die Vorsitzende der Gesellschaft, Karen Horn, eine ehemalige Redakteurin der F.A.Z., Mitte Mai in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung veröffentlicht hat. Unter der Überschrift „Die rechte Flanke der Liberalen“ sieht Horn eine Unterwanderung der liberalen Szene durch Reaktionäre. Horn nennt keine Namen, aber Beispiele. Aus ihrer Sicht etwa widerspricht es liberalem Denken, den Staat durch Festhalten an den steuerlichen Vorteilen des Ehegattensplittings** zur Privilegierung von Alleinverdienerehen zu ermuntern – und damit zur Diskriminierung anderer Lebensgemeinschaften aufzufordern."
Der hier referenzierte Meinungsartikel von Karen Horn ist via FAZ nur gegen Bares zu bekommen (via Genios-Datenbank). Aber zum Glück hat Michael Miersch ihn auf seiner Facebook-Seite am 23.05.2015 eingestellt. (Über die Homepage der Autorin findet man es auch in der Dropbox.)
*[Wikipedia-Eintrag; Homepage; Lobbypedia]
**[Umfassende Infos zum Ehegattensplitting bietet das einschlägige Wikipedia-Stichwort]

Sonntag, 4. Dezember 2011

Vorkämpfer der Finsternis: Wissenschaftsskandal um Studie über Zwangsverheiratungen oder: Wie Ideologen und Legastheniker Ministerin Schröder kritisieren

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat eine Studie (hier bei SPON eine Zusammenfassung) unter dem Titel "Zwangsverheiratung  in Deutschland –  Anzahl und Analyse von Beratungsfällen" in Auftrag gegeben und die Kurzfassung dieser Studie (53 S.) online gestellt.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hatte darüber einen Gastbeitrag in der FAZ verfasst; dieser Aufsatz ist ebenfalls auf der Webseite des BMFSFJ online.

Der Wissenschaftliche Beirat (für diese Studie, nicht "des Ministeriums") hat einige Formulierungen der Ministerin kritisiert. Diese Kritik ist im Original nachzulesen auf den Webseiten "Migazin" u. d. T. "Stellungnahme zur Zwangsheirat-Studie. Wissenschaftler werfen Schröder das Schüren antimuslimischer Ressentiments vor" (28.11.2011) und "Deutsch Türkische Nachrichten" (01.12.11) unter der Überschrift "Stellungnahme im Wortlaut: Wissenschaftler über Schröders Beitrag zu Zwangsehen".

Sonntag, 8. Mai 2011

Notizen über den Geschichtsphilosophen (Kulturphilosophen) Oswald Spengler ("Der Untergang des Abendlandes")

Der Zeitschrift Computer Bild, bzw. einem dort angebotenen PC-Putz-Programm habe ich es zu verdanken, dass ich heute als "doppelt gespeicherte Datei" auf Notizen über Oswald Spengler stieß, die ich im Jahre 2005 abgefasst, aber nie zu einem runden Aufsatz vollendet hatte.

Freitag, 20. Juni 2008

Präludien über das Thema Ressourcenkriege: Doch keine Kriege ums Öl? Oder Europa rüsten für den Ölkrieg? Oder wollt ihr die totale Osteomalazie?


Wenn aus einem Haufen rauer Soldatenkehlen das Gebrüll ertönen würde: "Peak Oil, Peak Oil, Peak Oil" – ob das nicht fast so klänge wie "Sieg Heil …"?

Irgendein Heil von der Verknappung fossiler Energieträger oder einen Endsieg über die Natur können wir allerdings nicht erwarten; dafür aber jede Menge an Unheil. Denn wenn (vielleicht schon bald) Erdöl wirklich zu einer immer schneller verschwindenden Mangelware werden wird, wird uns wahrscheinlich das, was traditionell ein wesentlicher Bestandteil von "Geschichte" war, nämlich gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen politischen Einheiten, wieder einholen.
Dafür haben Trendscouts wie wir ihren eigenen Schlachtruf: "Be prepared" oder "bereit sein ist alles".  
Die erste Stufe zum Bereitsein ist das Informiertsein.

Donnerstag, 27. September 2007

Inventions, Science and Technology in the Muslim World

Auch wenn ich bei manchen Textstellen (z. B. einer Passage über "Programmable humanoid robot") den Eindruck habe, dass der Artikel mit ein wenig Überschwang geschrieben ist (also ganz sicher nicht von Gegnern des Islam), bringt die Lektüre der Eintragung "Inventions in the Muslim World" in der englischsprachigen Wikipedia zweifellos einen historischen Erkenntnisgewinn.

Samstag, 9. Juni 2007

terreur des sommes

terre des hommes (französisch für: "Erde der Menschen") ist eine ursprünglich schweizerische Organisation von Menschenfreunden, die sich u. a. auch nach Deutschland verzweigt hat und "Hilfe für Kinder in Not" leisten will. Das ist gewiss kein verwerfliches Ziel.
Kommt also her und schaut es euch an,
Wie armen Menschen man helfen kann:

Sonntag, 18. März 2007

Das Ende des Wei(s)sen Mannes. Polit-Plädoyer ohne Leidenschaft.


Der erste Satz der Einleitung (S. 11) immerhin ist unerwartet:
"Wenn die Kinder, die heute geboren werde, in der Hälfte ihres Lebens angelangt sind, wird es die meisten Rohstoffe, die heute die Basis unseres Wirtschaftslebens sind, nicht mehr geben, so zum Beispiel Öl, Gas, Kupfer und Uran" schreibt Prof. Dr. Manfred Pohl in seinem Anfang 2007 erschienenen Buch "Das Ende des Weißen Mannes. Eine Handlungsaufforderung." Pohl ist Jahrgang 1944, also Angehöriger der "erschöpften Generation" (ein von dem -ebenfalls 1944 geboren- Bielefelder Bernhard Schlink geprägter Ausdruck, wie ich in dieser Rezension seiner Essay-Sammlung "Vergewisserungen" lese). Und damit ist er (bzw. sind beide) beinahe mein Jahrgang.

Aber die Erwartung einer in nicht ferner Zukunft bevorstehenden Ressourcenverknappung, oder - wie hier - sogar Ressourcenerschöpfung, die auch mich schon länger umtreibt (vgl. z.B. "The (b)rat in the box at the ultimate lever?", "Peking bohrt, Amerika bombt, Europa brütet", "KEINE JUNGFRAU ZÄHMT DIESES ZWEIHORN" oder "Hungerskandal in Wuppertal: Porsche-Fahrer frisst Rentner-Oma die Polenta vom Teller!"), kann man nicht auf mentale Erschöpfung zurückführen. Dass die (zunächst:) Erdöl-Vorräte ziemlich bald ausgehen, werden, ist nicht mehr zu übersehen. Auch wenn diese Befürchtungen nicht im Mittelpunkt von Pohls Arbeit stehen, war ich doch (positiv) überrascht zu sehen, mit welcher Selbstverständlichkeit sich diese Einsicht bereits im Mainstream des Denkens eingewurzelt hat - und das in diesem Falle sogar bei jemanden, dem man nicht gerade Wirtschaftsferne nachsagen kann.

Samstag, 27. Januar 2007

MORAL'S OWN COUNTRY oder LASSET UNS EINANDER BRÜDERLICHE HÜTER SEIN!


In Deutschland und Europa (in den islamischen Ländern ohnehin) weit verbreitet ist das Gefühl, dass sich die USA in ihrer Nahost-Politik verhalten wie eine nachgeordnete Dienststelle der israelischen Regierung. Wenn es aber doch mal Meinungsverschiedenheiten zwischen beiden gibt, erinnert mich deren Behandlung an eine Karikatur, die in einer deutschen Zeitung (Handelsblatt? Oder FAZ?) vor dem Kosovo-Krieg gezeigt wurde.

Samstag, 20. Januar 2007

Washington – Segesta – Athen – Tel Aviv: William Kristol und der peloponnesische Krieg.


William Kristols Aufsatz "It's Our War. Bush should go to Jerusalem - and the U.S. should confront Iran" in der Online-Version der Zeitschrift "the weekly Standard" vom 07/24/2006, Volume 011, Issue 42, erreichte ich im Dreisprung.
Am Anfang war die Rückverfolgung einer Suchanfrage zu "The Israel Lobby and US Foreign Policy", dem Titel einer Studie der beiden US-amerikanischen Politologie-Professoren John J. Mearsheimer und Stephen M. Walt, über die auch ich bereits einen angefangenen Essay (eigentlich als "work in progress" gedacht, aber monatelang nicht fortgeführt) ("IN THE MACCHIA OF SPECIAL INTERESTS – A WELL OF CLEAR-CUT ANALYSIS?" auf meiner Webseite "Drusenreich Fünf" eingestellt habe.
[Nachtrag 31.1.07: In dt. Übersetzung von und auf der Webseite eines gewissen Lutz Forster entdeckt,: Teil 1 (Text) und Teil 2 (Fußnoten).]
Von dieser Suchanfrage leitete mich Rudolf Maresch aus seinem (für deutsche Verhältnisse ungewöhnlich langen) Telepolis-Artikel vom 19.08.2006 "Israel-Lobby in den USA. Der amerikanisch-israelische Komplex – Teil 2" [hier Teil 1], in dem er - ebenso wie ich - das deutsche Libanon-Engagement kritisiert, zu William Kristol weiter.

Mittwoch, 22. Februar 2006

Grass redet Blech


Der deutsche Dichter Günter Grass hätte ein wenig länger unter dem Rockzipfel seiner kaschubischen Großmutter hervor- und die Propheten-Karikaturen anschauen sollen.
Denn wenn er wirklich alle zwölf Zeichnungen genau betrachtet hätte, würde er kaum behauptet haben, dass die Mohammed-Karikaturen an antisemitische Darstellungen im "Stürmer" erinnern.

Diese Behauptung (auf die ich unten noch näher eingehen werde) ist nicht der einzige Unsinn, den Günter Grass in einem Interview von sich gegeben hat, das in der spanischen Zeitung "El Pais" am 09.02.2006 erschienen ist und in deutscher Übersetzung in der Zeitung "Die Welt" am 10.02.06 (Link : http://www.welt.de/data/2006/02/10/843397.html) veröffentlicht wurde.

Mittwoch, 8. Februar 2006

Ob die Cartoonade von Aarhus .....

..... eines Tages so berühmt werden wird wie die Kanonade von Valmy?

Wird irgend jemand irgendwann über die Auseinandersetzungen um die Mohammed-Karikaturen (Propheten-Karikaturen) sagen:

"Von dort und damals ging eine neue Epoche der Weltgeschichte aus. Und ihr könnt sagen, ihr habt mitgeblögt!"?

Muss ja nicht unbedingt die Welt-Geschichte sein. Wäre schon schön, wenn dieser Kulturenkonflikt uns wenigstens einen neuen Euro-Patriotismus oder Europa-Patriotismus einhauchen und eine wirkliche politische Einigung Europas vorantreiben würde.

Wenngleich ich die fehlende Sensibilität der Aarhuser Zeitung Jyllands-Posten bei der Veröffentlichung der Zeichnungen, und anschließend der dänischen Regierung im Umgang mit der moslemischen Kritik daran kritisiere, glaube ich nicht, dass dies der letzte derartige Konflikt sein wird.
Das kulturell-politische Fingerhakeln wird weitergehen, und ein innerlich und äußerlich starkes Europa wird sicherlich bessere Chancen haben als ein Haufen schwachbrüstiger bis halbstarker Individualisten.

Aber da spanne ich meine Erwartungen wohl zu hoch. Die Bloggosphäre tobt sich in lustigen bis bösen anti-islamischen Karikaturen aus, der Schwelbrand wird sich weiterfressen, aber politisch ist Europa lernunfähig.

Wir wohnen wohl leider auf dem Alzheimer-Kontinent.


Nachtrag vom 22.02.06: Die Amerikanerin (?) Lydia Moland legt uns in einem Handelsblatt-Essay vom 13.02.2005 u. d. T. "Patrioten für Europa" unseren Kontinent herzlich ans Herz. Schlimm genug, dass uns andere daran erinnern müssen. `
Bevor wir uns nochmal erinnern lassen, sollten wir es vielleicht selbst versuchen mit Europapatriotismus?


Textstand vom 22.02.2006
Gesamtübersicht der Blog-Einträge auf meiner Webseite http://www.beltwild.de/drusenreich_eins.htm

Dienstag, 7. Februar 2006

MEINUNGSFREIHEIT IST KÄSE .....



..... will sagen: Die Redefreiheit hat auch im Westen Löcher wie ein Schweizer Käse.
Durch die Kontroverse um die Mohammed-Karikaturen (Propheten-Karikaturen, Propheten-Zeichnungen) in der dänischen Tageszeitung Jyllands-Posten vom 30.09.2005 werden wir in einer Reihe von Debattenbeiträgen (dazu einige Links am Schluss) daran erinnert.


WITZ KOMM RAUS, DU BIST UMZINGELT: Vom Strafgesetzbuch!

Hier eine Auswahl (ohne Garantie für Vollständigkeit):
(unter http://dejure.org/gesetze/StGB findet man nicht nur die §§, sondern auch exemplarische Rechtsprechung dazu)

Montag, 6. Februar 2006

KULTURKREISPATRIOTISMUS


"We Are All Danes Now": Diese Parole konnte man im Kulturenkonflikt um die Propheten-Karikaturen (Mohammed-Karikaturen) der dänischen Tageszeitung "Jyllands-Posten" (hier Wikipedia dt.) lesen, zuerst wohl bei "http://www.brusselsjournal.com/".
Das scheint, wenn ich mir den Artikel des Herausgebers Paul Belien auf der Webseite http://www.torontofreepress.com/2006/brussels020306.htm ansehe, eine ziemlich rechtslastige belgische Publikation zu sein. Immerhin, die Google-Suche für den Slogan erbringt per 06.02.06 125 Treffer.

Ich will den Slogan nicht bewerten, auch nicht zur Solidarisierung aufrufen, weil ich mir nicht sicher bin, ob hier Meinungsfreiheit und Respekt vor Andersdenkenden (-gläubigen) wirklich in angemessener Weise gegeneinander abgewogen wurden.

Grundsätzlich steckt aber bei einem solchen Empfinden – soweit es echt ist - etwas dahinter, was ich nicht von vornherein als negativ ansehen kann. Und das versuche ich durch den Neubegriff "Kulturkreispatriotismus" zu erfassen.
Was den Neologismus angeht, vermute ich zumindest, dass es sich um einen solchen handelt. Jedenfalls ergibt die Google-Suche keinen Treffer.
"Kulturpatriotismus " (153 Tr.) scheint nationsbezogen gemeint zu sein; und "Zivilisationspatriotismus" (19 Tr.) ist schon etwas näher an dem, was ich bezeichnen will (hier ein evtl. interessanter Artikel von einem gewissen Gerd Held), versteht aber unter "Zivilisation" mehr die Moderne, während ich die "abendländische Zivilisation", die "westliche Kultur" im Sinn habe, unabhängig von ihrer (in der Realität natürlich nicht trennbaren) Modernisierungsfunktion für die Menschheit.
Nachtrag vom 07.02.06: Der Aufsatz von Held ist definitiv sehr interessant. Held trennt quasi die Zivilisation von der Kultur ab und meint im Kern, dass Menschen unterschiedlicher Kulturen auf dem gemeinsamen Boden der modernen Zivilisation zusammenleben können müssten.
Sollte man meinen; nur scheinen nicht alle Kulturen einen gleich fruchtbaren Nährboden für die Zivilisation abzugeben. Während die Ostasiaten - nach einer Periode der Verweigerung in Japan und der Irrungen und Wirrungen in China sich anschicken, den Westen ein- oder gar zu überholen, fällt das den islamischen Staaten anscheinend schwerer.
Trotzdem: zur Lektüre dringend empfohlen!

Ich werfe also den Begriff "Kulturkreispatriotismus" in den Ring und überlasse es meinen Lesern, was sie daraus machen wollen. Schreibt doch mal selber was – z. B. als Kommentar zu diesem Eintrag :-)!


Nachtrag 11.01.08
Zum Thema "Patriotismus" (bzw. genauer zu den drei konzentrischen Patriotenkreisen, in welchen wir uns bewegen sollten -Kulturkreispatriotismus, Europatriotismus und deutscher Patriotismus-) habe ich auch im Blott "Das Ende des Wei(s)sen Mannes. Polit-Plädoyer ohne Leidenschaft" (eigentlich eine - sehr lange - Rezension des Buches "Das Ende des Weißen Mannes" von Manfred Pohl) Überlegungen angestellt.


Textstand vom 27.11.2023

Sonntag, 5. Februar 2006

PARALIPOMENA ZU DEN PROPHETEN-KARIKATUREN

1) LANGE LEITUNG oder BOTSCHAFTER DES GLAUBENS?

Erst jetzt kommt es mir in den Sinn, dass von 40 angefragten Karikaturisten ausgerechnet zwölf ihre Zeichnungen eingeschickt haben. Die zwölf Apostel?

Und, wenn man so will und je nach Standpunkt, ist sogar ein Judas dabei: Lars Refns Zeichnung, wo ein Schüler namens "Mohamed" den Satz (auf persisch) an eine Schultafel schreibt: "Die Redakteure von Jyllands-Posten sind eine Bande reaktionärer Provokateure" wird jedenfalls in dem Blog "Face of Muhammed" in dieser Weise gesehen ("We think Lars Refn is a coward ...").

Samstag, 4. Februar 2006

Propheten-Karikaturen und Palästinenserfrage


"Kommunikation muss anschlussfähig sein" hatte ich in meinem Eintrag vom 28.01.2006 zur Debatte um eine deutsche Atombewaffnung ("Scholz-Bombe") gesagt.

An die Debatte über die Mohammed-Karikaturen oder Propheten-Karikaturen und an meine eigene Positionsbestimmung in dieser Debatte (BÄRENGALLE; PROPHETEN; PROFESSORENPOSSE vom 02.02.06) schließe ich – schon länger gehegte – Überlegungen zur Palästinafrage (Palästinenserfrage) an.