Posts mit dem Label Deflation werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Deflation werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 3. Februar 2017

Nobelpreis schützt vor Torheit nicht: Warum Friedrich August von Hayeks „Denationalisation of Money“ ein ‚Design for Disaster‘ ist


Inhaltsverzeichnis:

I. Strukturierte Gesamtbetrachtung
· Hayeks Buch und Methodik
· Die Struktur von Hayeks Wettbewerbs-Währungssystem
- Die Technik der Preisstabilisierung bei Hayek
· Hayeks zentraler Denkfehler: individuelles Agieren nicht auf systemische Folgewirkungen überprüft
· Selbstreferentielles Geldsystem wäre ptolemäische Revolution der Ökonomie
· Probleme mit den Warenkörben: De-Flexibilisierung der relativen Preise und Schwierigkeit der mengenmäßigen Korb-Komposition
· Die Geldschöpfung in der Hayek-Welt ist KEIN Markt!
· Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht? Emissionsbanken, „Schmarotzerbanken“, Vollgeldsystem
· Hayeks Eiertanz um die Geldmengentheorie
· Konkurrenz, Wahlfreiheit, Nutzerfreundlichkeit: Des Marktes schöner Schein
· Diktatur des Monetariats: Schlaraffenland für Schmarotzer?

II. Detailüberlegungen und Nebenaspekte
· Trick 17 mit Selbstüberlistung: Preisstabilität durch Kursmanipulation?
· Preissteigerungen: angebots- oder nachfrageseitige Erstursache?
· (Schein-)Probleme bei Leistungsstörungen und Ausscheiden von Emittenten aus dem Markt
· Anmerkungen zu weiteren Einzelpunkten
· Schlussbemerkungen


Mittwoch, 11. Februar 2015

Inflation - Deflation - Geldmenge


In meinem vorangegangenen Blott "Eine Geldmenge gibt es nicht" hatte ich gezeigt, dass es nicht "die" Geldmenge gibt, sondern ZWEI VERSCHIEDENE Arten von Geldmengen  
(wobei ich hier "Geldmenge" in einer sehr allgemeinen Bedeutung verstehe; nicht im üblichen technischen Sinne von M1, M2, M3 usw.):
  • Eine Geldeinheitenmenge (nominale oder absolute Geldmenge). Hier handelt es sich um die Gesamtmenge von Geld (Bargeld und Buchgeld) in einer Volkswirtschaft, gemessen in der kleinsten Einheit. Also z. B. 10 Billionen Pfennige, Cents usw. Hier spielt es keine Rolle, wie viel (oder wenig) man damit kaufen kann.
  • Eine Geldkaufkraftmenge (reale oder relative Geldmenge). Die sagt uns, wie viele Wareneinheiten man zu einem gegebenen Zeitpunkt mit der vorhandenen nominalen Geldmenge kaufen kann. (Als Wareneinheit hatte ich im angeführten Blott ein Bonbon angenommen, wobei am Ausgangspunkt meines Denkmodells der Preis einer Wareneinheit jeweils eine nominale Geldeinheit war, also 1 Bonbon = 1 Pfennig kosten sollte.)

Montag, 17. November 2014

Deflation des Deflationswissens: Warum mir die unterkomplexe Deflatiologie von Professor Philipp Bagus spanisch vorkommt


Ich bin gewiss kein Freund der angeblichen Antideflationspolitik der EZB, die lediglich als Vorwand zur Umverteilung innerhalb der Eurozone zu Lasten Deutschlands dient. (Vgl. auch meinen Blott "EZB: Die Europäische Zentrale Schwindel-Bank täuscht eine geldpolitische Zielsetzung bei den angekündigten Staatsanleihenkäufen nur vor", datierend vom 01.11.2012. Zwischenzeitlich haben Don Draghi und seine Süd-Kumpane ja bereits riesige Fortschritte bei der Entwicklung innovativer Umverteilungsmechanismen gemacht).
(Erg. 17.11.2014: Die Notwendigkeit, Deflation in den Krisenländern der Eurozone zu akzeptieren, hat auch Prof. Hans-Werner Sinn erläutert. In einer Pressemitteilung vom 26.10.2014 zum Banken-Stresstest - der hier als solcher aber nicht interessiert - sagte er:
"An einer Änderung der relativen Preise, die neben einer Inflation im Norden auch eine Deflation im Süden beinhaltet, kommt man aber nicht vorbei, wenn man die Wettbewerbsfähigkeit der Südländer ohne einen Anstieg des durchschnittlichen Preisniveaus im Euroraum wiederherstellen möchte. Wenn man die Wettbewerbsfähigkeit allein über eine sehr hohe Inflation im Norden herstellen wollte, würde man das Mandat der EZB, im Durchschnitt stabile Preise zu gewährleisten, verletzen“.)

Dennoch ist Deflation keineswegs in allen Fällen so harmlos, wie insbesondere Anhänger (Wirtschaftswissenschaftler und Laien) der sog. "österreichischen" Schule der Volkswirtschaftslehre ("Austrians") uns weismachen wollen. 

Donnerstag, 1. November 2012

EZB: Die Europäische Zentrale Schwindel-Bank täuscht eine geldpolitische Zielsetzung bei den angekündigten Staatsanleihenkäufen nur vor


"Der Phantast verleugnet die Wahrheit vor sich, der Lügner nur vor anderen."  (Friedrich Nietzsche)
 
"Wer die Wahrheit nicht weiß, ist ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher." (Bertolt Brecht)
 
"Lügen haben zwar kurze Beine, aber jede Menge Rückenwind." (Alf)

"Und auf vorgeschriebnen Bahnen
Zieht die Menge durch die Flur;
Den entrollten Lügenfahnen
Folgen alle. - Schafsnatur!"

(Johann Wolfgang von Goethe)

Sonntag, 20. September 2009

Einige Fragen an die Hypothese der Instabilität des Finanzwesens (Financial Instability Hypothesis) von Hyman Minsky

Ausgehend von Irving Fisher's sog. "Debt-Deflation Theory of Great Depressions" knabbere ich noch immer am Bemühen um ein Verständnis der Erscheinungsformen und Wirkungsweisen von Deflationen (bzw. Deflationsspiralen). (Vgl. dazu meine Blotts "Deflation demystified oder: Eine Deflationsursache gibt es nicht!" und "Ein Ausflug in die Gedanken-Welt der "Österreicher" ".)

Zumindest habe ich begriffen, dass Fishers Überlegungen weit weniger schlüssig sind, als sie auf den ersten Blick erscheinen.

Freitag, 4. September 2009

Ein Ausflug in die Gedanken-Welt der "Österreicher"

Der Wirtschaftswissenschaftler Joseph T. Salerno, ein Anhänger der Österreichischen Schule (Ludwig von Mises, Friedrich August von Hayek, Murray Rothbard u. a.) der Volkswirtschaftslehre hatte (ursprünglich im Januar/Februar 2002, eine erweiterte Fassung, auf die ich mich nachfolgend beziehe, erschien im Jahr 2003) auf andere Weise unternommen, womit auch ich mich derzeit abmühe: die Erstellung einer Deflations-Taxonomie.
Im Detail hoffe ich auf seinen Aufsatz "An Austrian Taxonomy of Deflation" (also: Deflations-Taxonomie aus Sicht der Österreichischen Schule der Nationalökonomie; im amerikanischen Kontext wird diese Schule abkürzend immer nur als "Austrians" bezeichnet) in einer Ergänzung zu meinem früheren Blott "Deflation demystified oder: Eine Deflationsursache gibt es nicht!" einzugehen. Hier greife ich lediglich einen Punkt heraus, der nicht zwingend mit Deflation zu tun hat.

Freitag, 24. Juli 2009

Deflation demystified oder: Eine Deflationsursache gibt es nicht!


Dass es eine Natur nicht gibt, wissen meine treuen Leserinnen und Leser schon lange.
Ebenso haben sie sich an die
Nichtexistenz von einer Inflation gewöhnt (genauer hätte ich eigentlich sagen müssen: einer Inflationsform; den Lesern des vorliegenden Blotts möchte ich auch diesen Inflations-Blott ans Herz legen).
Also sind wir jetzt gerüstet, um gemeinsam "die" Deflation einer Kernspaltung zu unterziehen.


Donnerstag, 18. Juni 2009

Deflationsgefahr gebannt: Deutsches Hotel- und Gaststättengewerbe erhöhte Preise trotz Wirtschaftskrise und Absatzeinbruch

Schon immer hatte ich erhebliche Zweifel an jenen Szenarien, die in der aktuellen Weltwirtschaftskrise (WWK II) in Analogie zur WWK I eine Deflationsspirale befürchteten. Die Notenbanken, voran die Federal Reserve Bank (Fed) in den USA, werden es ihrer Politik der Geldschwemme zugute halten, dass es nicht zu einer Deflation gekommen ist. Das hat sicherlich geholfen; es müssen aber insoweit noch andere Mechanismen wirksam gewesen sein.