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Dienstag, 11. Oktober 2005

DIE GOETHES ALS BLOGGER

Klage des August von Goethe über mangelnden Feedback:
"Ich martere mich mit dem Tagebuche ab und höre keinen Widerhall."

Ratschlag des Johann Wolfgang von Goethe zum Bloggen:
"Den Menschen und den Sachen gerade in die Augen zu sehen und sich dabei auszusprechen wie einem eben zu Mute ist, dieses bleibt das Rechte; mehr soll und kann man nicht hun."

(Aus: August von Goethe: Auf einer Reise nach Süden. Tagebuch 1830.
Erstdruck nach den Handschriften. Herausgegeben von Andreas Beyer und Gabriele Radecke.
S. 82 bzw. 232.)
(Vgl. dazu auch Eintragung vom 03.09.05 "Der Wanderer - Zum Dritten!)

Samstag, 3. September 2005

DER WANDERER - ZUM DRITTEN!

(vgl. dazu Blog-Eintrag vom 28.06.05 u. d. T. "Der Wanderer")

Wir Deutschen sind doch deutlich ärmer als gedacht.
Nicht nur, dass es "uns" bei aller Italienbegeisterung und Goetheverehrung erst im Jahre 1998 gelungen ist, das Tagebuch bzw. die Briefe an den Vater (und noch einiges an schriftlichem Material drum herum) des August von Goethe, Sohn von Sie-wissen-schon-wem, von seiner Italienischen Reise zu veröffentlichen.
Selbst das haben "wir", d. h. konkret natürlich die Herausgeber (Gabriele Radecke für den Text und einen Teil der Erläuterungen, Andreas Beyer ebenfalls teilweise für die Erläuterungen und allein für das Nachwort) nur mit US-amerikanischer Hilfe zu Stande gebracht: das Editionsprojekt wurde gemeinschaftlich von der Goethe-Gesellschaft in Weimar und dem Clark-Art-Institute in Williamstown, Massachusetts, gefördert.