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Samstag, 4. Dezember 2010

Nie war er so schön wie heute - der Weihnachtsmarkt in Bad Orb


Nein: der Weihnachtsmarkt selbst war eigentlich wie immer: nett. Auch die Alphornbläser (hier meine Fotos - mit der Traveler - aus 2008) waren wieder da.

Aber ganz besonders schön wurde er nur für uns (und einige andere Menschen, die dieses Refugium ebenfalls entdeckten) durch die Spessartbuchhandlung. Die, ohnehin in einem schönen alten Fachwerkhaus (dem linken der beiden schmucken Häuser)



gelegen, verfügt nämlich über einen alten Gewölbekeller. Der war zum Weihnachtsmarkt nicht nur festlich ausgeschmückt:


Dort musizierte an diesem Samstag Abend auch ein Zitherspieler.

Samstag, 5. September 2009

Woolworth in Frankfurt (Schweizer Straße) verwöhnt seine Kunden von vorne bis hinten mit einer Riesenauswahl an Geburtstagskarten ...



... darunter sogar eine, die dem Geburtstagskind verspricht: "Heute wirst du hinten und vorne verwöhnt ...". Angesichts einer solchen Verheißung ist es kein Wunder, wenn eine andere Geburtstagskarte kommentiert: "Einmalig!!! Da schlägt das Herz höher!" 
Ob das wohl ein/e deutsche/r Muttersprachler/in war, der oder die eine Verwöhnung "hinten und vorne" versprochen hat?

Textstand vom 05.09.2009

Samstag, 6. Dezember 2008

Wo Norma sang, sengt jetzt der Khan


Nun ja: es war nicht Vincenco Bellinis Norma, die sich hier im Gewerbegebiet von Bad Orb angesiedelt hatte. Nur ein prosaischer Supermarkt. Der hat auch nicht gesungen; allenfalls haben die Kassen geklingelt - aber offenbar zu leise, bzw. zu selten.
Vor vielleicht drei Jahren gab es in Bad Orb eine regelrechte Angebotsexpansion: wo früher ein einsamer Edeka die Kunden versorgt hatte, öffneten auch noch Norma, Penny und Plus und, versteckt am Ende, Rewe die Pforten. Das war ein wenig zu viel, denn schließlich gibt es in der Stadt -in zentralerer Lage- auch noch zwei Nahkaufläden, und Globus, Lidl und Aldi in Wächtersbach ziehen sicher auch Orber Konsumenten an (bzw. ab).

Einer der Orber Lebensmittelmärkte hat nun die Waffen gestreckt [so dass ich vielleicht zutreffender hätte titeln sollen: "Wo Norma sank, sengt jetzt der Khan"], und in den ehemaligen Ladenhallen der "Norma-"Kette grillt jetzt ein Khan. Auch das ist natürlich nicht der berühmte Dschingis Khan, sondern ein kleiner, friedlicherer, Khan.

Kulturvoll (kulturlos) nenn' ich eine Stadt, die am Bahnhof (k)eine öffentliche Toilette hat


Bad Orb hat eine (brandneue), am Busbahnhof. Wächtersbach hat am Bahnhof keine. Ähem. Bad Orb hat dort der Toiletten drei:
 
und deren Benutzung ist sogar frei (gratis).

Die Klozellenwand enthält eine Ritze für die benutzte Drogenspritze:
  

Ich meine, das kann ja auch nicht sein: dass, wenn die Kurgäste in Bad Orb sich einen Schuss setzen wollen, sie nicht wissen, wohin mit den gebrauchten Spritzen, gelle? 

Textstand vom 06.12.2008

Freitag, 31. Oktober 2008

Es braust ein Ruf wie Donnerhall: Es herbstet in Bad Reichenhall!

Hätte ich den Blog-Tittel "Der Herbst entfaltet seine Pracht, derweil es an den Börsen kracht" nicht schon früher (für einen Bild-Eintrag über 'Bad' Gersfeld) vergeben, könnte ich ihn für das nachfolgende Bilderbuch über unseren Herbsturlaub (vom 12. - 26.10.2008) verwenden.

Jedenfalls: wir hatten ein außerordentliches Glück mit dem Wetter; dafür würde ich mich auch gern bei Petrus bedanken, hätte ich nur dessen E-Mail-Adresse zur Hand.

Glück im Unglück hatten wir allerdings bei einer Busfahrt ins Salzkammergut am Mittwoch, 15.10.2008: nach 10 Minuten war die Fahrt für die 15 Reisegäste bereits zu Ende.

Ob die "Schlafende Hexe" dran schuld war?
Deren Bild sehen wir hier von Norden, eigentlich von der "verkehrten" Seite, aber auch aus dieser Richtung sind die Konturen des Hexengesichts - am linken Bildrand - erkennbar. [Deutlicher wird die Bezeichnung bei einem Blick von Süden, aus Richtung Berchtesgaden. Den haben wir zwar auch genossen, konnten aber kein Foto schießen, weil wir im Reisebus saßen. Stattdessen hier ein Link zu einem eindrucksvollen Foto des 'Gesichtes'; und auf diesem Bild erkennt der Betrachter (mit ein wenig Phantasie) auch die Brust, den Bauchnabel und die angezogenen Beine.]

Was man in Bad Reichenhall über den Kasinokapitalismus denkt


Subtile Kommentare zur aktuellen Finanzmarktkrise (Finanzkrise): die Alzheimer-Gesellschaft tagt im Gebäude des Reichenhaller Spielkasinos (Kurgastzentrum).

Freitag, 29. August 2008

... und morgen gehört uns Biblis ...: Wollen die Block-Warte des Luft-Schutzes Deutschland das Licht austreten? Dummland hätte es verdient, ich nicht!

Das hätte ich mir nicht träumen lassen, damals, als ich einen Internet-Anschluss bekam und häufig auch auf Umwelt-Webseiten - denen der Besorgten wie jenen der "Skeptiker" - unterwegs war:
Dass ich eines Tages genau so erzböse schimpfen würde wie die (jedenfalls in der US-Diskussion häufig als "Rechte" bezeichneten) Füllhornisten oder Cornucopians.

Das Dumme ist, dass diejenigen, welche gegen Kohlekraftwerke demonstrieren, im Prinzip ja recht haben: diese Dinger stoßen Klimagase aus, und das kann für uns böse ausgehen.

Nur fürchte ich, dass uns diese isolierte Betrachtungsweise führt, wohin wir nicht wollen. Daher schrieb ich im "Stopp-Staudinger"-Blog (wo ich meinen Kommentar, der bei Eingabe mit "awaiting moderation" markiert war, freilich nicht finde):

Sonntag, 11. Mai 2008

Sprachpanscher

Zugegeben: Im Gegensatz zu anderen Mitbürgern agiere ich selbst weder hier noch dort als Aktivist für die Reinhaltung der Deutschen Sprache.


Was mich aber nicht hindern soll, an dieser Sprachenpickerei der Marke Mövenpick herumzupicken, weil das selbst mir über die Hutschnur geht:
Was bitte ist eine "Süßgebäckrange"?
Vielleicht eine Gebirgskette im Gehirn von sprachpanschenden Marketing-Managern? Müssten dann aber wohl Kalkfelsen sein.
Da kann der Konsument (ok: Verbraucher!) nur hoffen, dass deren Lebensmittel nicht ebenso gepanscht sind wie deren Werbesprüche.

Ich jedenfalls meine: "Süßgebäcksortiment" tät's auch tun, gelle? Aber offenbart führt die Firma Mövenpick den Begriff "Sortiment" nicht im Sortiment.

Textstand vom 21.05.2008

Sonntag, 13. April 2008

I'm dreaming of a white - Ostern. Ein Urlaub der kleinen Katastrophen in Bad Reichenhall


Überraschend kam er, zum ersten Male bereits am Karfreitag im Spessart hinter Aschaffenburg: der Schnee. Und blieb über Ostern hinaus in Bad Reichenhall bei uns.

Unser Urlaub war kurz aber stilvoll. Wenn ich schon 24,- € für 2 Personen in einer Ferienwohnung hinblättere :-),
will ich zumindest in einer pompösen Gründerzeitvilla residieren.

Die Eckwohnung im Erdgeschoss haben wir übrigens für Sie übrig gelassen: die können Sie kaufen. Wir haben uns für ein Appartement auf der Rückseite entschieden. Dort haben die Entkerner und Sanierer zwar ein Stockwerk mehr reingequetscht, aber das spart schließlich auch Heizkosten: wer kann es sich denn heute noch leisten, die Raumhöhen der Gründerzeithäuser zu beheizen?

Freitag, 2. November 2007

Forschungsfahrt nach Bad Sooden-Allendorf


Nein, in diesen Kurort reisten wir nicht um (wie im Falle von Bad Schönborn) seine Existenz zu verifizieren. In Bad Sooden-Allendorf (BSA) hatten wir uns erst vor kurzem, freilich nur kurzzeitig, aufgehalten.
Die damalige Unterkunft in Bad Sooden war während der Dauer unserer jetzigen Reise (von Freitag, 19.10.07 - So., 28.10.2007) teilweise besetzt; also buchten wir eine Ferienwohnung in Allendorf.

Montag, 13. August 2007

Vom Bayerwald durch den Böhmerwald per Bus zum Hus


Nachdem mein Eintrag "Aus dem Bayerwald in die Welt: Ausflüge nach Niederbayern [und Süd-Böhmen]" immer buchlängenverdächtiger expandierte, musste da mal der Blitz reinfahren und wenigstens den vorliegenden Bericht über eine Bustour nach Böhmen abtrennen:

Samstag, 28. Juli 2007

Aus dem Bayerwald in die Welt: Ausflüge nach Niederbayern


Outsourcing heißt das Zauberwort der Betriebswirtschaftler, und es ist ja auch ganz sinnvoll Organisationen, die durch ihre schiere Größe etwas unbeweglich geworden sind, zu zerlegen.
Also habe auch ich den Ausflugs-Teil aus meinen immer länger werdenden Urlaubserinnerungen aus Zwiesel ("Urlaub in Zwiesel, Bayerischer Wald") ausgegliedert:


Aus dem Wald in die Welt


Im 19. Jahrhundert stifteten Philanthropen für Weltstädte wie London oder Paris Trinkbrunnen.
Dass auch in Deggendorf ein Trinkwasserbrunnen auf der Straße steht, darf man demnach als schlüssigen Beweis für die Weltstadt-Eigenschaft Deggendorfs werten.
[E contrario beweist das Fehlen von Trinkbrunnen in der Frankfurter Innenstadt, dass dieser Ort am Main lediglich eine Provinzstadt ist.]

Dienstag, 10. Juli 2007

Urlaub in Zwiesel, Bayerischer Wald


Der Freistaat Bayern weiß, was er seinen langjährigen Urlaubsgästen schuldig ist: unter ständigem Polizeischutz reisten wir mit verschiedenen Nahverkehrszügen (und dem Bayernticket, derzeit 27,- € für 2 Personen) am Freitag, 15.06.2006, nach Zwiesel in den Bayerischen Wald.

Auch das Städtchen Zwiesel, ca. 10.000 Einwohner (vgl. Wikipedia) klein (hier geht es zu den informativen Statistikseiten der Stadtverwaltung), ehrt derzeit seine Besucher mit einem kulturell-touristischen (oder touristisch-kulturellen?) Großereignis:

Der "Landesausstellung Bayern - Böhmen, 1500 Jahre Nachbarschaft", veranstaltet vom "Haus der Bayerischen Geschichte".

(Die "Passauer Neue Presse" hat eine umfangreiche Berichterstattung zur Ausstellung und zum Begleitprogramm gratis ins Netz gestellt; außerdem eine Beilage zum Bayerwald-Boten.)

Diese historischen Landesausstellungen finden jährlich statt, aber in diesem Jahr erstmals in einer Kleinstadt.

Sonntag, 8. Juli 2007

Buddha im Bayerwald

In Regen am Regen, genauer: am Schwarzen Regen, bin ich ihm begegnet.


Beim Altstadtfest. Dem Dalai Lama.

Nicht dem Religions- und Möchtegern-Staatsoberhaupt, seiner Heiligkeit Herrn Tenzin Gyatso, geb. Lhamo Dhondrub, persönlich natürlich, sondern lediglich dessen Schatten.

Der freilich ist, wie man hier auf der Rückseite des Schutzumschlages nachlesen kann, finster: Bei dem tibetischen Buddhismus handele es sich um einen "im Kern atavistischen, fundamentalistischen, sexistischen und kriegerischen Kulturentwurf, der eine globale Buddhokratie anstrebt und der die 'westlichen Werte' von Demokratie, Meinungsfreiheit, Menschenrechten, Gleichberechtigung der Geschlechter und Humanismus grundsätzlich in Frage stellt, obgleich er sich ständig darauf beruft. Geisterglaube, Sexualmagie, politischer und ritueller Mord, Kriegsideologien, Folterungen, apokalyptische Visionen, Menschenverachtung und eine zutiefst frauenfeindliche Kultur erscheinen auf der tibetisch-buddhistischen Bühne, wenn der pazifistische Vorhang des 'Mitgefühls' weggezogen wird".


Dazu habe ich nun eine ganze Menge anzumerken.

Freitag, 6. Juli 2007

Schatzfund im Bayerischen Wald!


Die Straße "Goldwäscherweg" in Zwiesel erinnert noch daran, dass im Mittelalter aus den Flüssen im Bayerischen Wald (Bayerwald) Gold ausgewaschen wurde (geologische und andere Informationen darüber auf dieser Internet-Seite).

Sonntag, 6. August 2006

Die Rehlein sind ja so brutal ...



... die Totenruhe ist denen egal! (In Bad Orb jedenfalls.) (Man könnte natürlich auch sagen: Die Rehe wollen gern auf dem Gottesacker weiden.) (Zu Bad Orb siehe auch: "Bad Orb is not a bad place at all .... ") vom 30.04.06. 

Textstand vom 20.08.2006

Sonntag, 30. April 2006

Bad Orb is not a bad place at all ....



and yesterday they were literally trying to drum up some business there.

Während draußen das Aprilwetter seine Schattenspiele veranstaltete, lud Bad Orb drinnen in der Konzerthalle im Kurpark zur feierlichen Ruhe einer japanischen Teezeremonie ein. Dies im Rahmen eines Japantages (Vorschau vgl. hier, S. 8, oder diese Nachricht im Giessener Anzeiger). Kalligraphie oder Kalligrafie konnte man dort ebenfalls üben, mit Pinseln und schwarzer Tusche. Und Skulpturen aus Papier falten – Origami. Reiswein kennen wir natürlich, aber aus (eckigen) lackierten Holzkästchen haben wir ihn noch nicht getrunken. Das Kästchen kostete 4,- € (Pfand), der Inhalt 5,- €: bei diesem prohibitiven Preis blieb ich dann doch lieber nüchtern.