Posts mit dem Label Italien(bezug) werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Italien(bezug) werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 16. Dezember 2020

Genderismus: Die Welle schwappt auf "Onde" über .....

  
"onde" (auch mit eigener Webseite) wird herausgegeben von der Deutsch- 
italienischen Studenteninitiative Onde e. V. und ist nach eigenem Verständnis "Das italienische Kulturmagazin".
Der leider früh verstorbene Gründer Gerrit Meyer-Arndt hatte (1993) (auch) mit dem Name "onde" (Plural von italienisch "onda" - "Welle") eine geniale Eingebung. Was wäre besser geeignet, die Beschwingtheit, den "Flow" wiederzugeben, das wir in unserem "Kimmerien" mit dem Sonneland Italien verbinden.
In seinem Selbstverständnis ist die Zeitschrift "Das italienische Kulturmagazin".

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Dienstag, 14. Dezember 2010

Das Italien, das wir liebten - war eine Illusion. Immer schon.

Italien wird es verwinden, wenn ich es nicht mehr liebe. Schon mehrfach habe ich das konstatiert, und auch andere verabschieden sich nun gedanklich von jenem Land, das eine derart unerfreuliche Figur wie Silvio Berlusconi zum Ministerpräsidenten macht bzw. als solchen hinnimmt.

Freitag, 22. Mai 2009

Kein Hessischer Kulturpreis für Navid Kermani. Kochte Hessens Ministerpräsident Roland Kusch-Koch ein Opfermahl für symbolische Anthropophagen?

Es begab sich aber zu der Zeit, da Johannes Dyba Bischof war in Fulda, einer alten Stadt im Hessischen Lande. Da kam an jenem Tage, an welchem derjenige, welchen die Christen als ihren Herrn bezeichnen, gen Himmel gefahren ist, der Referent mit seinem (staatlich) angetrauten Weibe daher. Sie durchquerten den schönen Schlosspark der einstigen Fürstäbte (zeitweise dann Fürstbischöfe) von Fulda (den er mittlerweile auch von oben angeschaut hat) und beendeten ihren Gang am barocken Dom, welcher geheißen wird "Dom St. Salvator zu Fulda". "Salvator" aber ist nicht, wie manche irrenden Schäfchen unserer glaubenslosen Zeit vielleicht glauben mögen, als Name einer Biermarke in die Welt getreten. Heiland heißt es, weil Jesus Christus uns gerettet hat vor dem (derzeit allerdings noch nicht vor: den) Bösen.

Montag, 4. Mai 2009

Hurra; hurra hurra - die Schundliteratur ist da: "Italien wie es wirklich ist" (Gustav Nicolai, 2. Aufl. 1835)


Google wird mein Lob ebenso gleichgültig sein wie mein Tadel: die interessieren sich lediglich für Lohn der klingenden Art.
Dennoch gebietet es die Fairness, der Firma zu danken. Denn endlich stellt sie der interessierten Welt, und damit auch dem möglicherweise einzig wirklich Interessierten, ein Buch zur Verfügung, dass dieser schon lange lesen wollte: "Italien wie es wirklich ist" (Gustav Nicolai, 2. Aufl. 1835). (Der vollständige Titel ist von geradezu barocker Länge - s. u. bei "Terror im Zitronenhain".)

Viele Italieneisende hatten wohl das Gefühl, ihren Lesern lediglich ihre echten oder echoartigen Kunstempfindungen kommunizieren zu dürfen.
Und auf jene, welche es wagten, Italien mal ganz anders, nämlich konsequent negativ, zu sehen, haben sie so lange eingeprügelt, bis deren Bücher der Vergessenheit anheim fielen. Seine 'Widerleger' (z. B. August Gottlob Eberhard, aber es gab noch mehr Gegen-Schriften) haben es zu Wikipedia-Würden gebracht, unser braver Gustav dagegen nicht!

Sonntag, 3. Mai 2009

"Italianalisi": Ein Italiener über das Bloggen ("Il perchè di questo BLOG")

Durch Zufall (weil ich nämlich wieder einmal mit der Funktion "Nächstes Blog" gespielt habe) stieß ich auf den italienischsprachigen Blog "Italianalisi". Inhaltlich näher angeschaut habe ich ihn nicht; meinen rudimentären Italienischkenntnissen würde es doch etwas schwer fallen, um mir in kurzer Zeit ein Urteil zu bilden.

Anregend finde ich die Begründung, die der Blogger (der, was mir deutlich weniger gefällt, in seinem Profil keinerlei Angaben über sich macht) für seinen Eintritt in die Blogosphäre gibt.
Auch wenn ich nicht in allen Punkten damit übereinstimme erscheint mir der Text (insbesondere der Vergleich mit einem Caféhaus) stimulierend genug, um mich an einer (eher freien, wenn auch kaum glanzvollen) Übersetzung zu versuchen; größtenteils entspricht diese Beschreibung auch meiner Motivation und Einstellung zum Bloggen.

Freitag, 5. Dezember 2008

Sind Sie wirklich noch ohne - Zibaldone?

Der Nikolaus brachte sie ins Haus, einen Tag zu früh zwar, aber schließlich hat er zu dieser Zeit ja auch viel zu tun: die Zeitschrift "Zibaldone". LEO liefert uns die Übersetzung: die Aphorismensammlung, die Notizensammlung. (Nun ja, es gibt auch etwas weniger schmeichelhafte Konnotationen: der Mischmasch oder das Sammelsurium: aber das trifft hier nicht zu.] Mein italienisch-Deutsches Brockhaus - Longanesi Wörterbuch aus dem Jahre 1974 liefert noch den gelehrten und hübschen, heute leider aus der Mode gekommenen Begriff "Miszellaneen" hinzu (auch: "Miszellen", aber das mag ich eher weniger). (Italienische Synonyme, aber keine Übersetzung, findet man bei "woerterbuch.info".)
Sie kam gratis, als Werbe-Beilage zur Halbjahreszeitschrift "Onde", die von Italienbegeisterten deutschen Studenten in Passau herausgegeben wird (vgl. meinem Blott "Donde viene? Vengo d'Onde!").

Samstag, 19. April 2008

Geschichte um 1500: Eine höchst kuriöse Webseite aus Wien. Nebst einigen zusammenhanglosen Bemerkungen über die Insel Elba

Das allerkurioseste an "pastperfect" ist sein hartnäckiges Sträuben gegen meine Bemühungen, es für meine Favoriten (Lesezeichen) einzufangen.

Auch sonst ist die Seite irgendwie unheimlich: Schwalbe eines medialen Hochsommers unserer Zivilisation? Man hat das Gefühl, sich in einer Endlosschleife verfangen zu haben. Aber als historisch Interessierter wird man dort ebenso amüsante Stunden verleben wie andere im Virtual Life.

Irgendwie geht es hier um nicht-lineare Texte (ja, ja, mit Nichtlinearität kenne ich mich aus: wann immer ich einen linearen Gedanken zu fassen versuche, verzweigt er sich in unendlichen Kapillarröhren.)

Ich sage wohl besser nicht allzu viel über die perfekte Vergangenheit oder die hyper-perfekte Darstellung vergangener Lebenswelten in den Texten von "pastperfect". Sonst könnte es auffallen, dass ich nichts davon verstanden habe.

Tummeln Sie sich einfach selbst auf diesen Seiten, ggf. auch über die Suchfunktion auf der Webseite der Universität Wien; vielleicht werden Sie ja schneller schlau aus diesem Spinnennetz historischer Wissensbeuten aus der Welt der Großen und der Kleinen, von Luther und Pietro Aretino, von Buchdruck und Pornographie, von der barocken Befestigung der Stadt Wien und vom "Eigensinn und Eigenwillen der kleinen Leute" um 1500.

Dienstag, 1. Januar 2008

Altes Lied im Neuen Jahr


Die Arbeit schleppt sich etwas zäh dahin; dennoch bleibe ich beharrlich dran: das Katalogisieren meiner Bücher.
Schon vor einigen Jahren hatte ich ein kostenloses Antiquariatsprogramm runtergeladen: HomeBase von AbeBooks, Version 2.3 (das Programm kann man auch heute noch auf der Firmenwebseite von AbeBooks gratis downloaden). Zwar will ich meine Bücher nicht verkaufen, aber auch für den privaten Büchersammler ist es, 'für lau', ein brauchbares Instrument, um die Übersicht zu behalten (oder überhaupt erst zu gewinnen).*

Ein wesentlicher Nebeneffekt meiner Büchererfassung ist die Aussonderung (im Prinzip radikal, in der Praxis eher halbherzig) solcher Bücher, die ich voraussichtlich in meinem restlichen Leben nicht mehr lesen werde oder die ich gelesen habe und nicht für aufbewahrenswert halte.

Dazu gehört z. B. der Buchtitel "Herbstbilder aus Italien und Sizilien" von Otto Kaemmel. 364 S. hat es, ist aber eher klein und der Druckspiegel verschwendet viel Platz. Optisch ist es attraktiv: blauer Leineneinband, Titel in Goldprägung mit Schmuckkapitalen.
Inhaltlich erscheint es mir, nach einigem Durchblättern, eher konventionell (der Autor hat lt. Verlagswerbung im Buch noch ein weiteres Werk zum Thema "Italien" verfasst: "Italienische Eindrücke") und eine Lektüre, angesichts von Bergen wichtigerer Werke, verzichtbar.

Eine Meinungsäußerung des Verfassers aus dem Schlusskapitel "Italienische Zukunftsaussichten" (S. 363) möchte ich aber doch schmunzelnd festhalten; nicht wegen der Prognose über die Entwicklung in Italien (die sicherlich nicht für den Norden des Landes, teilweise aber doch wohl für den Süden eingetreten ist), sondern weil sie zeigt, welche Vorurteile schon damals gegen die angelsächsische Lebensart bestanden, Vorurteile, die man auch heute noch (mit 'modernisierten' Begriffen) zu hören bekommt:
"Wer nun freilich das Heil eines modernen Volks darin sieht, dass es zum Industrievolke wird, dass überall die Fabrikschlote rauchen und die Maschinen dröhnen, dass eine harte, kaum unterbrochne Arbeit um der alltäglichen Notdurft willen, eine atemlose Hetze nach Gewinn um des Gewinnes willen alles beherrscht, kurz, wer in englischen und nordamerikanischen Zuständen sein Ideal sieht, der wird dies in Italien niemals verwirklicht finden. ..... Aber es wäre doch auch ein wahres Unglück, eine entsetzliche innere Verarmung der Welt, wenn die Kulturländer alle der Veramerikanerung unterfielen." [Hervorhebungen von mir]


* [Wünschenswert wäre aus meiner Sicht bei einem Programm zur Bestandserfassung von Büchern ("Bucherfassungssoftware" heißt das bei AbeBooks) eine 'automatisierte Kataloghierarchie', d. h. die Möglichkeit, den 'Endkatalogen' jeweils bestimmte 'Dachkataloge' zuzuweisen, in welche Eintragungen aus den 'Endkatalogen' dann automatisch aufgenommen werden.
Zum Beispiel könnten dann Einträge aus einem Katalog "Venedig/Geschichte/Renaissance" automatisch in die entsprechend zugewiesenen 'Oberkataloge' "Venedig/Geschichte", "Venedig", "Italien/Städte", "Italien/Geschichte/Renaissance", "Italien/Geschichte", "Italien", "Geschichte/Renaissance", "Geschichte", "Städte/Geschichte", "Städte" usw. aufgenommen werden, so dass man das gleiche Buch automatisch in (ggf. zahlreichen) "Literaturlisten" zu den unterschiedlichsten Themen und unter den verschiedensten Aspekten -z. B. "Bildbände"- erfasst hätte.]


Textstand vom 16.06.2023

Sonntag, 11. November 2007

Terror im Gartenhaus; Brot-Bombe beim Bio-Bäcker

Dort könnte ich Romane schreiben - wenn ich denn Romane schreiben könnte: in manchen Starbucks-Cafés, pardon: "Coffee-Houses". Zum Beispiel dem in Frankfurt a. M., gegenüber von der (und mit Blick auf die) ehemalige Wertpapierbörse, oder jenem in Darmstadt am Luisenplatz, ebenfalls im Raum im Obergeschoss. Da kann man sich in weichen Sesselpfühlen lümmeln und fläzen, könnte aber auch auf harten Stühlen hockend schreibend arbeiten. In diesen Räumen, die etwas Inspiratives haben, kann ich Behauptungen nachvollziehen, dass manche Wiener Schriftsteller und Intellektuelle ihre belletristischen und anderen Prosastücke im Caféhaus geschrieben haben.

Freitag, 6. Juli 2007

Schatzfund im Bayerischen Wald!


Die Straße "Goldwäscherweg" in Zwiesel erinnert noch daran, dass im Mittelalter aus den Flüssen im Bayerischen Wald (Bayerwald) Gold ausgewaschen wurde (geologische und andere Informationen darüber auf dieser Internet-Seite).

Sonntag, 3. Dezember 2006

Donde viene? Vengo d'Onde!

Einen solchen Dialog ("Woher kommen Sie? Ich komme von Onde") hätte man heute, am ersten Advent des Jahres 2006, hören können, wenn etwa ein Italiener auf die Idee gekommen wäre, mich auf meinem (Rück-)Weg aus der Innstadt in die Altstadt von Passau zu befragen, woher ich komme.

Dienstag, 6. Dezember 2005

NIKLAS LUHMANN, DER ITALIENISCHE MEZZOGIORNO und DIE DIDAKTIK DES RELIGIONSUNTERRICHTS

Die Bestände der Bielefelder Stadtbücherei waren, jedenfalls in den 60er Jahren, nicht sonderlich gehaltvoll. So griff ich, als ich mich irgendwann während meiner Schulzeit einmal für das Thema "Didaktik" interessierte (Feindaufklärung :-)?), in meiner Verzweiflung u. a. zu einem Buch über die Didaktik des Religionsunterrichts.

Weder an den Titel noch an den Autor erinnere ich mich; auch nicht im Detail an den Inhalt. Das Buch war aber eine Dissertation (oder aus einer Dissertation heraus entstanden), in der es um einen sogenannten "didaktischen Dreischritt" ging. Um welche Schritte, das habe ich längst vergessen. Jedenfalls hatte der Verfasser so ungefähr 200 Schriften zu diesem Thema untersucht aus ca. 150 Jahren (ich glaube, das einschlägige Schrifttum setzte um ca. 1800 ein) und kam zu dem Schluss, dass die dort vorgeschlagenen Formen der Religionsdidaktik sämtlich auf einen Dreischritt hinauslaufen.

Am Schluss machte er selbst einen Vorschlag, wie man die christlichen Glaubenslehren ganz anders vermitteln könne, eben ohne diesen bewussten Dreischritt. Auch insoweit erinnere ich mich nicht an Details, sondern nur daran, worauf mir bei der Lektüre auch die Vorstellungen des Verfassers eindeutig hinauszulaufen schienen: auf einen Dreischritt!

An diesen Sachverhalt erinnere ich mich wieder und wieder, wenn irgend jemand (ggf. auch ich selbst) Weisheiten mit vermeintlich fundamentalem Neuigkeitswert von sich gibt, die aber, bei genauer Betrachtung, nur neuer Wein in alten Schläuchen sind.


Gedankensprung zu Niklas Luhmann.
Nachdem ich ihn mit lokalpatriotischem Eifer für Bielefeld gegen München vereinnahmt habe (siehe: "PISTOLE ODER DEGEN? ICH FORDERE SATISFAKTION") erschien es mir nicht unpassend, endlich mal etwas von ihm und über ihn zu lesen. Glücklicher Weise muss man in Internet-Zeiten nicht mehr dicke (oder auch dünnere) Bücher wälzen, um zumindest einen ersten Eindruck zu bekommen. Zwar liegt der 1. Teilband von "Die Gesellschaft der Gesellschaft" seit einem unbedachten Flohmarktkauf in meinem Bücherschrank herum, doch müssen zum Einstieg einige Aufsätze genügen:

Samstag, 3. September 2005

DER WANDERER - ZUM DRITTEN!

(vgl. dazu Blog-Eintrag vom 28.06.05 u. d. T. "Der Wanderer")

Wir Deutschen sind doch deutlich ärmer als gedacht.
Nicht nur, dass es "uns" bei aller Italienbegeisterung und Goetheverehrung erst im Jahre 1998 gelungen ist, das Tagebuch bzw. die Briefe an den Vater (und noch einiges an schriftlichem Material drum herum) des August von Goethe, Sohn von Sie-wissen-schon-wem, von seiner Italienischen Reise zu veröffentlichen.
Selbst das haben "wir", d. h. konkret natürlich die Herausgeber (Gabriele Radecke für den Text und einen Teil der Erläuterungen, Andreas Beyer ebenfalls teilweise für die Erläuterungen und allein für das Nachwort) nur mit US-amerikanischer Hilfe zu Stande gebracht: das Editionsprojekt wurde gemeinschaftlich von der Goethe-Gesellschaft in Weimar und dem Clark-Art-Institute in Williamstown, Massachusetts, gefördert.