Mittwoch, 29. Januar 2025
Alice im Wunderland der Geldtheorie
Samstag, 7. Januar 2012
Bookcrossing, Bücherboxen, Giveboxen, GeNehmBoxen, Gratisangebote im Internet, öffentliche Bücherschränke, Oxfam, Umsonstläden, verschenken
Später wurde diese 'Bücherschenke' sogar Thema eines ausführlichen FAZ-Berichts (auf den lokalen Rhein-Main-Seiten) vom 16.07.2008: "Buchverleih. Schwund nur bei Kochbüchern".
Montag, 4. Mai 2009
Hurra; hurra hurra - die Schundliteratur ist da: "Italien wie es wirklich ist" (Gustav Nicolai, 2. Aufl. 1835)
Dennoch gebietet es die Fairness, der Firma zu danken. Denn endlich stellt sie der interessierten Welt, und damit auch dem möglicherweise einzig wirklich Interessierten, ein Buch zur Verfügung, dass dieser schon lange lesen wollte: "Italien wie es wirklich ist" (Gustav Nicolai, 2. Aufl. 1835). (Der vollständige Titel ist von geradezu barocker Länge - s. u. bei "Terror im Zitronenhain".)
Viele Italieneisende hatten wohl das Gefühl, ihren Lesern lediglich ihre echten oder echoartigen Kunstempfindungen kommunizieren zu dürfen.
Und auf jene, welche es wagten, Italien mal ganz anders, nämlich konsequent negativ, zu sehen, haben sie so lange eingeprügelt, bis deren Bücher der Vergessenheit anheim fielen. Seine 'Widerleger' (z. B. August Gottlob Eberhard, aber es gab noch mehr Gegen-Schriften) haben es zu Wikipedia-Würden gebracht, unser braver Gustav dagegen nicht!
Sonntag, 27. Januar 2008
"Wer hat uns den Kupfertiefdruck gestohlen" oder "Doch kein Fortschritt für die Menschheit"?
In meinem Blott "Fortschritt – real oder imaginär? Zum Essay "Die Fortschrittsillusion" von Prof. Eckart Voland" hatte ich gegen Voland polemisiert, weil dieser den Fortschritt zur Illusion erklärt. In einem lebensweltlichen Sinne freilich finde ich selbst des öfteren Gründe, am Fortschritt zu zweifeln. So z. B., wenn gute und/oder preiswerte Produkte vom Markt verschwinden, wenn die Verschlussclips an den Brotbeuteln wieder einmal verkürzt wurden, so dass man sie kaum noch verschließen kann, wenn Parfums zu Geruchsbelästigungen werden oder wenn wir mit der Bahn fahren: verglichen mit den schönen alten 6-er Abteilen (auch in der 2. Klasse!) mit klappbaren Armlehnen zwischen den Sitzen, klappbaren Tischchen, individuellen Leselämpchen und ausziehbaren Sitzen zum Schlafen (und damals selbstverstständlich auch mit einer Toilette in jedem Waggon) wurden die heutigen Personentransportwaggons schon eher in Richtung Viehtransporter weiterentwickelt. (Vieh kann man eng zusammenpacken und und Vieh kann auch auf den Boden pinkeln, wenn die Toilette/n im ganzen Zug defekt ist/sind.) Aber natürlich lassen sich immer auch Gegenbeispiele anführen: wer hätte es sich damals "anno Bundesbahn", leisten können, nach Amerika zu fliegen? Und für alles Geld der Welt hätte damals kein Mensch einen Computer kaufen können, um sein jeweils individuelles "stultifera navis " vom Stapel und auf die Kommunikationsmeere der Welt los zu lassen. Im Bereich der Drucktechnik ist der Fortschritt in den Fernen Osten emigriert. Dort ist man in der Lage, herrliche hyperrealistische Farb-Bildbände zu drucken, wie ich sie aus europäischer Produktion noch nie gesehen habe. In der Alten Welt ist das Volk offenbar zufrieden mit minderwertiger, körniger Druckqualität. Insbesondere beklagte ich aber den Verlust einer schwarz-weiß Drucktechnik, die ihren Höhepunkt anscheinend zwischen den beiden Weltkriegen hatte, aber auch nachher noch zur Anwendung kam.
Sonntag, 11. November 2007
Terror im Gartenhaus; Brot-Bombe beim Bio-Bäcker
Dienstag, 30. Oktober 2007
Wenn "Weimar leuchtet", sollten beim Steuerzahler die Alarmglocken aufleuchten
Die Nachricht über die Wiedereröffnung der traditionsreichen, vielleicht kann man sogar sagen: "ruhmreichen", Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar dürfte durch die gesamte deutsche Tagespresse gegangen sein (vgl. z. B. in der "Welt" die Meldung "Anna Amalia Bibliothek wiedereröffnet" oder im Stern "Auferstanden aus dem Feuer").
Ich hätte sie vielleicht nicht einmal mitbekommen, hätte ich nicht Urlaub gemacht und dabei (wie ich das immer an fremden Urlaubsorten zu tun pflege) regelmäßig Zeitung gelesen. (Weitere Lesefrüchte dieser Reise sind z. B. in meinem Blott "STROMPREISE: DIE VERBRAUCHER PROTESTIEREN - DIE VERBRAUCHER PENNEN oder LANDSCHAFT, LANDSCHAFT ÜBER ALLES!" auf die Erde gefallen.)
Sonntag, 19. August 2007
Am 02.09.2007 gehen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt die Lichter aus - ?
Veranstaltungen sind dort (per heute) nur bis einschl. 02.09.2007 verzeichnet (Verkaufsoffener Sonntag "Fashion, Style & Hair"; Schmetterlinge im Spätsommer -
Ein Sonntagsspaziergang; Bäume und Sträucher der Streuobstwiesen -Exkursion-; Pilzwanderung im Kranichsteiner Wald und ein Promenadenkonzert "Creedence forever").
Montag, 21. Mai 2007
Ist der Ruf erst etabliert, schwätzt man gänzlich ungeniert
Sonntag, 18. März 2007
Das Ende des Wei(s)sen Mannes. Polit-Plädoyer ohne Leidenschaft.
Der erste Satz der Einleitung (S. 11) immerhin ist unerwartet:
"Wenn die Kinder, die heute geboren werde, in der Hälfte ihres Lebens angelangt sind, wird es die meisten Rohstoffe, die heute die Basis unseres Wirtschaftslebens sind, nicht mehr geben, so zum Beispiel Öl, Gas, Kupfer und Uran" schreibt Prof. Dr. Manfred Pohl in seinem Anfang 2007 erschienenen Buch "Das Ende des Weißen Mannes. Eine Handlungsaufforderung." Pohl ist Jahrgang 1944, also Angehöriger der "erschöpften Generation" (ein von dem -ebenfalls 1944 geboren- Bielefelder Bernhard Schlink geprägter Ausdruck, wie ich in dieser Rezension seiner Essay-Sammlung "Vergewisserungen" lese). Und damit ist er (bzw. sind beide) beinahe mein Jahrgang.
Aber die Erwartung einer in nicht ferner Zukunft bevorstehenden Ressourcenverknappung, oder - wie hier - sogar Ressourcenerschöpfung, die auch mich schon länger umtreibt (vgl. z.B. "The (b)rat in the box at the ultimate lever?", "Peking bohrt, Amerika bombt, Europa brütet", "KEINE JUNGFRAU ZÄHMT DIESES ZWEIHORN" oder "Hungerskandal in Wuppertal: Porsche-Fahrer frisst Rentner-Oma die Polenta vom Teller!"), kann man nicht auf mentale Erschöpfung zurückführen. Dass die (zunächst:) Erdöl-Vorräte ziemlich bald ausgehen, werden, ist nicht mehr zu übersehen. Auch wenn diese Befürchtungen nicht im Mittelpunkt von Pohls Arbeit stehen, war ich doch (positiv) überrascht zu sehen, mit welcher Selbstverständlichkeit sich diese Einsicht bereits im Mainstream des Denkens eingewurzelt hat - und das in diesem Falle sogar bei jemanden, dem man nicht gerade Wirtschaftsferne nachsagen kann.
Sonntag, 4. März 2007
Ich kam, sah und kaufte - den Durchblick durch ein kurioses Deutschland
Immerhin fällt das Buch "Übersehene Sehenswürdigkeiten. Deutsche Orte. Overlooked Sights. German Places. Roadbook" (Text in Deutsch und Englisch) von Michaela Vieser und Reto Wettach nicht weit vom Brillengestell. Es verschafft uns nämlich einen Durchblick durch das geheime Deutschland.
Prosaischer formuliert: es ist ein Reiseführer. Selbige tummeln sich mittlerweile derart zahlreich auf dem Markt, dass es beinahe schon wie ein Pejorativ wirken kann, wenn man ein Buch als "Reiseführer" bezeichnet.
Dieses jedoch ist anders, total anders.
Und deshalb habe ich es gekauft, trotz rappelvoller Bücherschränke mit (größtenteils ungelesenen) Büchern. Hier gibt es zahlreiche (farbige und vor allem originelle) Fotos: da geht es etwas schneller mit dem Lesen, und seit gestern habe ich, größtenteils auf der Bahnfahrt, schon etwa 1/3 gelesen oder vielmehr verschlungen, denn das Buch liest sich wie (oder gar besser als?) ein Krimi.
Sonntag, 16. Juli 2006
Lohn der Angst
Aber dann und wann, im Urlaub, erwischt er mich doch (der Richie, nicht der Fußball!).
Sonntag, 19. März 2006
Mensch, willst du würdig von hinnen geh'n, geh nach Kassel erst, das Museum beseh'n!
Dort waren in der Kleinmarkthalle
Die Ostereier leider alle.
Damit meine ich jene heute recht raren rohen Hühnereier,
Die wo haben weiße Schalen,
Welche MenschIn kann bemalen.
Während Weib auf Nahrungssuche,
Zieht's den faulen Mann zum Buche.
Walter König, Kleinmarkthalle,
Preisreduziert Kunstbücher alle.
Samstag, 3. September 2005
DER WANDERER - ZUM DRITTEN!
Wir Deutschen sind doch deutlich ärmer als gedacht.
Nicht nur, dass es "uns" bei aller Italienbegeisterung und Goetheverehrung erst im Jahre 1998 gelungen ist, das Tagebuch bzw. die Briefe an den Vater (und noch einiges an schriftlichem Material drum herum) des August von Goethe, Sohn von Sie-wissen-schon-wem, von seiner Italienischen Reise zu veröffentlichen.
Selbst das haben "wir", d. h. konkret natürlich die Herausgeber (Gabriele Radecke für den Text und einen Teil der Erläuterungen, Andreas Beyer ebenfalls teilweise für die Erläuterungen und allein für das Nachwort) nur mit US-amerikanischer Hilfe zu Stande gebracht: das Editionsprojekt wurde gemeinschaftlich von der Goethe-Gesellschaft in Weimar und dem Clark-Art-Institute in Williamstown, Massachusetts, gefördert.