Titelwiederholung wg. Suchmaschinenindex: DüGaZ kämpft für GröFaZ
"Ich war 15 Jahre lang Geschichtslehrer. ...
Als Historiker habe ich die Weite eines historischen Blicks."
Björn Höcke, SPIEGEL-Interview 17.02.2017
(Mindestens) volle SECHS Argumente lässt sich der studierte Historiker und Geschichtslehrer Björn Höcke einfallen, um Adolf Hitler mal von jeglicher Schuld, mal "nur" von der Alleinschuld am 2. Weltkrieg zu entlasten.
Dass diese Narrative sich teilweise widersprechen oder logisch überhaupt nicht tragen, interessiert das geistige Glanzlicht aus Bornhagen wenig: Hauptsache, sein Intelligenzgefolge glaubt dran.
1.) FACHHISTORIKER FEIERT GESCHICHTSKLITTERER
2) FÜR FÜHRERVERTEIDIGUNG PFEIFT FACHHISTORIKER AUF LOGIK3) FACHHISTORIKER FASELT VERQUOLLEN VON ENTLASTUNGSQUELLEN
4) FACHHISTORIKER VERHEISST KÜNFTIGE KRIEGSSCHULDENTLASTUNG
Am 07.03.2017 veröffentlichte das Wall Street Journal (WSJ) Auszüge aus einem Interview mit Björn Höcke, das Anton Troianovski, Deutschland-Korrespondent des WSJ, am 17.01.2017 in Dresden geführt hatte. Und zwar unmittelbar im Anschluss an jene berühmt-berüchtigte "Dresdner Rede" (Text), die Höcke auf einem Treffen der "Jungen Alternative" (damalige AfD-Jugend; heutiger Name: "Generation Deutschland") im Ballhaus Watzke gehalten hatte.
Der Auszug trägt die Überschrift: "German Politician’s Comments About Hitler Stoke Debate" (kostenpflichtig). Bei der öffentlichen Aufregung ("stoke debate" = entfachen eine Debatte) ging es darum, dass der Björn den Adolf nicht als das absolute Böse bewerten wollte; aber diese Äußerung war aus dem Zusammenhang gerissen worden. Im Interview-Kontext ging es nämlich um die Kriegsschuldfrage - und darum geht es hier auch mir. In diesem Interview liefert Höcke gleich VIER Begründungen, mit denen er beweisen will oder von denen er sich den Beweis erhofft, dass Adolf Lämmlein (diese Bezeichnung benutzt Höcke natürlich nicht) zumindest nicht der Alleinschuldige am 2. Weltkrieg (in Europa) gewesen sei.
Um insoweit nichts zu verzerren, keine potentiell missverständlichen Akzente zu setzen oder irreführende Eindrücke zu hinterlassen, muss man schon die vollständige Äußerung Höckes heranziehen (Gliederung, Nummerierung und Hervorhebungen habe ich eingefügt). Auch die vorangegangene Interviewer-Frage gehört natürlich dazu:
WSJ: Es gibt zum Beispiel den Historiker [Stefan] Scheil, ich habe gelesen, Sie haben zusammen mal mit ihm ein Interview gemacht in der Sezession. Was halten Sie von seinen Thesen? Da geht es ja auch darum die unmittelbare Schuld, oder wie auch immer, für den Anfang des Zweiten Weltkriegs etwas anders zu sehen.Höcke: Also, Stefan Scheil hat sicherlich zu dem Thema profund geforscht. Es gibt andere Bücher, die erschienen sind in den letzten Jahren, die für große Furore gesorgt haben.
[1] Zum Beispiel, Gerd Schultze-Rhonhof, der kein Historiker von Hause aus ist, der aber ein sehr guter Autodidakt ist, der aber ein Buch geschrieben hat, das heißt, “1939: Der Krieg, der viele Väter hatte.” Das ist über 50.000 Mal meines Wissens auch verkauft worden und da geht’s eben darum.
[2] Wissen Sie, das große Problem ist, dass man Hitler als das absolut Böse darstellt. Wir wissen aber natürlich, dass es in der Geschichte kein Schwarz und kein Weiß gibt. Und dass es viele Grautöne gibt.
[3] Und es gibt viele Quellen, die darauf schließen lassen, wenn man es interpretiert, dass dieser 2. Weltkrieg nicht unbedingt zum 2. Weltkrieg — Betonung auf Weltkrieg — hätte werden müssen, wenn nicht auch interessierte Mächte am Werke gewesen wären, die diesen Krieg eskaliert haben.
[4] Und ich denke, das wird sicherlich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch zur entsprechenden Aufarbeitung führen und wird sicherlich neue Historikerdiskussionen auch hervorrufen. Ich glaube, jetzt is[t] so die Zeit, die letzten Überlebenden der Zeit des 2. Weltkrieges sterben langsam, es gibt dann kaum noch einen der lebt und diese Zeit am eigenen Leibe erlitten und erlebt hat, und es wird dann auch zu einer anderen, zu einer neuen Sicht auf die Dinge führen, und zu einer neuen Fragestellung, davon bin ich überzeugt.
Zur "Kriegsschuldentlastung" Nr. 1:
Dass Höcke Schultze-Rhonhof nicht lediglich als Beispiel für kriegsschuldrevisionistische Literatur erwähnt, sondern sich inhaltlich auf dieses Buch beruft, ergibt sich aus seiner Abgrenzung zum Werk des Historikers Stefan Scheil.
Das Interview "Björn Höcke, Stefan Scheil und die AfD – ein Doppelinterview" war am 15.10.2014 (Teil 1) und am 13.11.2014 (Teil 2) in der Zeitschrift "Sezession" erschienen. Von Scheil ist Höcke wohl deshalb nicht so begeistert, weil der im Interview dem damaligen AfD-Parteivorsitzenden Bernd Lucke "... genau die Portion und die Art Charisma, die derzeit in Deutschland gebraucht wird" bescheinigt hatte. Während sich Höcke schon damals "... insgesamt nur schwer vorstellen" konnte, "daß es für diese Gegenwart eine liberale Vision geben kann". Vielmehr hielt Höcke schon damals sich selber für diejenige Person, welche "... dadurch das so unerläßliche Charisma entfaltet, daß er auf der Basis der Vernunft und des Verstandes seiner Liebe zum Eigenen und zum Immergültigen gefühlsstark Ausdruck verleihen kann". Damit fühlte und präsentierte er sich als kommenden Messias der "Alternative" und Deutschlands.
(Sämtliche Zitate aus Interviewteil 2.)
Sodann will Höcke mit der Quantität der Verkaufszahlen (damals wohl ca. 50.000) die Qualität des Inhalts untermauern. (Vergleichbar hatten seinerzeit die "68er" den Wert der "Mao-Bibel" mit dem Hinweis beworben: "Millionen Chinesen können nicht irren!" Diese Methode müsste einem studierten Historiker eigentlich verdammt peinlich sein. Aber einem Höcke ist nichts zu peinlich, wenn er damit - vermeintlich - den Addi entlasten kann!)
Schultze-Rhonhof ist aber ein Geschichtsklitterer, den sogar ein Laie wie ich in zwei Tagen Internet-Recherche locker entlarvt: vgl. meinen Blogpost "Logik ade beim Generalmajor a. D.: Gerd Schultze-Rhonhofs fragwürdiger Feldzug für Adolf Lämmleins Ehrenrettung" vom 28.03.2019.
Ein Beispiel für den modus operandi von Schultze-Rhonhof entnehme ich der S. 321 aus der mir vorliegenden 2. Auflage seines Buches. Dort behandelt er Hitlers Rede vom 22.08.1939 (also kurz bevor er Polen überfiel) vor den führenden Befehlshabern der Wehrmacht:
"Die Rede, die Hitler in dieser angespannten Lage hält, könnte Aufschluß geben, ob er zu der Zeit wirklich Krieg um jeden Preis will, oder ob er mit dem massiven Druck der Drohung mit dem Krieg versucht, Polen die deutsche Stadt Danzig abzuringen. Selbst dieses große Aufgebot an Generalen auf dem Obersalzberg, das dem Ausland nicht verborgen bleibt, könnte dazu dienen, den Druck auf Polen zu erhöhen."
Nein, als Druckmittel konnte dieses Treffen NICHT dienen. Die Befehlshaber mussten nämlich, was der "sehr gute Autodidakt" Schultze-Rhonhof wohlweislich verschweigt, in Zivil auf Hitlers "Berghof" auf dem Obersalzberg antreten. Er wollte also das Treffen absolut geheim halten.
"Hitler beginnt die Rede mit der Erklärung, daß er sich nun entschlossen habe, gegen Polen Krieg zu führen. Doch da die Gespräche zwischen der Reichsregierung und Polen weiterlaufen, ist es durchaus möglich, daß auch diese Worte nur zu Hitlers Drohszenario gehören. Im Falle der Tschechei, ein halbes Jahr zuvor, hatte Hitler allein mit der Ankündigung einzumarschieren, sein Ziel erreicht. Damals war kein Schuß gefallen."
Ein Drohszenario hätte das nur dann sein können, wenn Hitler den geplanten Überfall auf Polen ÖFFENTLICH angedroht hätte. Genau das wollte, konnte und hat er nicht getan, sonst hätte der Überfall ja keinen Überrumpelungseffekt mehr gehabt. Sollte man als General wissen; weiß S.-R. bestimmt auch. Passt ihm aber nicht ins Konzept, also erzählt er seinen Lesern kackdreist was vom Pferd.
"So bleibt trotz der eindeutigen Erklärung Hitlers für die Generale offen, was passiert."
Das bleibt keineswegs offen; als Geheimtreffen konnte diese Zusammenkunft mit Hitlers Geheimrede keine Drohwirkung entfalten.
Interessant ist aber, dass Schultze-Rhonhof in dem von mir gefetteten Satzteil nicht auf die Schuldfrage abstellt, sondern auf die mutmaßliche Perspektive der Befehlshaber. Das tut er auch an anderen Stellen seines Buches; manchmal hat man den Eindruck, er wolle die Nürnberger Prozesse wieder aufrollen, um seine Offizierskollegen nun doch noch freizusprechen. Das ist freilich eine völlig andere Fragestellung als die, ob aus den Dokumenten zumindest jetzt im Nachhinein, wo wir die anschließenden Geschehnisse kennen, der Entschluss Hitlers erkennbar wird, einen Krieg zu beginnen.
"Wenn man die Niederschriften von Greiner, Boehm und Halder zu Grunde legt, eröffnet Hitler der Generalität an jenem 22. August 1939 nicht mehr und auch nicht weniger, als daß er nun nach monatelangen ergebnislosen Verhandlungen mit Polen in Kürze militärisch handeln will."
Nein! Was Hitler eröffnet (Textlinks s. u.) ist, dass er im Osten und im Westen Krieg wollte - hübsch hintereinander. Und dass er sich entschlossen hatte, nicht im Westen anzufangen, sondern im Osten. Vor allem aber, was S.-R. beharrlich wegzulügen versucht: Dass es Hitler nicht um Danzig ging, sondern um Polen insgesamt (hier als "Ostfrage", in anderen Dokumenten als "Polenfrage" bezeichnet).
"... die Rede birgt nichts, das die Generale in einer solchen Spannungslage vielleicht überraschen könnte. Sie hören zumindest nichts über weitere Pläne Hitlers, später Frankreich, England, Rußland oder wen auch immer anzugreifen."
Das ist falsch. In der Aufzeichnung von Generaladmiral Boehm heißt es:
"Absicht noch im Frühjahr war, die Lösung der polnischen Frage hinauszuschieben, sozusagen auf Eis zu legen, um erst die nach seiner [Hitlers] Ansicht unvermeidbare Auseinandersetzung im Westen auszutragen."
Vergleichbar hatte auch Generalstabschef Franz Halder protokolliert:
"I.) Darstellung der Lage und Entschluß (Vormittag)1.) Entwicklung des Entschlusses zur Lösung der Ostfrage: An sich erwünscht, zunächst den Westen zu bereinigen; da aber immer klarer wurde, daß in jeder schwierigen Lage Polen uns in den Rücken fallen würde, mußte, ehe man an die Westprobleme herangeht, die Ostfrage bereinigt werden."
Aus beiden Protokollen lässt sich entnehmen, dass Hitler - später - auch gegen die Westmächte Frankreich und England Krieg führen wollte. Die mithin allen Grund hatten, in der Polenfrage nicht nachzugeben.
Dass Hitler aber auf jeden Fall nach beiden Seiten Krieg führen wollte (nur eben nicht parallel, sondern hübsch hintereinander) wird daraus klar, dass er in beiden Fällen "Fragen" konstatierte, die "bereinigt" werden müssten. Da ist auch nicht von der "Danziger Frage" die Rede, die Hitler nach der Darstellung von S.-R. unbedingt "lösen" wollte, sondern von der "Ostfrage".
Schon die Generäle mussten kapiert haben, dass Hitler einen großen Krieg wollte. Und allemal ist jetzt im Nachhinein die Sprache der Dokumente völlig eindeutig. Klar ist, dass Hitler seine Ziele vor dem Krieg noch ein wenig verschleiern musste. Die Generäle waren ja keine Banditenführer, die darauf erpicht gewesen wären, über andere Länder herzufallen. Also hat er einige Strohhalme eingebaut, aus denen sie Honig für ihr scheinbar gutes Gewissen saugen konnten.
Ein weiterer Taschenspielertrick Schultze-Rhonhofs (neben der Verquirlung von damaliger Generalssicht und heutiger Kriegsschuldbewertung) ist die je isolierte Behandlung von Dokumenten. Wie es die ABC-Schützen mit Buchstaben machen, so hangelt sich S.-R. von Einzeldokument zu Einzeldokument und fragt, was drinsteht. Eine Verknüpfung der Interpretation des einen Textes durch Heranziehung anderer zum gleichen Thema, wie sie für echte Historiker selbstverständlich ist, unterlässt er. Sie würde auch seine Darstellung von Hitler als Adolf, dem friedlichen Fragenlöser, widerlegen.
(Ein dritter Trick von Schultze-Rhonhof besteht darin, dass er alle tatsächlichen oder vermeintlichen Sünden der anderen seit dem 1. Weltkrieg aufzählt und daraus eine Schuldzuweisung konstruiert. z. B. an die USA (S. 528 ff.), die zwar keine Kausalkette liefern kann, aber für weniger wache Leser dennoch sehr überzeugend wirkt. Zumal für alle diejenigen, die von vornherein "ideologisch" auf seiner Seite stehen.)
In seiner "Weisung Nr. 1a" für den "Fall Weiß" (nicht, wie auf dem "Extrablatt" angegeben, vom 31.08.39; das ist diese hier, sondern vom 03.04.1939) hatte Hitler geschrieben:
"Die großen Ziele im Aufbau der deutschen Wehrmacht bleiben weiterhin durch die Gegnerschaft der westlichen Demokratien bestimmt. Der Fall 'Weiß' bildet lediglich eine vorsorgliche Ergänzung der Vorbereitungen, ist aber keineswegs als die Vorbedingung einer militärischen Auseinandersetzung mit den Westgegnern anzusehen."
Zwar behauptete Hitler in dieser Weisung:
"Das deutsche Verhältnis zu Polen bleibt weiterhin von dem Grundsatz bestimmt, Störungen zu vermeiden. Sollte Polen seine bisher auf dem gleichen Grundsatz beruhende Politik gegenüber Deutschland umstellen und eine das Reich bedrohende Haltung einnehmen, so kann eine endgültige Abrechnung erforderlich werden."Aber schon der Ausdruck "endgültige Abrechnung" zeigt, dass Hitler in jedem Falle (irgendwann) gegen Polen vorgehen wollte.
Und dass für in in Wahrheit keineswegs eine von Polen ausgehende die Voraussetzung zum Zuschlagen war, zeigt dieser Passus:
"3. Aufgaben der Wehrmacht:
Die Aufgabe der Wehrmacht ist es, die polnische Wehrmacht zu vernichten. Hierzu ist ein überraschender Angriffsbeginn anzustreben und vorzubereiten. Die getarnte oder offene allgemeine Mobilmachung wird erst am Angriffsvortage zu dem spätest möglichen Termin befohlen werden."
Genau so hat Hitler dann gehandelt!
Selbstverständlich beschäftigt sich S.-R. auch nicht mit der "Besprechung beim Führer. Anwesend: alle Oberbefehlshaber" vom 23.11.1939 - obwohl er die kennt und erwähnt (S. 330). Jeder an der Wahrheitsfindung interessierte, und jeder Historiker sowieso, würde überlegen, dass Hitler hier "die Wutz rausgelassen" haben könnte, weil er sich jetzt nicht mehr verstellen musste. Tatsächlich sieht auch S.-R. das so, wenn er auf S. 330/331 schreibt: "Hitler erwähnt in keiner seiner Reden, selbst in denen nach der Kriegseröffnung am 1. September, am 6. Oktober und am 23. November 1939 nicht, wo für ihn der oft erwähnte Lebensraum im Osten liegt. Die zuhörenden Generale, Admirale und Minister konnten ihn im jeweils nächsten 'Ziel' vermuten, ...".
In dieser Rede bekennt Hitler offen, dass er den Krieg wollte und eröffnet hat:
"Dann [nach dem Einmarsch in die Rest-Tschechei] kam die Errichtung des Protektorats, und damit war die Grundlage für die Eroberung Polens gelegt, aber ich war mir zu dem Zeitpunkt noch nicht im Klaren, ob ich erst gegen den Osten und dann gegen den Westen oder umgekehrt vorgehen sollte. Moltke hat seinerzeit oft die gleichen Überlegungen angestellt. Zwangsläufig kam es erst zum Kampf gegen Polen."Wenn es darum geht, den USA eine Mitschuld am Kriegs"ausbruch" anzuhängen, greift S.-R. gern auch auf eine obskure Botschafter-Äußerung von 1945 zurück (S. 532). Und klar: Bei der Frage, ob die deutschen Wehrmachtsspitzen vor dem 1.9.39 von Hitlers Kriegsabsicht wissen konnten (und sich dadurch, nach Nürnberger Rechtsauffassung, mitschuldig gemacht haben) ist eine Rede vom November 1939 irrelevant. Aber natürlich NICHT für die Frage, ob Hitler diesen Krieg gewollt hat oder nicht. Das sollte sogar ein Dilettant wissen, jedenfalls dann, wenn es, lt. Höcke, ein "sehr guter" ist.
Zur "Kriegsschuldentlastung" Nr. 2:
Ich will nicht Höcke zur Seite springen wenn ich feststelle, dass die "Hitler-ist-nicht-das absolut-Böse"-Debatte einigermaßen entgleist ist.
Natürlich ist diese Bewertung Hitlers mitnichten "ein Problem" und schon gar nicht ein "großes". Als historische Figur WAR Hitler absolut böse. Dass er ein charmanter Plauderer sein konnte, dass z. B. seine Privatsekretärin Traudl Junge, die ihn keineswegs mehr verehrte, als sie nach Kriegsende von seinen Untaten erfahren hatte, ihn dennoch als freundlichen und fürsorglichen Arbeitgeber beschrieb, ist völlig uninteressant für Hitlers Stellung in der Geschichte - und für unsere Positionierung zu (nämlich: gegen!) den Nazi-Diktator.
Aber man verschließt sich einen Weg zur Analyse von Höckes Denken, wenn man diese Passage aus dem Interview-Zusammenhang herausreißt, wo es eben ganz spezifisch um die Kriegsschuld-Frage geht und zwar für Höcke um die ENTLASTUNG HITLERS von der Alleinschuld am II. WK (in Europa).
Zur Verzerrung kam es bereits gleich anschließend im selben Interview:
WSJ: "Natürlich wenn jetzt in der deutschen Öffentlichkeit, wenn man das hören würde, dass Hitler irgendwie als absolut Böse dargestellt wird und dass es Grautöne gibt, dann würde es bestimmt Aufruhr geben—also was meinen Sie genau damit—Grautöne?"
Höcke: "Alle menschliche Politik - also ich müsste jetzt philosophisch werden -
Geschichten sind Grautöne. Also wir haben - in der Philosophie haben wir die
Möglichkeit, Absolutes zu denken. Wir können Gott denken als allmächtiges, allgütiges Wesen, wir können den Teufel denken als absolut Böses. Aber die Welt hat - der Mensch hat - Grautöne. Sogar der schlimmste Schwerverbrecher hat vielleicht irgendetwas Gutes, irgendetwas Liebenswertes, aber er ist trotzdem ein Schwerverbrecher. Das meine ich damit. Es gibt kein absolutes Schwarz und kein absolutes Weiß in der Sphäre der Wirklichkeit."
Dem Interviewer kann man nicht vorwerfen, dass er auf diese Schiene abgefahren ist: Er hat einfach nur das angesprochen, was sich so ziemlich jedem Hörer in dieser Gesprächssituation aufgedrängt hätte.
Zunächst hatte Höcke diese Äußerung sogar bestritten, allerdings mit einer subtilen Relativierung: " 'Das habe ich SO nicht gesagt. Das ist nicht meine Meinung', sagte Höcke der JUNGEN FREIHEIT" berichtete dieses Portal am 06.03.2017. Erst daraufhin veröffentlichte die WSJ am 07.03.17 (kostenpflichtig) das Interview, allerdings nur einen (vermutlich relativ kleinen) Auszug davon. Ich vermute, dass das WSJ mit Höcke vereinbart hatte, dass das Interview nur mit seiner Zustimmung veröffentlicht werden durfte und dieser die verweigert hat. Solche Vereinbarungen sind keineswegs unüblich. Aber aus Gründen der Selbstrechtfertigung "musste" und durfte das WSJ diese Passage dann wohl auch ohne Höckes Einverständnis publizieren.
Ursprünglicher Ausgangspunkt dieser ganzen Debatte war allerdings der (ebenfalls kostenpflichtige) WSJ-Artikel "The German Right Believes It’s Time to Discard the Country’s Historical Guilt" vom 02.03.2017.
Für die anschließende Berichterstattung haben zahlreichen Medien dann nach Art des WSJ-Interviewers weitergemacht:
- 6.3.17 (BILD): "Verharmlosung von Hitler: War es das für Björn Höcke?"
- dito (WELT): "AfD-Politiker. Björn Höcke hat eine irritierende Ansicht zu Adolf Hitler"
- 8.3.17 (BILD): "Hitler-Verharmlosung: AfD-Höcke beim Lügen erwischt"
- dito (SÜDDEUTSCHE): "AfD. Höcke, Hitler und das Böse"
- dito (FOCUS): "Neuer Ärger für AfD-Mann. Höcke soll Hitler verharmlost haben - Politiker bestreitet Zitat"
- 9.3.17 (ZEIT): "Björn Höcke: Adolf reloaded"
- dito (STERN): "Interview im 'Wall Street Journal'. Hitler verharmlost: Wie AfD-Mann Höcke sich im Lügen-Dickicht verlor"
Hätte Höcke nicht wahrheitswidrig dementiert, wäre die Sache wahrscheinlich überhaupt nicht hochgekocht. Der STERN hatte in seinem Bericht vom 3.3.17 über den WSJ-Artikel lediglich über Äußerungen Frauke Petrys berichtet (die ebenfalls heftig waren!): "Aussagen in US-Zeitung. Was Petry einem US-Reporter über den deutschen Umgang mit der Nazi-Zeit erzählt".
Ausweislich des o. a. Interviewzusammenhangs liegt das "Problem", das Höcke mit der bösen Bewertung des lieben Wölfel hatte (und zweifellos immer noch hat), in Höckes wahnhafter Idee, dass mit einer Revision dieser Einstufung zugleich auch die alleinige Schuld vom Onkel Adolf am Zweiten Weltkrieg widerlegt sei. Wenn Hitler auf "Grau" zurückgestuft werde, dann müsse man auch die Schuldzuweisung revidieren: Hitler habe neben bösen (schwarzen) auch gute (weiße) Seiten gehabt; folglich könne er auch bei der Kriegsschuld nur "grau" gewesen sein. (Sagt Höcke nicht ausdrücklich; aber nur so kann seine Äußerung verstanden werden, wenn man sie NICHT aus dem Zusammenhang reißt!)
Logisch, oder?
Nein: total unlogisch!
Denn die "Vergrauung" (wenn man sie für dieses Gedankenexperiment mal akzeptiert) entsteht ja erst durch die ZUSAMMENSCHAU einer (großen, im Prinzip sogar riesigen) Zahl von Einzelelementen (Ereignissen). Sie ist ein quasi mathematisch-statistischer Vorgang, bei dem sozusagen 95 Anteile Schwarz mit 5 Anteilen Weiß vermischt werden. Das ergibt ein ziemlich dunkles Grau, jedoch kein reines Schwarz.
Aber natürlich muss man, bevor man diese Operation durchführt, zunächst einmal die einzelnen Elemente dieser mathematischen Menge kategorisieren: Holocaust war böse (schwarz), Kraft durch Freude war gut (weiß) usw.
Genau so verhält es sich mit dem Einzelelement "Kriegsschuld". Egal, ob man die in einer oder mehreren Entscheidungen gegründet sehen will, müsste(n) diese, ggf. jede für sich, eingeordnet werden. Und bei dieser Einordnung kann man logischer Weise nicht auf eine Gesamtwertung zurückgreifen, die sich doch erst aus der Summe der separat zu bewertenden Einzelelemente ergeben soll.
Höcke jedoch macht das genaue Gegenteil. Unabhängig von jeglicher moralischen Bewertung seines Versuchs einer partiell positiven Neubewertung von Hitler ist DAS ein logischer Fehler, der Höcke als historiographischen Blindgänger brandmarkt. Anders betrachtet: Höcke ist dermaßen erpicht auf eine Schuldentlastung von Adolf Hitler, dass er dafür sogar zu den allerdümmsten Argumenten greift und das, bar jeglicher Selbstreflexion, selber gar nicht merkt.
Hier wütet ein DüGaZ für den GröFaZ hemmungslos gegen die historische Wahrheit!
Zur "Kriegsschuldentlastung" Nr. 3:
In diesem Zusammenhang könnte von Bedeutung sein, was der WSJ-Interviewer in seinem bereits oben verlinkten Artikel vom 02.03.2017 geschrieben hatte:
"Mr. Höcke said World War II began as a local conflict in which Hitler understandably sought to reclaim territory lost after World War I." In dem o. a. Interview-Auszug sagt Höcke das NICHT. Man muss also vermuten, dass diese Passage einem nicht veröffentlichten Teil entstammt.
In der Sache deckt sich das mit den Behauptungen Höckes oben unter Nr. 3 der WSJ-Zitate.
Doch weiß der Leser nicht, mit welchem Ereignis und also zu welchem Zeitpunkt Höcke die Ausweitung des Überfalls auf Polen zum ausgewachsenen Zweiten Weltkrieg ansetzt. Und welche Dokumente er im Sinn hat. Vielleicht folgt er hier (gedanklich) lediglich der (falschen) Darstellung von Gerd Schultze-Rhonhof, wonach Adolf der Friedliebende lediglich die "Danziger Frage" "lösen" wollte. Und nur wegen der Sturheit der Polen und deren Rückendeckung durch die Westmächte zum großen Krieg entgleist sei. Dann wäre das "Argument" Nr. 3 nur eine andere sprachliche Formulierung des Arguments Nr. 1.
Zur "Kriegsschuldentlastung" Nr. 4:
Das unter Ultrarechten recht beliebte Argument Nr. 4 setzt auf das Prinzip Hoffnung: Es ist noch gar nicht alles bekannt und erforscht, was damals passierte; künftige Forschergenerationen werden noch sensationelle Neuentdeckungen machen, die den lieben Addi entlasten werden.
Das ist zunächst einmal ein Eingeständnis, dass nach ihrer eigenen Meinung die "Forschungen" von Gerd Schultze-Rhonhof und Stefan Steil noch keine überzeugenden Entlastungsbeweise für Hitler erbracht haben.
In der Sache ist das blühender Unsinn. Die einschlägigen Äußerungen wie die Taten Hitlers sind bekannt; es gibt keinen Grund für die Annahme, dass jetzt, mehr als 80 Jahre nach Kriegsende, insoweit noch neue Dokumente auftauchen könnten. Und weil die Entscheidung allein bei Hitler lag, können irgendwelche Behördenakten logischer Weise keine gegenteiligen Erkenntnisse bringen.
Höcke operiert implizit mit der Behauptung, die "Erlebnisgeneration" habe, wegen ihrer eigenen Nähe zum Geschehen die historischen Zusammenhänge nicht korrekt dargestellt. Und erst kommende Forschergenerationen könnten und würden sich wirklich vorurteilslos mit der Kriegsschuldfrage beschäftigen.
Aber WENN die Wissenschaftler, bewusst oder unbewusst, Geschichte in ihrem Sinne verfälschen würden, dann hätte die Erlebnisgeneration, als Beteiligte (die sich möglicher Weise mitschuldig gefühlt hätte) genau im Gegenteil die Kriegsschuld Hitlers mit aller Macht abstreiten müssen. Und erst insoweit unbelastete Historikergenerationen hätten kein verfälschendes (psychologisches) Eigeninteresse am Debattenergebnis, sondern könnten nun endlich unbefangen Hitlers (und damit natürlich auch Deutschlands) Kriegsschuld eingestehen.
In vergleichbarer Weise verlief ja überhaupt die Debatte über den Nationalsozialismus in Deutschland. Während der in den 50er-Jahren gar nicht wenige Anhänger und Rechtfertiger hatte, nahm die kritische Auseinandersetzung damit erst in den 60er-Jahren Fahrt auf. Und seither werden die zu spät gekommenen Widerstandskämpfer, die sich mit dem Makel der zu späten Geburt gestraft fühlen, immer mehr und immer aggressiver.
Höckes (implizites) gegenteiliges Argument ist also dummes Geschwätz.
Aber dem Volksgeschichtslehrer aus Bornhagen ist wirklich kein Strohhalm zu zerknickt, KEIN Scheinargument zu dämlich, als dass er nicht begierig danach greifen würde.
5) FACHHISTORIKER VERBREITET VERSCHWÖRUNGSTHEORIE
Am 03.08.2017 hatte Höcke auf Facebook verkündet:
"Seit der Dresdener Rede habe ich mich nicht mehr zu geschichtspolitischen Themen geäußert und werde das in Zukunft auch nicht mehr tun, weil die Probleme der Gegenwart und der Zukunft gelöst werden müssen und wir uns nicht mehr mit der Vergangenheit beschäftigen sollten." Gar so lange hat der gute Vorsatz dann freilich doch nicht gehalten. Spätestens in einer Rede vor der PEGIDA-Bewegung (also erneut in Dresden!😆) am 14.05.2018 ist Höcke rückfällig geworden:
34:51 Und weil das immer wieder als Gegenargument gegen unsere Thesen vom politischen Establishment in den Diskurs eingespeist wird, möchte ich das35:00 hier in der gebotenen Deutlichkeit noch mal artikulieren: Nein, liebe Freunde, nicht Kulturen, nicht Völker und nicht35:07 Nationen sind und waren die Ursachen für Kriege, für Vertreibung, ja für35:14 Völkermorde! Nein, das waren sie nicht. Sondern die wenigen Dunkelmänner im Hintergrund, die von Gier und Macht-35:22 willen und Machtstreben zerfressen sind. Und denen gilt es das Handwerk zu legen!35:37 Und das muss man verstanden haben, das ist der entscheidende Frontverlauf der Zeit. Und als ich wusste, dass ich nach dreieinhalb, fast vier Jahren das erste Mal35:46 in der Hauptstadt der Mutbürger sprechen würde, da war klar, dass ich einen Redeinhalt konzipieren würde, der die großen Linien der Politik unseres35:55 Landes, Europas und der Welt skizzieren würde: Das ist der Frontverlauf der Zeit und das muss man verstehen. Der Frontverlauf36:02 national wie international. Dort und dort [Höcke zeigt vermutlich auf Gegendemonstranten] die Kräfte des Establishments und ihre Hetzmeute.36:10 Dort [Höcke deutet wiederum auf, vermutlich, Gegendemonstranten] die Kräfte der Auflösung, die Kräfte der Gleichhaltung, die Kräfte der Friedhofsruhe, die Kräfte des politischen36:17 Todes. Hier auf diesem Platz, liebe Freunde, die Kräfte des Volkes, hier die Kräfte des Bewahrens, hier die Kräfte der36:25 Vielfalt, hier die Kräfte, die Ja zum Leben36:36 sagen. Und in dieser - wenn man die demografische Lage der Welt betrachtet36:44 und der gigantischen, nie dagewesenen Wanderungsbewegungen, die auf Europa und Deutschland in den nächsten Jahren noch zukommen werden - wenn wir die Weltlage36:52 betrachten unter sicherheitspolitischen Aspekten: Die Konfliktherde werden immer mehr, die Krisendynamiken37:01 werden immer deutlicher, von uns auch wahrnehmbar, überall, weltweit. Wenn wir diese welthistorische Lage betrachten,37:09 jetzt auch wissen, was die Stunde geschlagen hat, dann dürfen wir nicht nach links oder rechts fragen. Das37:17 sind in meinen Augen überkommene politisch-historische Kategorien, mit der wir die Lage der Welt in der Gegenwart und in der Zukunft nicht mehr erklären37:26 können. Liebe Freunde, ich jedenfalls frage in dieser Lage nicht mehr danach, bist du links oder rechts, ich frage: bist37:33 du für Deutschland oder bist du gegen Deutschland, bist du für das wahre Europa oder bist du gegen das wahre Europa und37:42 bist du für oder gegen den kulturellen Reichtum der Welt. Das ist die politische Gretchenfrage des 21 Jahrhunderts und wir37:51 haben sie für uns beantwortet.
Hier extrahiere ich Höckes allerneueste sozusagen "historisch allgemeingültige Kriegsschuldtheorie" aus dem Gesamttext und bereite sie durch meine Gliederung und Fettung quasi "didaktisch auf":
1) Nicht Kulturen, nicht Völker und nicht Nationen
2) sind und waren die Ursachen
3) für Kriege,
4) für Vertreibung,
5) ja für Völkermorde! Nein, das waren sie nicht. Sondern die
6) wenigen
7) Dunkelmänner
8) im Hintergrund, die von Gier und Machtwillen und Machtstreben zerfressen sind.
9) Und denen gilt es das Handwerk zu legen!
Ohne Völker bzw. Nationen kann kein Krieg geführt werden. Von daher gehört deren Existenz selbstverständlich zu den URSACHEN von Kriegen usw.
Nehmen wir aber zu Höckes Gunsten an, dass er hier SCHULD meint (was etwas ganz anderes ist!): Dann könnte man ihm seine Feststellungen Ziff. 1 bis 5 vielleicht im allerengsten Sinne zugestehen. (Obwohl es ohne Völker/Nationen keine Nationalismen gäbe, die - in der Neuzeit - der tiefere Grund für viele Kriege waren oder auf deren Hintergrund solche Kriegs überhaupt erst möglich wurden bzw. entstanden sind.)
Allemal falsch sind aber die Ziffern 6 - 8; das Gerede von "Dunkelmänner[n] im Hintergrund" ist eine WÜSTE VERSCHWÖRUNGSTHEORIE (die zudem in ultrarechten Kreisen üblicher Weise antisemitisch konnotiert ist).
Dem Wortlaut nach kann man Höckes Äußerung nur als angebliche Formel zum Verständnis ALLER einschlägigen historischen Zusammenhänge. Höcke präsentiert sie hier als historiographische Weltformel, mit der sich alle Kriege usw. in der Geschichte erklären lassen sollen. Schauen wir uns also beispielhaft einige konkrete Ereignisse dieser Art an:
- Varus-Schlacht
- Erster, zweiter und dritter schlesischer Krieg 1740 ff. (begonnen durch Friedrich den Großen; der 3. ist bekannter als "Siebenjähriger Krieg" und wird auch als erster Welt-Krieg bezeichnet)
- Befreiungskriege gegen Napoleon
- Tiroler Volksaufstand von 1809 (Andreas Hofer)
- Deutsch-Französischer Krieg von 1870/71 (Bismarck / Napoleon III
- Zweiter Weltkrieg.
1) Welche "Hintermänner" sollten den Feldzug des Varus in Germanien bewirkt haben, oder den Widerstand des Arminius? Mit fehlt die Phantasie für entsprechende (Wahn-)Vorstellungen.
2) Die drei schlesischen Kriege hat Friedrich der II. ("Der Große") ganz allein zu verantworten. Anders als Adolf ist er dadurch nicht zur absolut bösen Gestalt in unserer Geschichte geworden; es gibt genügend Pluspunkte für einen gepflegten Grauschleier. Die jedoch nichts daran ändern, dass seine Kriegsentschlüsse in einer abstrakt-moralischen Betrachtung rabenschwarz böse waren. [Zu Friedrichs Zeiten galten natürlich andere Maßstäbe. Das muss man wissen, muss uns aber nicht daran hindern, etwa im Geschichtsunterricht (auch) den Maßstab unserer eigenen Zeit anzulegen.]
Aber Hintermänner, die ihn in diese Kriege getrieben haben könnten, kenne ich keine und kann mir solche auch nicht vorstellen.
Die Kriegsentscheidung hat natürlich nicht das Volk getroffen. Das geschieht (so gut wie) nie. Aber Friedrich II. war kein "Dunkelmann" und stand nicht im "Hintergrund", sondern ganz vorn im Rampenlicht. Vor allem agierte er als Vertreter (Herrscher) eines Staates, während man sich unter "wenige Dunkelmänner im Hintergrund" nur Privatpersonen vorstellen kann, die ihr eigenes Süppchen kochen wollen, also Privatinteressen verfolgen.
Gewiss: Das "Renversement des alliances" im Vorfeld zum siebenjährigen Krieg mag eine Sache geheimer Kabinettsdiplomatie gewesen sein; vielleicht hat auch Madam de Pompadour, die Mätresse Ludwigs des 15., Einfluss genommen. Aber das geschah im Vorfeld des Krieges und im Wesentlichen waren die Politiker der jeweiligen Staaten daran beteiligt.
3) Die (deutschen) Befreiungskriege gegen Napoleon wurden, mit unbedeutenden Ausnahmen (z. B. Freikorps Schill) von den hiesigen Fürsten geführt und organisiert. Das Volk stand wohl ziemlich einheitlich dahinter; Entscheidungen über Krieg und Frieden durfte es jedoch nicht fällen und hat es auch nicht getroffen. Aber welche "Dunkelmänner im Hintergrund" die Fürsten sozusagen gegen Napoleon aufgestachelt haben sollten: Das bleibt das Geheimnis des Historiographen Höcke.
4) Der Tiroler Aufstand von 1809 fällt aus dem Rahmen. Man kann ihn vielleicht tatsächlich als eine Kriegserklärung des Tiroler Volkes an die Bayern (und die Franzosen) bewerten. Ebenso als das Werk von "Hintermännern" in Wien. Aber die gehörten, wenn nicht direkt zur Regierung, dann jedenfalls zum regierenden Kaiserhaus. "Dunkelmänner" waren das nicht.
Gut, die Kleriker haben kräftig geholfen, das Volk aufzuheizen. Weil ihnen die aufklärerische Politik ihrer seinerzeitigen Herrscher aus München missfiel. Aber wenn, dann muss das eine breite Schicht im Klerus gewesen sein, sonst hätten sie ja nicht im großen Stil das Volk beeinflussen können.
Nein, auch hier passt das Klischee von wenigen geheimen Strippenziehern im Hintergrund in keinem Falle.
5) Wer sollte beim französisch-deutschen Krieg von 1870/71 hinter Bismarck und/oder Napoleon III insgeheim die Strippen gezogen haben? Hätte sich einer der beiden von finsteren Hintermännern als Marionette missbrauchen lassen? SEHR unwahrscheinlich!
6) Wahrscheinlich würde sich Höcke rauszureden versuchen (dieser bemitleidenswerte Pechvogel wird bekanntlich stets missverstanden)
und sagen, die alten "Kabinettskriege" habe er gar nicht gemeint, sondern die letzten Kriege. Das könnte sogar stimmen, denn dass Höcke sehr viel Pech beim Nachdenken hat, zeigt ja auch diese Passage insgesamt.
Auf jeden Fall geht es ihm hier nicht direkt um eine Schuldentlastung von Hitler, sondern um eine Selbstverharmlosung seiner politischen Ziele:
"... weil das immer wieder als Gegenargument gegen unsere Thesen vom politischen Establishment in den Diskurs eingespeist wird, möchte ich hier in der gebotenen Deutlichkeit noch mal artikulieren: Nein, liebe Freunde, nicht Kulturen, nicht Völker und nicht Nationen sind und waren die Ursachen für Kriege, für Vertreibung, ja für Völkermorde ...".
Höcke verwahrt sich hier gegen den, mehr oder weniger, "Neonazi"-Vorwurf; sein stillschweigendes Argument ist:
'Nein, WIR werden keine Kriege beginnen, niemanden vertreiben und keine Völkermorde begehen. Das KÖNNEN wir gar nicht, weil solche Vorgänge immer nur von wenigen Dunkelmännern im Hintergrund betrieben werden.'
Das aber läuft logisch zwingend dann doch wieder auf eine Rechtfertigung vom Onkel Addi hinaus: Der war kein "Dunkelmann im Hintergrund", sondern ein Politiker auf der Vorderbühne. Ganz so weit vorne standen zwar Himmler und Heydrich nicht. Aber auch sie waren, wie Hitler, Funktionsträger des deutschen Staates (jedenfalls de facto). Und gerade keine Hintermänner, die ihr eigenes Spiel spielten. Himmler und Heydrich führten letztlich nur einen Befehl des "Führers" aus, den der so zwar nicht expliziert formuliert hatte (sie sollten ja "nur" für eine "Endlösung der Judenfrage" sorgen, von "töten" hatte Hitler nicht gesprochen), den sie aber genau so verstanden (richtig) hatten, sie Hitler ihn gemeint hatte.
Höcke leugnet nicht den Holocaust an sich. Aber er leugnet Hitlers Verantwortung dafür, die doch völlig eindeutig feststeht!
WER die angeblich für alles Böse in der Welt verantwortlichen Hintermänner sind, WARUM und auf WELCHE WEISE die den Holocaust in die Welt gesetzt haben: Das wird man den BJÖRN HÖCKE, den DÜMMSTEN GESCHICHTSLEHRER ALLER ZEITEN (DüGaZ) vergeblich fragen.
Höcke ist zwar kein "normaler" Holocaust-Leugner, d. h. den Völkermord an den Juden leugnet er als geschichtliche Tatsache nicht.
Indem er aber behauptet, nicht Hitler, sondern (unbekannte) Dunkelmänner im Hintergrund seien dafür verantwortlich, leugnet er Hitlers Verantwortung am Holocaust.
Indem er aber behauptet, nicht Hitler, sondern (unbekannte) Dunkelmänner im Hintergrund seien dafür verantwortlich, leugnet er Hitlers Verantwortung am Holocaust.
Und wer die geschichtlichen Fakten derart dreist weglügt, wie das der studierte Historiker Höcke hier tut, der ist selbst dann als Politiker brandgefährlich, wenn er keinen neuen Massenmord, aus rassistischen oder anderen Gründen, plant!
Welche Dunkelmänner aus welchen Gründen und auf welche Weise die Vertreibungen der Deutschen aus den Ostgebieten in die Welt gesetzt haben sollten: Auch darauf hat Höcke mit Sicherheit keine Antwort. Ganz im Gegenteil ist hier besonders klar, dass man in den Vertreibungsgebieten die Deutschen als störendes Fremdvolk empfand und loswerden wollte. Völlig eindeutig waren gerade hier "Volk" und "Kultur" die Vertreibungsgründe, also die Letztursache. Dass die Vertreibungen natürlich konkret umgesetzt werden mussten, und dass diese Umsetzung bürokratisch durch Mitarbeiter der jeweiligen Regierungen erfolgte, ändert nichts am tieferen Hintergrund einer völkischen Feindschaft. Und die Befehlsgeber und Täter waren, als Politiker oder Beamte (okay: Einige Bürger sind auch auf eigene Faust gegen die Volksdeutschen vorgegangen; aber das macht nicht die Masse der Verfolgungen und Vertreibungen aus!) STAATLICHE Akteure, keine "Dunkelmänner im Hintergrund".
Natürlich spricht Höcke mit dieser Passage Hitler auch von der Kriegsschuld frei. Auch den Krieg kann Hitler nicht mutwillig vom Zaun gebrochen haben, weil ja auch dafür unbekannte Dunkelmänner im Hintergrund die Strippen gezogen haben. Und weil es nicht der Adolf Lämmlein war, der (letztlich und eigentlich - wie auch immer) den Krieg entfesselt hat, kann auch Björn Höcke solches unmöglich tun. Diese "Beweisführung" würde zwar keinen Klippschüler überzeugen (insbesondere dann nicht, wenn über das angebliche Wirken der Dunkelmänner GAR NICHTS gesagt wird); der Dümmste Geschichtslehrer aller Zeiten jedoch überzeugt sich selber problemlos davon.
DIESE Version von Addi dem Schuldlosen widerspricht Höckes anderen Geschichtsdeutungen oben in Punkt 1 (Schultze-Rhonhof) und 3 ("interessierte Mächte"). Und noch mehr derjenigen unten im Kapitel 6. Denn alle diese Thesen gehen davon aus, dass zwar andere den Addi entweder überhaupt erst in den Krieg manövriert (gelockt, bugsiert) haben oder zumindest für die Ausweitung des Überfalls auf Polen zum 2. Weltkrieg (in Europa) verantwortlich waren. Aber da wären dann (wollte man diesen Behauptungen überhaupt glauben) staatliche Interessen und staatliche Akteure am Werke gewesen und jedenfalls NICHT "wenige Dunkelmänner im Hintergrund".
Und wenn, wie Höcke früher behauptet hatte (vgl. unten Kap. 6), fremde Mächte Hitler in den Krieg getrieben hätten, dann wäre DAS wiederum ein Beispiel dafür, dass eben doch Nationen (die ihre tatsächliche oder vermeintliche nationalen Interessen verfolgen) zu Kriegen führen können.
Ohnehin baut Höcke mit seinem verbalen Konstrukt "Kulturen, nicht Völker und nicht Nationen sind und waren die Ursachen für Kriege" einen Strohmann auf, um den scheinbar locker erledigen zu können.
Zwar gibt es tatsächlich radikale linke Deutschlandhasser (vielleicht auch Anarchisten?), die bereits in der Existenz von Nationen als solcher die Ursache für Kriege sehen. Aber sehr viel weiter verbreitet ist, im gesellschaftlichen Diskurs über Höcke (und über die AfD), der Vorwurf (und durchaus auch die reale Befürchtung!), wenn der bzw. die an die Regierung kämen, würden sie eine nationalistische Politik machen, die zu Kriegen usw. führen könnte. Tatsächlich ist ja das Verhältnis zwischen Nation und Nationalismus dasselbe wie zwischen Islam und Islamismus: Das jeweils erste ist nicht identisch mit dem jeweils zweiten. Aber es ist eine notwendige Voraussetzung dafür.
Bei der AfD als Gesamtpartei sehe ich keinen imperialistischen Nationalismus - solange sie nicht von Höcke und seinem Anhang dominiert wird. Bei Höcke halte ich solche Tendenzen für sehr gut vorstellbar.
Dass er tatsächlich ein übergeschnappter "Deutschnationaler" ist und uns Deutsche für die Größten der Welt hält, hatte ich bereits in meinem Blogpost "Wackelkontakte zur Wirklichkeit: Die Worte des Vorsitzenden Muhammad Ali Höcke" dargelegt und nachgewiesen. Dass Höcke eine Art Kellernazi ist, der die AfD zu einer rechtsextremen Partei umfunktionieren möchte, belegt mein Eintrag "Wie der Kellernazi LANDOLF LADIG die AfD kapern will".
Man muss gar nicht unterstellen, dass er schon jetzt Pläne für die Eroberung von neuem "Lebensraum" für das deutsche Volk hegt.
Aber zunächst würde uns sein Vorhaben, Deutschland nicht nur aus der EU, sondern aus der westlichen Welt und der westlichen Wertegemeinschaft herauslösen, unser Land isolieren und zum Objekt von Misstrauen unserer Nachbarn auf allen Seiten machen.
Wer als großdeutscher Wahnwichtel die osteuropäischen Länder als 'Zwischenländer' einstuft und denen vorschreibt, wo sie hingehören und wo nicht, der hat nicht nur nicht alle Tassen im Schrank und einen riesigen Sprung in der Schüssel: der hat zudem nicht alle Latten am Zaun!
Höcke ist nicht nur ein "bescheidener Weltenlenker", wie Dieter Stein, der Herausgeber der JUNGE FREIHEIT, Höckes Selbstverständnis einmal trefflich charakterisiert hatte: Auch seine Fähigkeit zu folgerichtigem Denken ist denkbar bescheiden ausgeprägt.
Vor allem spricht alles dafür, dass Höcke (und Teile seines Anhangs) die deutschen Gebietsverluste im Zweiten Weltkrieg nicht anerkennen, sondern die deutschen Ostgebiete und das Sudetenland von diesen Ländern zurückfordern würden.
Das ist die logische Folge der Kriegsschuldleugnung: Wenn der Onkel Addi doch sowas von unschuldig am "Ausbruch" des Krieges war, dann sind die anderen Schuld. Und dann ist es, auch wenn wir den Krieg verloren haben, einfach nur unfair, wenn man uns dafür auch noch bestraft - z. B. durch die Wegnahme deutschen Bodens!
Auf einer Rede zum Volkstrauertag 2025 sagte bzw. behauptete Höcke (11:34 ff.): "Über ein Drittel unseres Vaterlandes wurden völkerrechtswidrig, weil es in den meisten Fällen keine Volksabstimmung gab, abgetrennt".
Die Zahl dürfte stimmen. Was das "völkerrechtswidrig" angeht, schreibt der WELT-Journalist Frederik Schindler in diesem (kostenpflichtigen) Artikel:
"Diese Aussage ist falsch. Vor der UN-Charta von 1945 waren Gebietsänderungen ohne Volksabstimmung völkerrechtlich üblich und legal. In Bezug auf die Gebietsverluste nach dem Zweiten Weltkrieg war Deutschland nach der bedingungslosen Kapitulation im Mai 1945 kein souveräner Staat und völkerrechtlich handlungsunfähig. Die Alliierten übernahmen alles staatliche Handeln. Volksabstimmungen waren nicht vorgesehen und nicht erforderlich. Es gab keine demokratisch legitimierte deutsche Regierung, die Abstimmungen hätte organisieren können. Das macht solche Grenzregelungen nicht illegal. Die Alliierten handelten als Regierungsmächte."
Aber egal, was insoweit Sache sein mag: Die Bemerkung zeigt, dass Höcke noch heute mit diesen Gebietsverlusten hadert. Und sie (über das Gegenteil wird er sich kaum belehren lassen) für völkerrechtswidrig erklärt. Na, wenn das so ist: Dann müssten wir doch eigentlich diese ganzen Gebiete wieder zurückbekommen?
(Übrigens hat auch Deutschland keine Volksabstimmung abgehalten, als es 1871 Elsaß-Lothringen vereinnahmt hat.) Höcke wird natürlich sagen, er habe ja nur mal daran erinnern wollen, dass und wie sehr Deutschland unter den beiden Weltkriegen gelitten habe. Und im Übrigen wolle er doch Brücken bauen und zur Versöhnung aufrufen. Kann man glauben - oder nicht. Ich traue jemandem, der Rechtsextremisten in seine Partei, die AfD, einschleusen will, genauso sehr, wie ich auch jeder Klapperschlange über den Weg trauen würde.
Dass Höcke mit Rechtsextremisten keinerlei Probleme hat, enthüllt er (zumal dann, wenn man den Zusammenhang mit anderen einschlägigen Belegen herstellt) auch in dieser Rede:
37:26 "... ich jedenfalls frage in dieser Lage nicht mehr danach, bist du links oder rechts, ich frage: bist du für Deutschland oder bist du gegen Deutschland".
Die rechtsextremen Patridioten sind natürlich FÜR Deutschland. Das schließt für den Herrn Höcke alle weiteren Rückfragen aus.
Es ist auch relativ unerheblich, was der Björn Höcke JETZT denkt: Dass er in manchen Dingen seine Meinungen wechselt wie die Hemden, zeigen ja schon vorliegend seine ebenso abenteuerlichen wie selbstwidersprüchlichen "Analysen" zur Kriegsschuldfrage.
Im Übrigen stellt sich die Frage, wie man Dunkelmännern im Hintergrund, die man per definitionem gar nicht kennt (und die also auch Höcke nicht kennt) "das Handwerk legt". Es ist frustrierend, einen Feind bekämpfen zu sollen, über den man rein gar nichts weiß.
Doch da wird zu gegebener Zeit schon Abhilfe geschaffen werden: Wenn die Menschen allzu heftig drängen, wird irgendwer denen die üblichen Verdächtigen präsentieren: Die Juden!
Höckes Verschwörungsgeschwafel ist STRUKTURELL ANTISEMITISCH, d. h. es MUSS ZWANGSLÄUFIG früher oder später in (offenen) Antisemitismus einmünden.
6) GESCHICHTSLEHRER LANDOLF LADIG FINDET NAZIS VORBILDLICH
In den Jahre 2011 und 2012 hat Höcke unter dem Tarnnamen Landolf Ladig insgesamt drei Artikel in NPD-Postillen geschrieben. Die Verbindung zu diesen NPD-Blättchen ergab sich über seinen NPD-Kumpel Thorsten Heise. Einzelheiten, insbesondere zum Identitätsnachweis Höcke/Ladig, vgl. meine beiden oben verlinkten weiteren Höcke-Blogposts.
Hier geht es um den Artikel "Deutsche Impulse überwinden den Kapitalismus. Krisen, Chancen und Auftrag", erschienen in der NPD-Zeitschrift "Volk in Bewegung", Heft 05-2011 (Hervorhebungen natürlich wiederum von mir).
Im ersten Kapitel "Deutschland als Ideenschmiede" freut sich Höcke, dass englischsprachige Historiker die Schuldfrage am Ersten Weltkrieg sowie den preußischen Staat neu bewerten.
Im Wortlaut fährt er dann fort:"Und im letzten Jahr erschien das opus magnum 'Genius der Deutschen'* eines Peter Watson (England), der auf über 1000 Seiten kenntnisreich darlegt, daß kein anderes Volk in den letzten 250 Jahren mehr zur Höherentwicklung der Menschheit beigetragen hat als das deutsche. Damit haben Bücher mit durchaus revisionistischen Zügen in den letzten Jahren in der angelsächsischen Welt jenseits des „rechten" Ghettos eine beachtliche Verbreitung erfahren. Eine Ahnung schleicht sich dabei vielleicht bei immer mehr gebildeten Angelsachsen ein, daß eben nicht die Aggressivität der Deutschen ursächlich für zwei Weltkriege war, sondern letztlich ihr Fleiß, ihre Formliebe und ihr Ideenreichtum. Das europäische Kraftzentrum entwickelte sich so prächtig, daß die etablierten Machtzentren sich gezwungen sahen, zwei ökonomische Präventivkriege gegen das Deutsche Reich zu führen. Der zweite Krieg war allerdings nicht nur ökonomisch motiviert, sondern darf auch als ideologischer Präventivkrieg angesprochen werden, hatte sich im nationalsozialistischen Deutschland doch eine erste Antiglobalisierungsbewegung staatlich etabliert, die, wären ihr mehr Friedensjahre zur Erprobung vergönnt gewesen, wahrscheinlich allerorten Nachahmer gefunden hätte."
* Der tatsächliche Titelanfang lautet: "Der deutsche Genius ....."
Ganz davon abgesehen, dass diese Ursachenbeschreibung des II. WK und die Würdigung des Nazi-Regimes als staatliche "Antiglobalisierungsbewegung" ein SCHWACHSINNIGES GESCHWURBEL ist, steht sie, wie bereits oben festgestellt, auch im Widerspruch zu Höckes späteren Kriegsschuldbehauptungen und ganz besonders zur "Dunkelmännertheorie". Denn hier sollen es ja (fremde) Staaten, Nationen, gewesen sein, die, veranlasst durch ihre vermeintlichen eigenen Interessen, den Zweiten Weltkrieg entfesselt haben.
SCHLUSS: DER "DÜGAZ" IST LANDESVORSITZENDER IN DER ALTERNATIVE FÜR DEUTSCHLAND (AfD)
Was ich bereits oben geschrieben hatte, wiederhole ich hier vorsorglich noch einmal, damit es auch wirklich jeder mitbekommt:
Björn Höcke ist der Dümmste Geschichtslehrer aller Zeiten, der DüGaZ.
Aber das GröFaZ -Kürzel: DAS muss ich doch hoffentlich nicht entschlüsseln?😉
ceterum censeo
Wer alle Immiggressoren der Welt in sein Land lässt, der ist nicht "weltoffen":
Der hat den A.... offen!
Textstand 20.07.2026
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