Donnerstag, 29. Juni 2017

AfDeus Populusque Germanus



Als geborener und gebliebener Proletarier hege ich ein profundes Misstrauen gegen luftige Abstraktionen. Schon gar, wenn diese in politischen Debatten verwendet werden (ein Beispiel aus der aktuellen Debatte innerhalb der AfD wäre der Begriff "Realpolitik").
Für mich ist es ein Gebot nicht nur der Ehrlichkeit und Transparenz, sondern ganz besonders auch der diskursiven Effizienz, meine politischen Positionen ganz KONKRET zu formulieren.
Sozusagen "case law" vs. "Römisches Recht".


Als AfD-Mitglied möchte ich mich weder dem rechten Flügel der Patriautisten und Patridioten zuordnen, noch den Mitregierungs-geilen Kungelisten.

Aber auch keiner lauen Mitte, die zwar kämpfen will, sich aber dabei keine Blessuren holen.

Welche Begriffe bleiben mir dann noch, um meine Position (zunächst) abstrakt zu beschreiben?
Ich versuche es mal mit "
PATRIOTISCHER REALIST"; das liefert mir zugleich die griffige Abkürzung AfD-PR ;-).
 

Patriot bin ich nicht in deutschen Springerstiefeln, sondern in drei konzentrischen Kreisen (alternative wäre auch die "Russenpuppe", die Matroschka, ein guter Vergleich):
  1. Deutscher Patriot
  2. Europäischer Patriot und schließlich auch ein
  3. Kulturkreispatriot. Zu unserem westlichen oder abendländischen Kulturkreis gehört für mich der gesamte Westen inkl. der USA. Aber auch Russland - soweit man sich dort den westlichen Werten zugehörig fühlt.

Einen deutschen Austritt aus der Nato lehne ich ab. Die USA sind DIE Weltmacht. Der wir uns zwar nicht sklavisch unterwerfen müssen; gegen die wir aber auch nicht ernsthaft anstinken können. 
Man möchte es, nachdem Deutschland schon zwei Weltkriege verloren hat, nicht glauben, dass bei uns immer noch Geister herumgeistern, die Deutschland für eine Großmacht und für einen ernst zu nehmenden Mitspieler auf dem Felde der Weltpolitik halten. "Patriautisten" nenne ich diese Anti-Patrioten, die nicht weiter als bis zur eigenen Nasenspitze schauen wollen oder können - und die unser Deutschland noch nie auf einem Globus betrachtet haben.

Es ist ja nicht nur die militärische Macht, die Amerika zum weltweiten Hegemon macht. Sondern die finanzielle, die informationelle (Computer, Internet), die (natur- und technik-)wissenschaftliche und die kulturelle Dominanz.
Auch quasi "ideologisch" beherrschen sie das Feld, indem sie Demokratie, Menschenrechte und Völkerrecht predigen. (Manchmal freilich nur, um brutale eigene Machtinteressen zu fördern oder zu verschleiern, und gerne werden sie auch kurzerhand beiseite geschoben, wenn sie zu diesem Behufe nicht sachdienlich erscheinen),

Das alles ist umso wirkmächtiger, als es nicht im Gewande der Gewalt daherkommt, sondern als süßer Sirenengesang, dem sich kein Land der Welt (nicht einmal die islamischen Länder!) entziehen kann und dem, vor allem, kein anderes Land der Welt (wir nicht und natürlich auch kein Staaten-Sauhaufen wie die EU) auch nur entfernt etwas Gleichwertiges entgegenzusetzen hätte.
Zu "Kaisers Zeiten" war das noch anders; DAMALS war Deutschland eine echte Weltmacht: Militärisch, wissenschaftlich und intellektuell. Tempi passati.


Die Chinesen sind Pragmatiker, die vorrangig das Wohl ihres eigenen Volkes im Auge haben (und insofern das genaue Gegenteil des hiesigen Merkel-Regimes). Weltpolitik ist für die kein Selbstzweck, und ich glaube nicht, dass sie eine weltweite Vormachtstellung anstreben. Außerdem sind sie, aller bewundernswerten wirtschaftlichen und technischen Leistungen zum Trotz, noch weit davon entfernt, sich auf auch nur einem einzigen der o. a. Gebiete mit den Amerikanern messen zu können.
In jedem Falle ist China kein potentieller Bündnispartner, den wir gegen die USA eintauschen oder ausspielen könnten.

Russland ist eine Großmacht, aber nicht entfernt eine Weltmacht, die sich auf irgend einem Gebiet ernsthaft mit den USA messen könnte. Also eignet sich auch Russland nicht als Verbündeter, mit dem wir uns gegen die USA behaupten oder eine Schaukelpolitik praktizieren könnten.


Von Putin halte ich weder viel noch wenig. Er steht, so muss man es wohl sehen, zunächst einmal für seine eigenen Machtinteressen. Und danach für sein Land.
Jedenfalls ist es weder seine Aufgabe noch sein Wunsch noch hat der die Möglichkeit, die Deutschen vor Merkel (bzw., weil Merkel ja vom Wähler eingesetzt wird: Die Deutschen vor ihrer eigenen Dummheit) zu erretten.

Ich bin also definitiv KEIN "Putinist".

Wichtig wären mir aber, wie mit den anderen Völkern bzw. Staaten auch, faire Beziehungen auch mit Russland. Für mich heißt das:
  • Der Westen muss die legitimen russischen Interessen respektieren. Dazu gehört m. E., die Zugehörigkeit der Krim zu Russland zu akzeptieren. Und ebenso, weitere Muskelspiele in Richtung Russland zu unterlassen. Nato und EU dürfen also nicht auf weitere russische Nachbarstaaten ausgedehnt werden. Damit muss auch die Ukraine eigenständig und quasi Pufferzone zwischen West und Ost bleiben. Das sollte aber gute Wirtschaftsverbindungen mit der EU nicht ausschließen; entsprechende Verträge müssen auch Russland angeboten werden.
  • Ich bin mir nicht sicher, welche Funktion Russlands asymmetrischer Krieg in der Ostukraine erfüllt. Realpolitisch nachvollziehbar wäre er, wenn er damit den Westen von Russlands Grenzen fernhalten wollte. Es kann freilich auch sein, dass Putin diesen Konflikt nur deshalb schürt und dazu benutzt, um vor seinem eigenen Volk als "harter Hund" dazustehen, also aus rein innenpolitischen Motiven. WENN das der Fall sein sollte, werden wir keinen fairen Ausgleich mit Russland finden. Die Beendigung dieses Konflikts ist zwingend.
  • Selbstverständlich müssen die ukrainischen Minderheiten in ihrem Land dann aber auch jene Rechte genießen, wie sie für (indigene) volkliche Minderheiten in westlichen Ländern Standard sind.

Innenpolitisch stehe ich, wie alle AfDler, für eine entschiedene Ablehnung der illegalen Massenimmiggression.
Soweit das Eindringen fremder Völkerscharen nicht (mit tatkräftiger deutscher Mitwirkung) schon an den EU-Außengrenzen oder an anderen EU-Binnengrenzen (z. B. Österreich) abgewehrt werden kann, muss Deutschland seine eigenen Grenzen MASSIV sichern und schützen.
Wer glaubt, dass wir uns vom Ansturm speziell der Afrikaner freikaufen können, indem wir dort noch mehr Entwicklungshilfe versickern lassen, der glaubt auch, dass man Wasser mit einem Sieb schöpfen kann.
Im Gegenteil: Unser eigenes Geld wird unverzüglich in die Taschen der Schleuser fließen und noch mehr Eindringlingen erlauben, widerrechtlich in unseren Kontinent und in unser Land einzufallen.
Die EU verkommt immer mehr zu einem staatenfressendes Staatsmonster. Diese Entwicklung wollen wir nicht hinnehmen und müssen sie zurückdrehen, um die Handlungsspielräume der Unionsmitglieder wieder zu vergrößern. Zu diesem Zwecke kann man bei Bedarf auch gerne einen deutschen Austritt aus der EU als Drohpotential in den Raum stellen. Aber ernsthaft an einen Austritt denken kann nur, wer von Wirtschaft und Verwaltung keine Ahnung hat.
Die Brexit-Verhandlungen werden zeigen (freilich nur denen, die überhaupt die Augen zu öffnen und die Wirklichkeit hereinzulassen bereit sind), wie komplex schon die Totalentflechtung eines einzelnen Landes von (und die partielle Wieder-Verflechtung mit) der EU ist.

Auch ein "Rollback" des Brüsseler Bürokratenmonsters wird nicht einfach; schon gar nicht jetzt, nachdem die Briten nicht mehr dabei sind.
Aber mit Pauken und Trompeten den europäischen Turm zu Babel zerschlagen, und dann die unzähligen einzelnen Steinchen mal eben neu zusammensetzen: Davon können wirklich nur Narren träumen.
 
Eine europäische Haftungsunion, wie sie teilweise bereits verwirklicht wurde und deren weiterer Ausbau nach der Bundestagswahl am 24.09.2017 mit tödlicher Sicherheit zu erwarten ist, lehne ich (wie alle AfD-Mitglieder) mit aller Entschiedenheit ab.
 
Ohne eine fiskalische Union und Haftungsunion ist die Euro-Zone nicht dauerhaft lebensfähig. Von daher ist ein Austritt aus (oder eine Auflösung der) Euro-Zone unvermeidlich.
Das wird kein Kindergeburtstag, sondern Hauen, Stechen und ökonomisches Erdbeben werden. Das deutsche Wählervolk würde der AfD die Befreiung aus der babylonischen Gefangenschaft der Eurozone ebenso wenig danken, wie es Gerhard Schröder die Befreiung aus sozialstaatlicher Selbstzufriedenheit hin zu neuer wirtschaftlicher Dynamik gedankt hat.
Nötig ist dieser Schritt aber doch; wünschenswert wäre es, diejenigen zum Abriss zu zwingen, welche uns die Bruchbude der Europäischen Währungsunion hingestellt haben.
Aber wenn das nicht gelingt, müssen wir "ran" - so der Wähler will.
Macht ist für uns kein Selbstzweck und darf es niemals werden: Fiat Volkswohl, et pereat AfD! :-)
Eine Währungsunion der soliden Länder kann meinetwegen unter der Bedingung fortbestehen bzw. etabliert werden, dass Deutschland auf Dauer den Präsidenten stellt (solange es nicht selbst einem fremden Präsidenten zustimmt) und mindestens 51% Stimmen im Entscheidungsgremium hält. Das mag unrealistisch sein und ist auch kein Ziel von mir; das ist lediglich ein Angebot für den Fall, dass kleinere (und solide) Nachbarländer vielleicht doch unter die Fittiche einer größeren Währung schlüpfen möchten.
 
Ganz klar bin ich dagegen, die AfD als Mitglied eines "bürgerlichen Lagers" zu sehen oder positionieren zu wollen, dessen Aufgabe es wäre, Deutschland um jeden Preis vor "den Roten" zu retten.
 
Auch wenn die Quadratschädel der Patridioten das bis an ihr selig Ende nicht fassen werden: Patrioten waren nicht nur CDU-Leute wie Konrad Adenauer, Ludwig Erhard und, was die Wiedervereinigung angeht, Helmut Kohl.
Ebenso große Patrioten waren die Sozialdemokraten Willy Brandt und Helmut Schmidt.
Ohne Brands Warschauer Kniefall und seine Ostpolitik (und die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze) sowie ohne Helmut Schmidts Durchsetzung des Nato-Doppelbeschlusses gegen das deutsche Pazifistenpack, das "lieber rot als tot" sein wollte, hätte es keine Wiedervereinigung gegeben.
Ernten ist der leichteste Teil in der Politik (obwohl ein Oskar Lafontaine sogar das vergeigt hätte). Das Säen und die geduldige Pflege ist der schwere - und undankbare - Teil.
Dass die CDU im Ernten besser ist als im Säen, hatte sich z. B. auf kommunaler Ebene schon in Frankfurt am Main gezeigt, wo Walter Wallmann nur deshalb großzügig ein Museumsufer (und eine Disneyland-Ostzeile am Römer) hinstellen konnte, weil eine solide sozialdemokratische Wirtschafts- und Haushaltspolitik dafür die Grundlagen gelegt hatte.
 
Auch Der "Soze" Gerhard Schröder war ein Patriot, dem das Wohlergehen Deutschlands wichtiger war als die Machterhaltung seiner eigenen Partei ("Hartz IV"): In dieser Hinsicht kann er uns ein leuchtendes Vorbild sein (und Angela Merkel ein abschreckendes)!
 
Dagegen ist die CDU-Frau Angela Merkel das schlimmste Sozialistenmonster, das jemals die Bundesrepublik regiert hat.
Das hart erarbeitete Geld der deutschen Steuersklaven hat sie zum Wohle griechischer Steuerzahler sozialisiert.
Unser ganzes Land hat sie sozialisiert und einer veritablen Völkerwanderung zur Beute vorgeworfen: Diese Schwarze, die allein schon wegen ihrer Blockflöten-Identitätswahrungs-Phantasmagorien in die Klapse gesperrt gehört!
Auch innenpolitisch konnte (und kann) die Merkel nur kassieren und verteilen. Die Umsatzsteuererhöhung wurde dem Volk als "Sparprogramm" angedreht.
Doch für zukunftweisende Reformen war kein Raum in der elenden Merkel-Hütte. Das hätte diese oder jene gesellschaftliche Gruppe vergrätzt und den Verlust der Macht nach sich gezogen. Den aber scheut die Unions"christin" Merkel so sehr, wie der Teufel das Weihwasser. Darum hat sie, mit Gerhard Schröder als Negativbeispiel vor Augen, alles getan, um ihre eigene Macht zu sichern.
Und NICHTS, aber auch gar nichts, hat sie unternommen, um Deutschlands Zukunft zu sichern!!!
 
Nein: Das sog. "bürgerliche" Lager ist eine Schimäre, die man nur einem von den Reichssch(l)undfunkanstalten dauerhaft sedierten Stimmvieh vorspiegeln kann!
 
Auf diese sozusagen "alttestamentrische" Politikdenke sollten WIR doch nicht hereinfallen?
Denn WIR sind gekommen, um einen NEUEN BUND mit unserem Volke zu schließen: AfDeus Populusque Germanus! ;-)
 
Wir sind angetreten, die Gauklergläser der schwarzen Laterna Magica zu zerbrechen, mit denen dem Volk eine heile Welt vorgespielt wird, während gleichzeitig die Rabenmutti und ihre rabenschwarzen Spießgesellen unser Land derart nachhaltig ruinieren, wie das nicht einmal Adolf Hitler mit seinem Krieg, seinem Holocaust und seinem Nerobefehl gelungen ist.
 
Das Narrativ von "Sozen" hie und "Bürgerlichen" dort ist ein Schattenspiel, mit dem die Wähler (nur allzu erfolgreich) hinter die Fichte geführt werden.
Mit UNSEREM Eintritt in die Politik haben sich die Pole verschoben; es gibt nur noch ZWEI wirkliche Lager:
  1. Uns
  2. Das Pack der Altparteien (Blockparteien, Kartellparteien, Konsensfaschisten).
Das sind (solange sie sich nicht fundamental ändern) keine Partner (auf Bundesebene): Das ist ein nichtiges Gewürm, das wir zu Staub zermalmen wollen!
 
Es ist auch NICHT unsere historische Mission, um jeden Preis in die (Bundes-)Regierung zu kommen um dort "etwas zu bewirken".
Es würde  nur unseren Untergang als ALTERNATIVE bewirken, wenn wir, hypothetisch, in einer Koalition als stolzen Erfolg verkünden können, dass wir die Geldgeschenke an Griechenland von, sagen wir, 200 auf 100 Mrd. Euro reduziert haben.
 
Wir machen dem Wähler ein Angebot, und unsere Kernprodukte sind keine Fahnen, die man irgendwie in den Wind hängen könnte:
- Ein entschiedener Kampf gegen die Massenimmiggression und
- Die unverrückbare Ablehnung einer europäischen Haftungsunion
sind unser Markenkern, den wir um keiner Machtbeteiligung willen preisgeben dürfen.
Wir müssen nicht ständig davon reden, aber wir dürfen es niemals vergessen, dass es NICHT um die Macht an sich geht - sondern einzig und allein um das, wofür wir angetreten sind und wofür wir die Verfolgung und den Spott einer gigantischen gesellschaftlichen Koalition des Konsensfaschismus erdulden!
 
Medien (unter Anführung der Reichsfunkanstalten), Gewerkschaften, Kinder und Kirchen, Werber und Wirtschaft, Gastronomen und (linksfaschistische) Ganoven rotten sich zusammen, wo immer sie uns sehen.

Wir halten gegen und wir halten Stand - warum? Was ist, abstrahierend zusammengefasst, letztlich unser Ziel?
Wir wollen wieder ein Thai-Land werden!
Ein Land der FREIEN also! ;-)

Wir wollen und können nicht die Weltordnung umstürzen.
Aber raus aus dem €-Gulag und raus aus dem Strom der Völkerwanderung: DAS sind realistische Ziele, für die zu kämpfen es sich lohnt.

Mag sein, dass am Ende die Kampfstiefel der Weltgeschichte über uns hinwegtrampeln, so, wie die Geschwister Scholl, Stauffenberg und andere Rebellen wider den jeweils herrschenden Zeitgeist niedergetrampelt wurden.

Aber es hat diese Rebellen gegeben, und ihr Licht strahlt hell aus den Zeiten der Finsternis.
"Lux lucet in tenebris" (ein Licht leuchtet in der Finsternis): Dieses Motto der Waldenser, die ebenfalls Geächtete waren, passt auch für uns. Und das sogar in einem religiösen Sinne; denn auch wir erleiden ja die Verfolgung (u. a.) durch eine Kirche, welche nicht vom Geist des Herrn inspiriert ist, sondern die vom "Fürst dieser Welt" gelenkt wird: Vom Zeit-Geist. Wie einst beim Adolf, also auch heute bei der Erika.

Doch wir verteidigen verbissen unser vorerst noch kleines germanisches Dorf weil wir wissen:
 
Wer kämpft, kann verlieren.
Wer aber NICHT kämpft: Der hat schon verloren. Und der IST verloren - für immer!



ceterum censeo

Wer alle Immiggressoren der Welt in sein Land lässt, der ist nicht "weltoffen":
Der hat den A.... offen!
Textstand vom 30.06.2017

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