Donnerstag, 29. Juni 2017

AfDeus Populusque Germanus



Als geborener und gebliebener Proletarier hege ich ein profundes Misstrauen gegen luftige Abstraktionen. Schon gar, wenn diese in politischen Debatten verwendet werden (ein Beispiel aus der aktuellen Debatte innerhalb der AfD wäre der Begriff "Realpolitik").
Für mich ist es ein Gebot nicht nur der Ehrlichkeit und Transparenz, sondern ganz besonders auch der diskursiven Effizienz, meine politischen Positionen ganz KONKRET zu formulieren.
Sozusagen "case law" vs. "Römisches Recht".

Samstag, 24. Juni 2017

Meuthen macht Mindelheim munter. Systembüttel und Regimetölpel ohne Störungspotential.



 
Rechtsanwalt Christoph Maier, AfD-Direktkandidat für den Bundestagswahlkreis Ostallgäu (Wahlkreis 257 - Wikipedia), AfD-Vorsitzender Prof. Jörg Meuthen und Petr Bystron​, AfD-Landesvorsitzender Bayern beim Absingen der Nationalhymne.
Das war der Abschluss einer Wahlveranstaltung, die der AfD-Kreisverband Unterallgäu/Memmingen am Freitag, 23.06.2017, im "Forum Mindelheim" organisiert hatte.

 

Donnerstag, 4. Mai 2017

Wozu brauchen wir eine Leitkultur? Der Strom kommt doch aus der Gesetzdose? Anmerkungen zur Leitkultur-Debatte aus der Position eines Beobachter-Beobachters.



Wenn ihr's nicht fühlt, ihr werdet's nicht erjagen,
Wenn es nicht aus der Seele dringt
Und mit urkräftigem Behagen
Die Herzen aller Hörer zwingt.


Vorbemerkung zum hier verwendeten Kulturbegriff


Es sollte eigentlich selbstverständlich sein; vorsorglich sei es aber doch ausdrücklich gesagt, dass der Begriff "Kultur" hier nicht mit "Hochkultur" identisch ist, sondern im anthropologischen Sinne gebraucht wird. Also, um auf eine Definition aus der Wikipedia zurückzugreifen: "Kultur ist ..... ein System von Regeln und Gewohnheiten, die das Zusammenleben und Verhalten der Menschen leiten."

Dienstag, 2. Mai 2017

Köln war das Cannae der Konsensfaschisten



Der Kölner Klüngel krähte - und keine AfD-Hasser kamen. Nun: zumindest folgten weitaus weniger Demokratiefeinde dem Ruf der Vereinten Konsensfaschisten, als diese sich erhofft hatten. Wie viele genau, das ist den Medienberichten nur mit Mühe und nur sehr ungefähr zu entnehmen.

Sonntag, 9. April 2017

Kommt in Köln die Katastrophe?

 
 
Nach Essen schien die AfD gegessen. Die Vorsehung ;-) indes hatte es anders beschlossen.
In einer logistischen Meisterleistung der just-in-time-delivery dislozierte el Diablo seine leitende Mitarbeiterin nach Berlin. Dort ersetzte sie eines Nachts völlig unbemerkt die Kanzlerdarstellerin (deren Original er den wohlverdienten Platz in Schwefelgrube 13 anwies).

Donnerstag, 6. April 2017

Quo vadis, Dr. Frauke Petry?



Dr. Frauke Petry, neben Prof. Jörg Meuthen die Ko-Vorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD), wirbt auf einer wohl extra zu diesem Zweck eingerichteten Webseite um einen Antrag, den sie auf dem AfD-Bundesparteitag in Köln am 22. und 23. April 2017 stellen will.
Der Bundesparteitag dient primär der Beschlussfassung über das Wahlprogramm unserer Partei, aber natürlich können dort auch andere Anträge eingebracht werden. Antragstext und Erstunterzeichner lauten (meine Hervorhebungen):

Freitag, 24. März 2017

Faschismus von links: Wie die Demokratiehasser der DGB-Gewerkschaft ver.di AfD-Anhänger terrorisieren



Rotfront hat den Schuss nicht gehört.
Der knallte in Hamburg - und ausgerechnet in einem der führenden Medien des deutschen Konsensfaschismus: der ZEIT. Dort bekam der Begriff "Störungsmelder", eigentlich der Titel eines
ZEIT-Blogs für den obligaten Kampf gegen Rechts, plötzlich eine ganz neue Bedeutung.

Montag, 20. März 2017

Lug und Trug am deutschen Wähler. I. Euro-Lügen von Professor Marcel Fratzscher, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW)



In der politischen Landschaft Deutschlands perzipiere ich eine Erscheinung, die ich als "Konsensfaschismus" bezeichne. Nämlich die Einheitsmeinung der Medien, der "gesellschaftlichen Kräfte" und der Altparteien zum Euro sowie zu dem, was gewöhnlich mit dem Begriff "Asylpolitik" verschleiert wird. (Ich dagegen nenne das massenhafte Eindringen kulturell rückständiger Völkerhorden in den Lebensraum der Deutschen "Massenimmiggression".)

Donnerstag, 9. März 2017

Höckes Hitler-Reha: 50.000 Buchkäufer können nicht irren!


Wann immer ich (kursorisch; ein Spezialinteresse habe ich daran nicht) Berichte in Zeitungen oder ortsgeschichtlichen Werken über die jeweilige örtliche Machtübernahme durch die Nazis lese bin ich erstaunt, wie weitgehend reibungslos das funktioniert hat.
Es ist so, als ob jeder genau gewusst hätte, was er zu tun hat: Die Nazis, die Macht zu übernehmen; die anderen, sie abzugeben.

Freitag, 10. Februar 2017

Geld aus dem Nichts: Skandal oder banal? Überlegungen zu Mathias Binswangers Darstellung der Geld(schöpfungs)mechanismen und ihrer Zusammenhänge mit der Realwirtschaft



"Geld aus dem Nichts" (Amazon-Kundenrezensionen; Inhaltsverzeichnis auf der Verlags-Webseite) hat Mathias Binswanger (Homepage; Wikipedia), Schweizer Professor für Volkswirtschaftslehre, sein im Jahr 2015 erschienenes Buch betitelt. Dort erklärt er, wie das Geld geschöpft wird und welche (positiven und negativen) Folgen die Geldschöpfung für die Realwirtschaft hat. Außerdem behandelt er das Eigenleben des Geldsystems (Teil IV "Geldschöpfung und Finanzmärkte: Spekulative Blasen und Finanzkrisen") sowie Möglichkeiten für und Zweckmäßigkeit von Reformen des Finanzsystems.

Samstag, 4. Februar 2017

"Zeitgeld" und "Dauergeld"

 
 
In meinem Blott "Ein Professor, der vom Schlagschatz träumt: Wie Joseph Huber uns Willkürgeld als 'Vollgeld' andrehen will" vom 09.06.2014 hatte ich die Geldarten nach den verschiedenen möglichen Formen der Geldschöpfung wie folgt unterschieden:
  1. Warengeld (im Prinzip - wenn auch nicht immer in der Wirklichkeit - ganz oder weitgehend durch den Warenwert gedeckt) und
  2. Fiatgeld
Beim Fiatgeld wiederum  (hatte ich seinerzeit geschrieben) lassen sich unterscheiden
  • Kreditgeld (Geldschöpfung erfolgt durch Kreditvergabe der Zentralbank und - hauptsächlich - der Geschäftsbanken. Die Deckung des Geldes ergibt sich durch die Rückzahlungspflicht des Schuldners) und
  • Willkürgeld (vom Staat gedruckt und unmittelbar ausgegeben: Print & spend, sozusagen. Dieses Geld ist völlig ungedeckt; hier setzt sich der Staat als Mitesser an den Wirtschaftstisch, ohne seinerseits eine Gegenleistung einzubringen. Es handelt sich also im Ergebnis um eine Besteuerung, eine Inflationssteuer.) 
Als ich jetzt im Zusammenhang mit bzw. im Nachgang zu meinem letzten Blott "Nobelpreis schützt vor Torheit nicht: Warum Friedrich August von Hayeks 'Denationalisation of Money' ein ‚Design for Disaster‘ ist" ein wenig in der "General Theory ..." von John Maynard Keynes blätterte fiel mir ein, dass in bestimmten Zusammenhängen auch eine ganz andere Klassifizierung Sinn machen kann, nämlich die im Titel genannte Unterscheidung von "Zeitgeld" und "Dauergeld".

Freitag, 3. Februar 2017

Nobelpreis schützt vor Torheit nicht: Warum Friedrich August von Hayeks „Denationalisation of Money“ ein ‚Design for Disaster‘ ist


Inhaltsverzeichnis:

I. Strukturierte Gesamtbetrachtung
· Hayeks Buch und Methodik
· Die Struktur von Hayeks Wettbewerbs-Währungssystem
- Die Technik der Preisstabilisierung bei Hayek
· Hayeks zentraler Denkfehler: individuelles Agieren nicht auf systemische Folgewirkungen überprüft
· Selbstreferentielles Geldsystem wäre ptolemäische Revolution der Ökonomie
· Probleme mit den Warenkörben: De-Flexibilisierung der relativen Preise und Schwierigkeit der mengenmäßigen Korb-Komposition
· Die Geldschöpfung in der Hayek-Welt ist KEIN Markt!
· Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht? Emissionsbanken, „Schmarotzerbanken“, Vollgeldsystem
· Hayeks Eiertanz um die Geldmengentheorie
· Konkurrenz, Wahlfreiheit, Nutzerfreundlichkeit: Des Marktes schöner Schein
· Diktatur des Monetariats: Schlaraffenland für Schmarotzer?

II. Detailüberlegungen und Nebenaspekte
· Trick 17 mit Selbstüberlistung: Preisstabilität durch Kursmanipulation?
· Preissteigerungen: angebots- oder nachfrageseitige Erstursache?
· (Schein-)Probleme bei Leistungsstörungen und Ausscheiden von Emittenten aus dem Markt
· Anmerkungen zu weiteren Einzelpunkten
· Schlussbemerkungen


Samstag, 21. Januar 2017

Björn Höcke ist kein Historiker



Jenseits der Frage, wie weit rechts er in der deutschen ideologischen Landschaft steht (die ich hier ausführlich thematisiert habe), gibt es einen tieferen Grund, warum die Alternative für Deutschland (AfD) gut beraten ist, Björn Höcke NICHT zu folgen: Weil er nämlich kein Historiker ist.

Freitag, 20. Januar 2017

Björn Höckes historische Schokoladenkur: Medizin gegen den Schuldkult - oder gegen seine Schuldgefühle?




Vorbemerkung: Die Zitate habe ich selber nach der Höcke-Rede transkribiert. Sie entsprechend nicht immer bis ins letzte Wort dem exakten Wortlaut; in der Sache geben Sie aber Höckes Äußerungen korrekt wieder.

 ---------------------------

Björn Höcke ist ein moralisch besserer Mensch als ich.

Ich kann Geschichte Geschichte, Denkmal Denkmal und Schuld Schuld sein lassen. Und den lieben Gott einen guten Mann. Denn persönlich fühle ich mich in keinster Weise für die Untaten des deutschen Nationalsozialismus verantwortlich.
Weil ich aber diese Dinge nicht als persönliche Last auf meinen Schultern fühle, verspüre ich auch nicht den Drang, sie abzuwerfen, indem ich die historische Faktizität leugne, relativiere oder nicht zur Kenntnis nehme.

Björn Höcke kann das offenbar nicht. Mir scheint, er leidet als Deutscher ganz persönlich unter der moralischen Last der Nazi-Zeit. Deswegen kehrt er, nach dem italienischen Sprichwort "la lingua batte dove il dente duole" (Die Zunge zieht's zum schmerzenden Zahn) rhetorisch immer wieder dorthin, bzw. zu unserem heutigen Umgang mit dieser Zeit, zurück.
Diese Rückwärtsgewandtheit der deutschen Rechten hatte ich bereits früher als feige, schwächlich und dumm kritisiert, und diese Kritik gilt nach wie vor.
Wer sich immer wieder die Schnauze nach rückwärts drehen lässt, der stolpert dummbrav in genau jenen Hinterhalt, den der linksgrün versiffte Zeitgeist gelegt hat, um eine GESUNDE, GELASSENE und SELBSTSICHERE Liebe zum Vaterland in Deutschland gar nicht erst aufkommen zu lassen.