Samstag, 31. Dezember 2005

Freitag, 30. Dezember 2005

BEDARF - BEDÜRFNIS - BOTRYTIS?

Gestern sah ich in Frankfurt am Main vor einem jener Läden, wo es alles gibt, was man nicht braucht, eine Kiste mit Toilettenpapierrollen.

Nicht irgendwelche weißen, grauen oder farbigen Rollen, welche auf ihre rein subordinierte Funktion beschränkt sind: sondern vielmehr bedeutungsvoll bedruckte, anlassbezogen zum Neuen Jahr.
Schaut alle her, das bieten wir: Veritables Silvester-Klopapier!
Und einzeln verpackt in durchsichtige dünne Plastikbehälter, vergleichbar etwa jenen, welche auf den Tresen kleiner Bäckereien den Kindern die Dauerlutscher präsentieren.

Sie forderten aber für eine Rolle von Klopapier, eine jegliche von dieser Gestalt, einen Preis von vier Euro neunzig.

Il pesce puzza dal – ventre. (Vom Bauch der Städte aus!)


Nachtrag 18.02.06:
Als "Kontrastprogramm" empfehle ich die Lektüre des Textes "Wohnungselend einer städtischen Arbeiterfamilie um 1890".
Diesen und weitere interessante Quellentexte zur Alltagsgeschichte (mit Schwerpunkt auf Wohnen) von Tacitus bis heute fand ich heute bzw. können Sie finden auf der Webseite "Wie gewohnt".


Textstand vom 18.02.2006
Gesamtübersicht der Blog-Einträge auf meiner Webseite http://www.beltwild.de/drusenreich_eins.htm

Dienstag, 20. Dezember 2005

Pssst, nicht verraten: Ein peinlicher Verbrecher!

HANDELSBLATT, Dienstag, 20. Dezember 2005, 11:40 Uhr

Titel:
Umfrage
Bush sammelt wieder Sympathiepunkte


"US-Präsident George W. Bush scheint sein Allzeit-Tief überwunden zu haben: Einer Umfrage zufolge hat er wieder mehr Rückhalt in der Bevölkerung für seine Politik - obwohl er sich auf einer Pressekonferenz erneut einen peinlichen Verbrecher leistete. "
[Link: http://www.handelsblatt.com/pshb?fn=tt&sfn=go&id=1159452]

Wer war der "Verbrecher"?

"So sei Ende der 90er Jahre bekannt geworden, dass die Regierung Osama bin Laden auf die Spur gekommen sei, weil er ein spezielles Telefon benutzt habe. 'Und wissen Sie was passiert ist? Saddam ... Osama bin Laden änderte sein Verhalten', verhaspelte sich der US-Präsident."


Textstand vom 15.04.2007. Auf meiner Webseite
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Samstag, 17. Dezember 2005

DAS WEIHNACHTSWUNDER IN DER ÜBERDRUSSGESELLSCHAFT

Reimerei auf einen Weihnachtsmarkt- und Stadtbummel durch Wiesbaden
(es hätte aber auch irgend eine andere Stadt sein können):

DAS IST DAS WAHRE WEIHNACHTSWUNDER:
JEDES JAHR GIBT'S NOCH MEHR PLUNDER!
IN JEDEM JAHR GIBT'S AUCH MEHR SCH...... -
UND JEDES JAHR ZUM HÖH'REN PREISE!


Nachtrag vom Morgen des 18.12.05:
Es ist allerdings nicht jede Produktinnovation Schrott. Dass ich meinen neuen Elektrorasierer unter dem Wasserhahn reinigen kann - das erkenne ich dankbar als zeitsparend an!


Texstand vom 18.12.2005
Gesamtübersicht der Blog-Einträge auf meiner Webseite http://www.beltwild.de/drusenreich_eins.htm

Freitag, 16. Dezember 2005

Stehlen en passant


Die Überschrift des Handelsblatt-Artikels vom 15. 12. 2005 wird nicht allzu viele Leser hinter dem Ofen hervor locken: "Bayern legt sich mit der Bankenaufsicht an" (anderer Link: http://www.handelsblatt.com/pshb?fn=tt&sfn=go&id=1157030).
Dabei versteckt sich im Text eine ziemlich brisante Information:
"Nach Angaben des bayerischen Bankenverbandes sind alleine im ersten Quartal 2005 netto 150,4 Mrd. Euro aus Deutschland nach Österreich und in die Schweiz abgeflossen", heißt es da.

Donnerstag, 15. Dezember 2005

Wort-Schlemmer


Durch die Welt wälzt sich der Schlammstrom der Worte. Manches ist Nilschlamm, anderes Nihil-Schlamm.


Textstand vom 15.12.2005
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Mittwoch, 14. Dezember 2005

LUHMANNIA oder ES BLITZT


Auch wenn ich mich mit den Vorstellungen von Niklas Luhmann über "Kausalität im Süden" nicht so recht anfreunden kann (vgl. meinen Blog-Eintrag vom 06.12.05): 'blitzgescheit' war der Mann allemal.
Deshalb habe ich aus dem Interview "Wahrheit ist nicht zentral" einige Sentenzen extrahiert, von denen ich glaube, dass ich sie im Gedächtnis behalten sollte. Da mein geistiges "information storage and retrieval-system" freilich nicht das leistungsfähigste ist, und weil ich einen Zettelkasten weder in Papierform noch als PC-Programm besitze, lege ich sie hier im Blog ab.
Da haben dann vielleicht auch etwaige Leser einen Nutzen davon.

Freitag, 9. Dezember 2005

Dada in der U2

Vielleicht war dieser Barbiere di Francoforte sul Meno schon allzu lange nicht mehr in seiner Heimat?
Jedenfalls wirbt der Frankfurter Coiffeur "Il Cavallino" (Inhaber Giuseppe Alfano) auf einem Scheibenaufkleber in der U-Bahn mit folgendem surrealistischen Text:

"Der Friseur im italienischen Stil mit Espresso è Musica italiana."

Oder hat ihm ein dadaistischer deutscher Werbetexter oder Plakatgestalter den "accento grave" auf's "e" gedrückt?


Textstand vom 15.04.2007

Dienstag, 6. Dezember 2005

NIKLAS LUHMANN, DER ITALIENISCHE MEZZOGIORNO und DIE DIDAKTIK DES RELIGIONSUNTERRICHTS

Die Bestände der Bielefelder Stadtbücherei waren, jedenfalls in den 60er Jahren, nicht sonderlich gehaltvoll. So griff ich, als ich mich irgendwann während meiner Schulzeit einmal für das Thema "Didaktik" interessierte (Feindaufklärung :-)?), in meiner Verzweiflung u. a. zu einem Buch über die Didaktik des Religionsunterrichts.

Weder an den Titel noch an den Autor erinnere ich mich; auch nicht im Detail an den Inhalt. Das Buch war aber eine Dissertation (oder aus einer Dissertation heraus entstanden), in der es um einen sogenannten "didaktischen Dreischritt" ging. Um welche Schritte, das habe ich längst vergessen. Jedenfalls hatte der Verfasser so ungefähr 200 Schriften zu diesem Thema untersucht aus ca. 150 Jahren (ich glaube, das einschlägige Schrifttum setzte um ca. 1800 ein) und kam zu dem Schluss, dass die dort vorgeschlagenen Formen der Religionsdidaktik sämtlich auf einen Dreischritt hinauslaufen.

Am Schluss machte er selbst einen Vorschlag, wie man die christlichen Glaubenslehren ganz anders vermitteln könne, eben ohne diesen bewussten Dreischritt. Auch insoweit erinnere ich mich nicht an Details, sondern nur daran, worauf mir bei der Lektüre auch die Vorstellungen des Verfassers eindeutig hinauszulaufen schienen: auf einen Dreischritt!

An diesen Sachverhalt erinnere ich mich wieder und wieder, wenn irgend jemand (ggf. auch ich selbst) Weisheiten mit vermeintlich fundamentalem Neuigkeitswert von sich gibt, die aber, bei genauer Betrachtung, nur neuer Wein in alten Schläuchen sind.


Gedankensprung zu Niklas Luhmann.
Nachdem ich ihn mit lokalpatriotischem Eifer für Bielefeld gegen München vereinnahmt habe (siehe: "PISTOLE ODER DEGEN? ICH FORDERE SATISFAKTION") erschien es mir nicht unpassend, endlich mal etwas von ihm und über ihn zu lesen. Glücklicher Weise muss man in Internet-Zeiten nicht mehr dicke (oder auch dünnere) Bücher wälzen, um zumindest einen ersten Eindruck zu bekommen. Zwar liegt der 1. Teilband von "Die Gesellschaft der Gesellschaft" seit einem unbedachten Flohmarktkauf in meinem Bücherschrank herum, doch müssen zum Einstieg einige Aufsätze genügen:

Samstag, 26. November 2005

GINNHEIMS GIFTIG GEWESENE EIBE oder STEUERVER(SCH)WENDUNG IN FRANKFURT AM MAIN


Ich will es Ihnen nachsehen, und nicht als Zeichen mangelnder Bildung bezeichnen, wenn Sie das Ginnheimer Blättchen nicht kennen. Auch die New York Times oder die Frankfurter Allgemeine Zeitung kennt nicht jeder; und nicht jeder der sie kennt, liest sie (ich z. B. lese die NY Times nicht, und die FAZ nur dann, wenn jemand sie im Zug liegen gelassen hat).

Mittwoch, 23. November 2005

Dave Pollards Reflexionen über das Bloggen

Einfach nur Linkfunde einzustellen, ist mir eigentlich etwas zu wenig für einen Blog-Eintrag.
Hier aber mache ich eine Ausnahme, weil Dave Pollard (auf Englisch) sehr gründlich über Blogger und deren Leser nachgedacht hat, bzw. bedenkenswerte Forderungen aufstellt.

Eine Art "Checkliste" ziert bei ihm jede Seite und war es immerhin einem anderen Blogger (der den "Dung heiliger Kühe" sammelt?) wert, sie als "find of the week" vollständig wiederzugeben und kurz aber begeistert zu kommentieren: http://www.sacredcowdung.com/archives/2005/11/find_of_the_wee_1.html

Und hier (http://blogs.salon.com/0002007/2003/07/30.html#a346) ein längerer Aufsatz von Pollard unter dem Titel "The blogging process". Wirklich anregende Lektüre. (Auch wenn man sich selbst nicht - immer - an die Empfehlungen hält bzw. halten kann.)



Textstand vom 15.04.2007. Auf meiner Webseite
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Dienstag, 22. November 2005

WELTDENKE


Bloggen ist eine relativ bequeme Publikationsmöglichkeit; indes kann es mit der Zeit ein wenig unübersichtlich werden. Ich zumindest möchte einen gewissen Überblick über meine Einträge behalten, und diese bei Bedarf auch schnell aufrufen können.

Sonntag, 20. November 2005

EINE PHILIPPIKA GEGEN DEN NIEDERGANG DER DEUTSCHEN PHILOSOPHIE ALS DOKUMENT DES NIEDERGANGS DER DEUTSCHEN PHILOSOPHIE


Auf der Suche nach Jared Diamond fand ich Dr. Joachim Jung. Ton, Tusch, Titel: "Die Korruption der Vernunft". Donnerwetter! dachte ich, da stehe ich ja vor einem intellektuellen Geschütz vom Dicke-Berta-Kaliber. So ähnlich wie bei Robert Kurz, der sich kurz mal so Gedanken über "Der ontologische Bruch" macht. Aber immer schön der alphabetischen Reihenfolge nach, oder: "Warte, Robert, noch ein Weilchen, dann kommt Burkhardt auch zu dir!"

Donnerstag, 17. November 2005

Rituale


Gestern ist es passiert! Vor mir war noch ein anderer Kunde dran, aber während sie diesen bediente, füllte das Mädchen (eine Tamilin?) bei McDonalds schon mal einen Cappuccino für mich in den Becher.

Seit Jahren schon hole ich dort meinen Feierabend-Cappuccino (der Kaffee ist übrigens auch nicht bei allen McDonalds von gleicher Qualität, in meiner "Stammfiliale" schmeckt er aber meist gut).

Die Bedienungen (in der Regel, aber nicht nur, Bedienerinnen) kennen mich; manchmal antizipieren sie bereits meinen Wunsch: "Kleinen Cappuccino?". Ansonsten bewahrt mich mein Bekanntheitsgrad zumindest vor der obligatorischen Salesman(oder: woman-)ship "Möchten Sie ein Dessert? Muffin?" und ebenso vor der Frage, ob ich einen kleinen Becher (den würde ich eher "normal" nennen, aber die Marketing-Manager verkleinern natürlich lieber, was normal ist) nehme oder einen großen.

Persönliche Worte wechseln wir nie, nicht einmal dann, wenn es leer ist an der Theke. Freundlich aber distanziert ist das Geschäftsprinzip von MacDonalds, und das ist auch gut so. Trotzdem bin ich sicher, dass die Bedienungen kichernd über mich kommunizieren: "Der Alte kommt jeden Abend, kauft immer einen kleinen Cappuccino, nie etwas anderes. Ulkiger Vogel." Oder so ähnlich.


Textstand vom 29.07.2019

Montag, 14. November 2005

UNSYSTEMATISCHE FRAGEN UND NOTIZEN ZUR BILDUNG (UND ZUM ZERFALL) VON GESELLSCHAFT(EN) oder KANN MAN SOZIALE DYNAMIK(EN) ABSTRAKT BESCHREIBEN UND VERSTEHEN?


Irgendwo las ich etwas über Luhmann und die Begriffe "Inklusion" und "Exklusion" (konkret: hier); ein Text allerdings, welcher mich, für sich genommen, nicht grad vom intellektuellen Hocker in die Höhe reißt.

Ein anderer wollte, dass ich endlich was lerne aus der Geschichte; dass freilich die Globalisierung des 20. Jahrhunderts im hellenistischen System der alexandrinischen Diadochenstaaten präfiguriert sei, erscheint mir denn doch etwas allzu naiv. Oder ein allzusehr ideologisch präfiguriertes Gedankenschlecht (von "Gedankengut" möchte ich da wirklich nicht sprechen).

Sonntag, 13. November 2005

PISTOLE ODER DEGEN? ICH FORDERE SATISFAKTION!


Jüngst fand ich einen Zeitungsausschnitt welchen ich zu jenen Zeiten ante Picasa (http://picasa.google.com/index.html) eingescannt hatte, als ich noch keine Bilder in den Blog bringen konnte.
Oben habe ich ihn nun, zu Nutz und Frommen der Netznestnutzergemeinschaft, upgeloadet.

Lange schon war ich nicht mehr dort, in meiner Geburtsstadt Bielefeld. Ich habe auch in meiner neuen Heimat (oder sagen wir: meinem aktuellen hessichen Aufenthaltsort) keine Ostwestfälische Botschaft eingerichtet, wie andere das für ihre Heimatregion in der Fremde getan haben (http://www.botschaft-ostfriesland.de/deutsch/main/index.shtml) .

Nevertheless, even when I'm in Hess': Das Herz schlägt noch immer für die Heimat im hohen Norden.

Samstag, 5. November 2005

OST MINUS WEST = NULL

Bereits im Mittelalter gab in Europa ein Kulturgefälle von West nach Ost. Heute müssen wir schon die Kaffeehauskultur aus dem Westen über den Atlantik importieren.

Ich jedenfalls habe es nicht bereut, dass ich einige "bucks" bei Starbucks gelassen habe. In Frankfurt, Schillerstraße, war es im Oberstübchen voll, aber die Sitze bequem. Ein Geschnatter zwar, dass die Gallier keine Chance gehabt hätten (Rom zu erobern nämlich, welches bekanntlich die schnatternden Gänse verhinderten). Aber der Kaffee: Hut ab! Da können wir (wie auf so vielen anderen Gebieten) von den Amis ruhig mal was lernen.

Preiswürdig in jeder Hinsicht, mild im Geschmack, vor allem auch groß: "Tall" hieß die mittlere Größe, kostete 1,90 "bucks" und war auch für die kaffeedurstige Kehle ein langhaltendes Labsal. Wenn ich da an gewisse Steh-Kaffee-Läden denke, bei welchen der Fuß der größte Teil der so genannten "Becher" ist, kann ich nur hoffen dass diese Konkurrenz sie an die Wand klatscht.

Allzu euphorisch sollte man freilich auch bei Starbucks seine Moneten nicht hinlegen, sonst bekommt man ein winziges Stück sauren Apfelkuchen, mit etwas Karamellsoße optisch reizvoll verziert, und hat dann 2,50 Bucks weniger in der Tasche. Das waren (Sie erinnern sich?) früher so ungefähr 5,- harte Deutschmarks!


Nachtrag vom 16.11.05:
Herrn Dietmar Fritze, (http://www.frizztext.de/index.html), philosophischer Schriftsteller und Groß-Kunden-, nein: Kunden-Groß-Rezensent (auch nicht gut; besser vielleicht: großer Kunden-Rezensent?) bei Amazon (http://www.amazon.de/exec/obidos/tg/cm/member-reviews/-/A3CFMHPMW9MU2I/1/ref=cm_cr_auth/302-7424731-7454422) verdanke ich den Hinweis auf einen Weltenbummler, der offenbar viele Bucks ausgibt, um Starbucks zu sammeln.
Mehr darüber auf der Webseite von Mr. Winter (http://www.starbuckseverywhere.net/).

Nachtrag vom 27.11.2005:
Vgl. zu diesem Thema auch die Eintragung GiD, GiD, GiD, GiD – 10.05.05, URL http://beltwild.blogspot.com/2005/05/gid-gid-gid-gid.html


Textstand vom 11.11.2007
Gesamtübersicht der Blog-Einträge auf meiner Webseite http://www.beltwild.de/drusenreich_eins.htm

FRANKFURT: GLOBAL oder WARMING?

Heute; am 05.November des Jahres 2005, saßen noch eine ganze Reihe von Menschen (in Mänteln zwar) auf den Stühlen von Cafés und Restaurants draußen auf der Straße.

Ist das ein Indiz für die weltweite Klimaänderung, oder eine weltweite Verhaltensanpassung?

IN FRANKFURT MUSS MAN HEUTZUTAGE WIRKLICH MIT ALLEM RECHNEN ...


... sogar damit, dass man direkt am Hauptbahnhof ein vorzügliches und preiswertes China-Restaurant findet! So geschah es uns an diesem heutigen Samstag mit dem China-Restaurant "New World", im 1. Stock eines Gebäudes gerade am Eingang zur Kaiserstr. ("Hauptbahnhof 8").
Welches denn hier zu Nutz und Frommen frembder Reisender festgehalten sei.








Im übrigen erwies sich die Gegend als ein Paradies für Bella Ragazza. Dies nicht, weil es das Rotlichtviertel von Frankfurt ist. Sondern wegen der unglaublich vielen Asia-Läden, die dort wie Shiitake-Pilze emporgeschossen waren. So lange waren wir also schon nicht mehr im Bahnhofsviertel gewesen - das spricht sicherlich nicht gegen uns. Doch wird es ebenfalls nicht gegen uns sprechen, wenn man uns in Zukunft vielleicht häufiger dort sieht.


Nachtrag 20.06.2010

Preis eines Mittagsmenüs vom Büffet (werktags, also Montag bis Samstag) mit sehr reichhaltigem Angebot derzeit 6,80 €.

Textstand vom 27.07.2019

BURKKHARDT BLATTNASE



Sonnenschutz im Hochgebirge - ein Urlaubsfoto vom Juni 2005 aus den deutschen Alpen bei Garmisch-Partenkirchen, in der Nähe von Schloss Kranzbach (Hotel; z. Zt. im Umbau) (Foto: http://naturbildarchiv.de/04reilan/cd33/ppages/ppage93.html). Posted by Picasa

Das Copyright und alle Urheberrechte an dieser Aufnahme liegen bei der Photographin Joann Brinkmann.

Die geniale Nasen-Sonnenschutz-Idee selbst freilich habe ich anderen Wanderern abgeschaut.
Hätte diese sie nicht gehabt, würden Sie jetzt hier ein Foto mit dem Titel "Burkhardt Rotnase" sehen. (Aber bitte keine Lautspielereien mit diesem hypothetischen Titel!)

Donnerstag, 3. November 2005

KEINE JUNGFRAU ZÄHMT DIESES ZWEIHORN oder MEIN MYTHENLOGISCHER UMWELT-PESSIMISMUS

Gestern Abend, am Mittwoch, den 02.11.2005, war er da, der Polyhistor Jared Diamond, Physiologe, Biologe und aktuell Geograph (und - gemäßigter - Umwelt-Optimist). Wie in dem verlinkten FAZ-Artikel beschrieben, spricht "Der Amerikaner, der die Welt retten will" [ziemlich reißerischer Titel für das Zentralorgan der bundesdeutschen Bourgeoisie!] ein grammatikalisch fehlerfreies Deutsch; einen bayerischen Akzent konnte ich dabei allerdings nicht ausmachen. Deutsch ist übrigens nur eine von zwölf Sprachen, die er beherrscht.

Montag, 24. Oktober 2005

BENEVOLENZDIKTATUR AM GELDAUTOMATEN


Nein: so wohlwollend, dass er mir beim Abheben auf die Finger klopft, ist der Geldautomat meiner Bank nicht.
Stattdessen bringt mich die "benevolent dictatorship" des Geldinstituts auf eine schiefe Ebene. Wenn ich versuche, meine Umhängetasche abzustellen, oder mein Portemonnaie abzulegen, oder den Kontoausdruck: überall im Automaten(vor)raum treffe ich auf abweisend schräge Oberflächen.

Auch wenn mich das manchmal stört und zu akrobatischen Balanceakten zwingt: den Zweck dieses Ausstattungsdetails kann ich immerhin nachvollziehen. Das Geldhaus bewahrt die Automatenkunden auf diese Weise wohlmeinend vor den Folgen ihrer eventuellen Vergesslichkeit.

Anders dagegen an meinem Arbeitsplatz. In diesem Bürogebäude sind die Fensterbänke sogar innen abgeschrägt. Das irritiert mich wirklich. Und meine wild wuchernden Buntnesseln (Coleus) in ihrem großen Balkonblumenkasten ärgert das ebenfalls.    


Textstand vom 15.04.2007. Auf meiner Webseite
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Sonntag, 23. Oktober 2005

WINGED VICTORY ÜBER DIE BODENVERSIEGELUNG oder LASS DEINER GIESSKANNE FLÜGEL WACHSEN!


Nein, hier geht es nicht um jene griechische Siegesgöttin Nike, deren auf Samothrake gefundene Statue im Louvre ausgestellt ist, und die auf Englisch "Winged Victory (of Samothrace)", auf Deutsch "Nike von Samothrake" und auf französisch ""Victoire de Samothrace" heißt. Hier geht es um eine Erfindung, welche ich heute Nacht gemacht, halb im Traum und halb erwacht.

Montag, 17. Oktober 2005

DISKURS ÜBER DIE GRAVITATION DES GELDES oder TRICKLE DOWN ECONOMY FUNKTIONIERT DOCH!


Die Reichen behaupten und die Armen glauben, dass das Geld nach unten durchrieselt.
Recht haben sie!
Man muss nur die gedachte Sickerstruktur gewissermaßen einer Karl-Marx-Transformation unterziehen, d. h. man muss sie vom Kopf auf die Füße stellen.

Dienstag, 11. Oktober 2005

REICH DURCH HALL?

"Danke!" sagte mir mein Rückgrat, als es heute morgen aus murmeltierischem Schlaf auf harter heimischer Unterlage erwachte.
Davor hatte es sich 10 Nächte lang auf einer watteweichen Matratze, mit einer Kuhle wie einer Karst-Doline am Untersberg (auch sonst eine gefährliche Gegend!), durchgelegen. Und auch das Sofa und die Sessel der Ferienwohnung waren so beschaffen, dass mir die Frage in den Sinn kam, ob die deutsche Polstermöbelindustrie einen "kickback" von den deutschen Orthopäden erhält. (Jedenfalls hätte sie für eine ganze Reihe ihrer Produkte einen 'kick in the back', in den verlängerten, verdient.)

Aber das nur am Rande; erzählen wollte ich von einem insgesamt doch recht angenehmen Urlaubsaufenthalt in BAD REICHENHALL.

DIE GOETHES ALS BLOGGER

Klage des August von Goethe über mangelnden Feedback:
"Ich martere mich mit dem Tagebuche ab und höre keinen Widerhall."

Ratschlag des Johann Wolfgang von Goethe zum Bloggen:
"Den Menschen und den Sachen gerade in die Augen zu sehen und sich dabei auszusprechen wie einem eben zu Mute ist, dieses bleibt das Rechte; mehr soll und kann man nicht hun."

(Aus: August von Goethe: Auf einer Reise nach Süden. Tagebuch 1830.
Erstdruck nach den Handschriften. Herausgegeben von Andreas Beyer und Gabriele Radecke.
S. 82 bzw. 232.)
(Vgl. dazu auch Eintragung vom 03.09.05 "Der Wanderer - Zum Dritten!)

Freitag, 23. September 2005

IN FLAGRANTI


Schon in früheren Eintragungen hatte ich in anekdotischer Form einige Produktivitätsfortschrittsdiebe identifiziert:
"BALLA BALLA ODER DIE PRODUKTIVITÄTSFORTSCHRITTSDIEBE DER ÖFFENTLICH-RECHTLICHEN SAU(G)NÄPFE"
und
"KEIN 'HAPPY END' FÜR DIE HAUSHALTSKASSE" oder "WER STIEHLT UNS DEN PRODUKTIVITÄTSFORTSCHRITT BEIM TOILETTENPAPIER?"
sowie nicht zuletzt die ständig steigenden Nostalgiekosten:
RENTEN SICHERN - WEHRFRIEDHOFSMAUER ZERFALLEN LASSEN!

Im Fortune-Magazin vom 07.09.2005 fand ich nun einen Artikel unter dem Titel "The Law of Unintended Consequences". Der hat zunächst einmal zwar eine andere Zielrichtung. Der Autor (Clifton Leaf) vertritt die Meinung, dass biotechnologische Entdeckungen und Erfindungen, die mit Unterstützung durch staatliche Fördergelder in Universitäten und öffentlichen Forschungseinrichtungen gemacht wurden, an jeden Interessenten lizenziert werden sollten, und nicht im Interesse der Gewinnmaximierung und des schnellen Geldes exklusiv an eine oder wenige Firmen vergeben, was seiner Meinung nach das Entwicklungstempo der Biotechnologie verlangsamt.

Dienstag, 20. September 2005

SQUEEZEOUT - squeeze in

Schade. Es war ein abwechslungsreicher Gang zur Arbeitsstelle, er mich in Frankfurt früher zweimal täglich über die Alte Mainbrücke führte. Seit ca. 2 ½ Monaten marschiere ich nun allenfalls noch über den Urselbach.

Heute jedoch ergab sich die Gelegenheit, auf dem Weg zum Gericht wieder einmal auf alten Pfaden zu wandeln. Und schwupps – war doch da auf der schmalen Maininsel nahe dem Sachsenhäuser Ufer ein schmalbrüstiges und spitzgiebeliges "gotisches" Gebäude emporgewachsen, erinnernd an (und gedanklich entlehnt von?) den schmalen "Hochhäusern" der mittelalterlichen Stadt. "Neues Ausstellungsgebäude Portikus" verkündeten die Schilder, und auch den Namen des Stifters und weiterer Geldgeber.

Mit dem erhalten gebliebenen Säulenportikus der ansonsten im Bombenkrieg zerstörten alten Stadtbibliothek auf der Stadtseite der Ignatz-Bubis-Brücke (früher Obermain-Brücke) und mit dem später dahinter errichteten Container für Kunstausstellungen hat dieser Bau keinen räumlichen Zusammenhang. Denn dort wird derzeit ein Literaturhaus errichtet. ("Hast du schon keinen Goethe mehr, muss wenigstens ein Literaturhaus her." Sagt natürlich nicht ein Dichter, sondern nur ein schlichter Wichter. - Vgl. auch meinen Blog-Eintrag "METOOSTON" vom 16.06.2005)
"Portikus" ist wohl schon eine Marke in der Kunstwelt geworden, so dass man auf den Namen nicht verzichten möchte, und in gewissen Sinne steht ja nun der neue Bau am Eingang zur alten Stadt.

Näher ans Museumsufer ist der neue Portikus ebenfalls gerückt. Politische und zuletzt juristische Bemühungen einer Bürgerinitiative, die Bebauung der Maininsel zu verhindern, schlugen fehl. Der Mensch quetscht sich rein, die Natur wird rausgequetscht, auch auf der anderen Seite der Brücke, wo ein weiterer Bau entstehen wird (Modelle hier und aus einer anderen Perspektive dort).
Schön schaut es aus, keine Frage. Trotzdem: wieder ein Stück Grün weg, und der Ruderverein will dann auch noch was abknabbern.Stück für Stück wird die Natur rausgequetscht. Und was machen wir, wenn sie eines Tages gänzlich ausgequetscht ist?


P. S.
Hier noch einige Links zum neuen Portikus:Artikel mit Bildern des HR    Artikel in der FR mit städtebaulicher Tiefenperspektive.    Webseite des "Portikus"    Auch die Gießener werden ausführlich informiert    Kurz und kernig (auch über die Gegner der Inselbebauung).    

Nachtrag vom 30.07.2007:
Mittlerweile gibt es auch einen informativen Wikipedia-Eintrag über den "Neuen Portikus" in Frankfurt a. M. Diesem verdanke ich auch den Link zum Artikel "Manifest gegen die modernistische Bigotterie. Am messerscharfen Dach scheiden sich die Geister: Christoph Mäcklers Frankfurter Torhaus" in der "Welt" vom 18.04.2006.
Eine Webseite hat das Ausstellungsgebäude natürlich auch.


Textstand vom 30.07.2007. Auf meiner Webseite
http://www.beltwild.de/drusenreich_eins.htm
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FEINDLICHE BRÜDER


"Die Bild-Zeitung ediert Bücher." Der Schock über diese Nachricht klingt ab, wenn man weiß, dass es sich um Comic Strips handelt: Neuausgaben von "Klassikern" dieses Genres.
Noch ein Schock, wenn man erfährt, dass gleichzeitig auch die FAZ eine Comic Strip Serie herausgibt.

Was sagt uns die Tatsache, dass das Massenblatt und das Anti-Massen-Blatt zur gleichen Zeit Comicserien auflegen?
Opium für das Volk auf allen Ebenen?
Andererseits sind ja beide Blätter auf ihre je eigentümliche Art dem Bild verpflichtet:
- die Bild-Zeitung schon vom Namen her (vom Layout sowieso)
- und die Frankfurter Allgemeine Zeitung nennt sich nicht umsonst "Zeitung für die geBILDeten aller Schichten [auch ein Bild!] und Stände".

Dürfen wir also nunmehr Beethovens Neunte im CD-Recorder schillern lassen?
Nein! Die Standesunterschiede bleiben!

Die Bild-Mickey-Maus wird von FAZ-Fritz-the-Cat gejagt (vgl. hier die Titellisten).
Und gegen Batman hat Nick Knatterton (bewunderter Begleiter meiner jungen Jahre) wohl auch keine Chancen.
Weil oder obwohl er doch geradezu ein Intellektueller ist?

Sonntag, 18. September 2005

TRIAGE - ABER FÜR WELCHE BAGGAGE?


Nachfolgend ein Kommentar, den ich heute, am 18.09.05  in zwei englischsprachigen Blogs zum Thema "Hurrikan Katrina(http://www.ledgeofliberty.com/2005/09/katrina_timelin.htm und http://althouse.blogspot.com/2005/09/triage.html#comments) veröffentlicht habe, und den ich auch meinen Besuchern nicht vorenthalten möchte:


Here in Germany (or, for that matter, anywhere in Europe) you would probably have to use a magnifying glass to find very many followers of president Bush and his like (or ilk). (If you want to get an idea, why I personally don't care for his ideological stance, take a look at my blog - the only one in English, the rest are in German - "THE B(RAT) IN THE BOX AT THE ULTIMATE LEVER?"
- http://beltwild.blogspot.com/2005_04_01_beltwild_archive.html.)

Nevertheless, the liberal use of words like "moron", "asshole", "freeze-dried brain" [I really like that one (] etc. is not an adequate substitute for a rational analysis of the chain of causation which has led to those consequences of the natural disaster, that could have been avoided if adequate measures with a reasonable cost-benefit ratio had been taken in advance.

Donnerstag, 15. September 2005

DIE CDU BETRÜGT DIE FAMILE



(Hinweis: durch Anklicken lässt sich das Bild vergrößern)

Vor einigen Tagen ließ Nina Hauer hier am Bahnhof Äpfel verteilen. Nina Hauer ist Bundestagskandidatin (und derzeit auch Bundestagsabgeordnete) der Sozis. Rot-grün war mein Apfel, sehr saftig, aber leider auch recht sauer. Sicherlich sind sie gesund, und vielleicht sollte Frau Hauer selbst mehr davon essen, denn auf ihren Wahlplakaten sieht sie aus, als ob sie von der Gelbsucht befallen wäre.

Montag, 12. September 2005

VOM FRIEDHOF DER UNVERWESLICHEN LEICHEN ZUM MITTAGSMENUE AUS DER SCHÄDELKALOTTE

Textstand: 25.09.05

Altstadtfest, Radlersonntag "Kinzigtal Total": erneut ist eine kleine Flucht in ruhigere Gefilde angesagt. Und erneut geht es nach Hirschhorn, dem Ort mit dem "Friedhof der unverweslichen Leichen" (vgl. mein Blog-Eintrag vom Sonntag, 03.07.05). Wieder ist aber das Städtchen für uns nur ein Nachtlager auf dem Weg zu Höherem: von hier aus lässt sich Baden-Baden mit Bahn und Bus und akzeptablem Zeitaufwand erreichen.

Abseits der Lange Str. residiert dort eine rot-grüne Buchstabenkoalition. Einem großen roten "G" folgen viele kleine grüne Buchstaben und vereinigen sich zum Firmennamen "Gondrom".
Bei Gondrom gibt's (nicht nur in Baden-Baden) Bücher, was freilich nicht weiter erwähnenswert wäre: die gibt es z. B. bei "Weltbild" ganz in der Nähe auch. Indes ist die Baden-Badener Gondrom-Filiale ein veritabler Lesetempel. Im Herzen des großen Ladens plätschern die Wasser eines grün patinierten Bronze-Brunnens mit Statue, Gründerzeit wohl. Drum herum formen bequeme Sofas einen magischen Kreis der Leselust. Wasser zum Trinken gibt es auch, und eine Kaffeemaschine komplettiert den Buchladen zum Lesecafé.

Mittwoch, 7. September 2005

KIRCHHOF oder ÖLRAFFINERIE?

Ist unser zukünftiger neuer Finanzminister (?), Prof. Dr. Paul Kirchhof aus Heidelberg, mit seinem Latein schon jetzt am Ende?

Zunächst einmal sieht es nicht so aus. In dem Interview mit Andreas Hoffmann und Nikolaus Piper in der Süddeutschen Zeitung vom 30.08.05 "Der Generationenvertrag braucht eine neue Basis" sagt er zutreffend über die Rentenfinanzierung: "... entscheidend ist die Familienpolitik. Wir haben nur dann ökonomische Sicherheit bei der Rente, wenn auch in Zukunft genügend Menschen produktiv sind. Deutschland braucht Arbeitsplätze und Kinder, sonst funktionieren all unsere Reformen nicht."

Samstag, 3. September 2005

DER WANDERER - ZUM DRITTEN!

(vgl. dazu Blog-Eintrag vom 28.06.05 u. d. T. "Der Wanderer")

Wir Deutschen sind doch deutlich ärmer als gedacht.
Nicht nur, dass es "uns" bei aller Italienbegeisterung und Goetheverehrung erst im Jahre 1998 gelungen ist, das Tagebuch bzw. die Briefe an den Vater (und noch einiges an schriftlichem Material drum herum) des August von Goethe, Sohn von Sie-wissen-schon-wem, von seiner Italienischen Reise zu veröffentlichen.
Selbst das haben "wir", d. h. konkret natürlich die Herausgeber (Gabriele Radecke für den Text und einen Teil der Erläuterungen, Andreas Beyer ebenfalls teilweise für die Erläuterungen und allein für das Nachwort) nur mit US-amerikanischer Hilfe zu Stande gebracht: das Editionsprojekt wurde gemeinschaftlich von der Goethe-Gesellschaft in Weimar und dem Clark-Art-Institute in Williamstown, Massachusetts, gefördert.

Mittwoch, 31. August 2005

DIE WELT WIRD CAPECODISIERT! (Kapiert?) ODER STARNBERGERISIERT?

Neal Peirce, "the only national chronicler of grass-roots America" (Bio hier), liefert unter dem Titel The High Cost Of Being Poor: Fighting The ``Land Sharks''" (aus dem Jahr 2004 -) einige bemerkenswerte Informationen und Formulierungen über die aktuelle Entwicklung der finanziellen Situation der Armen (in den USA; mutatis mutandis dürfte das allerdings überall gelten).
"Poverty is not just miserable, it's actually expensive ... . Every Outlay ... is likely to cost you an arm and a leg more if you're a low income American". "Food prices up to double suburban rates in some inner cities that have been deserted by supermarkets ... . Or rents so high that more than 5 million families ... spend over half their entire incomes for shelter."

Donnerstag, 25. August 2005

AKZISE GEGEN KRISE oder KRISE DURCH AKZISE?


Unsere not-so-extremely-jolie Angelina will die Umsatzsteuer (so heißt sie offiziell mittlerweile - wieder und ehrlicher -; in der Publizistik und im Volksmund ist sie allerdings die "Mehrwertsteuer" geblieben) erhöhen. (Die Wikipedia bietet mit einem Volumen von 11 Druckseiten auch zu diesem Thema alles, was man eigentlich darüber wissen sollte, sich aber nie zu fragen getraute: http://de.wikipedia.org/wiki/Umsatzsteuer).Pro und Kontra werden heute im Handelsblatt diskutiert: Für Olaf Storbeck ist die Mehrwertsteuer: "Der ökonomische Super-Gau", weil sie die Konsumzurückhaltung verstärkt
 (http://www.handelsblatt.com/pshb?fn=tt&sfn=go&id=1093364).

Sonntag, 31. Juli 2005

KASIREST oder DIE NEUE ART DES STADTBUMMELS

Gestern in Frankfurt gewesen. Mein Lieblingsantiquariat, "Atlantis", auf der Zeil, Inhaber Norbert HEINZ, war wegen Urlaubs geschlossen. Im Fenster lag ein Buch von Nancy Etcoff: "Nur die Schönsten überleben. Die Ästhetik des Menschen." (Vgl. dazu z. B.: http://www.perlentaucher.de/buch/7848.html oder eine - nur noch in der "waybackmachine" zugängliche - deutschsprachige Besprechung der englischsprachigen Originalausgabe "Survival of The Prettiest": http://web.archive.org/web/20020115054113/http://62.116.9.164/heureka/archiv/99_6/14buch.htm sowie eine wohl ins Satirische gehende eine englischsprachige Kritik: http://www.zmag.org/zmag/articles/mar99sargent.htm).Ungefähr gegenüber lag in der Stadtbücherei das "Klärwerk" aus, eine regionale Umwelt-Zeitschrift. In der Ausgabe Nr. 74 für Juli/Aug. 2005 sind Auszüge aus dem Buch von Hermann Scheer "Energie-Autonomie. Der Durchbruch zu Erneuerbaren Energien" abgedruckt. Scheer kritisiert – vom Umweltschützerstandpunkt aus - das Kyoto-Protokoll als unwirksam und bürokratisch.Er bezeichnet es als "ein fragwürdiges Konstrukt neoliberalen Energiedenkens, dessen Umsetzung gleichwohl einen wachsenden bürokratischen Aufwand erfordert" und schreibt:"Wegen dieser 'flexiblen Instrumente' wird das Kyoto-Protokoll gerühmt. Tatsächlich sind sie aber das eigentliche Problem. Statt marktwirtschaftlicher Lösungen führen sie ... zu einer bürokratisierten und entsprechend inflexiblen globalen Investitionslenkung. Statt kosteneffektiver Lösungen wirken sie eher kostentreibend, weil sie die Zahl der Mitesser und Kostgänger im Energiesystem erhöhen. Statt die Umorientierung auf Erneuerbare Energien zu erleichtern, werden sie schon jetzt als Schlagwaffe gegen diejenigen politischen Instrumente eingesetzt, über die in einigen Ländern der Aufbruch zu Erneuerbaren Energien zustande kam. Sie verfestigen die Strukturen der überkommenen Energiewirtschaft und verhelfen dieser zu weiterer Expansion auch in die Entwicklungsländer."Für mich insofern interessante Sätze, als sich der Bürokratie-Vorwurf in der Kritik der US-amerikanischen "Sceptics", d. h. der Industrie-Lobby, findet. Zwar bedauert Scheer, dass die USA dem Vertrag nicht beigetreten sind. [Mittlerweile haben sie sich mit China, Indien, Südkorea und Australien zusammengetan (http://www.handelsblatt.com/pshb?fn=tt&sfn=go&id=1077174), um – ja, um was zu tun: das Klima auf effizienterem Weg zu schützen, oder um dem Volk Sand in die Augen zu streuen?] Aber dieses Bedauern bezieht sich eher darauf, dass "das amerikanische 'Nein' eine kritische Betrachtung des Kyoto-Protokolls" verhindert.So also kann man sich täuschen (oder getäuscht werden?). Für mich war die Welt einfach: die USA sind die "Bösen", die sich der Welt der Klima-Retter entgegen stellen. Die "Guten" sind sie nun zwar nicht, aber die Kritik der einschlägigen Think-Tanks am Kyoto-Protokoll ist offenbar doch nicht unbegründet.Und warum sagt uns das keiner? Haben wir nicht eine Umwelt-Partei in Deutschland? Nun ja, seitdem die das Kapitaldeckungsverfahren (mit seiner impliziten Produktionssteigerungslogik) zur "Sicherung" der Renten eingeführt haben (und die auch nicht gerade umweltsichernde Entfernungspauschale zur Freude ihrer Klientel; "danke" übrigens, auch wenn ich nicht dazu gehöre), war mir (vgl. http://www.beltwild.de/rentenreich.htm) schon klar, dass die Grünen lediglich die Konventualenfraktion der Kapitalismuskritik darstellen).Eigentlich war ich aber nicht zum Politisieren oder zum politischen Philosophieren nach Frankfurt gereist, sondern nur um eine dünne Sommerhose zu kaufen – falls es denn eine solche zu kaufen gäbe. Gab es auch, aber entweder modebedingt zu kurz im Schritt oder als "Cargo Pants", also solche mit Taschen an den Seiten. Gegen deren Kauf intervenierte freilich die Styling-Beraterin an meiner Seite. Und sonst gab es nichts; andere Hosen waren dicker, und die teureren Läden habe ich natürlich gar nicht erst aufgesucht.Herrendüfte gab es auch – 50 Euro für ein Fläschchen Vanillegestank, und selbst der nach einer Minute schon verflogen.So nicht! Wenn die gesellschaftliche Entwicklungstendenzen uns kleine Leute ins ästhetische Abseits zu stoßen versuchen, haben wir immer noch ein Mittel, um uns zu wehren:KASIREST!Ich jedenfalls habe den Stadtbummel zum KASIREST umfunktioniert.Nun sagen Sie bloß, Sie wissen nicht, was "KASIREST" heißt?KAufSIgnalRESistenzTest natürlich – was denn sonst?Den halte ich noch einige Zeit durch, und wenn ich erst verrentet sein werde, werden mir die KASIREST-Stadtbummel noch leichter fallen.Auch deshalb, weil es wohl nicht viel Rente geben wird.Ja, und zum Thema Ästhetik, ästhetisches Abseits und "Nur die Schönsten überleben": was da an kinderreichen Familien auf Einkaufsbummel war, das war nicht unbedingt eine ästhetische Auslese.Unter diesem Blickwinkel könnte man sogar versucht sein, die Hypothese aufstellen, dass die Mode der Hässlichkeit uns biologisch revitalisieren will.Ich allerdings denke hier eher, dass Klassenkampf nicht nur im Morgenmantel stattfindet. (Vgl. dazu die Eintragung vom 18.06.05.)    


Textstand vom 15.04.2007. Auf meiner Webseite
http://www.beltwild.de/drusenreich_eins.htm
finden Sie eine Gesamtübersicht meiner Blog-Einträge.

CANDIA oder JEDE BATAILLE GEWINNT DIE CANAILLE

Auch unter den deutschsprachigen Webseiten (bei den englischsprachigen sowieso) gibt es einige interessante. Von meiner eigenen (http://www.beltwild.de/) ganz abgesehen [:-)], finden wir da zum Beispiel die ebenso ansprechend gestalteten wie inhaltlich informationsreichen Seiten eines gewissen Frank Westenfelder zum Thema (darf ich interpretierend wohl sagen): Sozialgeschichte des Militärs, insbesondere der Söldner, mit zeitlichem Schwerpunkt auf Mittelalter und früher Neuzeit (http://www.kriegsreisende.de/).
Manche Vollartikel sind kostenpflichtig (derzeit 0,50 ct. – eine geringe Summe für einschlägig Interessierte), aber gute Zusammenfassungen von allen sind gratis zu haben, und der Artikel über die Belagerung der seinerzeit zum venezianischen Reich gehörenden Stadt Candia auf Kreta ("Der Krieg der Maulwürfe. Venedigs Kampf um Kreta" - http://www.kriegsreisende.de/absolutismus/candia.htm) ist lang und frei.
 

Sonntag, 24. Juli 2005

BALLA BALLA oder DIE PRODUKTIVITÄTSFORTSCHRITTSDIEBE DER ÖFFENTLICH-RECHTLICHEN SAU(G)NÄPFE

"ARD und ZDF stechen Private bei WM-Übertragung 2010 aus" betitelte das Handelsblatt eine Meldung vom 30.06.05 (http://www.handelsblatt.com/pshb?fn=tt&sfn=go&id=1061349).Und präsentierte am Schluss erstaunliche Vergleichszahlen:"Die Einnahmen aus den weltweiten Übertragungsrechten für die Weltmeisterschaften sind in den vergangenen Jahren explodiert. Zahlten die Fernsehsender 1990 noch 57 Mill. Euro, so ist mittlerweile die Milliarden-Euro-Grenze geknackt."Öffentlich-rechtliche Schlundfunkanstalten schlucken also unsere Gebühren wie Müllschlucker den Abfall. Und recyceln sie an die Sportstars.Ich verdiene ca. 50% netto mehr als 1990; die Kosten für die Übertragungsrechte sind (wenn ich dem Prozentrechner http://www.arndt-bruenner.de/mathe/scripts/Prozentrechner.htm trauen darf, um 1654,39 % gestiegen!Finde ich gar nicht gut, dass der Rundfunk-Staatsvertrag (http://www.lfk.de/gesetzeundrichtlinien/rundfunkstaatsvertrag/abschnitt1.html) von den Intendanten im Kampf um die Einschaltquote als Lizenz zur Geldvernichtung missbraucht wird. Die verwechseln "informationelle Grundversorgung" (http://www.inf-wiss.uni-konstanz.de/People/RK/gutachten/infGrund.pdf) und "informationelle Rundversorgung".Wie wäre es, wenn wir die mal mit einer Aktion "letzte Röhre" davon überzeugen würden, dass uns eine kostengünstige Grundversorgung völlig ausreicht?    


Textstand vom 15.04.2007. Auf meiner Webseite
http://www.beltwild.de/drusenreich_eins.htm
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KEIN "HAPPY END" FÜR DIE HAUSHALTSKASSE oder "WER STIEHLT UNS DEN PRODUKTIVITÄTSFORTSCHRITT BEIM TOILETTENPAPIER?"


Die erste Stufe haben wir uns selbst entwendet, damals, als wir das Zeitungspapier-Direktrecycling (bzw. genauer: die sekundäre Endverwendung) in ein Umweg-Recycling verwandelt und begonnen haben, Toilettenpapier, graues damals, zu kaufen.

Donnerstag, 14. Juli 2005

Bauchfalte? Ich fauch' balde!

Manchmal hat man Glück und findet im Zug 'ne richtige Zeitung. (Kriegt eigentlich die Deutsche Bahn vom Verband der Zeitungsverleger dafür, dass ihre Schaffnerinnen und Schaffner die von den Fahrgästen freundlicher Weise für andere hinterlegten Zeitungen immer flugs beiseite schaffen, eine Pauschale?)
Jedenfalls: "richtige Zeitung", dass heißt nicht etwa das Zentralorgan der parasitären Bourgeoisie, auch unter dem Namen "FAZ" geläufig, sondern jenes Blatt, welches sagt, wie es ist. Meinungsbildend mittels relevanzgestaffelter Schlagzeilengrößen, komplexe Informationen in bunten Bildern vermittelnd, so kennen und lieben wir sie, unsere Volks-Zeitung.

Montag, 11. Juli 2005

Tante Erna und ein Brillenwechsel für Lupo Vecchio

Sie war jung und sah hinreißend aus.
Nicht Tante Erna, die zwar angenehm aussah, aber nicht mehr jung war, sondern jene junge Dame, welche irgendwann irgendwo in sein Blickfeld kam. Während Lupo Vecchio sie bewundernd anstarrte, und seinen Trappergedanken nachhing (das hat aber nichts mit Karl May zu tun: der wäre veranlagungsbedingt eher desinteressiert gewesen), nahm sie ihn wahr und wandte ihm den Blick zu.
Wie würde sie reagieren? Ärgerlich, hochmütig?
Nein: sie grüßte ihn fröhlich, herzlich, und gänzlich unbefangen. Ganz so, wie man einen lieben alten Opa begrüßt.

Sonntag, 10. Juli 2005

Amerika, du hattest es besser!

Anfang der 70er Jahre war ich kurze Zeit als Busreiseleiter mit US-amerikanischen Europareisenden unterwegs. Die erzählten Wunderdinge aus der Neuen Welt; besonders wunderbar die Geschichte von der "bottomless cup of coffee", welche es dort drüben in den Restaurants gab (und zweifellos noch gibt).
Aber wir sind ja auch nicht von gestern; zumindest einige haben die Nase vorn: im Globus kann man Kaffee, Tee, Espresso und so weiter nachfüllen, so viel das Herz begehrt. Vielfalt gibt es dort; und, oh Wunder: der Kaffee schmeckt sogar! Da haben wir es nun so gut, wie die Leute in Amerika.
Davon könnte es mehr geben, nicht von Leuten in Amerika, sondern von bodenlosen Kaffeetassen, in Deutschland.
Aber schließlich passt nicht überall ein Globus-Warenhaus hin. (Hier jedoch präsentiert sich der ganze Globus.)


Nachtrag 28.02.09

Seit einiger Zeit schmeckt der Kaffee (derzeitiger Preis für den unbegrenzt nachfüllbare Becher: 1,50 €) in der Globus-Cafeteria leider wie Pleurre. Dann doch lieber einen (maßvollen) Preis pro Becher verlangen und wieder anständigen Kaffee servieren!

Textstand vom 29.07.2019

"Spar dich reich!" .....

..... verlockt die Werbung. Ausgeben macht reich? Doch, ich glaube schon, dass die Reichen durch Ausgeben noch reicher werden. Wenn ich mir z. B. meine Wanderschuhe ansehe; für die habe ich, wiewohl das genaue Gegenteil von reich, viel Geld hingeblättert. Dafür habe ich sie aber schon – vielleicht 15? – Jahre.

Der Wächtersbacher Synergiekirchturm in seiner Bedeutung für die Haushaltsführung der deutschen Gebietskörperschaften

 
 
Bei uns steht die Kirche noch im Dorfe, pardon: in der Stadt natürlich; schließlich waren wir mal ummauert. Kirche ohne Turm – das konnte nicht sein; aber Turm war teuer. Die alten Wächtersbacher waren clever: Kirche an die Stadtmauer bauen, Turm davor = Wehrturm = Kirchturm. So spart man Geld!

Mittwoch, 6. Juli 2005

"... for Schouh war dat Jeld to knapp"

"Schildesche" – das klang in meiner Jugend für mich immer so nach Germanenkriegern, die ihre Schilde an den Zweigen einer alte Esche – Yggdrasil, der Weltesche (http://www.lokis-mythologie.de/menue.php)? - aufgehängt hatten, um sich im Gras auf Bärenfellen zu lagern und Met zu trinken.

Sonntag, 3. Juli 2005

Vom Friedhof der unverweslichen Leichen zum Satanswerk der Säuglingstaufe

Wächtersbach (http://www.stadt-waechtersbach.de/) ist nicht der Nabel der Welt, aber feiern können die Wächtersbacher wie die Weltmeister. An diesem Wochenende (02./03.07.2005) war "Blue Moon" angesagt, eine Nachtverkaufsveranstaltung zwecks Belebung des Geschäftslebens in der Innenstadt. Wenn man dort freilich wohnt, und noch dazu an einer Stelle, wo sich im Schnittpunkt der Schallwellen die Harmonien verschiedener Bands kakophonisch überlagern: dann ist Flucht angesagt!

Dienstag, 28. Juni 2005

Der Wanderer

Es ist reine Geduldssache. Früher oder später fällt einem bei Ebay alles Bebotene in die Finger, und zwar zum gewünschten (niedrigen) Preis. Man muss nur geduldig an den Ufern des Mailstroms harren und warten, bis der begehrte Fisch (erneut) vorbeischwimmt.

Sonntag, 26. Juni 2005

Magonza, da capo


Auch heute wieder ein Samstagsausflug nach Mainz; dieses Mal der Rosen wegen.
Südbahnhof ausgestiegen, das römische Theater von oben besichtigt (Zitadellenweg). "Das größte seiner Art" nördlich der Alpen. Bei derartig qualifizierenden Zusätzen werden ich immer misstrauisch: was heißt "seiner Art"? Gab es verschiedene Arten von römischen Theatern? Okay, außer den Theater gab es noch die Amphitheater. Wenn es davon ein größeres nördlich der Alpen gibt, ist das Mainzer Theater gleichwohl das größte nördlich der Alpen. Ein Amphitheater ist schließlich kein Theater, hatte eine ganz andere Funktion – oder? Warum also nicht einfach sagen: "das größte Theater nördlich der Alpen; Amphitheater ausgenommen?".
Na gut, jedenfalls war es für 11.000 Zuschauer, und das ist, für jene Zeiten, schon eine ganze Menge. Frage indes: wo war das römische Amphitheater in Mainz? Oder waren die Mainzelmännchen und -weibchen schon damals so kultiviert, dass sie die rohen Vergnügungen des Amphitheaterentertainments verschmähten?

Freitag, 24. Juni 2005

Peking bohrt (1), Amerika bombt (2), Europa brütet (3)

1) nach Öl. Info satt im Handelsblatt: "Peking bohrt nach Öl um jeden Preis" (http://www.handelsblatt.com/pshb?fn=tt&sfn=go&id=1057967)

2) wegen Öl. Hat jedenfalls mal gebombt, leider werden die Ölstaatbefreier jetzt selbst gebombt. Trotzdem: keine Häme. Letztlich holen die wohl auch für uns das Öl aus dem Feuer!
(Einen erschütternden Mikrozensus der irakischen Misere kann man hier http://www.handelsblatt.com/pshb?fn=tt&sfn=go&id=1057124 im Handelsblatt u. d. T. "Die Oberschicht flieht aus dem Irak" lesen.)

3) über seine Zukunft: Penner. Altes Europa! Wacht aber trotz "Rums!" nicht auf. Eigentlich schade.

Donnerstag, 23. Juni 2005

Hummel Hummel!

Jahrelang war mir eine Werbung im Gedächtnis haften geblieben, welche behauptete, dass die Hummel, physikalisch gesehen, eigentlich gar nicht fliegen könne. (Sie wisse es aber nicht und tue es trotzdem, so solle auch der oder die Beworbene ... ich weiß nicht mehr, was, tun oder kaufen.)

Dienstag, 21. Juni 2005

Von wohltemperierten Madonnen und eiskalten Energieverschwendern

(Vorsicht: Dieser Text ist eingefroren! Sperrfrist für das Auftauen mindestens 10 Jahre!)

Vor einigen Jahre wurde ein gotisches Madonnengemälde aus der Kirche eines größeren Dorfes, welches selbst wiederum Ortsteil einer kleinen Stadt ist, zur Restaurierung gegeben. Die Kosten wurden mischfinanziert, d. h. neben der Kirchengemeinde bzw. Diözese steuerte auch die Stadt zu den Restaurierungskosten bei.

Sonntag, 19. Juni 2005

Samstag, 18. Juni 2005

Eviva Magonza - ein Sommersamstag in Mainz

Nicht nur die Amerikaner sind maulfaul, und machen z. B. aus unserem schönen alten Kaiserslautern ein geschichtsloses "Quai-Town" (phonetisch). Auch wir kürzen allzu lange Ortsnamen gern ab. Wer aber weiß denn heute noch, dass "Mainz" ursprünglich "Main-zu-Ende" hieß (weil der Main gegenüber von Mainz in den Rhein fließt)? Verhunzt hat dieses der Volksmund im Laufe zu Zeit zum einsilbigen "Mainz". ["Se non è vero, è ben trovato", hätte Schorschi Vasari zu dieser Etymologie zweifellos gesagt.]

Es muss nicht immer Frottee sein: Klassenkampf im Morgenmantel?

Es war einmal, so vor etwa 25 Jahren, da ging ich und kaufte 2 Morgenmäntel (bei C & A). Das wäre an sich nicht weiter berichtenswert, wäre nicht der Stoff, aus dem die Umhüllung nach dem Aufwachen aus den Träumen war, außergewöhnlich gewesen. Aus Cordstoff waren diese beiden Bademäntel oder Morgenmäntel nämlich genäht, und das habe ich seither nie wieder gefunden.
Nicht nur elegant, sondern auch spottbillig waren sie; sofern ich mich recht erinnere, haben sie nur 20,- DM pro Stück gekostet.

Donnerstag, 16. Juni 2005

Metooston


Schöne Namen hat man für Frankfurt (am Main) erfunden: "Bankfurt", "Mainhattan" usw.
Jeder erfasst einen Teil ihres Wesens. Doch hat die Stadt auch andere Seiten. Nicht "Klein-Chicago" meine ich hier. Sondern den Mangel an Kreativität und Originalität, der das Stadtbild "auszeichnet".

Samstag, 11. Juni 2005

Armes Deutschland


Die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen vom 22.05.2005 ist schon einige Zeit vorbei. Urlaubsbedingt hole ich hier den Eintrag zu der von Bundeskanzler Schröder an diesem Tag verkündeten Entscheidung nach, Neuwahlen herbeizuführen (durch Stellung der Vertrauensfrage).

Der Olim-Diskurs ...


... bringt mich immer wieder auf die Palme. "Früher war alles besser", "Zu DM-Zeiten war alles billiger" oder "Man kann sagen, was man will, aber das hätte es früher (oder gar: 'beim Adolf') nicht gegeben!" sind volkstümlichere Varianten, doch versumpft diese Vorstellung eines früheren (mehr oder weniger) goldenen Zeitalters sehr weitgehend auch den gesellschaftlichen Diskurs.

Freitag, 10. Juni 2005

Rentensimonie?


Der Zufall führte mir den Feuilletonteil der FAZ vom 08.06.05 zu, in welchem Prof. Dr. Hans-Werner Sinn wieder einmal seine Vorstellungen von Rentensicherungen in die Öffentlichkeit trägt, in einem Artikel u. d. T. "Führt die Kinderrente ein!".Was mich veranlasst hat, den nachfolgenden Leserbrief an die FAZ zu senden und ihn, da er dort (schon wegen seiner Länge) eh' nicht veröffentlicht werden wird, wenigstens hier in den Blog zu bringen.


Donnerstag, 9. Juni 2005

Das Mirakel des Hauses B. oder Übergewicht hat...


..... nicht nur "Canabbaia".
Schlimmer war, dass unsere Gepäckstücke Übergewicht hatten, als wir sie auf dem Postamt (na ja, ist ja eigentlich kein "Amt" mehr, und die Mitarbeiter sind - und waren auch meist schon früher - durchaus freundlich, aber manches ist halt doch noch so wie zu Amtszeiten) für die Heimreise aufgeben wollten. Gewichtige Wälzer, in Garmisch-Partenkirchen im DRK-Flohmarkt und beim Lions-Büchermarkt erstanden, waren für das Überschreiten der Gewichtsgrenze verantwortlich, und wir waren schon drauf und dran, die Koffer auszupacken, die Bücher zu entnehmen und auf der Heimfahrt selbst zu schleppen, als eine freundliche Dame uns ansprach und fragte, ob wir nicht den Hermes-Versand kennen. Das Büro wäre in der Bahnhofstraße, und wir bräuchten nur unsere Koffer dorthin zu bringen; vielleicht könne Sie aber auch jemanden kommen lassen, der sie abholte.

Dienstag, 7. Juni 2005

Urlaub ist schön

Das Garmisch-Lied:

Wenn in Garmisch die goldne Sonne am Kramer sinkt
Und die Milchkuh 'nen letzten Schluck aus dem Viehtrog trinkt
Rasen Biker auf ihren Rädern geschwind nach Haus.
Und sie schleifen mit Profilreifen das Wegbett aus.
Doch melodisch ertönt der Klingel Sirenenlied:
Spring ins Glied, Wandrer, ins Glied!

Mittwoch, 18. Mai 2005

Definitionen | Definitions


Lawn / Rasen:

In his essay "The end of false progress. Origins of materialism, and implications for our future in the post-petroleum reality" (http://www.culturechange.org/e-letter-endfalseprogress.html) Jan Lundberg (whoever that is) comes up with a striking definition of the term "lawn":
"The biological pavement known as lawns".

Montag, 16. Mai 2005

Renten sichern - Wehrfriedhofsmauer zerfallen lassen!


"Nicht nur demographisch sehen wir alt aus" habe ich auf meiner Webseite "Rentenreich" (http://www.beltwild.de/rentenreich.htm, Thema Rentenfinanzierung, Kapitaldeckungs- gegen Umlageverfahren) in einem Kapitel "Die Alten und das Alte" geschrieben.

Künstler rächen Kaiser an der Kirche :-)


Wikipedia, Stichwort "Fürstbischof" (Hervorhebung von mir):

Ein Fürstbischof war ein Bischof im Fürstenrang. Sein Stand war der eines Reichsfürsten des Heiligen Römischen Reiches.
Diese weltliche Herrscher-Funktion von Bischöfen in Deutschland ging auf die Politik der frühmittelalterlichen deutschen Könige zurück, sich zur Eindämmung des Einflusses mächtiger Fürstenfamilien auf die von ihnen ernannten Bischöfe zu stützen. Etliche dieser Bischöfe erhielten damals königliche Rechte (Regalien) verliehen. Im Zuge der Entwicklung von Territorialfürstentümern bauten auch diese Bischöfe ihre Herrschaftsgebiete zu weltlichen Territorien aus, die als Hochstift bezeichnet wurden.

Mittwoch, 11. Mai 2005

False Teachers in and on our Environment?


If I were a Christian believer, I'd be truly worried. At least after having read Thomas Brooks "Seven Characteristics of false Teachers" (http://www.mountainretreatorg.net/eschatology/7char.html). Edit the text a little , and you can easily get the impression like he was describing the current debate between "Neo-Malthusians" and "Cornucopians" or "Abundance Ecologists".

Dienstag, 10. Mai 2005

GiD, GiD, GiD, GiD


Der oder die Leser(in) wird es schon gemerkt haben, dass meine Gedanken langsam vom Unwichtigen (Umweltdebatte in den USA, Geschichte der Menschheitsentwicklung) zum Wichtigeren (Reise, Prag) vordringen. Nun ist es an der Zeit, Überlegungen über ein besonders drängendes Thema anzustellen: Gastlichkeit in Deutschland.

Mokka schmeckt auch gut!


Praga, quando te aspiciam, Anfang der 70er Jahre, wurden deine Mauern von rostigen Gerüsten zusammen gehalten.

Montag, 9. Mai 2005

Montag, 25. April 2005

THE (B)RAT IN THE BOX AT THE ULTIMATE LEVER?


Americans, city-zens, country-men,
let me extend, from some far away country, my most heartfelt sympathy to all of you.
Surprised?
Then obviously you have not read the awakening speech that Mr. Crichton delivered on Sept. 15, 2003 to the Commonwealth Club. However, his golden words still hang around,
here on his own Homepage ("ENVIRONMENTALISM AS RELIGION") and in many other places (some reverent soul has even deposited a copy on a White House server: http://www.whitehouse.gov/omb/inforeg/2003iq/122.pdf), giving you a chance to make up for your prior neglect.

Sonntag, 24. April 2005

Resourceful?


Mein ganz persönlicher bescheidener Beitrag zur Ressourcenschonung:
My very own and very modest contribution to resource conservation:

Blogging statt Logging!

Blogging instead of Logging!


:-)