Dienstag, 31. Mai 2011

POPULISTISCHES MANIFEST - Gegen Griechenland-Bailout, Eurozonen-Rettungsschirm, europäische Transferunion und deutsche Konsensokratur


Meinen Blog-Einträgen hänge ich jetzt als "ceterum censeo" ein (ursprünglich in anderer Form hier verkündetes) „Populistisches Manifest“ an:

POPULISTISCHES MANIFEST:
Ein Gespenst geht um in Deutschland - das Gespenst einer europäischen Transferunion.
Im Herzland des alten Europa haben sich die Finanzinteressen mit sämtlichen Parteien des Bundestages zu einer unheiligen Hatz auf die Geldbörsen des Volkes verbündet:
·       Die Schwarzen Wendehälse (die unserem Bundesadler den Hals zum Pleitegeier wenden werden);
·       Die Roten Schafsnasen (vertrauensvoll-gutgläubig, wie wir Proletarier halt sind),
·       Die Grünen Postmaterialisten (Entmaterialisierer unserer Steuergelder wie unserer Wirtschaftskraft),
·       Die Blauen Machtopportunisten (gelb vor Feigheit), und selbstverständlich auch
·       Die Blutroten (welch letztere die Steuergroschen unserer Witwen, Waisen und Arbeiter gerne auflagenlos, also in noch größerer Menge, gen Süden senden möchten).
Wo ist die Opposition im Volke, die nicht von unseren Regierenden wie von deren scheinoppositionellen Komplizen als Stammtischschwätzer verschrien worden wäre, wo die Oppositionspartei, welche sich der Verschleuderung der dem Volke abgepressten Tribute an die europäischen Verschwendungsbrüder wie an die unersättlichen Finanzmärkte widersetzt hätte?
Zweierlei geht aus dieser Tatsache hervor:
Das Volk wird von fast keinem einzigen Politiker als Macht anerkannt.
Es ist hohe Zeit, dass wir, das Volk, unsere Anschauungsweise, den Zweck unserer Besteuerung und unsere Tendenzen gegen die fortgesetzte Ausplünderung durch das Finanzkapital bzw. durch die Bewohner anderer Länder und durch seine/deren politische Helfershelfer vor der ganzen Welt offen darlegen und dem Märchen von dem grenzenlosen Langmut der Deutschen den Zorn des Volkes selbst entgegenstellen.
 

Textstand vom 31.05.2011. Gesamtübersicht der Blog-Einträge (Blotts) auf meiner Webseite http://www.beltwild.de/drusenreich_eins.htm.

Neo Rauch: "Ich produziere nicht für den Markt"

Unter dem Titel "Neo Rauch im Museum Frieder Burda" (in Baden-Baden) ist heute z. B. auf der Webseite der Augsburger Zeitung (und ebenso in vielen weiteren Blättern) ein von dem dpa-Journalisten Ingo Senft-Werner geführtes Gespräch (Interview) mit diesem Leipziger Kunstmaler erschienen. Einige aus meiner Sicht bemerkenswerte Passagen (meine Hervorhebungen):

"Ich produziere nicht für den Markt. Ich erinnere an die Zeiten, in denen es für Malerei keinen Markt gab. Damals habe ich trotzdem produziert und produziert und an meinem Werk gefeilt. Weil mir das vollkommen gleichgültig war. Die Aufmerksamkeit des internationalen Kunst-Jetset galt der Videokunst und der Fotografie. Letztendlich waren das keine schlechte Zeit für Malerei, denn sie hat den Spreu vom Weizen getrennt. Die Wellenreiter sprangen ab, verdrückten sich in elektronische Kabinette. Ich habe das nie getan, und muss mich heute trotzdem ständig rechtfertigen, dass ich den Markt bediene. Das ist falsch. Nicht ich habe mich nach dem Markt gereckt - er hat sich mir zugewandt."

"Mir hat mal ein New Yorker Galerist gesagt: "Das Gute, an dem, was Du machst, ist, dass man ein Gespür dafür bekommt, woher es ist." Ihn nervten die vielen deutschen Künstler, die sich in den USA assimilierten und zur Selbstauflösung brachten. Am Ende liegt ein Esperanto-Material vor, mit dem niemandem gedient ist. Ich würde auch keine Freude an einem japanischen Maler haben, der wie Baselitz malt."

Sonntag, 29. Mai 2011

Braucht Die Freiheit eine Reise nach Jerusalem als Persilschein?

Ein Notiz der Allgäuer Zeitung über die Gründung eines bayerischen Landesverbandes durch die neue Partei "Die Freiheit"* führte mich zur Webseite dieser Partei. (Hier geht es zu dem entsprechenden Wikipedia-Stichwort.)
* vgl. auch die Notiz "CSU droht mit Ausschluss" der Süddeutschen Zeitung vom 28.05.11. Auch "Endstation Rechts", das "Das Informationsportal über Neonazis und Rechtsextremismus in Bayern" observiert "Die Freiheit".]

Nachdem die bestehenden Parteien nicht nur wesentliche Wünsche, sondern aus meiner Sicht auch vitale Interessen des Volkes schon längst nicht mehr abbilden, erscheint mir - ebenso wie vielen anderen Mitbürgern - eine Neugründung durchaus wünschenswert. Das "Wofür wir stehen" könnte ich durchaus unterschreiben; aber solche Erklärungen stehen zwangsläufig auf einem Abstraktionsniveau, das keine zuverlässigen Rückschlüsse auf die Praxis zulässt. Und auf die Praxis kommt es an.
[Es wäre überhaupt ganz generell wohl besser, wenn Parteien bzw. politische Bewegungen ihre Positionen weniger abstrakt als vielmehr (sozusagen nach dem Vorbild des angelsächsischen "case law") durch Beispiele definieren würden. Also statt "wir sind für Freiheit" sagen: "Wir wollen die und die Gesetze abschaffen, weil sie die Freiheiten* der Bürger unnötig begrenzen" oder "Wir wollen das Asylrecht in der und der Form ändern, um die Einwanderung in unsere Sozialsysteme zu stoppen" usw.
*Bei dem Begriff "Freiheit" ziehe ich den Plural, der die konkret-realistische Ebene anspricht, allemal dem pathetischen Singular vor, unter dem sich jeder alles Mögliche vorstellen kann!]

Jedenfalls: auch in Sachen Thilo Sarrazin ein eindeutiger Text der (zwar keine programmatische Fixierung der Partei darstellt, aber doch:) erkennen lässt, dass man eindeutig für Sarrazin und gegen ein Übermaß von Einwanderung, und insbesondere von Hängemattenimmigration, eintritt.

Die "Konservativen Werte" erscheinen beim flüchtigen Drüberlesen (zu mehr fehlt mir die Zeit, aber auch das Interesse) ok.

Selbstverständlich positioniert sich die Partei auch gegen die Eurozonen-Rettungspakete und gegen eine europäische Transferunion (vgl. auch hier); sehr ausführlich ist der einschlägige Aufsatz "Der Euro auf dem Prüfstand – wie „alternativlos“ ist der Rettungsschirm wirklich?" von René Stadtkowitz, einem der Gründer (und der Initiator?) der Partei, vom 18.02.11.

Was mich dann aber einigermaßen stutzig gemacht hat, war eine auf der Parteiwebseite veröffentlichte "Jerusalemer Erklärung".

Samstag, 28. Mai 2011

Eins muss man den verzogenen Schnuller-Griechen lassen: In Griechenland gibt es eine Demokratie! Wohingegen in Deutschland der Wählerwille von der Nationalen Einheitsfront einer Konsensdikatur erstickt wird!

Dass sich die griechischen Parteien nicht auf eine Sanierung ihres Staatshaushaltes und ihres Landes einigen können (vgl. z. B. den Handelsblatt-Artikel "Griechenland in der Krise:Papandreou will Sparprogramm alleine durchziehen" vom 27.05.2011: "Das griechische Schuldendrama spitzt sich zu. Die politischen Parteien finden keine Lösung zur Bewältigung der Notlage, ein Krisengipfel ist gescheitert. Der Ministerpräsident stimmt das Volk auf harte Zeiten ein"), ist in ökonomischer Hinsicht natürlich eine schlechte Nachricht. Und für uns auch in fiskalischer Hinsicht, denn zahlen wird unsere Regierung sowieso (auch wenn man sich nach außen hin momentan noch ziert und Einigkeit der griechischen Parteien über den Sparkurs als Voraussetzung für weitere Auszahlungen zu verlangen vorgibt).
Die Finanzmärkte haben das Gelbe in den Augen der Politik gesehen: Angst essen Gehirn auf! Also werden die Verräter - oder wollte ich "Vertreter" sagen? - der deutschen Steuerzahler auch weiterhin unsere Liquidität in das bodenlose Mittelmeerfass versüden.
(Lüder Gerken legt in "Warum Griechenland am Ende ist", Badische Zeitung vom 21.05.11, den Finger präzise in die Wunde -meine Hervorhebung- : "Ein ... Schuldenerlass würde dem griechischen Staat ... allenfalls eine Atempause verschaffen. Denn selbst wenn man ihm heute ... sämtliche Schulden erließe – wenn er also überhaupt keine Kreditzinsen mehr bezahlen müsste –, würde er bereits morgen neue Schulden aufnehmen müssen: Das griechische Haushaltsdefizit hätte 2010 auch ohne Zinszahlungen immer noch fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen".)

Aber genau mit Ihrer Verweigerung, den griechischen Klüngel-Karren gemeinsam mit der Regierungspartei aus dem Dreck zu ziehen, beweisen die Oppositionsparteien andererseits, dass es in Griechenland tatsächlich eine Demokratie gibt!
Gewiss ist es kein Ruhmesblatt für die Griechen, dass sie ihre durch die gesellschaftlichen Pfründen-Verkrustungen und in den bürokratischen Schlendrian bedingten Produktivitätsrückstände von ausländischen Steuerzahlern finanzieren lassen wollen.
Andererseits kämpfen sie, und kämpfen die Oppositionsparteien, für das, was sie selbst für ihr Interesse, und sogar für ihr gutes Recht halten.
Das erste Recht des Steuerzahlers freilich ist es, dass die ihm/ihr abgepressten Steuergroschen letztlich den Steuerzahlern selbst zugute kommen - und nicht verschenkt werden.

Genau das aber tut unsere eigene Regierung, wenn sie den Griechen und den anderen europäischen "PIGS" weiterhin sogenannte "Kredite" gewährt, welche diese ohnehin nicht, oder allenfalls teilweise, zurückzahlen werden.

Mittwoch, 25. Mai 2011

Bravo Israel! oder: Wider den Mythos der allzeit nichtagressiven Zivilisten!


"Mindestens 13 Tote an Israels Grenzen" meldete Spiegel Online am 15.05.2011.

Die Wiener Zeitung berichtete am 16.05.11: "Israel schiebt Nachbarn den Schwarzen Peter zu. Damaskus und Beirut verantwortlich für Grenzkrawalle".

Hamburger Abendblatt vom 16.05.11: "Gewalt im Nahen Osten. Mehr als 20 Palästinenser am "Nakba"-Tag getötet":
"Erstmals seit Jahrzehnten durchbrachen Tausende Zivilisten von Syrien aus die streng bewachte Grenze zu den von Israel besetzten Golanhöhen. Dabei kamen nach unbestätigten Angaben des israelischen Rundfunks mindestens zehn Menschen ums Leben. Im südlichen Libanon wurden ebenfalls zehn Palästinenser von israelischen Soldaten getötet, 70 weitere verletzt. Auch im Gazastreifen gab es unter Demonstranten einen Toten und Dutzende Verletzte."

Montag, 16. Mai 2011

Eine Zensur findet statt: Oeffinger Freidenker auf der bundesdemokratischen Schmalspur

 POPULISTISCHES MANIFEST:

Ein Gespenst geht um in Deutschland - das Gespenst einer europäischen Transferunion.
Im Herzland des alten Europa haben sich die Finanzinteressen mit sämtlichen Parteien des Bundestages zu einer unheiligen Hatz auf die Geldbörsen des Volkes verbündet: die Schwarzen wie die Roten, die Grünen, Blauen und die Blutroten (welch letztere unsere Steuergelder gerne auflagenlos, also in noch größerer Menge, gen Süden senden möchten).
Wo ist die Opposition im Volke, die nicht von unseren Regierenden wie von deren scheinoppositionellen Gegnern als Stammtischschwätzer verschrien worden wäre, wo die Oppositionspartei, welche sich der Verschleuderung der dem Volke abgepressten Steuern über die europäischen Verschwendungsbrüder an die unersättlichen Finanzmärkte widersetzt hätte?
Zweierlei geht aus dieser Tatsache hervor:
Das Volk wird von fast keinem einzigen Politiker als Macht anerkannt.
Es  ist hohe Zeit, dass wir, das Volk, unsere Anschauungsweise, den Zweck unserer Besteuerung und unsere Tendenzen gegen die fortgesetzte Ausplünderung durch das Finanzkapital und seine politischen Helfershelfer vor der ganzen Welt offen darlegen und dem Märchen von der Dummheit dieses unseres Volkes die Volksfaust selbst entgegenstellen.

Im Schatten des großen Gespenstes gegen das Volk wächst ein vorerst noch zartes Gespenst gegen die Herrschenden heran. Es ist das Gespenst des Widerstandes.

Sonntag, 8. Mai 2011

Notizen über den Geschichtsphilosophen (Kulturphilosophen) Oswald Spengler ("Der Untergang des Abendlandes")

Der Zeitschrift Computer Bild, bzw. einem dort angebotenen PC-Putz-Programm habe ich es zu verdanken, dass ich heute als "doppelt gespeicherte Datei" auf Notizen über Oswald Spengler stieß, die ich im Jahre 2005 abgefasst, aber nie zu einem runden Aufsatz vollendet hatte.

Mittlerweile stehe ich nicht mehr mit meiner damaligen Intensität in dieser Thematik, deswegen kann ich meine Notizen auch jetzt nicht mehr zu einem Aufsatz umarbeiten. Ohnehin würde es sich auch nicht lohnen mich erneut voll in die Spengler-Welt zu stürzen, weil kaum jemand diesen Blott lesen wird und schließlich ist (wie beim Firefox-Browser leider nicht selten) auch mein damaliger Favoriten-Ordner verloren gegangen.

Andererseits sind meine Notizen zwar deutlich unfertig, aber gleichwohl nicht gar so gedankenarm,  dass ich mich für eine Veröffentlichung schämen müsste.

 Ich präsentiere sie also hier in der Rohfassung, auch mit einigen damaligen Anmerkungen für beabsichtigte Ergänzungen usw.

Sonntag, 1. Mai 2011

Steuergelder klauen für Flughafen Hof-Plauen? Wie sich Horst Seehofer für Geldverschwendung engagiert und die Erderwärmung vorantreibt. (Und FDP Wirtschaftsminister Martin Zeil ihm dabei hilft)

Einen der ausführlichsten und informativsten Berichte über die Vorgänge fand ich in dem Magazin "DMM - Der Mobilitätsmanager" über bzw. für Geschäftsreisen(de). Dort wird unter dem 30.04.2011 gemeldet: "Flughafen Hof/Plauen mit Steuermillionen gerettet" (meine Hervorhebungen):
"Staatsregierung und die beteiligten oberfränkischen Kommunen erhöhen ihren Zuschuss um 1,3 Mio Euro, wie Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) am Freitag nach einem Gespräch in der Münchner Staatskanzlei sagte. Insgesamt kostet der Spaß den Steuerzahler rund 3,5 Mio. Euro. Übersetzt auf die 14.000 Passagiere heißt das, dass jede einzelne Buchung auf dieser Strecke [Frankfurt-Hof, die einzige Strecke, die von hier aus regulär beflogen wird] mit 200 Euro subventioniert ist. Ein Irrsinn, wie Fachleute meinen. ... Eine Studie, die auch wieder eine Menge Geld verschlingt, soll klären, ob es für den Flugplatz eine dauerhafte Zukunftsperspektive gibt. Der Bayerische Ministerpräsident begründete die höheren Subventionen mit „übergeordneten strukturpolitischen und landesplanerischen Gründen, sprich damit, dass Oberfranken schlechter dasteht als die meisten anderen bayerischen Regionen. Von einem guten Zeichen für die Region spricht der Hofer SPD-Landrat Bernd Hering, ähnlich äußerte sich der Hofer Oberbürgermeister Harald Fichtner. ... Auch Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) erklärte sich mit den höheren Subventionen einverstanden. ... Der Flugbetrieb am nur 20 Minuten * vom größeren nordbayerischen Airport Nürnberg entfernten kleinen Regionalflugplatz Hof/Plauen ist seit jeher chronisch defizitär. Unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten müsste Hof/Plauen längst dicht gemacht sein. 2008 nutzten die Verbindung nach Frankfurt 25.000 Passagiere, 2010 nur noch 14.000. Der Rückgang der Passagierzahlen ist u.a. darauf zurückzuführen, dass [die mit den Subventionen bezuschusste Fluggesellschaft] Cirrus 2010 viele Flüge ausfallen ließ."
* Diese Angabe ist falsch; lt. Google-Routenplaner sind es ca. 1 Std. und 20 Minuten (ca. 140 km Entfernung)!

Selbst die Betreibergesellschaft des Flughafens, die Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co. KG, scheint sich über solche Großzügigkeit zu wundern. So jedenfalls klingt das in meinen Ohren, wenn ich auf der Flughafen-Webseite unter "Aktuelles" lese:


"Mit dem Flughafen Hof Plauen und dem Linienverkehr nach Frankfurt geht es weiter. Und das ist dem Freistaat auch was wert: Zum einen bekommen die Träger des verlustreichen Airports mehr Geld – etwa 70.000 Euro pro Jahr. Und auch die Linie wird stärker gefördert – zu den jährlichen 2,3 Millionen Subventionen packt der bayerische Steuerzahler eine weitere halbe Million on top."