Mittwoch, 30. November 2011

Das ist die Sprache der Erpressung: Ratingagentur Moody's Investors Service will offenkundig deutsche Steuerzahler in Schuldenunion und/oder EZB zum Gelddrucken zwingen

"Moody’s says all euro-region ratings threatened by debt crisis" meldete die Washington Post bereits vorgestern, am 28.11.2011. Im deutschsprachigen Internet habe ich davon nichts gelesen; entweder habe ich einschlägige Berichte übersehen, oder unsere Medien haben's verpennt.
In meinen Augen jedenfalls stellt das, was sich da als objektive Analyse präsentiert, einen Versuch dar, die Steuerzahler der Eurozone in eine Haftungsunion zu pressen, oder aber die Europäische Zentralbank zu zwingen, die Notenpresse anzuwerfen.

Dialog oder Indoktrination? Weshalb wurde mein Leserkommentar zu Olaf Storbecks Handelsblog-(ein Handelsblatt-Blog)Eintrag "Falsche Generalabrechnung mit dem Euro" wegzensiert?



Handelsblog ist das neue Blog des Handelsblatts zu Themen rund um Konjunktur und Geldpolitik. Ein internationales Team aus meinungsfreudigen Gastautoren aus Wissenschaft, Banken und Industrie sowie Handelsblatt-Redakteuren diskutiert hier miteinander und mit Ihnen aktuelle weltwirtschaftliche Entwicklungen.

Freitag, 25. November 2011

Donnerstag, 17. November 2011

Eurozonen-Schuldenkrise: Ein Forderungs-Argument der Problemstaaten, auf das ich schon lange gewartet habe

"Die Bundeskanzlerin betonte, eine größere haushaltspolitische Integration in der Euro-Zone sei unabdinglich. Es müsse hier eine Bereitschaft der Mitgliedstaaten geben, Eingriffe in ihre Haushaltspolitik zuzulassen" lesen wir nicht nur in dem Artikel "Märktepanik und Schuldenkrise:Spanien ruft die EZB zur Hilfe" der Financial Times Deutschland vom 17.11.2011, sondern auch anderswo schon häufiger.

Dienstag, 15. November 2011

Die europäische Schuldenkrise nimmt kein Ende - wie ich schon Ende 2009 vorausgesehen hatte.

"Wer dumm genug, - also z. B. Deutschland -, seine gebenden Hände in diese Hexenkessel der Finanzmärkte einzutauchen, wird sie als Brühwürstchen wieder herausziehen. Und wer den Investoren oder Spekulanten auch nur den kleinen Finger reicht, dem werden sie zum Dank die ganze Hand greifen. Dann zahlt nicht mehr nur Griechenland Strafzinsen, sondern auch der deutsche Bundeshaushalt wird noch fröhlicher geplündert, als die Hornissenkoalition das ohnehin schon jetzt tut."

Samstag, 5. November 2011

Staatsschulden Griechenland (europäische Schuldenkrise): Financial Times Deutschland propagiert Besitzstandswahrung für Kreditbetrüger!

Der Artikel " 'Marshallplan' für Griechenland: Ökonomen plädieren für unbegrenzten Griechen-Scheck"  von Mathias Ohanian und Hubert Beyerle in der Financial Times Deutschland vom 03.11.2011 wird zwar als reine Information über die Meinungen einiger Ökonomen präsentiert (im Ganzen sind es nur 3 Wirtschaftswissenschaftler, die dort genannt sind: die Professoren Philippe Aghion, Hans-Joachim Voth und Alberto Alesina). Angesichts der sonstigen Tendenz der FTD für eine mehr oder weniger unbegrenzte Hilfe der deutschen Steuerzahler an unsere europäischen 'Brudervölker' spricht aber einiges dafür, dass er auch die Meinung vieler Journalisten in der FTD-Redaktion ausspricht (daher mein "propagiert" im Titel).

Einleitend fast die Redaktion den Artikelinhalt wie folgt zusammen:

Verblüffende Mesalliancen in Gesellschaft und Politik: Lazzaroni + Bourbonen, Tea-Party-Bewegung + Milliardäre, "Linke" + Kapitalbesitzer (+Banken)


Es wird (zumindest in der 'Erstausgabe') kein langer Blott, weil ich selbst nicht so recht weiß, was ich aus diesem Phänomen machen soll. Ich will es hier nur für alle Fälle (z. B. spätere eigene Weiterverwendung, oder Aufnahme des Themas durch andere, die sich dazu etwas zu sagen zutrauen) festhalten.

Donnerstag, 3. November 2011

Dienstag, 1. November 2011

SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel sagt (implizit): Wenn sich die Parteien einig sind, kann das Volk sie am Arsch lecken!

In dem heutigen Bericht "Griechenlands Euro-Referendum : Schockierte EU-Spitzen treffen sich zum Sondergipfel" der Berliner Zeitung "Der Tagesspiegel" von Christian Tretbar heißt es (auf der 2. Seite) über die Reaktion des SPD-Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel:
"SPD-Chef Sigmar Gabriel nimmt den griechischen Ministerpräsidenten in Schutz. Papandreou und die Sozialdemokraten Griechenlands seien dabei, "die notwendigen und schmerzhaften Reformschritte, die mit der EU vereinbart sind, durchzusetzen. Sie verdienen dafür unseren vollen Respekt", sagte Gabriel. Papandreou räume auf "mit der Erblast der konservativen Vorgängerregierungen". [Folgt ein Absatz über Martin Schulz, Europaabgeordneter der SPD; dann weiter über Gabriel:] Die konservative Opposition in Athen versuche nun, die Reformen zu blockieren. Hier sei die Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel gefragt: "Wenn sie ihre Parteifreunde in Griechenland von der Notwendigkeit der eingeleiteten Reformschritte überzeugt, braucht Europa weder eine Volksabstimmung noch die Vertrauensfrage von Herrn Papandreou zu fürchten", betonte Gabriel."

Papandreous Griechen-Referendum: Deutsche Regierung und Systemmedien sprachlos

"Der griechische Ministerpräsident Georgios Papandreou hat ein Referendum über das europäische Hilfspaket von 130 Milliarden Euro sowie den in Aussicht gestellten Teilerlass griechischer Staatsschulden und damit über den unpopulären Sanierungskurs seiner Regierung angekündigt"