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Freitag, 1. Mai 2026

Friedrich der PumpGroße: Ein schwarzer Kapital-Rabe will die Werktätigen expropriieren


Der CDU-Bundeskanzler Friedrich Merz will die Altersabsicherung der Arbeitnehmer einschrumpfen: „Die gesetzliche Rentenversicherung allein wird allenfalls noch die Basisabsicherung sein für das Alter“ … . Sie wird nicht mehr ausreichen, auf Dauer den Lebensstandard zu sichern“ hat er, lt. Bericht der WELT vom 21.04.2026, gesagt. Anstatt der gesetzlichen Rentenversicherung sollen zukünftig weitgehend „kapitalgedeckte Elemente einer betrieblichen und privaten Altersversorgung“ die Renten finanzieren.
Technisch gesprochen will er also das sog. „Umlageverfahren“ weitgehend durch das sog. „Kapitaldeckungsverfahren“ ersetzen.

Donnerstag, 13. August 2020

Arbeit und Kapital und ihr "contract social"


Es begab sich anno 1199 (oder war es 1299?) vor der Burg Treuenfels im finsteren Fehdewald, dass ein feindliches Heer im Anmarsch war und 
die Bauern der Herrschaft sich versammelt hatten, um Einlass und Schutz zu begehren. 
Doch Graf Trauewem, Herr von Treuenfels, hatte die Zugbrücke hochziehen lassen und seinen Untertanen Zugang und Schutz verwehrt. Die bäuerlichen Nichtsnutze wären ihm nur eine Last: Im Kriegswesen nicht ausgebildet, würden sie bei der Verteidigung kaum helfen, aber als unnütze Esser die Vorräte verfuttern. Und so könnte der Feind die Burg in wenigen Wochen aushungern. So sehr auch das Bauernvolk bettelte und jammerte: Graf Trauewem stand stahlhart zwischen seinen Burgzinnen. 

Mittwoch, 12. August 2020

Der Kapitalismus ist kein reines Tauschsystem - sondern auch ein Tributsystem. Diesem wohnt eine Tendenz zur Überakkumulation inne, die nichts mit irgendeinem "Geldsystem" zu tun hat: It's the Eigentumssystem, Stupid!


Die Grundlage 
unserer gesamten (persönlichen und kollektiven) Sicht der Funktionsweise von Volkswirtschaft(en) bildet die Hintergrundvorstellung von unserer "kapitalistischen" Wirtschaftsordnung (die man neutraler vielleicht als "eigentumsbasierte Geldwirtschaft" bezeichnen könnte) als einem Tauschwirtschaftssystem. Die historische Entwicklung hat uns allen gewissermaßen eine "Programmzeile" in unseren ökonomischen "Quellcode" eingebaut, die sich noch heute noch an längst überlebten Handwerker-Zeiten orientiert, aber (leider) dennoch die Folie für unser ökonomisches Denken liefert: "Schneider tauscht mit Schuhmacher Anzug gegen Schuhe". 

Donnerstag, 5. Februar 2015

Varoufakis' Suckonomics 1001


In July 2013, a Greek Prof. of economics named Yanis (Gianis or Giannis) Varoufakis had published (together with the co-authors Stuart Holland and James K. Galbraith) the latest Version (4.0) of a paper under the title "
A Modest Proposal for Resolving the Eurozone Crisis".
In January 27, 2015, Prof. Yanis Varoufakis (
Wikipedia) has become Greece's Finance Minister in the new coalition government formed by the political parties Coalition of the Radical Left (Syriza) and the smaller right-wing-party Independent Greeks (ANEL) under Syriza Prime Minister Alexis Tsipras.
In all likelyhood, Prof. Varoufakis considers the paper to be a blueprint for his activities.

Freitag, 4. Juli 2014

Geldschöpfung und Sparparadox: Analyse an einem "Schnittmodell" von Transaktions- und Dispositionsschritten


Der deutschsprachige Wikipedia-Eintrag definiert das Sparparadoxon wie folgt:
"Das Sparparadoxon ... besagt, dass es in einer unterbeschäftigten Volkswirtschaft den Wirtschaftssubjekten nicht mehr möglich ist, wegen erhöhter Sparwünsche die Ersparnis bzw. Investitionen* der Gesamtwirtschaft zu erhöhen."
*[Ich halte die Gleichsetzung von Ersparnis mit Investition in diesem Zusammenhang für falsch. Hier geht es um Geldsparen vs. Geldausgeben, nicht darum, ob das Geld investiert oder verkonsumiert wird. Entscheidend ist also nicht, in welcher Sphäre der Realwirtschaft das Geld landet, sondern lediglich OB es überhaupt dort nachfragewirksam wird oder nicht.

Montag, 30. Juni 2014

Finanzkrise: Haben die Banken zu viel Kredit vergeben?


Überall liest man, die Finanzkrise sei dadurch entstanden, dass die Banken (in den USA, aber auch in einigen anderen Ländern) zu viel Kredit vergeben hätten.
In DIESER Form stimmt das auch: Immer mehr Kredite gingen an Schuldner, deren Einkommen nicht zu einer Rückzahlung ausreichte. 


Samstag, 1. Februar 2014

Eine Geldhortung gibt es nicht


vom August 2013 schreibt Prof. Ulrich van Suntum u. a. (Hervorhebungen von mir):
 
"the merits of such a 'hidden' parallel currency shall be briefly stated: 
  •  The savers in the respective country (here: Germany) are widely protected against suffering from Euro-inflation.
  •  This in turn is quite probable to increase (real) savings and to decrease pure hoarding, which in turn decreases the capital market interest rate and thereby increases real investment."
 In meinem vorliegenden Blott geht es nicht um den (unrealistischen) Vorschlag von Prof. van Suntum, den € durch eine Parallelwährung (in Gestalt eines "Hart-Euro") in den soliden Ländern zu verdrängen. (Für Interessierte habe ich meine diesbezügliche Kritik am Ende angehängt.) Es geht auch nur am Rande um die o. a. Textpassage.
Sondern darum, dass es eine Geldhortung nicht gibt.
Was aber nicht bedeutet, dass es keine Geldhortung gibt.

Dienstag, 21. Januar 2014

Das EBaKeBa-Modell von Geldschöpfung, Zinsen und Realwirtschaft


For the (original) version in English see below.

Die deutschsprachige Version lehnt sich eng an meine englischsprachige Urfassung (s. unten) an, ist aber stellenweise eine sehr freie "Übersetzung".

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EBaKeBa, oder vereinfacht: Ebakeba, steht für "Eine Bank, Kein Bargeld". In dem nachfolgenden Wirtschaftsmodell sind sämtliche Geldtransaktionen also ausschließlich Buchungsvorgänge bei der einzigen Geschäftsbank des Systems; Bargeld existiert nicht.

Samstag, 30. Juni 2012

"Fiskalpakt und Geldvermögen: eine unheilige Ehe". Gedanken zum Posting im Blog "soffisticated"


Nein; ich kann nicht nur fremde Blog-Einträge nachposten: Manchmal kann ich sogar selber denken.  Es hilft aber dem Nachdenken sehr, wenn man einen guten Bezugstext hat. Denn wie schwer das Durchschauen selbst relativ einfacher Vorgänge selbst für Experten ist, hat ja beispielsweise die Target2-Debatte um die Ungleichgewichte der Salden bei den Länder-Zentralbanken der Eurozonen-Staaten gezeigt.

Montag, 18. Juli 2011

Der "Eigentrag" oder: Der Zins besteht nicht nur aus Zinsen - und nicht alle Zinsen sind ein Zins

 Was ist "der Zins"? Die erste Anlaufstelle zur Beantwortung dieser Frage ist wahrscheinlich für Sie und war jedenfalls für mich die Wikipedia. Wenn wir uns dort die Definition des Zinsbegriffs anschauen, haben wir unseren Horizont vielleicht schon gewaltig erweitert (Hervorhebung von mir):

Sonntag, 21. März 2010

Aufräumarbeiten enthüllen Ben Bernanke's Perspective of the American Financial System as SOWERED


It would certainly be appropriate to say that the financial system (particularly in the USA, but hardly to a lesser degree in much of Europe) has soured.

To Ben Bernanke, the fact that the financial 'industry' in the United States went sour must have come as an unpleasant surprise. He had, after all, always heralded the American financial system for being SoWeReD.
Those were the attributes he awarded to the financial markets
- Sophisticated (sophistication)
- Well regulated and
- Deep (depth):
insgesamt also: SoWeReD (for quotations see below).

To understand why finance sowered, you would have to understand the terms which Bernanke used in a somewhat different (nevertheless semantically legitimate) way from what he had in mind:

Donnerstag, 7. Januar 2010

Die Ökonomie der Artos-Phagen: Warum eine eigentumsbasierte Geldwirtschaft nicht dauerhaft funktionieren kann - im Basismodell

Den nachfolgenden Text hatte ich großenteils bereits in meinem Blott "Nouriel Roubini: Aus Dr. Doom wird Dr. Zoom" vom 31.12.09 publiziert. Es hat sich aber nunmehr herausgestellt, dass das dort entwickelte Modell einer Brotfresser-Ökonomie (Artos-Phagie) für mein Denken über die Wirtschaftskrise (und über das Wirtschaften überhaupt) zu wichtig ist, um unter einem ganz anderen Titel und überwuchert von einer allzu üppig geratenen Verpackung verborgen zu bleiben.

Deshalb habe ich ihn hier noch einmal unter einer eindeutigen Überschrift und in korrigierter Form eingestellt, auch um in späteren weiteren Blotts darauf Bezug nehmen zu können.

Sonntag, 3. Februar 2008

FAZ: Dahinter steckt nicht immer ein kluger Kopf


Nr. 3 meiner Ausbeute aus dem heutigen Zug-Fund der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung:

"Warum fließt so viel Geld um die Welt?" fragt die Sonntagszeitung der FAZ (Catherine Hoffmann) in ihrer Reihe "Erklär mir die Welt".

Was habe ich dazu zu sagen, anzumerken oder zu meckern?
Als erstes Selbstkritik: Ein Mathematikgenie war ich nie.
Als zweites etwas Eigenlob: Mit den Grundrechenarten komme ich einigermaßen klar. Vor allen Dingen habe ich ein relativ ausgeprägtes 'Dimensionsverständnis'; das Zählen hört bei mir nicht bei einer Million auf: auch Billionen kann ich noch irgendwie gedanklich einordnen.
Und deshalb bin ich auch in der Lage, den Stellenwert einiger Zahlenangaben des Artikels (deren Richtigkeit ich nicht anzweifele und für deren Mitteilung ich dankbar bin) kritisch zu hinterfragen.