Mittwoch, 15. August 2018

Ein Denkmal der Schande: Das ZDF-Sommerinterview vom Reichssender Mainz mit Alexander Gauland (AfD)

 
"Der "ARD-Deutschlandtrend", eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap, ergab Ende Juli, dass 69 Prozent Gesundheitspolitik und Pflege für den wichtigsten Politikbereich hielten. 64 Prozent gaben der Renten- und Sozialpolitik die höchste Priorität, 52 Prozent die Klimapolitik. Exakt zu diesen Themen kann die AfD keinerlei Antworten anbieten. ..... Alexander Gauland und die AfD haben sich mit dem Sommerinterview selbst entlarvt. Wenn es um die drängenden Fragen abseits der Flüchtlingspolitik geht, hat die selbsternannte "Alternative für Deutschland" keine Alternativen. Sie bestaunt maximal das Problem. So lässt sich keine verantwortungsvolle Politik machen"
schreibt der STERN ("Bei den wichtigen Fragen hat die "Alternative für Deutschland" keine Alternativen") in seiner Rezension des ZDF-Sommerinterviews (Moderator Thomas-Walde) mit dem AfD-Partei- und Fraktionsvorsitzenden Alexander Gauland vom 12.08.2018. Ob die Sichtweise des STERN (und vieler anderer Kommentatoren in den Medien) zutrifft, soll meine nachfolgende Analyse klären. Vor allem aber wird sie hoffentlich klarmachen, wie es zu dieser Wahrnehmung gekommen ist: Nämlich durch eine geschickte Steuerung der Gesprächsführung vonseiten des ZDF-Moderators, die mit Journalismus wenig, aber sehr viel mit modernen Strategien der Meinungsmache zu tun hat. 
 
Auf der ZDF-Seite wird das Interview aufgrund gesetzlicher Bestimmungen nach einem Jahr gelöscht.
Bei Youtube ist das Interview z. B. hier und dort eingestellt und hoffentlich dauerhaft abrufbar.



Freitag, 10. August 2018

Als Protestpartei bekommt die AfD nur 15% Wählerstimmen. Wäre sie allgemein akzeptiert, könnte sie dagegen 5% und mehr einstreichen!

 
Schreibfehler? Der wollte doch sicherlich "50% und mehr" sagen?
Nein: Die Überschrift ist zwar in der Formulierung ein kleiner Scherz; in der Sache sind aber tatsächlich FÜNF Prozent gemeint - wenn die AfD grundsätzlich für alle wählbar wäre.

Was auf den ersten Blick paradox erscheint, macht bei näherem Hinsehen sehr viel Sinn.