Sonntag, 30. November 2008

Altdeutscher Weihnachtsmarkt in Eberbach: Gebrannte Erdnüsse gab's bei den Goten

Und bei der Reservistenkameradschaft Maultaschen in Brühe (3,50 €).

Er heißt nicht "Altdeutscher Weihnachtsmarkt" und wird überhaupt nicht groß beworben: der Weihnachtsmarkt in Eberbach am Neckar. Aber die Preise sind altdeutsch, also günstig. Es ist ja auch ein "Weihnachtsmarkt der Vereine", nicht ein Weihnachtsmarkt der Marktbeschicker.

Mittwoch, 26. November 2008

Simbabwe schärfster Konkurrent für US-amerikanische Schlüsselindustrie


Nein, um Tabak geht es nicht. Wohl aber ist das, worum es hier geht, starker Tobak.
Ben S. Bernanke hatte, schon im Jahre 2002, Überlegungen darüber angestellt, auf welche Weise die amerikanische Notenbank, das Federal Reserve System, die Leute wieder zum Geldausgeben verleiten könnte, falls sie die Lust daran verlieren und die Wirtschaft deflationieren sollten. (Vgl. auch meinen Blott "Ist Ben Bernanke bescheuert ...?")

Dienstag, 25. November 2008

Konjunkturpolitik in 2. Weltwirtschaftskrise (WWK II): Ohne Konjunkturprogramme steuern wir in den Abgrund. Mit Ankurbeln steuern wir gegen die Wand.


Langsam kommt die Politik in die Gänge und leiert Konjunkturprogramme an bzw. stellt zunächst mal entsprechende Forderungen auf. Vgl. z. B.:
"Berlin prüft 500-Euro-Konsum-Gutschein" Handelsblatt 25.11.08 (Sven Afhüppe und Donata Riedel);
Pierre Briancon von breakingviews.com fordert ebenfalls im Handelsblatt vom 25.11.08: "Merkel muss den Konsum ankurbeln"
und um die guten Drei voll zu machen meldet sich in derselben Ausgabe auch noch Thomas Hanke zu Wort: "Steuerdebatte. Schnell den Verbrauch stärken".
Nein: vier Blätter machen einen Glücksklee! Darum berichtet noch Ruth Berschins: "Kampf gegen Rezession. EU fordert: Mehrwertsteuer runter".
Alle diese Leute haben ja sowas von recht - wenn man die Dinge aus der traditionellen Perspektive der Konjunkturklempner betrachtet. (Ich teile
die düsteren Konjunkturperspektiven verschiedener amerikanischer Kommentatoren, wie sie der FAZ-Mitherausgeber Frank Schirrmacher in seinem Kommentar vom 25.11.2008 "Kommt der Wechsel von Bush zu Obama zu spät? Gehen Sie jetzt nach Hause!" anführt.)

Sonntag, 16. November 2008

Opel: Rettung für lebendige Tote? Steuergroschen für GM? Ist Deutschlands Politik plemplem?


"Finanzkrise. Ein Rettungsplan für lebendige Tote?" betitelte die FAZ am 26.09.2008 einen Artikel des (vermutlich:) amerikanischen Journalisten Peter Coy.
Coy ist nicht gegen eine Rettung der Banken, fragt sich jedoch, ob bei dem amerikanischen Vorgehen (jedenfalls in der damals geplanten Form; zwischenzeitlich wurde das vielleicht modifiziert) nicht zum Nutzen der Kapitalbesitzer den Steuerzahlern die Lasten aufgedrückt würden:
"Ungeachtet der Frage der Effizienz spricht auch vieles für ein faires Vorgehen bei einem Rettungsplan, indem man nicht willkürlich Geld an angeschlagene Unternehmen ausschüttet. Jeffrey Sachs, Leiter des Earth Institute an der Columbia University hat Russland in der Übergangsphase vom Kommunismus begleitet, bevor er aus Widerwillen gegenüber dem Aufstieg der Oligarchen zurücktrat. Wenn er über diese Erfahrung spricht, sagt Sachs: 'Bei allem, was getan wird, muss eine gewisse Fairness herrschen. Gerade jetzt sehen wir eine tiefe und berechtigte Skepsis gegenüber dem Finanzministerium. Man hat den Eindruck, die Wall Street rettet gerade die Wall Street'."

Unsere sogenannten Volksvertreter machen sich gerade daran, mit unseren Steuergeldern die Fa. "Adam Opel GmbH" in Rüsselsheim zu retten.

Montag, 10. November 2008

Hinter dem Vorhang der Welt-Wirtschaftskrise wartet die Welt-Umweltkrise auf das Stichwort zum Auftritt


Diese Meinung habe ich bereits in mehreren meiner Blotts zur Finanzkrise oder Finanzmarktkrise 2008 geäußert. Und auch die Vermutung, dass insbesondere die in den letzten Jahren vom Markt zunehmend eingepreiste geologische Rohölverknappung einer der Kausalfaktoren für die Wirtschaftskrise, bzw. zumindest für deren Heftigkeit, ist. Über die letzte Annahme kann man streiten; es ist ohnehin relativ unwichtig, was gestern war.

Interessant für uns ist, wie die Welt, und zuerst die Umwelt, morgen voraussichtlich aussehen wird. Ich meine: nicht gut.
Deshalb formuliere ich hier meine Zukunftserwartungen noch einmal sozusagen als mein "ceterum censeo" in einem eigenständigen Blott.
Das Stichwort für den Übergang von der Wirtschaftskrise zur akuten Umweltkrise könnte "Konjunkturprogramm" lauten.

Sonntag, 9. November 2008

Der Kindheit seltsam fremde Früchte. Zu "Strange Fruit" von George Monbiot

"Die dümmsten Verbraucher kaufen die dicksten Erdbeeren" schrieb ich auf meiner Webseite mit Links zum Thema "Italien". (Mit Italien hat das relativ wenig zu tun; es kam mir dort im Zusammenhang mit dem Kapitel "Sprichwörter" in den Sinn.)

Meinen Kommentar zu Barack Obama und zur europäischen Obamania 'klaue' ich mir von Jean Bricmont

Jean Bricmont ist Physiker, und mir sympathisch als Ko-Autor des Buches "Fashionable Nonsense", gemeinsam mit Alan Sokal, ebenfalls Physiker, der den Philosophen, bzw. genauer: den postmodernen Dummschwätzern unter den Philosophen, im Jahre 1996 mit einem Nonsense-Papier "Transgressing the Boundaries: Towards a Transformative Hermeneutics of Quantum Gravity" einen genialen Streich gespielt hatte ("Sokal-Affair").

Überbevölkerung (Carrying Capacity, Overpopulation, Tragfähigkeit der Erde): kommentierte Linksammlung

BEGRIFFE:

- "BENIGN DEMOGRAPHIC TRANSITION THEORY" nennt man anscheinend die Annahme, dass mit wachsendem Wohlstand das Wachstum der Bevölkerung zurückgeht (durch ein gütiges Wirken von Rückkopplungsmechanismen). (Interpretierend übersetzen könnte man z. B. mit: "Theorie der wohlstandsinduzierten Bevölkerungsanpassung") Mir ist nicht klar, ob damit auch ein absoluter Bevölkerungsrückgang gemeint ist; in Deutschland haben wir zwar eine solche Situation, doch sehen wir auch, wie Gesellschaft und Politik diese natürliche und sozusagen von der Natur gut gemeinte Bevölkerungsabnahme mit Brachialgewalt und Milliarden an Sterntalern wieder umzukehren versucht: andere Länder werden bzw. würden wohl nicht anders reagieren.
Aber nicht hauptsächlich mit Blick auf diese Erfahrung wurden schon lange Zweifel an dieser Theorie einer natürlichen Anpassung der Bevölkerung an die Tragfähigkeit der Erde geäußert.
Garret Hardin (s. u.) schreibt in "The Tragedy of the Unmanaged Commons: Population and the disguises of Providence" (aus "Commons Without Tragedy" -Sammelband? - 1991 herausgegeben von Robert V. Andelson) (hier zitiert nach der Wiedergabe in dem Weblog eines Bill Totten):
"If the world has limits - which is the only reasonable assumption - terrestrial population growth must eventually come to an end as the aggregate fertility rate once more becomes equal to the aggregate mortality rate. For both to be high, or both low, would equally well bring the transition to a close, but transitionists assume that both will be low: that is the reason for calling the theory they support the Benign Demographic Transition Theory. As used in argumentation the theory implied that making people rich and comfortable would remove the threat of overpopulation.
By 1969 a widely used population textbook called transition theory 'one of the best documented generalizations in the social sciences' {20}. Only a few years later the demographer Michael Teitelbaum expressed serious doubts: 'its explanatory power has come into increasing scientific doubt at the very time that it is achieving its greatest acceptance by nonscientists' {21}. In 1985 Teitelbaum and Winter spelled out a more forceful criticism: 'It is doubtful whether this theory was ever truly a theory at all (that is, a set of hypotheses with predictive force) ...' {22}.
The literature undercutting the Benign Demographic Transition theory grows ever larger
."
Ebenfalls kritisch äußern sich Leon Kolankiewicz and Roy Beck vom US-amerikanischen "Center for Immigration Studies" in ihrer Studie (2001) "Forsaking Fundamentals. The Environmental Establishment Abandons U.S. Population Stabilization":
".. frequent births, large families, and rapid population growth themselves hinder the emancipation of women toward educational and employment opportunities. By the time women have achieved a social status acceptable to their advocates, populations may well have doubled, tripled, or quadrupled. Moreover, as anthropologist Virginia Abernethy points out, higher educational attainment (to cite one favored goal) is not a guarantee of reduced fertility. "In some parts of Africa, even highly educated women who are unemployed or marginally employed continue to bear many children," she writes.77 Abernethy also marshals compelling evidence questioning the comfortable assumptions of the popular "benign demographic transition" theory that has dominated professional demography and international development assistance efforts for decades. This theory holds that birth rates will come down of their own accord as societies develop. "Development is the best contraceptive," went the mantra at the first U.N. conference on population in Bucharest in 1974. Abernethy argues that signs of opportunity or prosperity — such as better child survival, land redistribution programs, political revolutions, indiscriminate foreign aid, opportunities to emigrate, and income increases — instead of reducing fertility, actually tend to raise it. America’s own baby boom during the booming post-World War II period is one prominent example of this phenomenon."

Samstag, 8. November 2008

Finanzkrise: Linksammlung von Prognosen


Hinweis (erg. 1.1.2018):
Vorliegend geht es um Prognosen aus der Zeit der Finanzkrise für die mutmaßliche weitere wirtschaftliche Entwicklung.
Vorhersagen der Krise aus der Zeit davor (also vor 2007) habe ich in dem Blott "Die Krakenarme der Finanzkrise kriechen auf unseren Kontinent" vom 29.09.2008 ff. gesammelt.

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Die Idee kam mir bei der Lektüre des Interviews "Wirtschaftlicher Selbstmord" der Wirtschaftswoche (vom 01.11.08; Interviewpartner Matthias Kamp) mit dem "Investmentguru" Marc Faber: Prognosen (Voraussagen, Vorhersagen) über den weiteren Verlauf der aktuellen Wirtschaftskrise zu sammeln.