Montag, 27. April 2009

Fulda: First vom Fürstabt fotografiert!

Es gibt verzwickerte Zungenbrecher als den obigen Titel; z. B. „Zehn Cottbuser Postkutscher putzen den Cottbuser Postkutschkasten“.

Man kann auch spektakulärere Dachlandschaften finden, z. B. diejenige der Burg Pfalzgrafenstein bei Kaub im Rhein (vgl. meinen Bild-Blott WARUM TOBEN DIE HEIDEN? oder EIN SCHIFF AUS STEIN BEI KAUB IM RHEIN).
[Noch schönere freilich findet man in den Kupfertiefdruck-Bildbänden Verborgene Schönheit“ von Stefan Kruckenhauser (Untertitel: „Bauwerk und Plastik aus Österreich“) und "Prag, ein fotografisches Bilderbuch" von Karel Plicka]
Immerhin bricht man sich aber nicht die Beine, und ist es auch nicht sonderlich anstrengend, wenn man den Turm des Stadtschlosses der Fuldaer Fürstäbte besteigt. (Fürstäbte waren sie zur Erbauungszeit des Schlosses Anfang des 18. Jahrhunderts; in der Jahrhundermitte wurden sie zu Fürstbischöfen befördert, waren also ab dieser Zeit echte Vorläufer des legendären bzw., sagen wir mal: kantigen Bischofs zum Speisen.

Sonntag, 26. April 2009

"Finanzhaie würden FDP wählen": Wahlwerbung der SPD zur Europawahl am 7. Juni 2009

Mit dieser Wahlwerbung der SPD im Europa-Wahlkampf (gesichtet Ende April 2009 in Wächtersbach, auf dem Pendler-Parkplatz am Bahnhof, vor dem REWE-Laden), habe ich doch gewissen Probleme.

Zunächst einmal finde ich diesen Finanzhai sehr sympathisch: "Ich bin dein freundlicher Finanzhai von nebenan", sozusagen. Oder fürchten Sie sich etwa vor solch einem lieb lächelnden Monsterchen? (Für die FDP ist aber natürlich das Risiko groß, dass nur der eingängige Spruch als solcher hängen bleibt und dass diejenigen, denen er in den Sinn kommt, ihn für sich selbst mit weniger lustigen Haifisch-Visualisierungen unterlegen.)
[Auch DIE LINKE in Bremen findet, dass der Hai nett aussieht.]

Montag, 20. April 2009

Bad Herrenalb im Schwarzwald: La Balconissima!

Nun ja: die Zahl der Sehenswürdigkeiten in Bad Herrenalb ist doch sehr überschaubar.

Zwar liegt dort ein Paradies; aber das ist genauso kaputt wie heutzutage alle ehemaligen Paradiese (oder was wir dafür gehalten haben) auf der Erde.

Freitag, 3. April 2009

Ein Satz von Sätzen für die Vitrine: Der sparsame Verbraucher in der Janus-Ökonomie

Über die Auswirkungen der gegenwärtigen ökonomischen Great Depression in den USA auf die Menschen berichtete USA TODAY am 29.03.2009 u. d. T. " 'Perfect storm' puts all types in financial peril".

Unter der Zwischenüberschrift "What to do before layoffs" gibt die Zeitung Ratschläge für ein kluges Finanzgebaren in der aktuellen Weltwirtschaftskrise. Die sind insofern interessant, als sie zum einen spezielle amerikanische Probleme aufzeigen und zum anderen den Übertragungsmechanismus, welcher die kleinen Feuer bei den Einzelnen zum großen (Deflations-)Feuersturm für die ganze Volkswirtschaft machen kann.

Donnerstag, 2. April 2009

Lidl-Werbung "Luxus für alle": Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte ...

... wenn ich einen solchen Werbespruch lese.


Nicht zum ersten Mal wirbt der Discounter Lidl mit dem Slogan "Luxus für alle".
Doch reißt mir darob jetzt erstmalig der Geduldsfaden.

Auf der Webseite "Werbewahn.net" findet sich hier ein (allerdings relativ unkritischer) Eintrag vom 24.12.2006. Möglicher Weise hat Lidl damals erstmalig mit diesem Motto geworben? Auf der Webseite "Slogans.de" finde ich ihn leider nicht.

Die Schattensegler. Zweifelhafte Aktivitäten der Europäischen Zentralbank (EZB) im Schatten der Fed?

Während die Welt über die Aktivitäten der Fed diskutiert, sie lobt oder kritisiert (vorzugsweise aber beides zugleich: "Ja, aber ..."), findet man hier und da Hinweise darauf, dass auch die EZB nicht unbedingt ein Hort der geldpolitischen Solidität ist.
So lesen wir in dem Dossier "Drohende Staatspleiten. Ende des irischen Ratingglücks" der Financial Times Deutschland (FTD) vom 17.02.09von André Kühnlenz und Mark Schrörs:
"Eine indirekte, wenig beachtete Hilfe der EZB für einzelne Staaten stellen de facto die gelockerten Bestimmungen für Sicherheiten bei Refinanzierungsgeschäften dar. Seit Mitte Oktober 2008 akzeptiert die EZB Bonds - auch Staatsanleihen - bis zu einem Rating von "BBB-" statt zuvor "A-". Solange Banken Staatsanleihen bei der EZB hinterlegen und dafür Liquidität bekommen können, haben sie einen Anreiz, Staaten die Papiere abzunehmen."
Mit anderen Worten: Auch die EZB beleiht mittlerweile jedweden Schrott! Und man darf wohl vermuten, dass das auch zu einer Ausweitung der Geldversorgung führt.