Bei unserem Besuch in der Stadtbücherei in Kempten habe ich nicht nur Erkenntnisse über die ökonomische Funktion von Staatsschulden in der Zeit des Absolutismus gewonnen (vgl. Blott „Keynes in Kempten?“), sondern auch Einsichten in die chinesische Geschichte gewonnen.
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Dienstag, 10. November 2009
Sonntag, 18. März 2007
Das Ende des Wei(s)sen Mannes. Polit-Plädoyer ohne Leidenschaft.
Der erste Satz der Einleitung (S. 11) immerhin ist unerwartet:
"Wenn die Kinder, die heute geboren werde, in der Hälfte ihres Lebens angelangt sind, wird es die meisten Rohstoffe, die heute die Basis unseres Wirtschaftslebens sind, nicht mehr geben, so zum Beispiel Öl, Gas, Kupfer und Uran" schreibt Prof. Dr. Manfred Pohl in seinem Anfang 2007 erschienenen Buch "Das Ende des Weißen Mannes. Eine Handlungsaufforderung." Pohl ist Jahrgang 1944, also Angehöriger der "erschöpften Generation" (ein von dem -ebenfalls 1944 geboren- Bielefelder Bernhard Schlink geprägter Ausdruck, wie ich in dieser Rezension seiner Essay-Sammlung "Vergewisserungen" lese). Und damit ist er (bzw. sind beide) beinahe mein Jahrgang.
Aber die Erwartung einer in nicht ferner Zukunft bevorstehenden Ressourcenverknappung, oder - wie hier - sogar Ressourcenerschöpfung, die auch mich schon länger umtreibt (vgl. z.B. "The (b)rat in the box at the ultimate lever?", "Peking bohrt, Amerika bombt, Europa brütet", "KEINE JUNGFRAU ZÄHMT DIESES ZWEIHORN" oder "Hungerskandal in Wuppertal: Porsche-Fahrer frisst Rentner-Oma die Polenta vom Teller!"), kann man nicht auf mentale Erschöpfung zurückführen. Dass die (zunächst:) Erdöl-Vorräte ziemlich bald ausgehen, werden, ist nicht mehr zu übersehen. Auch wenn diese Befürchtungen nicht im Mittelpunkt von Pohls Arbeit stehen, war ich doch (positiv) überrascht zu sehen, mit welcher Selbstverständlichkeit sich diese Einsicht bereits im Mainstream des Denkens eingewurzelt hat - und das in diesem Falle sogar bei jemanden, dem man nicht gerade Wirtschaftsferne nachsagen kann.
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Sonntag, 12. März 2006
Wie mich die Außerirdischen beim Pizzaessen erwischten
Aber verdammt gut ist die Pizza aus dem Holzofen dort allemal. So haben wir unseren spontanen Beschluss kein bisschen bereut, "for old langsyne", d. h. in Erinnerung an alte Tage (bzw. Nächte) in Sachsenhausen wieder einmal eine Pizza beim Pizza Petro zu essen. Hunger hatten wir genug, nachdem wir zuvor die Ausstellung "Felix Nussbaum und die Moderne" im Jüdischen Museum besichtigt hatten.
Doch wartete bei Pizza Petro Geistesfutter auf mich.
Donnerstag, 2. Februar 2006
BÄRENGALLE; PROPHETEN; PROFESSORENPOSSE
Wir selbst sind Sensibelchen bis zum Geht-Nicht-Mehr. Wenn Prinz Ernst-August mal wieder der Einladung eines Freundes zu einem kleinen Umtrunk nicht widerstehen konnte, und ihn ein Paparazzo dabei erwischt, und er dem Paparazzo eins auf die Pupille haut: darf man das fotografieren, darf man drüber berichten – oder tangiert das die Privatsphäre?
Freitag, 24. Juni 2005
Peking bohrt (1), Amerika bombt (2), Europa brütet (3)
2) wegen Öl. Hat jedenfalls mal gebombt, leider werden die Ölstaatbefreier jetzt selbst gebombt. Trotzdem: keine Häme. Letztlich holen die wohl auch für uns das Öl aus dem Feuer!
(Einen erschütternden Mikrozensus der irakischen Misere kann man hier http://www.handelsblatt.com/pshb?fn=tt&sfn=go&id=1057124 im Handelsblatt u. d. T. "Die Oberschicht flieht aus dem Irak" lesen.)
3) über seine Zukunft: Penner. Altes Europa! Wacht aber trotz "Rums!" nicht auf. Eigentlich schade.
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