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Montag, 9. September 2019

Maxl triggert Trixie

Zu den Artikeln:

Es ist ein merkwürdiges Phänomen, dass die Partikularinteressen der Reichen einen breiten propagandistischen Cordon sanitaire unter den weniger Reichen besitzen. Wenn man freilich genauer hinschaut, ist das gar nicht so unverständlich: Die Möchtegern-Reichen verteidigen die Verteilungsinteressen der Reichen (gegenüber dem Staat einerseits und den Armen andererseits), weil sie für sich selber Reichtum erhoffen. Deshalb buckeln sie (diskursiv) nach oben und treten nach unten.

Mittwoch, 13. März 2019

In memoriam Helmut Niepel


Vom 01.04.1952 bis Ende März 1956 habe ich in Bielefeld die Volksschule (heute sagt man "Grundschule") besucht.
Die damalige Jakobusschule (eine evangelische Bekenntnisschule; damals waren die Grundschulen in Nordrhein-Westfalen großen- oder größtenteils noch nach Konfessionen getrennt!) gibt es heute wohl nicht mehr. Sie war im westlichen Teil eines großen Doppelgebäudes in der Rohrteichstraße untergebracht, auf jener Seite, wo auch das kleine Wohnhaus des Hausmeisters stand (oder noch immer steht).

Montag, 21. März 2016

Warum war John Maynard Keynes ein großer Ökonom?


John Maynard Keynes ist (woran ich gerade in einer Facebook-Debatte wieder erinnert wurde) die Hassfigur der Marktradikalen, also der Megaphone der primitivstmöglich konzipierten Interessen der Besitzenden. Und das, obwohl er selber ein überzeugter Kapitalist war und den Kapitalismus keineswegs abschaffen, sondern vor seinen eigenen dysfunktionalen Mechanismen retten wollte.
(George Soros, ein Kapitalist par excellence, hatte später in seinem Essay "The Capitalist Threat" dieselbe Idee. Allerdings darf man bei Soros bezweifeln, dass seine sonstigen Überlegungen, Forderungen und Taten mit dieser Überzeugung tatsächlich Ernst machen.)

Dienstag, 8. März 2016

Siegfried Z.: Ein Drachentöter der politischen Artenvielfalt im oberrheinischen Bruchgraben der Demokratie


 
Professor Siegfried Zielinski, seit dem 01.02.2016 Rektor der Karlsruher Hochschule für Gestaltung (Wikipedia) schikaniert den dortigen Dozenten Dr. Marc Jongen für seine AfD-Mitgliedschaft und seine Aktivitäten für die Partei.

Unter dem Titel " 'Wer denkt, ist nicht wütend' (Theodor W. Adorno)" hat er am 24.02.2016 "Eine Stellungnahme aus gegebenem Anlass" verkündet, wonach "Marc Jongen in allen leitungsrelevanten Tätigkeiten durch einen jungen Kollegen ersetzt wird, der das uneingeschränkte Vertrauen des neuen Rektors genießt."
Und dass die "mehrfach in der Öffentlichkeit diskutierten Buchreihen der HfG Karlsruhe – inklusive der im Fink-Verlag erschienenen Forschungsreihe – …..  derzeit neu konzipiert und gestaltet [werden und] das Herausgeberteam ….. neu zusammengesetzt [wird]." Mit anderen Worten: Marc Jongen wird auch seiner Funktion als Herausgeber der Schriftenreihe "HfG Forschung" enthoben.

Samstag, 26. Mai 2012

Analyse der Fernsehdebatte "Brauchen wir den Euro wirklich? Thilo Sarrazin gegen Peer Steinbrück" bei Günther Jauch: Wie Steinbrück die Steuerzahler (Zuschauer) begeistert, indem er seine Krisenrezepte verschleiert.


"Nationalistischer Unsinn von Sarrazin passt nicht zum Bildungsauftrag eines öffentlich-rechtlichen Senders."
Mit dieser Begründung hatte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Renate Künast gegen das Auftreten von Thilo Sarrazin in der ARD-Talkshow "Brauchen wir den Euro wirklich? Thilo Sarrazin gegen Peer Steinbrück" mit Günther Jauch agitiert (nachzulesen z. B. in dem WELT-Artikel "Heftige Kritik an Sarrazin-Auftritt bei Günther Jauch" vom 21.05.2012).
In Wahrheit geht es aber nicht um Bildung, also um Aufklärung des Volkes über den Euro, sondern um Agitation: Die Einführung des Euro war gut, wir müssen alles dafür tun - ggf. auch unser letztes Hemd dafür hergeben - um diese Währung in der aktuellen Länderbesetzung (also mit allen Betrügern und Parasiten!) zu erhalten: DAS ist die Botschaft, welche sich unsere Berliner Blockparteien auf allen Kanälen verbreitet wünschen.

Sonntag, 28. März 2010

Griechenland-Bailout: Ein Dank-Blott für die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel


Pacta sunt servanda, und Gelübde soll man ebenfalls halten.

Es ist noch nicht lange her, dass ich folgende Zeilen schrieb:
"Man soll zwar den Tag nicht vor dem Abend loben, doch hege ich mittlerweile eine, sagen wir mal, 25%ige Hoffnung, dass "unser Mädchen", unsere gute schwäbische Hausfrau, die gesamten Smartguys der Finanzwelt freundlich lächelnd aufs Kreuz gelegt hat. Für diesen Fall lege ich hier sogar ein Gelübde ab: dass ich nämlich unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Dank-Blott weihen werde.
Aber so weit ist es noch lange nicht.
"
Das war am Schluss meines Blog-Eintrages "Griechenland-Bailout: Rosarote Front der Arbeiterverräter. DGB-Vorstandsmitglied fordert: Frische Euros für Athen!", verfasst in der Zeit vom 07.-10.03.2010.

Der "Abend" kann zwar immer noch kommen, wenn irgend welche unerwarteten Hindernisse auftauchen oder Änderungen der Lage eintreten.
Vorerst indes hat unsere Kanzlerin Angela Merkel die deutschen Interessen (und letztendlich auch diejenigen der anderen europäischen Staaten und am Ende sogar jene der Defizit-Sünder, auch wenn diese das momentan und in den nächsten Jahren anders sehen werden) mit Nachdruck und mit Geschick vertreten.

Freitag, 22. Januar 2010

Staatsschulden, Staatspleiten, Überschuldung Griechenland: Der Bailout-Beobachter


In diesem Blott möchte ich Äußerungen von Personen (in alphabetischer Reihenfolge) zu der Frage sammeln, ob wir Griechenland bei der Begleichung seiner Schulden helfen sollten oder nicht.

Nach meinem Eindruck werden deutsche Steuergelder früher oder später gen Süden wandern; nicht direkt natürlich, sondern so kaschiert, dass die dummen Holzmichel nicht allzusehr aufbegehren. Das wahrscheinliche Szenario, das man verschiedentlich liest (bzw., anders formuliert: auf das unsere Regierung - die sich auch z. B. auf dem Gebiet der Gesundheitspolitik als skrupelloses Raubgesindel decouvriert - die Öffentlichkeit vorbereitet) ist eine europäische Gemeinschaftsanleihe, bei der die Länder solidarisch haften. Also auch Deutschland für griechische Schulden.

Deutschland wird dabei doppelt gebeutelt werden:
- Die Anleihezinsen werden höher sein als für eine rein deutsche Staatsanleihe und
- Nie und nimmer zahlen uns die 'armen' Griechen das ganze Geld zurück.

Samstag, 24. Januar 2009

Helmut vor, noch ein Tor!

Bislang ist die Missionierung fast immer eine One-Way-Street. Amerika exportiert nicht nur seine religiösen Ideologien; unser MonkeyseeMonkeydo Dummland Deutschland hat auch brav die trojanischen Pferde des US-Finanzkapitalismus importiert: ideologische wie auch ganz reale ("special purpose vehicles" oder "~ entities", bei uns lange nur wenigen bekannt, aber dann, zu spät unter dem immerhin enthüllenderen Namen "außerbilanzielle Zweckgesellschaft" berüchtigt geworden).
Von Fernsehserien, zu welchen sich unsere öffentlich-rechtlichen Gebührenschinder von amerikanischen Vorbildern 'inspirieren' lassen [Euphemismus für: die sie abkupfern] über Filme über Musik über Mode: die Sonne, welche unsere halb erloschenen Geister erwärmt, geht im Westen auf.

Sonntag, 27. Juli 2008

Salut für den Atom-Admiral! Hyman Rickovers visionäre Energie-Rede von 1957 hier auf Deutsch


Leichter, aber doch zeitraubender als gedacht war die Übersetzung der nachfolgenden Rede mit dem Originaltitel "Energy Resources and Our Future", welche der US-Viersterne-Admiral Hyman Rickover (1900 – 1986), der "Vater der Nuklearmarine" (Wikipedia dt.) bzw. "Father of the Nuclear Navy" (Wikipedia engl.) am 14.05.1957 auf der "Annual Scientific Assembly of the Minnesota State Medical Association", also vor einem Medizinerkongress, in St. Paul, Minnesota gehalten hat.  

Freitag, 11. August 2006

... ich auch!

"Die Welt verneigt sich vor unserem Kaiser" "Er organisierte die beste WM aller Zeiten"
titelte neulich Bild/T-online über Franz Beckenbauer.
[Im Gegensatz zu früher - vgl. Eintrag "Peking bohrt ..." vom 24.06.05 - gibt es mittlerweile einen Permalink zu den Bild-Online-Artikeln; als Datum erscheint allerdings das jeweils aktuelle, nicht das ursprüngliche Veröffentlichungsdatum.]

Doch der (für mich) wichtigste Teil der Überschrift lautete:
"... – und hat dafür nicht einen Cent genommen."

Was dann im Artikel bekräftigt und erläutert wird:
"Keinen einzigen Cent! Nicht mal eine Aufwandsentschädigung hat er für den Fulltime-Job als OK-Präsident verlangt. Franz lebt von privaten Werbe-Verträgen ...."

Also wirklich, Kaiser Franz: Hut ab - dafür verneige auch ich mich vor dir! (Selbst wenn ich mit Fußball und Weltmeisterschaft ansonsten nichts am Hut habe).


Textstand vom 11.08.2006. Auf meiner Webseite
http://www.beltwild.de/drusenreich_eins.htm
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