Samstag, 26. September 2009

Korruption in Wächtersbach! Bestechungsversuche am Bahnhof! (Lieber Rot als Schwarz?)

Nina Hauer hat (dieses Mal) damit angefangen. Kein Wunder: Als "Obfrau" (jetzt bitte keine dummen Witze im Stil von "als-ob-Frau"!) der SPD sitzt sie im Untersuchungsausschuss, "der die Vorgänge um die Hypo Real Estate Bank (HRE) untersucht", und von daher kennt sie sich sicherlich mit Motivations-Bonis für Banker aus.
["Untersucht" sagt sie; manche Beobachter, wie etwa der Stern in dem Artikel "HRE-Untersuchungsausschuss: Ein Zeuge, eine Bank, kein Ankläger" vom 20.08.09, meinen, dass sie - wie selbstverständlich auch ihre rechten Pendants - nur "Kuschelfragen" stellt.
Zu ihrer Qualifikation in Sachen Bankenaufsicht, aber auch zur möglichen Interessenkollision, berichtet der Spiegel in dem Artikel "HRE-Aufklärung verkommt zum Wahlkampfzoff" vom 15.09.09: "Ein großes Thema des Untersuchungsausschusses war die Frage, inwiefern die Finanzaufsicht BaFin die Schieflage der HRE erkannte und ob sie rechtzeitig Alarm schlug. Die beiden Obleute im Ausschuss, Jörg-Otto Spiller und Nina Hauer, sitzen bereits seit mehreren Jahren im Verwaltungsrat der Finanzaufsicht, also in deren Aufsichtsgremium."]

Die Wähler motivieren ihre Wahlkampfhelfer morgens in aller Herrgotsfrühe, indem sie z. B. am Wächtersbacher Bahnhof Äpfelchen von vorwiegend rotem Äußeren, mit einigen grünen Streifen, an die Pendler verteilen.
Gegen grüne Äpfel bin ich immer skeptisch: die sind meist sauer. Aber, um die Wahrheit die Ehre zu geben, Ninas Äpfel waren aromatisch und von verführerischer Süße.


Auch Lucia Puttrich, ihre Konkurrentin von der CDU huldigt der politischen Farbensymbolik.
Die kleinen Brötchen, die sie einige Tage später verteilen lässt, sind zum Glück zwar nicht schwarz. Dafür aber die darin enthaltenen Schokoladenstücke. Die sind zwar gleichfalls süß; doch ist die Süße von Schokoladenbrötchen eine künstliche; das schmeckt man auch. (Ohnehin bin ich kein Freund der Kombination Brot + Schokolade.)

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Äpfel von Nina Hauer deutliche fester, knackiger, aromatischer und einfach gesünder (und sogar größer) sind als Lucia Puttrichs schwammige Brötchen.


Damit sehe ich mich in meiner Auffassung bestätigt, dass die (leicht) Roten [im Gegensatz zu den Rotten der ganz Roten]gesünder für uns sind - wenn auch nur als das kleinere von zwei Übeln.

Dennoch bin ich mir nicht sicher, ob ich nicht diesmal meine Zweitstimme in den Papierkorb der Piratenpartei werfen werde: als ein zumindest symbolisches Gewicht gegen die schwarz-rote große Koalition der Internet-Überwacher.




Textstand vom 26.09.2009. Auf meiner Webseite
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Donnerstag, 24. September 2009

Wie meinen die das: "Gebt unserm Gott allein die Ehre"?

"Gebt unserm Gott allein die Ehre" - und nicht etwa halbe-halbe mit Allah?

"Gebt unserm Gott allein die Ehre" - und nicht etwa unserem Papst?

"Gebt unserm Gott allein die Ehre" - ... denn Geld braucht der keins?






Die Inschrift findet sich am Südportal der (neogotischen) evangelischen Kirche in der Stadtmitte von Bad Rappenau.

Wir ehrten, am Samstag, 12.09.2009, den Herrn dafür, dass er unter der Stadt große Salzflöze eingelagert hat und besuchten wieder einmal das "RappSoDie" - die Therme "Bad Rappenauer Sole- und Sauna-Paradies".














Textstand vom 24.09.2009. Auf meiner Webseite
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Sonntag, 20. September 2009

Einige Fragen an die Hypothese der Instabilität des Finanzwesens (Financial Instability Hypothesis) von Hyman Minsky

Ausgehend von Irving Fisher's sog. "Debt-Deflation Theory of Great Depressions" knabbere ich noch immer am Bemühen um ein Verständnis der Erscheinungsformen und Wirkungsweisen von Deflationen (bzw. Deflationsspiralen). (Vgl. dazu meine Blotts "Deflation demystified oder: Eine Deflationsursache gibt es nicht!" und "Ein Ausflug in die Gedanken-Welt der "Österreicher" ".)

Zumindest habe ich begriffen, dass Fishers Überlegungen weit weniger schlüssig sind, als sie auf den ersten Blick erscheinen.

Sonntag, 6. September 2009

Bundestagswahl bzw. Bundestags-Wahlkampf 2009 in Wächtersbach: SPD Spitzenkandidat Frank-Walter Steinmeier mit CDU-Wahlkreiskandidatin Lucia Puttrich

Sind sie nicht ein schönes Paar, die beiden? In Wächtersbach herrscht Harmonie. Dort ist der SPD-Spitzenkandidat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier traulich vereint mit der CDU-Wahlkreiskandidatin Lucia Puttrich, Bürgermeisterin von Nidda: er packt an, sie zeigt strahlend weiße Zähne.
Gemeinsam lächeln sie entspannt im Grünen: die Lucia, etwas kleiner, lehnt sich etwas anlehnungsbedürftig an einen Pfosten, der bildfüllende Frank-Walter ist dreikantig fest um eine stabile Säule gruppiert [muss ja niemand wissen, dass auf einer anderen Prismenfläche die Rote Nina Hauer erscheint].

Welche politische Ehe, wenn nicht die von Schwarzen und Roten, hätte die nötige Stärke, uns Steuerzahlern weiteres Haushaltsgeld abzupressen, wenn bald dem keynesianischen Ausgabenrausch der unvermeidliche Fiskalkater folgt?
Und sparen können die Politiker jeglicher Couleur sowieso nicht.




Zugegeben, die SPD-Wahlkreiskandidatin Nina Hauer ist ebenfalls hübsch. Aber zwei rote Blutgruppen in der Regierung, das wäre doch Inzucht?
Sagten sich schon einst zwei Vogel-Brüder und teilten sich auf in einen schwarzen Bernhard Vogel und einen roten Hans-Jochen Vogel.



















Textstand vom 10.09.2009. Auf meiner Webseite
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Samstag, 5. September 2009

Back to the (my) Roots oder: Maciste und die Boni-Banker

Natürlich habe ich bei meinem heutigen Besuch in der Woolworth-Filiale in der Schweizer Straße in Frankfurt am Main nicht nur Geburtskarten angeschaut (bzw. fotografiert), sondern auch etwas gekauft.

Eine DVD mit einer Erinnerung an Jugendzeiten, einen Spielfilm. Ob ich diesen Film damals gesehen habe, weiß ich nicht mehr. In meiner Jugendzeit hatte ich eine ganze Reihe von Maciste-Filmen angeschaut, kann mich aber nur noch an einen Titel erinnern: "Maciste, Rächer der Pharaonen".
Derjenige Film, den ich heute erstanden habe, ist ein Jahr später (1961) entstanden und trägt den Titel "Maciste, der Sohn des Herkules".
Ob ich mir das Werk jemals in Gänze (wieder) anschauen werde, ist fraglich; vielleicht dann, wenn ich pensioniert bin. Trotzdem: 3,- Euro für die Erinnerung kann man ja mal ausgeben.

Und was hat meine Erinnerung bewahrt? Die Bewunderung für den großen Helden Maciste. Damals zu seiner Zeit, da gab es halt noch richtige Männer: Einmal kurz an der Tempelsäule gerüttelt, und schon sackte ein gigantisches Pappmachébauwerk in sich zusammen!

Solche Männer findet man heute nicht mehr.
Oder?
Tue ich meinen Zeitgenossen vielleicht mit einer oberflächlichen Betrachtungsweise einen Tort an?
Fast scheint es so, denn bei genauem Hinsehen war Maciste der Tempelzertrümmerer doch ein armseliges Würstchen im Vergleich zu den Helden unserer Tage:
Den Boni-Bankern, welche mit wenigen Mausklicks die Finanzarchitektur des gesamten Erdballs zum Einsturz brachten.

Nur sind solche Kraftakte leider schwerer zu visualisieren als weiland die Leistungen meines Maciste!





Textstand vom 05.09.2009. Auf meiner Webseite
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Woolworth in Frankfurt (Schweizer Straße) verwöhnt seine Kunden von vorne bis hinten mit einer Riesenauswahl an Geburtstagskarten ...

... darunter sogar eine, die dem Geburtstagskind verspricht:

"Heute wirst du hinten und vorne verwöhnt ...".


Angesichts einer solchen Verheißung ist es kein Wunder, wenn eine andere Geburtstagskarte kommentiert:
"Einmalig!!! Da schlägt das Herz höher!"

Ob das wohl ein/e deutsche/r Muttersprachler/in war, der oder die eine Verwöhnung "hinten und vorne" versprochen hat?











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Freitag, 4. September 2009

Ein Ausflug in die Gedanken-Welt der "Österreicher"

Der Wirtschaftswissenschaftler Joseph T. Salerno, ein Anhänger der Österreichischen Schule (Ludwig von Mises, Friedrich August von Hayek, Murray Rothbard u. a.) der Volkswirtschaftslehre hatte (ursprünglich im Januar/Februar 2002, eine erweiterte Fassung, auf die ich mich nachfolgend beziehe, erschien im Jahr 2003) auf andere Weise unternommen, womit auch ich mich derzeit abmühe: die Erstellung einer Deflations-Taxonomie.
Im Detail hoffe ich auf seinen Aufsatz "An Austrian Taxonomy of Deflation" (also: Deflations-Taxonomie aus Sicht der Österreichischen Schule der Nationalökonomie; im amerikanischen Kontext wird diese Schule abkürzend immer nur als "Austrians" bezeichnet) in einer Ergänzung zu meinem früheren Blott "Deflation demystified oder: Eine Deflationsursache gibt es nicht!" einzugehen. Hier greife ich lediglich einen Punkt heraus, der nicht zwingend mit Deflation zu tun hat.

Donnerstag, 3. September 2009

Aldi Süd kämpft für die Volksgesundheit. Und gegen die Verknappung textiler Rohmaterialien

Höflich wie ich, sogar gegen mich selbst, bin, würde ich mich als "untersetzt" beschreiben, oder als reiferen Herrn mit Embonpoint [in der Hoffnung, das möglichst wenige Leser diesen Ausdruck verstehen ;-)].

Als solcher kann ich eigentlich nicht meckern, wenn Aldi mir einen "Merino-Pullover" für 15,99 Euronen anbietet. Auch wenn der, bei näherem Hinschauen, nur zu 51% (außen)aus Schurwolle (Merinowolle) besteht, und zu 49% (innen) aus Baumwolle.
Wenn er nicht einläuft*, passt er mir sogar, liegt aber ziemlich nah am Körper. Eigentlich trage ich meine Kleidung lieber etwas lockerer, schlabberiger, doch dem schiebt Aldi Süd einen Riegel vor: bei Größe 54 endet das Angebot, und es beginnt mit Größe 48. Bauchgrößen (für mich 26 oder 27) sind Fehlanzeige.*
* Nein, er ist nicht eingelaufen!

Höflich wie ich bin, klopfe ich dem Aldi-Bruder auf die Schulter und lobe ihn. Weil er den deutschen Trend zum Vollschlank-Körper einfach ignoriert, und "gute Futterverwerter" zum Abmagern zwingt. Indem er die Kleidungsgrößen rationiert.
Ein Vorgeschmack auf jene Rationierung, welche im Zeichen des Ölfördermaximums wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen wird.
Und Wolle und Baumwolle werden auf diese Weise gleichfalls eingespart: toll!

Allerdings: Die weniger schlanken, letztlich wohl auch ich, müssen sich bei einer solchen Sortimentspolitik warm anziehen! ;-)

Eine interessante Frage wäre, ob unsere hedonischen Preismesser auch diese Art der Teuerung auf ihren Radarschirm bekommen. Ich denke mal, eher nicht.


Nachtrag 10.12.09:
Gegen Bäuche hat Aldi Süd auch was: kurze (Leder-)Gürtel. Bis 105 cm.


Nachtrag 06.11.2010
Auch schon ausgeschlafen, Aldi Süd? Die müssen kürzlich zu der innovativen Erkenntnis gekommen sein, dass die Figuren ihrer Kunden irgendwie nicht mit Aldis kleinen Kleidergrößen kompatibel sind. Plötzlich wird (im Prospekt ab 15.11.2010) "attraktive Herrenmode in großen Größen" angeboten und beworben "attraktiv & bequem - große Mode - für Ihn!"
Manchmal funktioniert der Markt ja doch noch.






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