Sonntag, 28. März 2010

Griechenland-Bailout: Ein Dank-Blott für die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel

Pacta sunt servanda, und Gelübde soll man ebenfalls halten.

Es ist noch nicht lange her, dass ich folgende Zeilen schrieb:
"Man soll zwar den Tag nicht vor dem Abend loben, doch hege ich mittlerweile eine, sagen wir mal, 25%ige Hoffnung, dass "unser Mädchen", unsere gute schwäbische Hausfrau, die gesamten Smartguys der Finanzwelt freundlich lächelnd aufs Kreuz gelegt hat. Für diesen Fall lege ich hier sogar ein Gelübde ab: dass ich nämlich unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Dank-Blott weihen werde.
Aber so weit ist es noch lange nicht.
"
Das war am Schluss meines Blog-Eintrages "Griechenland-Bailout: Rosarote Front der Arbeiterverräter. DGB-Vorstandsmitglied fordert: Frische Euros für Athen!", verfasst in der Zeit vom 07.-10.03.2010.

Der "Abend" kann zwar immer noch kommen, wenn irgend welche unerwarteten Hindernisse auftauchen oder Änderungen der Lage eintreten.
Vorerst indes hat unsere Kanzlerin Angela Merkel die deutschen Interessen (und letztendlich auch diejenigen der anderen europäischen Staaten und am Ende sogar jene der Defizit-Sünder, auch wenn diese das momentan und in den nächsten Jahren anders sehen werden) mit Nachdruck und mit Geschick vertreten.

Sonntag, 21. März 2010

Aufräumarbeiten enthüllen Ben Bernanke's Perspective of the American Financial System as SOWERED

It would certainly be appropriate to say that the financial system (particularly in the USA, but hardly to a lesser degree in much of Europe) has soured.

To Ben Bernanke, the fact that the financial 'industry' in the United States went sour must have come as an unpleasant surprise. He had, after all, always heralded the American financial system for being SoWeReD.
Those were the attributes he awarded to the financial markets
- Sophisticated (sophistication)
- Well regulated and
- Deep (depth):
insgesamt also: SoWeReD (for quotations see below).

To understand why finance sowered, you would have to understand the terms which Bernanke used in a somewhat different (nevertheless semantically legitimate) way from what he had in mind:

Sonntag, 14. März 2010

Griechenland-Bailout, Europäischer Währungsfonds: Deutschlands Führung gegen das deutsche Volk!

Durch Zufall stieß ich auf ein Forenposting im öffentlichen Forum der Piratenpartei u. d. T. "Griechenland helfen ja oder nein".
Dieser regte mich an, nun meinerseits dort den nachfolgenden Beitrag (Titel = Blott-Titel) zu veröffentlichen:


Fast die gesamte deutsche Führung, ob in der Regierungsverantwortung oder in der Opposition, stellt sich gegen beinahe das gesamte deutsche Volk.

Wir sind ja sowas von verantwortlich: da müssen wir doch einfach die deutschen Steuergelder für die PIGS raushauen? (Versteckt natürlich, über Gemeinschaftsanleihe, Bürgschaft oder so).

Und wo sind die Piraten in dieser Frage? Abgetaucht? Versenkt?

Freunde: wenn ihr euch hier eindeutig an der Seite der deutschen Steuerzahler positioniert, habt ihr gute Chancen, bei der nächsten Wahl die 5%-Hürde zu überspringen - und ihr würdet euch um Deutschland verdient machen.

Freitag, 12. März 2010

Thilo Sarrazin in Brüssel oder Diese beschissene deutsche Medien-Feigheit kotzt mich gründlich an!

DASS sie darüber berichtet, ist ja okay: die Financial Times Deutschland über "Beamte als Kriminellen-Opfer. In Brüssels Europaviertel boomt das Verbrechen". Obwohl sie da keineswegs die Ersten sind.

Bereits am 30.05.2007 hatte Silke Wettach für die Wirtschaftswoche ein Lagebild gegeben: "Kriminalität. In Brüssel lebt es sich gefährlich." Irgendwelche Angaben über die ethnischen Hintergründe der Täterkreise fehlen hier allerdings total.

Am 19.10.2009 folgte "WeltOnline" (S. Bolzen und C. B. Schiltz): "Einbrüche und Überfälle. Brüssel ist Europas Hauptstadt des Verbrechens".
Hier liest man schon deutlichere Hinweise auf die Täterkreise:
"Die Stadt steckt voller Spannungen. Mehr als 40 Prozent der Einwohner sind Einwanderer der ersten, zweiten oder dritten Generation. In einigen Stadtteilen ist jeder zweite ausländische Jugendliche arbeitslos. Zugleich lässt die Wirtschaftskrise wallonische und flämische Stadtväter erbittert um die Pfründe streiten – überall fehlt das Geld. Die Polizei ist miserabel ausgerüstet und schlecht bezahlt."

Montag, 8. März 2010

Theo Waigel: „Europa braucht keinen eigenen Währungsfonds“ (Handelsblatt-Interview 8.3.2010)

Recht hat er, der Theo, wenn er in dem heutigen Handelsblatt-Interview auf die Frage: "Sollte man in Europa einen eigenen Währungsfonds aufbauen, um künftig in solchen Krisenfällen eingreifen zu können?" antwortet:
"Waigel: Nein. Warum ist Europa mit seinen Ländern dann Mitglied im Internationalen Währungsfonds, wenn dann nur noch Ländern in Latein- und Südamerika oder in Afrika und Asien geholfen wird? Europa braucht keinen eigenen Währungsfonds. In Notfällen ist der IWF die richtige Adresse – und dabei sollte es auch bleiben."
[Auch sonst ist das Interview lesenswert, weil Theo Waigel auch die schwarz-gelbe (Hornissen-)Koalition nicht schont:
"HB: Fehlt der Koalition der Mut, die Grausamkeiten beim Namen zu nennen?
Waigel: Franz Müntefering hat sich getraut, die notwendige Entscheidung zur Rente mit 67 zu treffen, auch wenn es seine SPD fast zerrissen hätte. Jetzt wird leider versucht, das wieder zurückzunehmen, obwohl das eine für den Erhalt der sozialen Sicherungssysteme unabdingbare Maßnahme ist. Um ehrlich zu sein, macht es mir Sorgen, dass wir nicht mehr in der Lage sind, solche Entscheidungen notfalls gegen ein zeitweiliges Stimmungsbarometer durchzusetzen.
"]

Sonntag, 7. März 2010

Griechenland-Bailout: Rosarote Front der Arbeiterverräter. DGB-Vorstandsmitglied fordert: Frische Euros für Athen!

In seiner Kolumne "Experiment am lebenden Griechen" in der Financial Times Deutschland (FTD) kritisiert Thomas Fricke mit beißendem Spott die Sanierungsforderungen Deutschlands und der EU gegenüber Griechenland als kontraproduktiv. U. a. schreibt er:
"... die Griechen haben gerade beste Chancen, zu Kollektivprobanden eines großen wirtschaftspolitischen Experiments zu werden. Immerhin hat in der Weltgeschichte noch keine Regierung versprechen müssen, so schnell und rabiat ein Staatsdefizit abzubauen - um ein Zehntel der Gesamtwirtschaftsleistung in drei Jahren. Und zwar mitten in der Rezession, was bekanntlich alle anderen Regierungen der Welt als wirtschaftlich kontraproduktiv bis zwecklos ablehnen. .....
... es [kann] kontraproduktiv sein ... zu konsolidieren, wenn die Wirtschaft in einer Abwärtsspirale steckt
."
Seine Schlussfolgerung:
"Am Ende droht es weder eine Erholung noch sinkende Schulden zu geben. Und Herumkürzen ist ja nicht gleich gut, nur weil spekulierende Investoren oder das Bauchgefühl deutscher Sofa-Sittenwahrer es verlangen.
Es wäre auch für Deutschland besser, Spekulanten früher zu stoppen und den Griechen etwas Zeit für ein ausgeschlafenes mittelfristiges Sanierungskonzept zu lassen, statt ein ganzes Volk wie böse Bengel auszuschimpfen.
Wenn die Griechen den Portugiesen in die Dauerstagnation folgen, wäre dies für die Deutschen das größere Desaster. Immerhin empfehlen Brüsseler Beamte die Rabaukensanierung ja auch Iren, Spaniern und anderen. Warum aus Fehlern lernen? Gut möglich, dass es rund um Deutschland bald ziemlich viele lethargische Probanden gibt, die stoisch dem eigenen Abschwung hinterhersparen. Da haben die weder Lust noch Geld, deutsche Exporte zu kaufen.
"

Auch wenn mir - in meiner Eigenschaft als deutscher Steuerzahler - bei manchen Formulierungen die Galle hochkommt, müssen wir uns mit seinem Kernargument auseinandersetzen, dass eine Sanierung, d. h. konkret eine Einschränkung kreditfinanzierter Staatsausgaben, kontraproduktiv für die Wirtschaft sein kann.