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Dienstag, 17. August 2021

Zwischen Nürnberg und Regensburg mal eben die Welt gerettet

 
Irgendwann Mitte der 70er Jahre unternahm ich mit meiner Frau von Frankfurt aus eine Bahn-Städtereise nach Salzburg. Vermutlich waren wir aus Kostengründen mit Bummelzügen unterwegs; ganz genau weiß ich das nicht mehr. Auf alle Fälle mussten wir u. a. in Nürnberg und Regensburg umsteigen.
In Nürnberg war ein Mann mittleren Alters zugestiegen. Er setzte sich in unser Abteil und im Laufe der Weiterfahrt kamen wir ins Gespräch.

Dienstag, 3. September 2019

Vita Burkhardti Brinkmanni, Teil 7: Ratsgymnasium Bielefeld

„Du glaubst zu schieben, und du wirst geschoben“
Learn English with the BFBS

Das Lernen ist mir nie leicht gefallen; im Grunde habe ich nie „Lernen gelernt“. Zumindest das systematische Lernen nicht. Dann und wann, wenn der Kopf frei und die Motivation hoch war, ging es auch mal erstaunlich leicht rein. Aber das war leider nur selten der Fall. Ich war, wie einer meiner Lehrer mal sagte, „kein Überflieger“.

Samstag, 31. August 2019

Freitag, 30. August 2019

Vita Burkhardti Brinkmanni, Teil 5: Die Schilske-Sippe: „Weei säiden met sierben Kinner beei Disk"


„Du glaubst zu schieben, und du wirst geschoben“

Über das Leben meines Vaters vor meiner Geburt (bei der er 43 Jahre alt war) hatte ich bereits im 2. Teil berichtet.
Aufgewachsen war er im Bielefelder Ortsteil Schildesche, mit 6 Geschwistern, bei denen die Eltern Mühe hatten, die Kinder durchzubringen. Das Zitat in der Überschrift entstammt einem Lied, dass mein Vater 1939 anlässlich der 1000-Jahr-Feier der Gemeinde (heute Ortsteil von Bielefeld) auf Plattdeutsch über seine Jugendzeit gedichtet und komponiert hatte und das ich ebenfalls im 2 Teil eingestellt habe.

Nachdem ich mich im 3. Teil der Verwandten mütterlicherseits erinnert habe, folgt hier nun die Verwandtschaft meiner Vaterseite, untermischt mit einigen anderen Kindheitserinnerungen.

Mittwoch, 28. August 2019

Vita Burkhardti Brinkmanni, Teil 4: Exulanten unter den Verwandten


„Du glaubst zu schieben, und du wirst geschoben“
 
Oma Emma oder Das Beffchen, das ein Jabot war

Während meine Eltern in ihrem Lebensstil keine äußeren Zeichen besonderer Frömmigkeit an den Tag legten, war ich als Kind ein eifriger Kirchgänger. Besonders gerne besuchte ich den (evangelisch-lutherischen) Kindergottesdienst bzw. die „Sonntagsschule“; teilweise in der Neustädter Kirche, teilweise in der Jakobuskirche. Von letzterer ging ich häufig zu meiner heißgeliebten Großmutter ("Hab dich ganz doll lieb, Omi" - ca. 1949)
in der nahen Hamelmannstraße (Hermann Hamelmann war ein lutherischer Reformator).

Emma Schröder (Kosename in der Verwandtschaft: „Schneckchen“) war die Mutter meiner Mutter (Mathilde Brinkmann) und die einzige meiner vier Großeltern, die bei meiner Geburt noch lebte. Ihr Geburtsname war Horstbrink.

Dienstag, 27. August 2019

Vita Burkhardti Brinkmanni, Teil 3: Aufgewachsen in Ruinen und der Zukunft zugewandt

„Du glaubst zu schieben, und du wirst geschoben“
 
Eine Kindheit mit Salzlake, Dienstmädchen-Sex und Heiderose

Auch in Bielefeld war die Altstadt in Schutt und Asche gebombt worden, aber eine deutliche Erinnerung an dieses Trümmerfeld habe ich nicht mehr. Die Häuser wurden auch rasch wieder aufgebaut, denn für die Ausgebombten und die Heimatvertriebenen wurden jede Menge Wohnungen gebraucht.
Vage erinnere ich mich noch an eine Lorenbahn (Feldbahn). Die transportierte den Bauschutt aus der Altstadt durch die Ravensberger Straße zu einem freien Platz vor dem Helmholtz-Gymnasium. Wir nannten ihn "Spindelplatz", weil er an der Spindelstr. lag. Tatsächlich hieß er wohl anders oder war namenlos; anscheinend ist es das heutige Fußballfeld "Fichteplatz".
Auf der Abbildung einer solchen Trümmerbahn ihn Dresden erscheinen auch jene "Trümmerfrauen", deren Ehrung in München die Arroganzgrünen Katharina Schulze und Sepp Duerr vehement bekämpfen. (2013 und, weil's so viel Spaß gemacht hat, in 2015 gleich noch einmal.) Für mich wiederum ein Grund, jetzt die einschlägige Facebook-Seite zu laiken.

Mittwoch, 3. Juli 2019

Vita Burkhardti Brinkmanni, Teil 2: Von Weimar zum Weinen-Mahr


„Du glaubst zu schieben, und du wirst geschoben“ 

Und weiter geht meine Lebensbeschreibung - immer noch ohne mich. (Aber keine Angst, irgendwann werden Sie mir schon noch begegnen!).
Wie schon im ersten Teil, geht es die Familiengeschichte. Hier im Wesentlichen aus der Zeit nach dem Ersten und bis zum Ende des Weltkriegen. Für fremde Leser, die mit meiner Privatgeschichte wenig am Hut haben, sind vielleicht auch in diesem Teil wiederum die Bilddokumente aus vergangenen Zeiten interessant. Und wie die Blitze der "großen" Geschichte neuerlich in die Mikrohistorie einschlagen.
Die Familie meiner Mutter war durch die Kriegsverletzung ihres Vaters verarmt, so dass ich aus dieser Zeit fast keine Bilder davon habe.

Auch auf der Vaterseite war das Geld knapp, aber einige Aufnahmen sind mir aus aus der Zwischenkriegszeit doch überkommen. Das sind freilich keine Atelierfotos mehr (und folglich nicht aufwändig auf Pappe aufgezogen, wie die im ersten Teil gezeigten "bürgerlichen" Bilder aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg). Die Fototechnik hatte sich weiter entwickelt und mittlerweile Kameras "für alle" auf den Markt gebracht, so dass man häufiger "knipste" und allenfalls noch selten ins Fotostudio ging.

Sonntag, 30. Juni 2019

Vita Burkhardti Brinkmanni, Teil 1: Der Mutterseite Abstieg aus dem Kleinbürgertum

„Du glaubst zu schieben, und du wirst geschoben“

Wenn man denn je seine Lebenserinnerungen schreiben und online stellen möchte, dann sollte man das im Alter von 73 Jahren so langsam in die Tat umsetzen. Eigentlich bin ich zwar Optimist; aber letztlich weiß man ja nicht, wie viel Zeit einem noch bleibt.

Mittwoch, 13. März 2019

In memoriam Helmut Niepel


Vom 01.04.1952 bis Ende März 1956 habe ich in Bielefeld die Volksschule (heute sagt man "Grundschule") besucht.
Die damalige Jakobusschule (eine evangelische Bekenntnisschule; damals waren die Grundschulen in Nordrhein-Westfalen großen- oder größtenteils noch nach Konfessionen getrennt!) gibt es heute wohl nicht mehr. Sie war im westlichen Teil eines großen Doppelgebäudes in der Rohrteichstraße untergebracht, auf jener Seite, wo auch das kleine Wohnhaus des Hausmeisters stand (oder noch immer steht).

Samstag, 5. September 2009

Back to the (my) Roots oder: Maciste und die Boni-Banker

Natürlich habe ich bei meinem heutigen Besuch in der Woolworth-Filiale in der Schweizer Straße in Frankfurt am Main nicht nur Geburtskarten angeschaut (bzw. fotografiert), sondern auch etwas gekauft.
 
Eine DVD mit einer Erinnerung an Jugendzeiten, einen Spielfilm. Ob ich diesen Film damals gesehen habe, weiß ich nicht mehr. In meiner Jugendzeit hatte ich eine ganze Reihe von Maciste-Filmen angeschaut, kann mich aber nur noch an einen Titel erinnern: "Maciste, Rächer der Pharaonen". Derjenige Film, den ich heute erstanden habe, ist ein Jahr später (1961) entstanden und trägt den Titel "Maciste, der Sohn des Herkules". Ob ich mir das Werk jemals in Gänze (wieder) anschauen werde, ist fraglich; vielleicht dann, wenn ich pensioniert bin. Trotzdem: 3,- Euro für die Erinnerung kann man ja mal ausgeben. 
 
Und was hat meine Erinnerung bewahrt? Die Bewunderung für den großen Helden Maciste. Damals zu seiner Zeit, da gab es halt noch richtige Männer: Einmal kurz an der Tempelsäule gerüttelt, und schon sackte ein gigantisches Pappmachébauwerk in sich zusammen! Solche Männer findet man heute nicht mehr. 
 
Oder? Tue ich meinen Zeitgenossen vielleicht mit einer oberflächlichen Betrachtungsweise einen Tort an? Fast scheint es so, denn bei genauem Hinsehen war Maciste der Tempelzertrümmerer doch ein armseliges Würstchen im Vergleich zu den Helden unserer Tage: Den Boni-Bankern, welche mit wenigen Mausklicks die Finanzarchitektur des gesamten Erdballs zum Einsturz brachten. 
Nur sind solche Kraftakte leider schwerer zu visualisieren als weiland die Leistungen meines Maciste! 
 
 
Textstand vom 20.09.2021

Sonntag, 9. November 2008

Der Kindheit seltsam fremde Früchte. Zu "Strange Fruit" von George Monbiot

"Die dümmsten Verbraucher kaufen die dicksten Erdbeeren" schrieb ich auf meiner Webseite mit Links zum Thema "Italien". (Mit Italien hat das relativ wenig zu tun; es kam mir dort im Zusammenhang mit dem Kapitel "Sprichwörter" in den Sinn.)

Sonntag, 23. Dezember 2007

Über Kettenreaktionen in die Kindheit

Nicht nur meine: beim derzeitigen Katalogisieren meiner Buchbestände fiel mir wieder Fabrizia Ramondinos autobiographischer (s. dazu den Rezensionstitel: "Tra romanzo e autobiografia") Roman "Althénopis. Kosmos einer Kindheit" in die Hände. Althénopis steht für Neapel ; der größte Teil des Romans spielt allerdings außerhalb (mehr als die 1. Hälfte in Santa Maria del Mare bei Massa Lubrense (Sorrento). Jedenfalls hatte ich mir notiert: "Ein schönes, entspannendes Werk, obwohl die Lektüre durch die langen (aber beruhigenden) Sätze eine gewisse Konzentration erfordert." [Zur Autorin (sowie kurz auch zu diesem Buch) vgl. den schönen Artikel "Ein neapolitanisches Familienlexikon. Zu Besuch bei Fabrizia Ramondino" in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) vom 15.08.2005.]

Sonntag, 16. Juli 2006

Lohn der Angst

Richard Wagner interessiert mich ebenso sehr wie Fußball – also (fast) gar nicht.
Aber dann und wann, im Urlaub, erwischt er mich doch (der Richie, nicht der Fußball!).

Montag, 11. Juli 2005

Tante Erna und ein Brillenwechsel für Lupo Vecchio

Sie war jung und sah hinreißend aus.
Nicht Tante Erna, die zwar angenehm aussah, aber nicht mehr jung war, sondern jene junge Dame, welche irgendwann irgendwo in sein Blickfeld kam. Während Lupo Vecchio sie bewundernd anstarrte, und seinen Trappergedanken nachhing (das hat aber nichts mit Karl May zu tun: der wäre veranlagungsbedingt eher desinteressiert gewesen), nahm sie ihn wahr und wandte ihm den Blick zu.
Wie würde sie reagieren? Ärgerlich, hochmütig?
Nein: sie grüßte ihn fröhlich, herzlich, und gänzlich unbefangen. Ganz so, wie man einen lieben alten Opa begrüßt.