Freitag, 31. Oktober 2008

Es braust ein Ruf wie Donnerhall: es herbstet in Bad Reichenhall!

Hätte ich den Blog-Tittel "Der Herbst entfaltet seine Pracht, derweil es an den Börsen kracht" nicht schon früher (für einen Bild-Eintrag über 'Bad' Gersfeld) vergeben, könnte ich ihn für das nachfolgende Bilderbuch über unseren Herbsturlaub (vom 12. - 26.10.2008) verwenden.

Jedenfalls: wir hatten ein außerordentliches Glück mit dem Wetter; dafür würde ich mich auch gern bei Petrus bedanken, hätte ich nur dessen E-Mail-Adresse zur Hand.

Glück im Unglück hatten wir allerdings bei einer Busfahrt ins Salzkammergut am Mittwoch, 15.10.2008: nach 10 Minuten war die Fahrt für die 15 Reisegäste bereits zu Ende.

Ob die "Schlafende Hexe" dran schuld war?
Deren Bild sehen wir hier von Norden, eigentlich von der "verkehrten" Seite, aber auch aus dieser Richtung sind die Konturen des Hexengesichts - am linken Bildrand - erkennbar. [Deutlicher wird die Bezeichnung bei einem Blick von Süden, aus Richtung Berchtesgaden. Den haben wir zwar auch genossen, konnten aber kein Foto schießen, weil wir im Reisebus saßen. Stattdessen hier ein Link zu einem eindrucksvollen Foto des 'Gesichtes'; und auf diesem Bild erkennt der Betrachter (mit ein wenig Phantasie) auch die Brust, den Bauchnabel und die angezogenen Beine.]

Der Verlust der Mitte: Beispiel Adventskalender

Adventskalender bekommt man,
bei Aldi wie auch sonst überall, entweder spottbillig (da taugt die Schokoladenfüllung dann auch nicht viel) oder teuer (im Handel gibt es auch noch weitaus teurere als die für 4,59 €, z. B. mit Spirituosenfläschchen gefüllte).

Ich würde gern sagen wir mal 2,- € hinlegen für einen liebevoll gemachten und mit qualitativ guter Schokolade bestückten Adventskalender. So etwas gibt es aber nicht: entweder du nimmst den Schrott oder dein Portemonnaie wird zu Schrott.
Ob das ein Indiz für das häufig beklagte bzw. behauptete Verschwinden der Mittelschicht ist?
Wie auch immer: mich ärgert es.

Was man in Bad Reichenhall über den Kasinokapitalismus denkt

Subtile Kommentare zur aktuellen Finanzmarktkrise (Finanzkrise): die Alzheimer-Gesellschaft tagt im Gebäude des Reichenhaller Spielkasinos (Kurgastzentrum).

Dienstag, 28. Oktober 2008

Finanzmarktkrise, Finanzkrise? Nein: Rohstoffkrise! Notenbanken, Geldpolitik und Konjunkturpakete sind deshalb am Ende

Es liegt auf der Hand, dass das amerikanische Wirtschaftssystem 'Schuldenmajor' auf Dauer nicht funktionieren kann (vgl. dazu als zufälliges Beispiel die Beiträge (vom 02.11.07 -sehr spaßig!- und vom Sept./Okt. 2008) eines gewissen Moritz Nauer, der wiederum auf anglophonen - vermutlich amerikanischen Internettexten bzw. Internetvideos beruht). Das Spiel wäre aber vermutlich noch eine ganze Weile länger gelaufen (oder etwas weniger unsanft ausgelaufen), hätten nicht die steigenden Rohstoffpreise, an erster Stelle natürlich der Ölpreis, den (amerikanischen) Konsumenten das Geld aus der Tasche gezogen.
[Das "Levy Economics Institute of Bard College", frühere Wirkungsstätte des jetzt posthum berühmt gewordenen 'Krisenpropheten' Hyman Minsky, stellt seit Jahren eine Fülle von Veröffentlichungen in verschiedenen Kategorien - kurzgefasste Vorschläge für die Politik, allgemein verständliche Texte, wissenschaftliche Arbeiten usw. - zur Wirtschaft und Wirtschaftspolitik, speziell natürlich der USA, ins Netz, darunter auch zahlreiche über die Verschuldung des Staates und der Verbraucher. Ich habe mir das noch nicht näher angeschaut, kenne also auch die Tendenz nicht. Hier jedenfalls die Links zu einer Übersicht der verschiedenen Veröffentlichungskategorien und hier die verschiedenen Arten von Veröffentlichungen zum Thema "Monetary Policy and Financial Structure", also aktuell zur Finanzkrise und Konjunkturkrise.]

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Finanzkrise (Finanzmarktkrise): Ist BEN BERNANKE BESCHEUERT oder ist Burkhardt Brinkmann blöd?


09.10.08 ff.
[Hervorhebungen jeweils von mir]
 
Ben Bernanke, "Chairman of the Board of Governors of the Federal Reserve System" also Präsident der kurz "Fed" genannten US-amerikanischen Zentralbank (Notenbank) hat den Hubschrauber aufsteigen lassen. Das war mein spontaner Gedanke, als ich im Handelsblatt die Überschrift "Kollaps der Geld- und Kreditmärkte. US-Notenbank vergibt Kredit ohne Sicherheit" vom 07.10.08 las. Einleitung:

Samstag, 4. Oktober 2008

Natur und Finanzkrise: Der Herbst entfaltet seine Pracht, derweil es an den Börsen kracht!?



Es könnte sein, dass sich Deutschland noch lange an diesen Goldenen Oktober erinnern wird. Oder seinen Verlust betrauern.
Je nachdem, ob und wie stark die aktuelle Finanzmarktkrise auf die Realwirtschaft durchschlägt.

Nicht das, was ich von denen erwartet hätte: Werbung für Zeit-Literaturbeilage ein Plagiat?

Die Werbung, an Frankfurter U-Bahn-Stationen vor vielleicht einem halben oder einem Jahr massiv plakatiert, hatte mich beeindruckt. Nicht die für die "Zeit", sondern für das Jüdische Museum Berlin. Da kroch z. B. aus einem Fahrradreifen eine Korallenschlange heraus, in der stacheligen Fruchthülle einer Kastanie steckte ein Golfball und der Anschnitt einer Kokosnuss förderte die Innerei einer Apfelsine zu Tage. (Auf der Homepage des Jüdischen Museums Berlin sind einige der Poster abgebildet; bedauerlicher Weise sehr klein. Leider habe ich es auch versäumt, auf dem Weg zur Arbeit die Digitalkamera mitzunehmen, und dann an einer Haltestelle auszusteigen und die Werbeplakate zu fotografieren. Indes: für Reue ist es nun zu spät.) Die Bilder wurden jeweils von dem Slogan begleitet "Nicht das, was Sie erwarten".

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Amerikas Politiker verhätscheln die Reichen

- erzählt man uns, und will uns Glauben machen, dass das bei uns völlig anders sei.
Manchmal kommen aber beiläufig Informationen zum Vorschein, bei denen man es ganz anders liest.

So berichtet z. B. Joschka Fischer, der ja neun Monate Gastprofessor in Princeton war, in dem Zeit-Interview "Ich bin immer noch ein Linker!" (v. 14.08.08):
"Und wissen Sie, was ich außerdem festgestellt habe: Die These vom Niedrigsteuerstaat USA ist schlichter Unfug.
ZEIT: Wieso das?
Fischer: Na, ich habe mir einfach angeschaut, was ich an Steuern zu bezahlen hatte, pfff, also da muss ich sagen, in etwa wie bei uns, nur hierzulande mit wesentlich besserer sozialer Sicherung."


Noch interessanter ist eine Information, die en passant in einen FAZ-Artikel über die Finanzkrise ("Senat riskiert viel - und ändert wenig" - 01.10.08) eingeflossen ist: