Mittwoch, 6. Januar 2021

Deutschlandfunk: Interview mit Berliner AfD-Renegat Clemens Torno verschwunden! Was will der Staatssender verschleiern?

 
am 30.11.2020, und noch einige Tage danach, konnte man auf der Webseite des Deutschlandsfunks ein Interview mit Clemens Torno lesen, und zwar unter diesem Link: https://www.deutschlandfunk.de/informationen-am-morgen.1764.de.html
Torno wurde als AfD-Kandidat zum Bezirksverordneten in Berlin-Mitte gewählt. [Diese Position muss man sich wohl ähnlich derjenigen eines Stadtrats vorstellen. Berlin ist ja nicht nur eine (Groß-)Stadt, sondern auch ein Bundesland. Und nochmal in "Bezirke" aufgeteilt, die wohl ganz oder teilweise diejenigen Aufgaben übernehmen, die sonst den Stadtverwaltungen zukommen.]
Aus der AfD ist er ausgetreten; sein Mandat hat er freilich behalten. 
(Am Rande: Die Tätigkeit ist zwar "ehrenamtlich", aber lukrativ: 937 Euro "Aufwandsentschädigung" erhält man pro Monat, und das, nehme ich an, steuer- und beitragsfrei. Da behält man doch gerne sein Mandat, auch wenn man gar nicht mehr für das steht, wofür man von den Wählern gewählt wurde.)

Schon seit geraumer Zeit führt dieser Link aber nicht nicht mehr zum Interview, sondern zur Übersichtsseite der jeweils tagesaktuellen DLF-Sendungen.
Eine Seitensuche via Browser findet den Link derzeit (6.1.2021) jedoch noch immer:
 

Dagegen ist im Google-Cache das Interview verschwunden:

Unter den Sendungen vom 30.11.2020 ist es beim Deutschlandfunk ebenfalls nicht mehr gelistet:

 
Der Text war relativ lang. Was er enthielt, kann man teilweise in Tornos 'Sündenbekenntnis' "Mein Weg – Einmal AfD hin und zurück" nachlesen, das am 29.11.2020 (also am Tag vor dem DLF-Interview) auf der Journal-Webseite "EXIT Deutschland" veröffentlicht worden war.
EXIT Deutschland bezeichnet sich als "Initiative, die Menschen hilft, die mit dem Rechtsextremismus brechen und sich ein neues Leben aufbauen wollen" und wird vom Steuerzahler jährlich mit Staatknete gut gefüttert: "Fördermittel: jährlich 225.000 €" erfahren wir am Schluss auf der verlinkten Unterseite. [Als das Familienministerium der ominösen "Doktorin" Franziska Giffey 2019 nicht länger löhnen wollte, baute die linke Lobby Druck auf - vgl. auch hier - und prompt rollte der Rubel wieder.]
"EXIT Deutschland" ist allerdings ein bloßer Name; eigentlicher Träger ist die "ZDK Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH". Das Ganze ist auch noch mit einem Verlag verbandelt: "edition widerschein Widerschein ibbm UG". 
Die Akteure (oder der Hauptakteur Bernd Wagner, bis 1989 noch SED-Mitglied, und folglich beim Untergang des ersten Arbeiter- und Bauernstaats auf deutschem Boden flugs gewendet) werden bzw. wird Gründe für eine derart ominöse Konstruktion haben .....

Wie die Organisation arbeitet, schildert deren Mitarbeiter Frank Wichmann in einem Interview vom 28.11.2020 - übrigens justament jenem Tag, an welchem die Bußübung (und Anti-AfD-Hetze) des Clemens Torno veröffentlicht  wurde (meine Hervorhebungen):
 "In der Regel wenden sich die Leute an uns, die eine mehr oder minder ausgeprägte Motivation haben, sich in der rechtsextremen Szene befinden und mit dieser Motivation diese verlassen wollen. Dann entwickeln wir mit denen einen Plan, wie man diesen Schritt vollziehen kann. Wie man mit den ehemaligen Kamerad*innen kommuniziert, welche Informationen oder Erzählung man den Kamerad*innen vermittelt im Ausstieg."
Man darf wohl davon ausgehen, dass die Organisation auch dem Herrn Torno behilflich war, ein hübsches Narrativ für seinen AfD-Austritt zu präsentieren. (Wie vermutlich auch schon früher für einen Bayern namens Simon Bucher bei dessen Parteiaustritt.) 
 
EINSCHUB:
Derartige Vorgänge sollten eigentlich ein Grund für "unseren" (ich bin selber Parteimitglied) AfD-Bundesvorstand sein, Klagen dagegen anhängig zu machen, dass das Schurkel-Regime hier mit Steuermitteln gegen eine demokratische Partei des Verfassungsbogens agiert - verschleiert über NGOs. 
Ein weiteres Beispiel für eine derartige Zweckentfremdung von Mitteln muss an dieser Stelle genügen: Das "Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt" wird von der Bundeszentrale für politische Bildung getragen bzw. koordiniert. Gibt man auf deren Webseite über die Browser-Seitensuche (bzw. ein entsprechendes Add-on) den Begriff "Rechtspopulismus" ein, erhält man - derzeit - "ungefähr 123 Ergebnisse". Das heißt: Auch hier wird direkt oder indirekt - munter mit STEUERGELDERN gegen "meine" AfD gehetzt. Der Auftrag, gegen den RechtsEXTREMISMUS zu agitieren, wird also unverfroren auf alles ausgeweitet, was den jeweiligen Akteuren zu rechts erscheint. Rechtsextremisten gibt es ja auch nicht so viele; die mittlerweile 250 Mio. Staatsknete JÄHRLICH - und das ALLEIN VOM BUND (auf Landes- und kommunaler Ebene dürfte noch weiterer Zaster fließen) raushaut. (Und für 2021 - das Wahljahr!!! - gleich noch weitere 150 Millionen €, also insgesamt VIERHUNDERT MILLIONEN oder knapp 5 Euro pro Vater, Mutter, Greis und Kind der deutschen Steuer-Dukatenscheißer!) Alexander Wallasch hatte dazu auf "Tichys Einblick" am 26.11.2020 etwas geschrieben. (Sein dort angekündigter Folgebericht erschien am 30.11.2020 unter "Was im Maßnahmenpaket gegen 'Rassismus und Rechtsextremismus' steht"; der 11-seitige Maßnahmenkatalog der Bundesregierung, auf den sein Text sich bezieht, findet sich hier.)
Angeblich geht es gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus. Aber wie z. B. meine Auswertung der bpb-Seite, oder die beiden Fälle bei EXIT-Deutschland zeigen, wird dieser Auftrag stillschweigend auf den Kampf gegen die AfD ausgeweitet.
Wenn meine Partei "Eier" hätte, würde sie eine entsprechende Arbeitsgruppe mit einem hochkarätigen Juristen (mit "Biss") einsetzen und in JEDEM dieser Fälle juristisch vorgehen (vor allem gegen die Bundesregierung). Insgesamt würde sich mit ziemlicher Sicherheit herauskristallisieren, dass dieser MISSBRAUCH VON STEUERGELDERN FÜR DIE PARTEIPOLITISCHEN INTERESSEN DER BLOCKPARTEIEN endemisch ist - und damit der Beweis erbracht, dass er GEWOLLT ist. Dagegen müssten wir auf allen relevanten Ebenen juristisch (bis hin zu den europäischen Gerichtshöfen) und politisch (OECD) vorgehen!
EINSCHUB ENDE

Zurück zum Torno-Interview des Deutschlandfunks. Das enthielt auch negative Behauptungen über Jörg Urban (diese Angaben m. E. sehr fragwürdig), den Landesvorsitzenden der AfD Sachsen, und vor allem über Andreas Kalbitz, den aus der Partei ausgeschlossenen ehemaligen Landesvorsitzenden der AfD Brandenburg und einstigen AfD-Fraktionsvorsitzenden im Brandenburger Landtag. Über diesen behauptet Torno, dass er den Hitlergruß gezeigt und Heil Hitler gerufen habe.

Entsprechende Auszüge finden sich beispielsweise noch auf dieser Facebook-Seite (weiterer, vorliegend nicht eingescannter, Eintrag auch dort):

Ebenso auf dieser Webseite (Link):
 
Bei Eingabe der entsprechenden Suchbegriffe findet man bei Google per heute (6.1.21) auch nach wie vor noch den Hinweis auf das verschwundene DLF-Interview vom 30.11.20:

 
Am oder vor dem 21.12.2020 war mir das Verschwinden des Interviews aufgefallen.
An diesem Tag hatte ich beim Leserdienst des Staatssenders per E-Mail angefragt:
"..... Torno hatte u. a. behauptet, dass der aus der AfD ausgeschlossene Andreas Kalbitz in betrunkenem Zustand "Heil Hitler" gerufen und den Hitlergruß gezeigt habe.
Ist Kalbitz erfolgreich gegen diese Behauptungen vorgegangen? Dann würde ich (ohne dass ich Kalbitz-Fan wäre!) von Ihnen allerdings im Rahmen eines sauberen Journalismus eine entsprechende Korrektur erwarten.
Oder warum sonst haben Sie dieses Interview ggf. gelöscht?
"

Nachdem ich keine Antwort erhielt, richtete ich am 30.12.2020 folgende Anfrage an die Pressestelle des DLF:
".....
auf meine u. g. Anfrage [also diejenige an den Leserservice, die ich beigefügt hatte] steht eine Antwort nicht aus.
Offenbar habe ich mich beim "Hörerservice" an die falsche Stelle in Ihrem Hause gewendet; von Ihnen bekomme ich sicherlich eine Antwort, auf die ich mich dann in meinem Blogpost beziehen kann.
Denn selbstverständlich ist der Vorgang von öffentlichem Interesse.
"
 
Von dort teilte man mir heute mit, dass der Beitrag "aus redaktionellen Gründen depubliziert" worden sei. Herrn Kalbitz habe sich insoweit nicht beschwert.
Das macht die Sache nun freilich nicht klarer, sondern noch WEITAUS OMINÖSER: Um welche "redaktionellen Gründe" handelt es sich? Stimmen die Torno-Vorwürfe gegen die AfD insgesamt nicht? Klar, der Typ ist ein schräger Vogel (oder, vornehmer formuliert: eine instabile Persönlichkeit) das ergibt sich schon aus seiner Parteienhopperei einerseits und dem merkwürdigen Kontrast zwischen angeblicher innerer Abkehr von der AfD seit zwei Jahren einerseits und relativ radikalem Auftreten nach außen andererseits über einen längeren Zeitraum hin. (Vgl. dazu den Bericht " 'Rechtsradikale Sekte': AfD-Mann Torno verlässt seine Partei" der Berliner Morgenpost vom 07.12.2020.)
Er muss wohl auch dem Berliner "TAGESSPIEGEL" suspekt gewesen sein. Denn diese Zeitung, eigentlich kein Kind von Traurigkeit, wenn's zur fröhlichen Hatz auf die AfD geht, hat ein Quasi-Interview mit Torno lediglich in einem Newsletter für Berlin-Mitte veröffentlicht (02.12.2020).

Jedenfalls: In KEINEM dieser Berichte, Interviews bzw. in Tornos Bußübung im Exit-Journal erscheinen die Vorwürfe gegen Urban und Kalbitz; die finden sich EXKLUSIV im DLF-Interview. Und das ist, anders als die anderen Texte, spurlos verschwunden: "Aus redaktionellen Gründen".
Die Verweigerung einer ECHTEN Begründung durch den Staatssender wirft natürlich die dringliche Frage auf, was nun WIRKLICH hinter dieser "Depublikation" steckt. Hat der oder die Interviewer(in) die Sache mit Kalbitz und Urban selber erfunden? War vielleicht sogar das gesamte Interview eine sozusagen "Relotius"-Aktion?
Jedenfalls meine ich, dass der Staatssender der Öffentlichkeit ANTWORTEN SCHULDIG IST - und keine AUSWEICHMANÖVER.

Ich werde selber dort noch einmal zurückfragen, habe allerdings wenig Hoffnung, eine brauchbare Auskunft zu erhalten.
Daher werde ich versuchen, auch "alternative Medien" auf den Vorgang hinzuweisen und sie zur hartnäckigen Recherche auffordern.
Jedenfalls ist hier DEFNITIV ETWAS FAUL - im Staatssender Deutschlandfunk!


ceterum censeo
Wer alle Immiggressoren der Welt in sein Land lässt, der ist nicht "weltoffen": 
Der hat den A.... offen! 

Textstand vom 06.01.2021

Kommentare:

  1. Ein Bezirksverordneter ist kein Stadtrat. Der Stadtrat hat Exekutivmacht. Der Bezirksverordnete ist quasi ein Kreistagsabgeordneter und gehört zur Legislative.

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  2. Danke für den Hinweis, NN.
    Allerdings unterscheiden sich die Bezeichnungen je nach Bundesländern; teils werden sie für Mitglieder der städtischen "Legislative" benutzt, teils für jene der städtischen Exekutive: vgl. Wikipedia-Stichwort "Stadtrat" ( https://de.wikipedia.org/wiki/Stadtrat).
    Hier ist natürlich die "Legislative" gemeint.

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