Samstag, 26. Mai 2007

Ronald McDonald's Mathematikolympiade: Ich liebe es - nicht!



Ein großer Fan von McDonald's bin ich nicht. Hamburger und Pommes schmecken mir dort nicht.
[Bessere Pommes Frites hat der Burger King. Deren Whopper haben nach meinem Empfinden allerdings in Masse und Klasse mittlerweile arg nachgelassen - also lasse ich deren gar nicht mehr so dicke Dinger mittlerweile auch liegen. Bulimie-Burger mag ich nun einmal nicht; da bin ich von daheim ein anderes Kaliber gewöhnt.]

Mit ihrer Inneneinrichtung geben sich viele McDonald's-Filialen Mühe; im Frankfurter Hauptbahnhof (ausgerechnet dort!) sieht das MacDonald's beinahe wie eine Kunstgalerie aus, und nicht etwa mit Werken von Andy Warhol & Co, auch nicht mit Vincent van Goghs Bildern, oder französischen Impressionisten bestückt.
An den Wänden hängen vielmehr riesige Reproduktionen mit Ausschnitten und Detailvergrößerungen aus Gemälden von italienischen Barockmalern (zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich die Gemälde und die Künstler nicht identifizieren kann).

Wieso weiß ich das, wenn ich doch deren Burger nicht beißen mag?
Das Softeis schmeckt dort gut (sofern man die Variante mit den supersüßen Soßen meidet) und ist preiswert.

Vor allem aber ist der Kaffee ganz vorzüglich. Nicht jene Fingerhüte, welche man in deutschen Kaffees vorgesetzt bekommt: ehrliche 0,2 Liter der kleine und 0,3 L der große Becher erhält man bei Mc Donald's.
Noch wichtiger aber: das Zeug mundet echt gut.

Deutsche Kaffees, teure sogar, servieren nicht selten eine Brühe, die unter aller Sau schmeckt. Bei McDonalds schmeckt der Kaffee in fast allen Filialen gut, seitdem die mit Jacobs Kaffee kooperieren und Kaffeemaschinen aufgestellt haben, bei denen jeder Becher frisch aufgebrüht wird.
Der Cappuccino allerdings schmeckt merkwürdiger Weise sehr unterschiedlich. Hier und da ist das eine dünne Pleurre, so dass man sich fragt, ob die Restaurants die Menge des verwendeten Kaffees beim Cappuccino regulieren können und einige daran knausern. Oder ob die Kaffeemaschinen unterschiedlich justiert sind.

Wie auch immer; hier geht es im Kern nicht um Lob des Kaffees (das jedoch, wo gerecht, auch nicht verschwiegen werden sollte), oder um Kritik des Cappuccinos bei McDonalds.
Hier geht es mir um den Preis des Cappuccinos in dieser Schnellrestaurantkette der Systemgastronomie.


Der Preis für den normalen oder 'kleinen' Becher ("classico", 0,2 L) ist mit 1,- € günstig. Ärgerlich ist, dass der große Becher ("grande") mit nur 0,3 L Inhalt 2,- € kostet.




 
 


Er ist ja lediglich um 50% größer, d. h. er dürfte eigentlich nur 1,50 € kosten bzw., da große Mengen eigentlich etwas preiswerter sein sollten, sogar noch weniger. Tatsächlich kostet er aber 100% mehr!











Beim Kaffee ist dagegen die Proportion gewahrt: ein kleiner Becher kostet 1,30 €, ein großer müsste ohne 'Mengenrabatt' entsprechend 1,95 € kosten. Tatsächlich wird er jedoch etwas billiger, nämlich für 1,80 € verkauft.

Konsequenz also: wer mehr als den kleinen Becher Cappuccino trinken möchte, kaufe sich statt des großen -2- kleine Becher. Sollte man Sie deswegen schief anschauen, schauen Sie noch schiefer zurück und äußern Sie deutlich Ihr Unverständnis über Ronald McDonald's unverschämt schiefe Rechenkünste!
Nur weil die Fa. die "Golden Arches" als Markenzeichen führt, müssen wir ihr ja noch lange nicht erlauben, sich an unserer Rechenschwäche 'ne goldene Nase zu verdienen!


Textstand vom 29.05.2007. Auf meiner Webseite
http://www.beltwild.de/drusenreich_eins.htm
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