Montag, 20. März 2017

Lug und Trug am deutschen Wähler. I. Euro-Lügen von Professor Marcel Fratzscher, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW)



In der politischen Landschaft Deutschlands perzipiere ich eine Erscheinung, die ich als "Konsensfaschismus" bezeichne. Nämlich die Einheitsmeinung der Medien, der "gesellschaftlichen Kräfte" und der Altparteien zum Euro sowie zu dem, was gewöhnlich mit dem Begriff "Asylpolitik" verschleiert wird. (Ich dagegen nenne das massenhafte Eindringen kulturell rückständiger Völkerhorden in den Lebensraum der Deutschen "Massenimmiggression".)


Es gibt überhaupt nur eine nennenswerte politische Kraft, die sich gegen diese Einheitsfront stemmt, und das ist die Alternative für Deutschland (AfD).
Dem entsprechend richten sich die Agitation und die Wut der Konsensfaschisten gegen diese Partei, und für den zugehörigen Straßenterror sorgen die linksfaschistischen  SturmAbteilungen der Antifa-Bewegung.

In diesem Jahr stehen in Deutschland wichtige Wahlen an, u. a. die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 14. Mai und besonders die Bundestagswahl am 24. September.
Die demophoben Konsensparteien fürchten sich vor dem Zorn des Volkes. 
So ist es nicht verwunderlich, dass sie gemeinsam mit ihren Spießgesellen in der Zivilgesellschaft alle Register ziehen, um ihre Pfründen und Präbenden, vor allem jedoch ihre bürgerfeindlichen Politikziele zu verteidigen.

Ihre Helfershelfer lauern wie Spinnen in den Netzen der informellen Macht auf arglose Bürger als Beute. Zuvörderst in den Reichssch(l)undfunkanstalten, für die dem Bürger das Geld abgepresst wird, damit der Staat ihn propagandistisch dauerberieseln kann. Sodann aber auch in sehr vielen privaten Medien.
Dass sich die Gewerkschaften im Kampf gegen die AfD hervortun, kann nicht überraschen; die verstehen sich politisch ja ohnehin als Vorfeldorganisationen der Linksparteien.
Verwunderlicher ist schon, mit welcher Vehemenz die Amtskirchen für Massenimmiggression eintreten (indem sie gegen die AfD agitieren). Und damit nicht nur gegen die deutsche Kultur, sondern potentiell (in der Langfristperspektive) auch für eine Islamisierung des Landes kämpfen. (Aber klar: Deren karitative Organisationen mästen sich ja auch an unserer Staatsknete rund und fett!)
Die "Kulturschaffenden", als angebliche "Intelligentsia" einst großenteils intelligenzbefreite Speichellecker Stalins und (später) Maos, haben sich heute die Versklavung der deutschen Steuerzahler zum Wohle der griechischen Steuerhinterzieher auf die Fahnen geschrieben, sowie die Abschaffung der deutschen Kultur durch totale Ent-Grenzung. (Die Subventionskultur freilich: DIE bleibt diesen Schmarotzern lieb - und uns teuer.)
Die Karlsruher Verfassungsverhüter winden sich wie Winkeladvokaten, um bei der verfassungswidrigen Ausplünderung der deutschen Steuerbürger für mediterrane Schlender-Länder Beihilfe leisten zu können. Und zugleich sorgen sie dafür, das Kopftücher unbehindert im Öffentlichen Dienst getragen werden dürfen. "Religionsfreiheit" nennen diese Herrschaften, die im Gegensatz zu den Politikern noch nicht einmal dem Volk zur Rechenschaft verpflichtet sind, die mit diesem Zeichen betriebene verfassungsfeindliche Demonstration gegen zentrale Werte unserer Gesellschaft. In hoc signo vinces? Die Ultraliberalen in roten Roben jedenfalls schützen unser Land NICHT davor!
Aber sogar Unternehmen der sogenannten "freien Wirtschaft" reihen sich regimefromm in die Kolonnen der AfD-Hasser ein. Keineswegs handelt es sich nicht nur einzelne Gastwirte (bei denen das allenfalls verständlich wäre: Wenn die nicht "spuren", werden sie nächtens von linksfaschistischen Terrorbanden heimgesucht).
Vielmehr trommeln selbst internationale Multis für Multikulti in Deutschland. So z. B. der Brauriese Anheuser-Busch InBev 
(
Biermarken in Deutschland: Spaten, Franziskaner Weissbier und Löwenbräu, Diebels, Hasseröder, Beck's und Haake-Beck). Der subsumiert die AfD kackdreist unter die Extremisten, wie man etwa dem tz-Bericht "Pasinger Post-Wirt riskiert Rauswurf" vom 22.08.2016 (Aktualisierungsdatum; ursprünglich anscheinend vom November 2015) entnehmen kann (meine Hervorhebung): "Ein menschenverachtendes und rassistisches Gedankengut toleriere der Konzern nicht, argumentiert [Unternehmenssprecher Oliver] Bartelt. Inzwischen werde in neuen Pachtverträgen eine Zusatzklausel vereinbart, die der Vermietung an extremistische und populistische Gruppen einen Riegel vorschieben soll. ... „Wir haben den Wirt auf die Konsequenzen hingewiesen, sollte er wieder extremistische Gruppierungen in die Räumlichkeiten holen“, machte ... Bartelt deutlich." (Da der Stein des Anstoßes eine AfD-Veranstaltung war beleidigt dieser Schaumzapferkonzern implizit die AfD als "extremistische Gruppierung"! 
(Warum sollen eigentlich WIR diese Bier-Krake tolerieren?)Freilich richtet sich nicht jede Aktivität und nicht jeder buntfanatische oder Euro-fetischistische Kommentar unmittelbar gegen die AfD.
Bemerkenswert ist aber, mit welchem Maß an Verlogenheit nicht selten operiert wird, um den Bürgern (als Steuerzahler; beim Euro auch als Sparer) deren ökonomischen Sklavenstatus für "den Euro" (in Wahrheit für andere Länder!) und für die Immiggressoren zu verschleiern, kleinzureden oder schmackhaft zu machen.

 
Soweit ich nachfolgend den Begriff "Betrug" verwende, ist der nicht vollumfänglich mit dem Betrugsbegriff des § 263 StGB identisch. Politischer Betrug ist ja leider nicht strafbar, und um diesen geht es hier. Bzw. genauer: Um den kommunikativen Teil des Betrugsbegriffs.
Um einen Betrug zu begehen, muss man nicht eine Unwahrheit im engeren Sinne (Lüge) benutzen. Entscheidend ist vielmehr, dass man "durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält".
Man kann also durchaus auch mit der Wahrheit "lügen".

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Gott schütze uns vor Sturm und Wind
Und vor Ökonomen, die Euro-Lobby sind!
 


Als erstes Beispiel meiner (geplanten) Serie greife ich den Artikel "Währungsunion. Die vier Denkfehler der Euro-Gegner" (Focus, 10.03.2017) heraus. Verfasst hat ihn der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Professor Marcel Fratzscher, der vorher "seit 2008 Leiter der Abteilung 'International Policy Analysis' (Internationale wirtschaftspolitische Analysen) bei der Europäischen Zentralbank (EZB)" war (und in anderer Funktion bereits seit 2001 dort tätig). Kein Wunder also, dass er als fanatischer Verfechter dem totalen Euro zum Endsieg verhelfen möchte. Eher erstaunt schon, wie skrupellos dieser Ökonom seine Leser täuscht, um sie vom Wert der Währungsunion zu überzeugen.

Er behauptet, dass "denjenigen, die den Euro kritisieren, ..... vier grundlegende Denkfehler" unterlaufen. Bei einer näheren Analyse zeigt sich, dass drei Punkte falsch oder schief dargestellt sind, und der vierte banal ist:



1. Der Euro sei kein optimaler Währungsraum


Das räumt er sogar selber ein, um aber gleich darauf fortzufahren "nach dieser Logik hätte es keine deutsche Währungsunion geben dürfen, denn Ost- und Westdeutschland waren 1990 noch viel unterschiedlicher als Portugal und Deutschland heute."
Hier mixt er einen perfiden Cocktail von Wahrheit und Täuschung.

Zutreffend dürfte seine Behauptung über den gewaltigen ökonomischen Abstand zwischen Westdeutschland und der ehemaligen DDR sein.
Doch das ist keineswegs der einzige (und in vielen Theorien nicht einmal ein zentraler) Punkt in den Theorien optimaler Währungsräume.
Das einschlägige Wikipedia-Stichwort "Theorie der optimalen Währungsräume" kennt eine Vielzahl höchst unterschiedlicher Kriterien, die von verschiedenen Forschern entwickelt wurden. Und ein Großteil davon ist für Gesamtdeutschland erfüllt, für einen Verbund Deutschland-Portugal (usw.) dagegen eindeutig nicht:
  • Robert Mundell "kam ..... zu dem Ergebnis, dass ein Währungsraum dann optimal sei, wenn eine ausreichende Faktormobilität, d. h. ausreichende qualifikatorische, sektorale und vor allem räumliche Beweglichkeit der Arbeitnehmer und des Kapitals bestehen".
  • "James C. Ingram ..... kam zu dem Schluss, dass die Finanzmarktintegration eine wesentliche Voraussetzung für einen optimalen Währungsraum darstellt."
  • Ronald McKinnon folgerte aus seinen Untersuchungen, "dass zwei Länder umso eher einen optimalen Währungsraum bilden, je mehr Handel sie treiben."
  • Paul De Grauwe "betrachtet in seiner Untersuchung institutionelle und politische Rahmenbedingungen ..... als Schockabsorber... [wie] ..... die Konvergenz nationaler Wirtschaftspolitiken, die Art und Weise der Finanzierung von Staatsausgaben, die Struktur der nationalen Finanzmärkte oder die Ähnlichkeit von Arbeitsmarktinstitutionen."
Während Fratzscher seinen Lesern suggeriert, dass nach der Theorie optimaler Währungsräume die Teilnehmer an einer Währungsunion einen einheitlichen wirtschaftlichen Entwicklungsstand haben müssten sehen wir hier, dass das für sehr viele einschlägige Theorien keineswegs ein entscheidendes Kriterium ist. Und dass die dort angenommenen Kriterien für die beiden ehemaligen deutschen Teilstaaten weitaus mehr erfüllt waren als für die Europäische Währungsunion (EWU).
Insbesondere waren es die gigantischen Transferleistungen der westdeutschen Steuerzahler in die neuen Bundesländer, welche diese "Währungsunion" zum Erfolgsstory gemacht haben. (Vgl. dazu in der englischsprachigen Wikipedia unter "Optimum currency area": "A risk sharing system such as an automatic fiscal transfer mechanism to redistribute money to areas/sectors which have been adversely affected by the first two characteristics [Mobilität von Kaptital und Arbeitskräften sowie Preis- und Lohnflexibilität]. This usually takes the form of taxation redistribution to less developed areas of a country/region. This policy, though theoretically accepted, is politically difficult to implement as the better-off regions rarely give up their revenue easily. Theoretically, Europe has a no-bailout clause in the Stability and Growth Pact, meaning that fiscal transfers are not allowed. During the 2010 Eurozone crisis (relating to government debt), the no-bailout clause was de facto abandoned in April 2010."
Daneben aber auch die Mobilität der ostdeutschen Arbeitnehmer, von denen viele in der alten Bundesrepublik arbeiten. Was für sie, mangels Sprachhürde, weitaus einfacher war als etwa für Portugiesen. Außerdem war die Ausbildung in der DDR gut, und die Mentalität der Einwohner von BRD und DDR ist nicht so weit auseinandergedriftet, wie die bestehende Kluft gegenüber Portugal (oder gar Griechenland).


"Eine gemeinsame Währung dient der Integration und Vertiefung des gemeinsamen Wirtschaftens und schafft dadurch einen größeren Wohlstand für alle beteiligten Länder."
Das gilt nicht per se, und wahrscheinlich nicht einmal für die deutsche-deutsche "Währungsunion". Die Menschen in den westlichen Bundesländern haben in wirtschaftlicher Hinsicht von der Wiedervereinigung NICHT profitiert; noch jetzt muss der Westen massive Transferleistungen für den Osten erbringen (Stichwort "Solidaritätszuschlag"!). (Das sage ich völlig neutral, ohne Vorwurf gegen die "Ossis". Für mich ist Solidarität, auch finanzieller Art, selbstverständlich - soweit es um meine LANDSLEUTE geht. Aber nicht  für "Gott und die Welt"!)
Dass Italien, Griechenland, Spanien und andere Staaten von der EWU als solcher ökonomisch in den letzten Jahren (anfänglich war das anders) NICHT profitiert haben bzw. sogar massiv zurückgeworfen wurden, ist Allgemeinwissen.

Tatsächlich war jedenfalls für die Zeit von 1999 - 2010 das wirtschaftliche Wachstum in Deutschland das zweitschwächste im Euro-Raum (Schlusslicht war Italien). Und außerhalb der EWU war das Wachstum höher als in der Währungsunion, was Fratzschers Agitprop-Phrase vom 'größeren Wohlstand dank Währungsunion' knallhart als Lüge entlarvt.
Und wie es mit dem angeblichen deutschen "Wohlstand" aussieht, enthüllt Fratzscher selber - an anderer Stelle (Interview "Es ist schwer, aus der Unterschicht herauszukommen" vom 03.09.2016 im Deutschlandfunk): "Vierzig Prozent der Deutschen haben heute geringere Reallöhne, also Kaufkraft ihrer Löhne, als noch vor fünfzehn Jahren."

Und 2014 hatte er in seinem Buch "Die Deutschland-Illusion: Warum wir unsere Wirtschaft überschätzen und Europa brauchen" hatte er, laut Amazon-Infotext, noch geschrieben: "Deutschland hat seit dem Jahr 2000 deutlich weniger Wachstum zu verzeichnen als andere europäische Staaten. Zwei von drei Arbeitern sind heute schlechter gestellt als vor 15 Jahren. Die deutsche Wirtschaft und der Staat leben von ihrer Substanz."
Und in dem SPON-Interview "Umverteilung nach oben. Ökonom Fratzscher gibt Regierung Mitschuld am AfD-Erfolg" vom 12.05.2016 informiert er sogar: "Die unteren 40 Prozent in Deutschland haben praktisch kein Vermögen. Da haben sogar die unteren 40 Prozent in Griechenland mehr."
 
Ob ihm das peinlich ist, ständig beim Lügen erwischt zu werden?
(Aber wahrscheinlich hat die deutsche Verarmung mit dem Euro genauso wenig zu tun, wie bekanntlich der islamistische Terror nichts mit dem Islam zu tun hat - wie man zumindest im linksgrün versifften Berlin ganz genau weiß.)
In dem o. a. Interview hatte Fratzscher übrigens auch gesagt: "Aber gerade auch wir als Wissenschaftler müssen auch eine kritische Gegenstimme gegenüber der Politik sein. Wir müssen Kontrolle ausüben können, sagen können, das, was die Politik hier erzählt, ist einfach faktisch falsch. Das stimmt nicht mit den Fakten überein."
Tempi passati: Nichts vergessen (zumindest nicht seine Ratschläge an die Politik, wie man die Bürger bestens bescheißt) - und nichts dazugelernt.

"Das zeigt auch das Beispiel Deutschland: Als wir noch vor zehn Jahren der „kranke Mann
Europas“ waren, war unsere Wachstumslokomotive der Euroraum. Die deutsche Wirtschaft konnte ihr Leistungsbilanzdefizit von 2001 in einen riesigen Überschuss verwandeln – zu großen Teilen aufgrund des Handels mit dem Euroraum."
Eine solche "Beweisführung" kann allenfalls wirtschaftsgeschichtlich Unterbelichtete beeindrucken. Tatsächlich war es NICHT die Zugehörigkeit zum Euro-Raum als solche, die Deutschlands Wirtschaft wieder angekurbelt hat, sondern die Arbeitsmarktreformen von Gerhard Schröder. (Für dessen Patriotismus wurde seine Partei dauerhaft abgestraft und leidet noch heute darunter. Auch wenn ich als AfD-Mitglied keinerlei Grund habe, der SPD einen Wahlerfolg zu wünschen: Gerecht waren die Wähler insoweit nicht!)
Riesige Export- und Leistungsbilanzüberschüsse hatte Deutschland bereits in DM-Zeiten sehr häufig; sie sind also mitnichten der EU zu verdanken. Und, davon abgesehen: Es ist gerade KEIN Erfolg, wenn Deutschland seine Export selber bezahlen muss: In Gestalt gigantischer fiskalischer Transferleistungen nach Griechenland einerseits und andererseits durch den noch weitaus größeren, aber geschickt verdeckten Raubzug gegen die deutschen Sparer von Don Drucki Draghi und seinen EZB-Kumpanen. (Daniel Stelter meint sogar: "Die Rezession in Deutschland war ..... tiefer und länger, als sie ohne den Euro gewesen wäre"; aber das kann hier offen bleiben.)
Ein Ökonom, der sich als Verteidiger der Interessen SEINES EIGENEN Volkes versteht (wie z. B. Professor Hans-Werner Sinn) klärt die Menschen auf über den betrügerischen Schwindel dieser exorbitanten Geldwäsche-Einrichtung der ECB (in meiner Auflösung: "European Crooks Bank") zum Nachteil deutscher Steuerzahler und Sparer. Und betrügt sie nicht mit Scheinwahrheiten, wie dies der Herr Professor Fratzscher in seinem vorliegenden Focus-Artikel tut.


2. Die Aussage "Der Euro schwächt die Wettbewerbsfähigkeit", weil die Problemländer "ihre Exportgüter nicht mehr durch nominale Abwertungen wettbewerbsfähig halten könnten" sei falsch.


Erneut muss hier als Beispiel die Wirtschaftslage der Ex-DDR nach der deutschen Wiedervereinigung  herhalten:
"... auch Ostdeutschlands Problem im Jahr 1990 war nicht, dass seine Güter zu teuer waren, sondern dass diese nicht nachgefragt wurden. Die staatlichen Institutionen waren nicht in der Lage, wettbewerbsfähige und flexible Rahmenbedingungen für Unternehmen und Haushalte zu schaffen. Das Gleiche trifft heute auf viele Länder in Südeuropa zu."
Zunächst einmal ist es irreführend (wenn auch nicht wesentlich für Fratzschers Argumentation), dass Deutschland in den neuen Bundesländern keine Rahmenbedingungen für den ökonomischen Erfolg geschaffen habe. Die wurden sehr wohl gesetzt durch unser "kapitalistisches" Wirtschaftssystem, durch die westdeutsche Rechtsordnung, die erfolgreiche DM-Währung und durch riesige Transferzahlungen.
Nur konnte natürlich das "Industriemuseum" der ehemaligen DDR nicht über Nacht komplett erneuert werden; und es gab (und gibt vermutlich) auch heute noch gewisse Mentalitätsunterschiede, die Teile der neuen Bundesländer in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung behindern.
 
Immerhin ist es bemerkenswert, dass Fratzscher den Rückstand der Südeuropäer überhaupt erwähnt. Denn der beweist ja die Wahrheitswidrigkeit seiner obigen Behauptung, wonach "Eine gemeinsame Währung ..... einen größeren Wohlstand für alle beteiligten Länder" schaffe. (Vielleicht sollte er einen Lehrgang "Lügen, aber widerspruchsfrei " mitmachen ?)
Davon abgesehen, könnten die südeuropäischen Staaten sehr wohl mehr von ihren Produkten verkaufen, wenn sie die Preise senken könnten. Beispielsweise auf dem Gebiet des Tourismus konkurrieren sie mit der preislich weitaus günstigeren Türkei; Italien und Spanien könnten dort produzierte Automobile (Seats und Fiats sind schließlich keine Trabbis!) billiger (und dadurch ebenfalls mehr) verkaufen, Portugal Textilien usw. Mithin stimmt Fratzschers Behauptung, dass die Güter der südeuropäischen Länder unabhängig vom Preis Ladenhüter sind, allenfalls für Teile der dortigen Produktion.

So schreibt z. B. Daniel Stelter im Manager-Magazin vom 04.03.2015  unter "Zehn Gründe, warum wir die Verlierer des Euro sind": "Die deutschen Konsumenten haben bis zur Einführung des Euro von den Abwertungen der anderen Länder profitiert. Importierte Waren und Urlaube wurden billiger. Seit dem Jahr 2000 hat sich dies geändert. Die Importe wurden teurer und gleiches gilt für den Urlaub. Um weiterhin billig Urlaub machen zu können, musste man außerhalb des Euroraums reisen, Türkei statt Griechenland war das Motto. Damit sank die Kaufkraft des Durchschnittdeutschen." Und ebenso sanken (nur um diesen Aspekt geht es mir hier) die Einnahmen der touristischen Konkurrenzländer der Türkei am Mittelmeer. Jedenfalls: Mit der Ex-DDR ist also auch dieser Sachverhalt in keinster Weise zu vergleichen.


3. Auch dass "Der Euro ..... Schuld an der [europäischen] Finanzkrise" sei, leugnet Fratzscher.


"Drittens trägt der Euro keine Schuld an der europäischen Finanzkrise. Ja, mit seiner Einführung sind die Zinsen in Südeuropa stark gesunken. Aber der Grund für ineffiziente Investitionen und übermäßige Konsumausgaben von Unternehmen, Haushalten und Regierungen waren schlicht falsche Entscheidungen – nicht die Währung.Bereits die Bezeichnung der Eurokrise als "europäische Finanzkrise" ist eine Irreführung. In Wahrheit handelt es sich um "... eine vielschichtige Krise der Europäischen Währungsunion ab dem Jahre 2010. Sie umfasst eine Staatsschuldenkrise, eine Bankenkrise und eine Wirtschaftskrise" (Wikipedia; Hervorhebungen von mir).
Was das Zusammenspiel von ökonomischem Umfeld und Entscheidungen betrifft, beruhen in der Tat wirtschaftliche Aktivitäten (wie z. B. Investitionen und Konsumausgaben) auf Entscheidungen der Wirtschaftssubjekte. Aber diese Entscheidungen ihrerseits hängen natürlich von den bestehenden Möglichkeiten ab. Insoweit sind für den vorliegenden Zusammenhang eben DOCH die (zu) stark gesunkenen Zinsen erheblich: Erst die haben Fehlinvestitionen und übermäßige Konsumausgaben (und Staatsverschuldung) überhaupt ermöglicht. Die Zinsen für die bzw. in den jetzigen Krisenländern hatten die Risiken nicht mehr angemessen eingepreist. Dies unter anderem deshalb, weil die Finanzmärkte (leider zutreffend!) davon ausgingen, dass der Haftungsausschluss der EWU-Länder untereinander das Papier nicht wert ist, auf dem er gedruckt wurde. 
"Falsch ist auch die Einschätzung, erst eine vollendete politische Union – also „Vereinigte Staaten von Europa“ – würde einen erfolgreichen Euro ermöglichen. Eine funktionierende Währungsunion benötigt keine politische Union. Aber sie erfordert eine gut funktionierende Fiskalunion, stärkere europäische Institutionen und eine engere Abstimmung der nationalen Politik."

Zunächst einmal ist festzuhalten, dass Fratzscher sich hier erneut in einen Widerspruch zu seiner (impliziten) Eingangsbehauptung verwickelt, eine Währungsunion mit Portugal & Co. sei nicht problematischer als diejenige der Bundesrepublik mit der Ex-DDR. Denn alle Erfolgsvoraussetzungen, die er an dieser Stelle aufführt, waren in der deutsch-deutschen "Währungsunion" ja weitaus stärker verwirklicht, als sie es in der EU jemals sein werden.
 
Vor allem aber lässt Fratzscher an dieser Stelle die Katze aus dem Sack. Und zwar mit einem Begriff, bei dem Otto Normalverbraucher gar nicht merkt, wie er über den Löffel balbiert wird. Entscheidend ist insoweit das Wort "Fiskalunion": Das meint nämlich eine Transferunion, wie wir sie in Deutschland z. B. zwischen den Bundesländern, durch die Verteilung von Bundesmitteln und (meist vergessen, aber äußerst wichtig) auf der Ebene der gesetzlichen Sozialversicherungen haben.
Eine Fiskalunion OHNE politische Union nehmen die Nehmerländer liebend gern: Die wollen ja lediglich unser Geld einsacken; ausgeben können die das ganz alleine und nach eigenem Gusto.
Selbstverständlich würde das prima funktionieren - für die Nehmerländer. Die sind, wie Fratzscher zwar soeben noch selber wusste, aber flugs wieder vergessen hat, äußerst geübt im Treffen falscher Entscheidungen. Und natürlich auch darin, sich jeglicher Aufsicht durch "stärkere europäische Institutionen" und jedweder "engeren Abstimmung der nationalen Politik" zu entziehen.

Zusammenfassend kann man zu diesem Punkt sagen: Bei einer ersten flüchtigen Betrachtung reicht tatsächlich eine bloße Transferunion ("Fiskalunion") aus, um die Krisenstaaten wieder fett zu füttern. Da wir aber wissen, dass das leichte Geld neuerlich zu falschen Entscheidungen führen wird, bräuchte man letztlich doch eine politische Union. Und zwar einerseits, um die klientelistischen Süd-Länder an die Kandare zu nehmen. Und andererseits, um eine solche Transferunion überhaupt durchhalten zu können. Denn jede nationale Regierung - in Deutschland, Österreich, den Niederlanden usw. -, die hunderte von Milliarden an fremde Länder (und deren Steuerhinterzieher) rausschaufeln würde, wäre bei der nächsten Wahl weg vom Fenster. (Natürlich wären solche gigantischen Wohlstands-Transfers  nicht einmal in einer politischen Union lange durchzuhalten. Vorliegend habe ich lediglich gezeigt, dass eine reine Fiskalunion NOCH WENIGER funktionieren würde und deshalb diejenigen, die eine politische Union als Voraussetzung für eine Transfer-Union ansehen, RELATIV richtiger liegen als Fratzscher.)
Was er dagegen zur Lösung der Euro-Krise empfiehlt ist im politischen Bereich mehr oder weniger nur 'more of the same' - doch dafür mit weitaus mehr deutschem Geld gefüttert.
Dass wir dabei ausgepresst würden wie die Zitronen, preist der Berliner Meisterökonom ein: "Öffentlich fordert er - anders als die Ifo-Vertreter - schon mal eine Lockerung der Reformauflagen für Griechenland" erfährt man aktuell in der FAZ.
Dass Fratzscher der politischen Filterblase rund um den Berliner Reichstag nach dem Mund redet, ist kein Wunder. "Der Haushalt des größten deutschen Wirtschaftsforschungsinstituts wird zum Großteil vom Steuerzahler getragen: Rund 13 Millionen Euro geben Bund und Land Berlin jedes Jahr für Zimmermanns Forschertruppe". Diese Angabe bezieht sich zwar auf das Jahr 2009 oder 2010 (Artikel vom 16.01.2010); aber an der weitestgehenden Abhängigkeit von Staatsknete dürfte sich nichts geändert haben. Da plappert man den Auftraggebern selbstverständlich das vor, was die gerne hören wollen. Und egal ob in Berlin Rot-Rot-Grün regiert oder im Bund Schwarz-Rot: Eurofetischisten sind diese Altparteien allesamt. Und immer bereit, den deutschen Steuerzahler skrupellos zu hintergehen, um die EWU-Missgeburt am Leben zu halten.
Weil umgekehrt auch "die politische Klasse Berlins, die in der Finanzkrise ihren Glauben an die ökonomische Wissenschaft verloren hat, ..... an seinen Lippen" hängt, bewegen sich Fratzschers Pseudo-Wissenschaft und die herrschende Polit-Mischpoke in der selbstreferentiellen Scheinwelt ihrer Fakenews.

Er lässt sich instrumentalisieren“, kritisiert ein Konkurrent. Das stimmt nur teilweise. Denn andersherum ist das Wirtschaftsministerium mit seiner Begeisterung für den jungen Ökonomen genauso zum Instrument für Fratzscher geworden. Ein Instrument, seine eigene Macht und seinen Einfluss in Windeseile voranzutreiben."
"Fratzscher weiß ganz genau, was er tut. Er hat ein untrügliches Gespür für Macht – und Macht bedeutet für ihn, Einfluss zu nehmen auf die Politik des Landes" erfahren wir in dem FAZ-Bericht "Politikberater Fratzscher. Gabriels Geheimwaffe" vom 14.09.2014.
Und vorliegend sehen wir, wie er auch die Bürger und Wähler einer Gehirnwäsche unterzieht - mit Lügen, dass sich die Balken biegen.

Leider sind die deutschen Wähler derart verhausschweint und verschaft, dass sie ihren ungetreuen Hirten den Job des Scherens leichtmachen. "Der Kapitalist verkauft noch den Strick, an dem er aufgehängt wird", sagte Lenin.
Ich aber sage euch: Die Deutschen bezahlen noch die Ketten selber, an denen man dieses Volk in die Sklaverei schleifen wird!


Die Altparteien sind allzeit bereit, ihre Hilfstruppen mit steuerfinanzierten Subsidien zu belohnen. Unter der Überschrift "Mauschelei in Sigmar Gabriels Ministerium" hatte die FAZ am 21.09.2016 berichtet:
"In der Vergabe der Konjunkturprognose wurde gemauschelt: Anders als ursprünglich ausgeschrieben, hat es nicht vier Aufträge vergeben, sondern fünf. Es geht um die Gemeinschaftsdiagnose der Konjunkturforschungsinstitute. ..... Zum Zug kommen sollten laut Ausschreibung „maximal vier Auftragnehmer“ ..... . Doch ..... das Ministerium hat – entgegen der ursprünglichen Ausschreibungsbedingungen – nicht vier Zuschläge vergeben, sondern fünf. Der Verdacht: Vom fünften Zuschlag hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) profitiert. ..... Nun ist das DIW nicht irgendein Institut. Sein Präsident
Marcel Fratzscher gilt als Gabriels heimlicher Hausökonom. ..... Würde Fratzschers Institut nicht an dieser Diagnose mitarbeiten, wäre das für ihn sehr ärgerlich. Dem Institut entgingen dann mehrere Hunderttausend Euro Umsatz – und vor allem wäre praktisch amtlich festgestellt, dass das Institut nicht zu den führenden Konjunkturforschern zählt." Da das DIW (gemeinsam mit einem Partnerinstitut) beim Ranking lediglich auf Rang fünf kam, griff eine unsichtbare Hand ein und vergab Aufträge an fünf statt an vier Institute.
Brandaktuell versucht das Wirtschaftsministerium erneut zu mauscheln, und wieder ist es die FAZ, die das aufdeckt: "Forschungsaufträge. Gezerre um Schäubles Brüssel-Initiative" vom 28.02.2017. 

So wäscht halte die eine Propagandahand jene andere schmutzige Pfote, wo die Kohlen zu holen sind .....

Dass Fratzscher fordert, gigantische Milliardensummen (das ginge zwangsläufig in Dimensionen, wo die 30 - 40 Milliarden Euronen pro Jahr, die wir momentan an die Immiggressoren verfüttern, bloße Peanuts wären!) an deutschen Steuergeldern für das Wohl fremder Länder und Steuerhinterzieher rauszuhauen hindert ihn freilich nicht daran, auch für Deutschland
neue Ausgaben zu ersinnen: "Das, was der Staat für Bildung ausgibt, ..... ist gerade für die Menschen, die aus sozial schwachen Hintergründen kommen, einfach viel zu wenig."
Und der bereits oben zitierte
FAZ-Artikel von 2014 informiert uns: "... in einer Studie bezifferte er die „Investitionslücke“ in Deutschland auf rund 75 Milliarden Euro".
It's only money ..... . Aber leider UNSER Geld!!! (Fratzschers Scheinlösung, "für Bau und Erhalt von Verkehrswegen privates Kapital [zu] mobilisieren" läuft auf höhere Verschuldung oder aber eine faktische Steuererhöhung hinaus - falls für die neuen Verkehrswege Maut verlangt würde.)


 4. Feste Wechselkurse können den Euro ersetzen


"Manche tun so, als könne man statt der gemeinsamen Währung auch ein festes Wechselkurssystem mit gelegentlichen Anpassungen nutzen."
Ich kann mich nicht erinnern, derartige Stimmen gehört zu haben. Denn in der Tat wäre es bescheuert, das Korsett der Währungsunion durch ähnliche Mechanismen ersetzen zu wollen.


"Gastbeiträge in den großen Zeitungen des Landes sind für ihn [Fratzscher] Trophäen, die er auf der Homepage des Instituts prominent ausstellt" schrieb die FAZ im September 2014.
Vom Focus-Artikel finde ich lediglich die Überschrift auf der Institutsseite; nicht einmal ein Link wurde gesetzt.
Und das ist auch besser so.




ceterum censeo 

Wer alle Immiggressoren der Welt in sein Land lässt, der ist nicht "weltoffen":
Der hat den A.... offen!
Textstand vom 23.03.2017

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