Mittwoch, 30. November 2011

Das ist die Sprache der Erpressung: Ratingagentur Moody's Investors Service will offenkundig deutsche Steuerzahler in Schuldenunion und/oder EZB zum Gelddrucken zwingen

"Moody’s says all euro-region ratings threatened by debt crisis" meldete die Washington Post bereits vorgestern, am 28.11.2011. Im deutschsprachigen Internet habe ich davon nichts gelesen; entweder habe ich einschlägige Berichte übersehen, oder unsere Medien haben's verpennt.
In meinen Augen jedenfalls stellt das, was sich da als objektive Analyse präsentiert, einen Versuch dar, die Steuerzahler der Eurozone in eine Haftungsunion zu pressen, oder aber die Europäische Zentralbank zu zwingen, die Notenpresse anzuwerfen.
Auszüge aus dem Bericht (Hervorhebungen von mir):“In the absence of major policy initiatives in the near future which stabilize credit market conditions, or those conditions stabilizing for any other reason, the point is likely to be reached where the overall architecture of Moody’s ratings within the euro area, and possibly elsewhere within the EU, will need to be revisited,” the statement said. .....
While Moody’s central scenario remains that the euro area will be preserved without further widespread defaults, even this ’positive’ scenario carries very negative rating implications in the interim period,” it said. “The political impetus to implement an effective resolution plan may only emerge after a series of shocks, which may lead to more countries losing access to market funding for a sustained period and requiring a support program.” .....
“A series of defaults would also significantly increase the likelihood of one or more members not simply defaulting, but also leaving the euro area,” Moody’s said. “Moody’s believes that any multiple-exit scenario -- in other words, a fragmentation of the euro -- would have negative repercussions for the credit standing of all euro area and EU sovereigns.”

Aus meiner Sicht haben Meldungen wie diese eine dreifache Funktion bzw. verbergen sich hinter der (implizit erhobenen) Forderung nach "major policy initiatives" folgende Erwartungen:
  • Die Debatte über die Eurozonenkrise am Köcheln zu halten (zwecks Ablenkung von der Gelddruckerei in den USA, wo ich mich im Hinblick auf diese Information ohne ernsthaft frage, ob die FED nicht auch jetzt noch insgeheim Zombie-Banken über Wasser hält, und ob man amerikanischen Bankbilanzen überhaupt noch irgendeine Aussagekraft über die Insolvenzfestigkeit dieser Institute zutrauen darf),
  • Deutschland um jeden Preis in der Eurozone zu halten und die deutschen Steuerzahler zu Vollhaftern für die gesamten Schulden der vereinigten südeuropäischen Schluderökonomien zu machen und
  • Die Europäische Zentralbank zu bewegen, die Staatsschulden der Südeuropäer (und wohl auch Frankreichs) zu "monetisieren", d. h. deren Neuanleihen mit frisch gedrucktem Geld aufzukaufen.
Zweifellos sind Reformen in den südeuropäischen Ländern, schließlich aber auch - ggf. anders geartete - bei uns (und vermutlich ebenso in den USA!) dringend erforderlich.
Für die Politik besteht aber absolut kein Grund, sich von angelsächischen Ratingagenturen oder anderen Interessenagenten (auch bei uns) der Finanzmafia, oder naiven Nachplapperern, in einen Panikmodus versetzen zu lassen.
Höhere Zinssätze bei aktuellen Verkäufen neuer Anleihen bedeuten ja nicht, dass die jeweiligen Länder solche Zinsen nun für ihre Gesamtverschuldung bezahlen müssten. Und man kann mit Gewissheit annehmen, dass diese Zinsen auch wieder fallen - wenn die Schuldensündern überzeugende Reformen einführen.

Dabei geht es übrigens - entgegen dem vielfach gehegten oder auch erzeugten Eindruck - keineswegs um Einsparungen zu Lasten des Konsums. Viele Reformen - z. B. späterer Renteneintritt - sparen dem Staat Geld, ohne dass die Begünstigten ihren Konsum einschränken müssten; im Gegenteil: die Betroffenen müssen halt länger arbeiten, und während dieser Zeit verdienen sie sogar mehr Geld, als sie an Rente erhalten würden.
Bei sehr vielen anderen Reformen geht es um den Abbau von Verkrustungen, die Vermeidung von Fehlanreizen und Steigerungen der Effizienz: das alles dürfte sogar den Kern dessen ausmachen, was in Problemstaaten erforderlich wäre, um die Wirtschaft anzukurbeln. Denn darum geht es ja in erster Linie, und auch wenn staatliche Einsparungen schneller sichtbar werden, würden die Märkte mit Sicherheit auch glaubhaft effiziensteigernde Maßnahmen honorieren.

Führen die Schuldensünder keine oder möglichst wenige/beschränkte Reformen durch (und das werden sie, wie natürlich auch wir, mit Sicherheit anstreben), steigen natürlich auch die Anleihezinsen, weil sich dann auch das Insolvenzrisiko dieser Staaten erhöht.
Wollten in einer solchen Situation wir die Haftung für diese Staaten übernehmen, oder eine Übernahme durch die EZB zulassen, würde unser Risiko sich dramatisch erhöhen. Am Ende müssten dann auch wir drastisch erhöhte Anleihezinsen zahlen, und zwar nicht erst dann, wenn ein Haftungsfall eintritt, sondern bereits dann, wenn der Markt den Eintritt eines solchen Falls befürchtet.

Es wäre also eine tödliche Dummheit, wollten wir Eurobonds zu akzeptieren oder auf andere Weise eine unlimitierte Haftungsunion mit den Südschuldnern und mit dem offenbar ebenfalls nicht sonderlich reformfreudigen Frankreich eingehen. Oder eine indirekte Haftungsübernahme via EZB, mit dem Risiko einer Inflation und/oder einer Nachschusspflicht für das EZB-Kapital, zu dulden.


Nachträge 06.12.2011

Die angelsächsischen Hochfinanz steigert ihren Erpressungsdruck gegen Deutschland: vgl. SZ-Bericht "Schuldenkrise in Europa. Ratingagentur S&P droht Deutschland mit Herabstufung" von heute!

Holger Steltzner kommentiert heute diesen Sachverhalt in der FAZ unter der Überschrift "Standard & Poor’s nimmt Europa ins Visier. Mit amerikanischer Brille" . Steltzner verbreitet natürlich keine Verschwörungstheorien, aber auch er sieht die Aktion vom amerikanischen Interesse geleitet (meine Hervorhebungen):
"Die Aktion hat politische Bedeutung. Die Agentur kommt jetzt mit ihrer scharfen Kritik, weil sie von dem europäischen Krisengipfel Entscheidungen in ihrem Sinne erzwingen will. Damit hebt sie sich über ihre Rolle als Kreditwürdigkeitsprüfer hinaus und schwingt sich zum Akteur, zum Entscheider auf. Standard & Poor’s nimmt für sich in Anspruch, im Namen der Kapitalanleger zu sprechen, die dem Ratingurteil nicht selten aus aufsichtsrechtlichen Gründen folgen müssen, was der Gesetzgeber ruhig einmal hinterfragen könnte. ..... Standard & Poor’s ist eine Agentur aus den Vereinigten Staaten, die mit Blick durch die amerikanische Brille Länder und Unternehmen benotet und hierbei die Interessen der Wall Street vertritt. Das belegt der Forderungskatalog von Standard & Poor’s. Er ist durchdrungen von der amerikanischen Vorstellung, Wachstum nach Belieben mit billigem Geld schaffen zu können. Zu den dauerhaften Kollateralschäden einer solchen Politik zählen zwar immer größere Spekulationsblasen, der Abstieg der Realwirtschaft und eine aufgeblähte Finanzbranche."


Steltzner sieht hier also lediglich das Interesse der Marktakteure am Werk. Ich gehe indes davon aus, dass es sich um gezielte Bemühungen handelt, die Europäer zur schleichenden Selbstzerstörung ihrer Währung zu bewegen.
Es gibt ja leider genügend Dummköpfe (in den Medien wie aber sogar auch unter den Fachwissenschaftlern) in Deutschland, die drauf reinfallen.

Weitere FAZ-Artikel von heute zum Thema:
Weitere Artikel anderer Medien (sämtlich von heute):

"Krisenökonom Otte zu S&P: „Der Währungskrieg geht weiter“ " (Handelsblatt - HB). Max Otte, Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Worms, sieht, genau wie ich, einen Währungskrieg der USA gegen Europa:
"Nachdem Standard & Poors die amerikanische Kreditwürdigkeit im Rahmen des „entwürdigenden Spektakels“ zwischen Republikanern und Demokraten um die Anhebung der amerikanischen Schuldengrenze im US-Kongress auf AA+ gesenkt hatte, habe drei Wochen später der Chef gehen müssen. „Nun scheint Standard & Poors in vorauseilendem Gehorsam umso stärker gegen Euro-Staaten vorzugehen“, sagte Otte. ..... „Das Ganze ist politisch motiviert. Es findet ein Wettlauf um den Weltwährungsstatus statt.“ Die USA benötigten den Dollar als Weltreservewährung, um über die Ausgabe weiterer Dollars ihr Außenhandelsdefizit zu finanzieren, erläuterte Otte. Der Euro habe aber in den letzten zehn Jahren von 17 auf 27 Prozent der Weltreserven zugelegt. „Durch aktive Schwächung des Euro könnten die USA ihren Weltreservestatus erhalten“, ist sich Otte sicher."

Ziemlich unverständlich ist mir allerdings, wie Prof. Otte bei einer solchen Beurteilung in dem Interview mit den Deutsche Mittelstands Nachrichten "Max Otte: „Wir befinden uns im Wirtschaftskrieg USA gegen Europa“ " die angelsächsischen Forderungen, die EZB möge doch bitte mehr Geld drucken, unterstützten kann; das würde ja den Euro gegenüber dem Dollar schwächen und ihn als Weltreservewährung vollends untauglich machen. Aber der Interviewpartner hat insoweit natürlich nicht beharrlich nachgehakt. (Meine Hervorhebungen):
"... es geht gar nicht anders, als dass die EZB oder irgendjemand hier richtig Geld druckt, da man nichts kaputt gehen lassen wird. Allerdings holt man sich damit viele andere Probleme ins Haus, so dreht sich beispielsweise die Schuldenspirale dadurch weiter. Also der finale Crash oder die finale, große Bereinigung hat man damit natürlich nicht behoben. Letztendlich macht man weiter wie bisher. ... es geht jetzt darum, wer länger durchhält, Europa oder Amerika. Und da Amerika die schlechteren Startvoraussetzungen hat, wird, wenn wir uns nicht ganz dumm anstellen, Europa länger durchhalten. ..... Es läuft doch eine Erpressung gegen Italien. Italien geht’s doch erheblich besser als Amerika. Und trotzdem soll Italien diese hohen Zinsen bezahlen, weil die Angloamerikaner eben mit ihren Ratingagenturen das Land erpressen und fertig machen. Italien hat ein Defizit von 4,4 Prozent, Amerika 10,8. Italien hat keine Immobilienblase, die USA schon. Italien hat die Vermögen und Schulden im eigenen Land und die Amerika ist ein Auslandsschuldner. Also da läuft ein derartiger Wirtschaftskrieg, das haben unsere vertrottelten Politiker und unsere Öffentlichkeit gar nicht richtig begriffen. Und das könnte man mit einem Federstrich beenden, in dem man europäische Ratingagentur gründet, Griechenland aus dem Euro raus lässt und so weiter. Stattdessen lässt man sich jetzt erpressen und glaubt die Mär, dass es Italien schlecht geht. Zur Not muss eben die EZB unbegrenzt drucken und im nächsten Jahr Italien die 300 Milliarden-Anleihen finanzieren."
Aber klar, der Herr Professor Max Otte hat eine kleinen Nebenerwerb: Vermögensverwaltung und Anlageberatung.  Möglich, dass er einige Staatsanleihen der Südländer gebunkert hat, privat und/oder für seine Kunden. Und deshalb, oder aus irgendwelchen anderen Gründen, ein Interesse an der sogenannten 'Eurorettung'. Oder an einer Inflation in der Eurozone.
Jedenfalls ist es ein Märchen, dass es den Euro stärken würde, wenn die EZB fleißig Geld druckt. Nicht umsonst kommen einschlägige Ratschläge ja ganz besonders aus dem angelsächsischen Raum: die Schwächung des Euro, nicht die Stärkung, ist genau das Ziel.
Otte weiß dass; wenn er uns dennoch die Rezepte der Gegner eines starken Euro empfiehlt, dann verfolgt er ganz zweifellos eigene finanzielle Interessen. Wir müssen also alles, was er sagt, auf innere Schlüssigkeit prüfen. Oder besser noch: den Otte in die Ecke derjenigen stellen, die eigennützig gemeinschädliche Interessen verfolgen. Und ihm überhaupt nicht mehr zuhören.

"Entmachtet die Rating-Agenturen!"  fordert Dirk Hinrich Heilmann im "Handelsblog" (Handelsblatt-Blog). Auch er vermutet politische Motive:
"Wer nach einer Serie von krisenverschärfenden und höchst unglücklich terminierten Herabstufungen und Warnungen der großen Rating-Agenturen noch an Zufall glaubte, dürfte spätestens seit gestern Abend ernste Zweifel haben. Die Entscheidung von Standard & Poor’s, ausgerechnet an dem Tag, an dem “Merkozy” die bisher größten Fortschritte zur Bekämpfung der Schuldenkrise machten, alle Euro-Staaten mit Herabstufungen ihrer Bonität zu bedrohen, können eigentlich nur als bewusstes Störfeuer verstanden werden. ..... Es ist vielleicht die größte Absurdität der Euro-Schuldenkrise, dass die in der Finanzkrise gründlich diskreditierten Rating-Agenturen von der Wall Street nach wie vor eine solche Schlüsselrolle einnehmen. ..... Daten über die Staatshaushalte sind in Demokratien frei zugänglich, und die Ratingagenturen haben keinerlei privilegierten Zugang zu Informationen über öffentliche Finanzen – im Gegenteil, das Bundesfinanzministerium zum Beispiel spricht gar nicht mit ihnen, wie Vertreter der Agenturen selber beklagen. Die Agenturen haben auch in der Regel keinen Auftrag, die Bonität von Staatsanleihen zu bewerten – sie tun das bei wichtigen Ländern freiwillig und kostenlos, weil die staatliche Bonität ein Element der Bewertung privat begebener Papiere aus diesen Ländern ist."#

"CDU-Politiker vermutet politisches Kalkül bei S&P" betitelt die WELT einen von mehreren Artikeln zum Thema:
"CDU-Fraktionsvize Michael Fuchs hat die Drohung der US-Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) heftig kritisiert, Deutschlands Bonitätsnote herabzustufen. „Ich gehe davon aus, dass hinter dieser Entscheidung von S&P ein politisches Kalkül steckt“, sagte Fuchs "Welt Online“. Er habe das Gefühl, die USA wollten vor allem von ihren eigenen Problemen ablenken, die viel größer seien als die europäischen. „Die Neuverschuldung der USA ist höher als die der gesamten Euro-Zone zusammen“, sagte Fuchs. Für ihn sei die Entscheidung von S&P daher nicht nachvollziehbar ."
Weiterer WELT-Artikel: "Drohende Herabstufung. S&P straft Unentschlossenheit der Euro-Zone ab".

Sehr ausführlich beschäftigt sich das österreichische "Wirtschaftsblatt" in einer ganzen Flut von Artikeln mit der Herabstufung und der möglicher Weise dahinter stehenden Motive der Ratingagentur:
"Erste-Chefanalyst [Friedrich] Mostböck kritisiert Ratingagentur S&P": "Diese unverhohlene Drohung widerspreche jedem professionellen Verhaltungskodex und jeglicher Compliance-Regel", war Mostböck am Dienstag im Gespräch mit der APA nicht zu bremsen: "Die Rating-Agenturen sind jetzt offensichtlich vollkommen durchgeknallt." Bemerkenswert an der Meinung von Mostböck auch: "Eine Notwendigkeit für eine geänderte Rolle der Europäischen Zentralbank (EZB) sieht der Erste-Chefanalyst in der jetzigen Krise nicht, anders als andere Experten und offenbar auch die Rating-Agentur. "Ich bin nicht für ein stärkeres Agieren der EZB".
"Erwin Hameseder: "S&P absolut hinterfragenswürdig":
"Raiffeisen Holding-Chef Erwin Hameseder sieht die S&P Warnung als Teil des Machtkampfes USA gegen Europa. ..... Die Ratingagentur habe damit versucht, das Gesetz des Handelns wieder in die Hand zu nehmen. Hameseder will darin einen Teil des Machtkampfes zwischen den USA und Europa erkennen".
"Nowotny: "S&P Drohung ist eine sehr politisch motivierte Aktion":
"Nationalbankchef Ewald Nowotny sieht hinter dem Standard & Poor's Warnschuss gegen die Eurozone politische Motive. .....  "Dieser Schritt unterstreicht das Problem, dass Ratingagenturen zunehmend eine politische Rolle annehmen", erklärte der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) nach Angaben der Finanznachrichtenagentur in einem Interview".
Das ist schon ungewöhnlich, das sich ein Notenbankpräsident in einer solchen Weise äußert.
"Das Timing von S&P ist erstaunlich. Kommentare internationaler Ökonomen zur Drohung von Standard & Poor's". Hier greife ich nur die Äußerung von Folker Hellmeyer heraus, CHEFANALYST BREMER LANDESBANK:
"Das ist skandalös und hat mit fairer Bewertung nichts zu tun. Europa ist das Paradepferd der Reformpolitik. Wir gehen in Richtung einer Stabilitätsunion. Die bisherigen Reformen - etwa in Griechenland und Italien - sind ohne Beispiel und verdienen Respekt. In den USA sehen wir dagegen null Reformfähigkeit."
Das Blatt hat auch von der dpa übermittelte Auszüge der Beurteilung der Rating-Agentur online gestellt:
"Die Standard & Poor's Warnung im Wortlaut. Die fünf entscheidenden Faktoren für den Standard & Poor's Warnschuss gegen die EU und die Eurozone."

Nicht unmittelbar mit der/den Warnung(en) der Ratingagentur(en) hat der Kommentar "Monetärer Gift-Cocktail" des Chefredakteurs der Wirtschaftswoche, Roland Tichy, zu tun; er datiert auch schon vom 03.12.2011. Er ist aber insofern interessant als er, im Gegensatz zum Rest der deutschen Journaille, aber genau wie ich, die Interessenfrage der Lieferanten "guter" Ratschläge in den Mittelpunkt rückt. Der Kommentar ist derart gut, dass es mir schwerfällt, ihn nicht (fast) vollumfänglich hier wiederzugeben. Da ich mir aber keinen Ärger einhandeln will, hier zur einige Häppchen; das Original sollten Sie unbedingt lesen (meine Hervorhebungen):
"..... hilft es, sich einmal die Interessen derer genau anzuschauen, die guten Rat andienen. So wäre es für die wachstumsarmen und hoch verschuldeten Länder in Südeuropa am einfachsten, wenn Deutschland mit Euro-Bonds die Haftung für ihre Schulden übernehmen würde und damit ihre Zinsen sinken könnten. .... Die gewieften Banker in Frankfurt, London und New York haben längst begriffen, dass auch die deutschen Taschen nicht tief genug sind für all die gierigen Hände. Sie fürchten, dass Deutschland schneller zahlungsunfähig wird, als die Banken ihre Anleihen aus Südeuropa in Euro-Bonds umtauschen können. Deshalb schicken die angelsächsischen Banken ihre Chefvolkswirte, Nobelpreisträger und rosa Zeitung* vor. Hedgefonds-Zar George Soros lässt seine persönliche Lobby-Organisation durch deutsche Talkshows tingeln – immer mit dem Rat, die Europäische Zentralbank solle unbegrenzt wertlose Südeuropa-Anleihen ankaufen – sprich, sie den Banken zum vollen Preis abnehmen. Damit wächst die Geldmenge, und die beste Voraussetzung für eine Hyperinflation wird geschaffen. ..... es ist ein Totentanz – wenn die Löcher in den Haushalten kurzfristig mit deutschem Geld oder europäischer Inflation gestopft werden, lockert man zwar kurzfristig den Druck zum Sparen und für die notwendigen Reformen. Wirtschaftlich gesunden aber kann Europa so nicht. In den nächsten zehn Tagen wird die europäische Gipfeldiplomatie erneut den Umverteilungstango tanzen – oder Reformen beschließen."
 * also die Financial Times Deutschland, die ja auch ich schon häufig als Speerspitze angelsächsischer Finanzinteressen verortet und kritisiert habe (vgl. z. B. den Blott "Fürchtet Fricke das Volk? Financial Times Deutschland zensiert Leserkommentare der Eurobonditen-Gegner weg")! Das war mutig von Roland Tichy, weil sonst in der Medienbranche eher die Regel gilt "Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus".

Nicht im unmittelbaren, aber doch in einem engen Zusammenhang erwähne ich hier noch den vorzüglichen Artikel vom Malte Fischer vom 05.12.2011, ebenfalls in der Wirtschaftswoche,  "Schuldenkrise: Teurer Euro-Deal":
"Im Zentrum steht das Bestreben Merkels, für mehr Haushaltsdisziplin in der Euro-Zone zu sorgen. .... Was auf den ersten Blick vernünftig erscheint, entpuppt sich jedoch - ganz abgesehen von den rechtlichen Schwierigkeiten bei den erforderlichen Änderungen der EU-Verträge – als eine politisch naive Wunschvorstellung. So wird sich kein Land von der Brüsseler Kommission in die nationale Haushaltsplanung rein reden lassen. Die Bereitschaft, nationale Budgetkompetenzen an Brüssel abzugeben, ist im Zuge der Schuldenkrise eher gesunken als gestiegen. ..... Selbst wenn es Merkel gelänge, eine entsprechende Regel in den Verträgen zu kodifizieren - der Automatismus würde außer Kraft gesetzt, sobald er gegen ein Land zur Anwendung kommen sollte. ..... Passt die Bundesregierung nicht auf, entsteht am Ende des Brüsseler Gipfeltreffens am Freitag statt der erhofften Stabilitätsunion eine Schulden- und Inflationsgemeinschaft. Deren politische und ökonomische Halbwertzeit allerdings dürfte wegen der zunehmenden regionalen Sezessionstendenzen über das Ende dieser Dekade nicht hinaus reichen."
 So ist es, bzw. könnte es kommen!


Nachträge 11.12.2011
In seinem Leitartikel "Großbritannien bleibt eine Geisel der USA" von heute im österreichischen Wirtschaftsblatt äußert sich Jochen Hahn auch zu 'Verschwörungstheorien' (d. h. Vorstellungen jener Art, wie ich sie oben vertreten habe) in Verhältnis USA-Eurozone. Er macht deutlich, dass er es keineswegs für abwegig hält, das amerikanische Verhalten auch als strategische Positionierung für eine Euro-Schwächung zu deuten (meine Hervorhebung):
"Viele Experten sprechen [abwertend] von Verschwörungstheorie, wenn das Verhalten der USA bezüglich der Euro-Schuldenkrise als abgekartetes Spiel bezeichnet wird. Auch einen Wirtschaftskrieg wollen die wenigsten erkennen. Allerdings wurde in den vergangenen Tagen deutlicher denn je, dass die USA keinerlei Interesse an einer Lösung der Probleme in der Eurozone haben - ganz im Gegenteil. ..... Großbritannien steht trotz laufendem Sparprogramm auf fundamental und fiskalisch deutlich schwächeren Beinen als der Großteil der Eurozone. Und der desaströse Staatshaushalt der USA ist allseits bekannt. Europa, exklusive Großbritannien, ist daher das Zentrum der Budgetkonsolidierung. Das dürfte uns zwar in den kommenden zwei bis drei Jahren Wachstum kosten und 2012 wohl eine Rezession einbrocken, aber danach spricht fast alles für Europa. Genau dieses Faktum macht Politiker in den USA zunehmend nervös. Kommt Europa nämlich schneller als gedacht aus seinem Schulden-Schlamassel, dann steht plötzlich die Schuldenhochburg Washington im Fadenkreuz der Märkte."

Ich will es nicht überbewerten, wenn ein gewisser Analyst Max Keiser in einem Interview "Global currency war escalates over Euro" behauptet, dass sich die Welt in einem Währungskrieg befindet und das Pentagon bereits entsprechende Szenarien durchspielt. Zumal ich nicht wüsste, auf welche (realistische) Weise die GIs beispielsweise die EZB zum Gelddrucken zwingen könnten. Aber ich nehme auch diese Stimme mal zur Kenntnis.


Nachtrag 12.12.2011
Mit meiner Einschätzung der Manöver der Rating-Agenturen als Erpressungsversuche zur Erzwingung einer Vollhaftung der deutschen Steuerzahler und/oder der Europäischen Zentralbank fühle ich mich bestätigt, wenn ich in dem heutigen FAZ-Artikel "Nach dem EU-Gipfel Moody’s kritisiert Fiskalpaket" lese, dass Moody's das Fehlen von "Entscheidungen zur kurzfristigen Stabilisierung der Kreditmärkte" kritisiert (meine Hervorhebung). Und das heißt eben nichts anderes, als dass die gerne Gläubiger (bzw. die Ratingagenturen als deren Interessenvertreter) weitere Schuldner in die Haftung für die Südländer pressen wollen: eben die EZB und/oder deutsche und andere Steuerzahler in den (relativen) 'Solidländern'.


Nachtrag 13.12.2011
Wie nicht anders zu erwarten, stimmt auch die Ratingagentur Fitch in den Erpresserchor ein:
"Fitch betrachtet die Europäische Zentralbank (EZB) als einzige Instanz, die kurzfristig "Feuerschutz" für die angeschlagenen Euroländer bieten kann. Hoffnungen auf einen massiveren Einsatz der Notenbank seien nach den Gipfelergebnissen jedoch nicht angebracht"
meldet das österreichische Wirtschaftsblatt in seinem Bericht "Ratingagentur Fitch kritisiert EU-Gipfelergebnisse" vom 12.12.2011.


Nachtrag 17.12.2011
Das österreichische Wirtschaftsblatt meldet heute unter der Überschrift "Ratingagenturen erhöhen den Druck", dass die Ratingagentur Fitch die Kreditwürdigkeit Belgiens herabgestuft hat. Weitere Informationen aus diesem Bericht (Hervorhebung von mir):
"Hart ins Gericht ging Fitch außerdem mit den Ergebnissen des jüngsten EU-Gipfels, der eigentlich eine Gesamtstrategie zur Bekämpfung der Schuldenkrise bringen sollte. Eine umfassende Lösung der Schuldenprobleme sei mit den Beschlüssen aber weder technisch noch politisch zu erreichen, urteilte die US-Ratingagentur. Um eine Liquiditätskrise zu vermeiden, sei ein stärkerer Einsatz der Europäischen Zentralbank (EZB) notwendig."
Auch hier macht also wieder eine Ratingagentur Druck fürs Gelddrucken. Immerhin:
"Im Gegensatz zur Ratingagentur Standard and Poor's drohte Fitch jedoch nicht den anderen fünf Ländern mit einer Topbonität (Deutschland, Finnland, Österreich, Luxemburg und Niederlande). Frankreich sei mehr als die anderen "AAA"-Länder der Eurozone durch die Schuldenkrise betroffen, begründete Fitch die Entscheidung. Der Schuldenstand dürfte trotz der ergriffenen Sparmaßnahmen bis zum Jahr 2014 auf 92 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) steigen. Von den Ländern mit Bestbonität hätten weltweit nur die USA und Großbritannien einen höheren Schuldenstand."Da fragt man sich natürlich, warum Frankreichs Kreditrating gefährdet ist, wenn die USA und Großbritannien doch einen noch höheren Schuldenstand haben - ohne dass Fitch diesen Ländern eine Herabstufung androht?


Nachtrag 12.01.2012
Die Erpressung geht weiter. In dem heutigen Handelsblatt-Bericht "Euro-Ratings könnten noch im Januar fallen" erfahren wir über Äußerungen der Ratingagentur Fitch:
" „Die Krise ist eindeutig systemisch. Daher bewerten wir derzeit auch ganze Portfolios neu“, so Riley. Einen Vorschlag, wie der Teufelskreis zu brechen wäre, hat er schon parat: Die Europäische Zentralbank (EZB) muss mehr Staatsanleihen kaufen. „Ohne sie ist der Euro nicht zu retten.“ ..... Der Grund für die oft untragbar hohen Zinsen für neue Staatsanleihen von Schuldenstaaten wie Italien und Spanien liege darin, dass es keinen verlässlichen Käufer für die Papiere gebe. Die EZB könne diese Rolle einnehmen, auch ohne eine unzähmbare Inflation zu riskieren, so [David] Riley"," Leiter der Länderbewertungen der Ratingagentur Fitch.



Nachträge 14.01.2012
Vgl. im Zusammenhang mit dem hier behandelten Thema auch den Artikel "Standard & Poor’s: Schelte für Sparkurs in Europa, Lob für EZB" der Deutsche Mittelstands Nachrichten vom 14.01.2012:
"Großes Lob erntet dagegen die Europäische Zentralbank ... . Die EZB habe „erfolgreich die Anforderungen für Kreditsicherheiten gesenkt, indem sie stets neue Sicherheiten akzeptiert“, um den Markt mit Geld schwemmen zu können. Auch die niedrigen Zinsen von 1% findet S&P gut. Das größte Lob erhält die EZB jedoch für ihre umstrittenste Maßnahme: „Am wichtigsten ist, dass sich die EZB in beispielloser Weise in Rückkaufaktionen für Banken engagiert hat. ... .“ Daher habe die Agentur auch die monetäre Bewertung der meisten europäischen Staaten unverändert gelassen. Der Bericht von Standard&Poor’s zeigt, dass die Ratingagenturen im Grunde auch nicht wirklich weiß, wie die Schuldenkrise zu lösen ist. Mehr noch: Sie lobt die EZB ausdrücklich dafür, dass sie jeden Schrott als Sicherheit akzeptiert und auf dem Sekundärmarkt Staatsanleihen von in Bedrängnis geratenen Staaten kauft. Die entscheidende Frage, wie man gleichzeitig sparen und die Wirtschaft ankurbeln soll, bleibt unbeantwortet. ..... Die einzige Vision, die S&P vorlegt, ist das Märchen von den reichen Deutschen, die im Verbund mit den anderen starken europäischen Volkswirtschaften immer noch in der Lage seien, die Schwächen der anderen auszugleichen. Auch hier findet sich ein bemerkenswerter Widerspruch: Denn im Kern schieben die Autoren den Schwarzen Peter Angela Merkel und der Sparwut der Deutschen zu. ...... Ob allerdings die globale Wirtschaft mit der US-amerikanischen Doktrin vom unbegrenzten Schuldenmachen besser fährt, bezweifeln mittlerweile nicht nur die Anhänger der Wirtschaftstheorien von Mises und Hayek, sondern auch schon viele traditionelle Ökonomen. Das Missliche an der europäischen Krise: Im Grunde weiß keiner, wie man den Karren aus dem Dreck holen kann – auch nicht die fleißigen Analysten der immer noch mächtigen Ratingagenturen."
Doch, die Ratingagenturen wissen sehr gut, wie man den südeuropäischen Karren zum Wohle der Anleihebesitzer aus dem Dreck holt: Indem man die deutschen Steuersklaven vorspannt!

Wovon die US-Ratingagentur S & P offenbar ablenken will, konnte man am 13.01.2012 in dem Blog von Markus Gaertner  u. d. T. "USA – Supernova in der Schuldengalaxie?" nachlesen: Ausländische Gläubiger verkaufen amerikanische Staatsanleihen, durch die schlechte Konjunktur sinken die US-Steuereinnahmen.
Man wundert sich freilich, wie unter solchen Umständen dennoch der Dollarkurs im Verhältnis zum Euro steigen kann.


Nachtrag 15.01.2012Das Gefühl, dass die Ratingagenturen Politik machen - sei es zu Gunsten anglo-amerikanischer Staatsinteressen, sei es im Interesse bestimmter Spekulanten - verstärkt sich in der Öffentlichkeit: vgl. dazu den FAZ-Artikel "Nach Herabstufung von Euro-Ländern: 'Attacken auf den Euro' " vom 14.01.2012.


Nachtrag 16.01.2012
Dass die Ratingagenturen ein erpresserisches Spiel spielen, wird auch bei der Lektüre des heutigen WELT-Artikels "Flächendeckende Herabstufung. Ratingriese bestraft deutsche Euro-Rettungsstrategie" von Jan Dams und Jan Hildebrand deutlich: Der deutsche Steuerzahler soll für die anderen blechen, und/oder die EZB soll Geld drucken. Auszüge:
"Die politischen Vereinbarungen des Gipfels enthalten keine bedeutenden neuen Initiativen gegen die kurzfristigen Finanzierungsprobleme, die die Euro-Zone gefangen halten." ..... "Es ist unsere Sicht, dass die derzeitigen Finanzprobleme nicht in erster Linie aus fiskalischem Missmanagement resultieren", schreibt S&P. ..... "Die finanzielle Solidarität unter den Mitgliedstaaten erscheint uns unzureichend, um anhaltende Finanzierungsprobleme (der Schuldenländer) zu verhindern." ..... Anstatt weiterer Sparprogramme fordern die Analysten der amerikanischen Ratingagentur Maßnahmen, die die Wettbewerbsfähigkeit der betroffenen Staaten erhöhen. Und sie weisen gleichzeitig daraufhin, wie schwer es sein dürfte, angesichts starker Lobby-Gruppen in Ländern wie Italien, solche Maßnahmen umzusetzen. ..... Auch wenn sich S&P nicht ausdrücklich der Haltung vieler angelsächsischer Investoren anschließt, macht die Agentur doch klar, dass die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihrer Bankenhilfe die Lage zwar stabilisiert habe. Andererseits aber enttäusche sie viele institutionelle Anleger, die nach dem letzten Gipfel gehofft hatten, die EZB werde ankündigen, Staatsanleihen europäischer Schuldenländer aufzukaufen, so bald diese unter Druck kämen, heißt es."


Nachtrag 18.01.2012
Dass nicht nur ich das Verhalten der Ratingagenturen als Erpressung (bzw. Nötigung) wahrnehme, sehe ich jetzt in dem ( gewohnt klugen und ausgewogenen) Kommentar "Prügelknaben der Politik" von Walter Roller in der Augsburger Allgemeinen vom 17.01.2012 (Webseite; Druckausgabe 18.01.):
Die Ratingagenturen "machen Politik, indem sie Europas Zentralbank zum reinen Gelddrucken nach US-Vorbild zu nötigen versuchen"


Nachtrag 25.07.2012
Langsam wacht sogar das Handelsblatt auf. Dort titelt heute (zur aktuellen Herabsetzung von Deutschlands Ratingperspektive auf "negativ") Norbert Häring: "Kommentar. Moody's will die Euro-Bonds". Richtig an seiner Analyse ist, dass die Ratingagentur einen Zweck verfolgt - und keineswegs eine quasi wissenschaftliche Bewertung im luftleeren Raum abgibt. Er greift aber zu kurz wenn er glaubt, dass es denen um Eurobonds geht. Das ist allenfalls eine Zwischenstufe, um den Kontinent weiter und weiter dermaßen tief in die Verschuldung zu treiben, dass nur noch die EZB uns retten kann. Das eigentliche Ziel ist also, den Euro als Hardwährung zu schwächen (nicht, die Währung als solche zu zerstören!). Damit die Investoren weltweit keine bessere Währung vorfinden als den maroden US-Dollar.
Bemerkenswert erscheint mir übrigens das zeitliche Zusammentreffen von Moody-Initiative und einem Ökonomen-Panikpapier, welches George Soros über seine Denkfabrik "INET" finanziert hat.


Nachtrag 27.07.2012
Während die großen Ratingagenturen allem Anschein nach die Mietmäuler des international organisierten Kapital-Verbrechens sind, liefert die amerikanische Ratingagentur Egan-Jones Ratings offenbar tatsächlich ehrliche Analysen. Laut WELT-Artikel "Schuldenkrise. Rating-Agentur hält Deutschland-Pleite für möglich" von heute hatte Egan-Jones Ratings als einzige Agentur die Bank Lehman Brothers lange vor der Insolvenz herabgestuft, und auch die US-Immobilienkrise früher als die Konkurrenz kommen sehen. Sie redet jetzt auch Deutschland nicht nach dem Maul, und vor allem versucht sie im Gegensatz zur kapitalhörigen Großkonkurrenz nicht, unser Land immer tiefer in den Euhaftungssumpf zu treiben. Stattdessen lesen wir ehrliche und treffende Feststellungen (meine Hervorhebung): 
"Ohne Euro und die eingegangenen Finanzverpflichtungen hätte Deutschland heute noch immer die Spitzennote AAA, betont Jones. Ein nachträglicher Ausstieg aus der Gemeinschaftswährung würde nun aber sehr teuer. Die weiterhin hohe Nachfrage nach deutschen Staatsanleihen als vermeintlich sicherem Hafen hält er für trügerisch. "Die Märkte unterschätzen das zukünftige Bonitätsrisiko, das bei einer Vergemeinschaftung der Schulden entsteht", sagt Jones. Im Rat der EZB könne Deutschland jederzeit überstimmt werden. 'Wenn Deutschland jetzt klein beigibt und die Begehrlichkeiten der anderen Länder nicht abwehrt, gerät es selbst auf die schiefe Bahn'."



ceterum censeo

Der Wundbrand zerfrisst das alte Europa,
weil es zu feige ist ein krankes Glied zu amputieren!

POPULISTISCHES MANIFEST
(für die Rettung von ? Billionen Steuereuronen!):
Ein Gespenst geht um in Deutschland - das Gespenst einer europäischen Transferunion und Haftungsunion.
Im Herzland des alten Europa haben sich die Finanzinteressen mit sämtlichen Parteien des Bundestages zu einer unheiligen Hatz auf die Geldbörsen des Volkes verbündet:
·        Die Schwarzen Wendehälse (die unserem Bundesadler den Hals zum Pleitegeier wenden werden),
·        Die Roten Schafsnasen (vertrauensvoll-gutgläubig, wie wir Proletarier halt sind),
·        Die Grünen Postmaterialisten (Entmaterialisierer unserer Steuergelder wie unserer Wirtschaftskraft),
·        Die machtbesoffenen Blauen (gelb vor Feigheit und griechisch vor Klientelismus), und selbstverständlich auch
·        Die Blutroten (welch letztere die Steuergroschen unserer Witwen, Waisen und Arbeiter gerne auflagenlos, also in noch größerer Menge, gen Süden senden möchten).
Wo ist die Opposition im Volke, die nicht von unseren Regierenden wie von deren scheinoppositionellen Komplizen als Stammtischschwätzer verschrien worden wäre, wo die Oppositionspartei, welche sich der Verschleuderung der dem Volke abgepressten Tribute an die europäischen Verschwendungsbrüder wie an die unersättlichen Finanzmärkte widersetzt hätte?
Zweierlei geht aus dieser Tatsache hervor:
Das Volk wird von fast keinem einzigen Politiker als Macht anerkannt.
Es ist hohe Zeit, dass wir, das Volk, unsere Anschauungsweise, den Zweck unserer Besteuerung und unsere Tendenzen gegen die fortgesetzte Ausplünderung durch das Finanzkapital bzw. durch die Bewohner anderer Länder und durch seine/deren politische Helfershelfer vor der ganzen Welt offen darlegen und dem Märchen von dem grenzenlosen Langmut der Deutschen den Zorn des Volkes selbst entgegenstellen.

Textstand vom 27.07.2012. Gesamtübersicht der Blog-Einträge (Blotts) auf meiner Webseite http://www.beltwild.de/drusenreich_eins.htm. Soweit die Blotts Bilder enthalten, können diese durch Anklicken vergrößert werden.

Keine Kommentare:

Kommentar posten