Titelwiederholung wg. Suchmaschinenindex: DüGaZ kämpft für GröFaZ
Volle SECHS Argumente lässt sich der studierte Historiker und Geschichtslehrer Björn Höcke einfallen, um Adolf Hitler mal von jeglicher Schuld, mal "nur" von der Alleinschuld am 2. Weltkrieg zu entlasten.
Dass diese Narrative sich teilweise widersprechen oder logisch überhaupt nicht tragen, interessiert das geistige Glanzlicht aus Bornhagen wenig: Hauptsache, das Dummvolk glaubt dran.
1.) FACHHISTORIKER FEIERT GESCHICHTSKLITTERER
2) FACHHISTORIKER FEUERT LOGIK FÜR GESCHICHTSREVISIONISMUS
3) FACHHISTORIKER FASELT VERQUOLLEN VON ENTLASTUNGSQUELLEN
4) FACHHISTORIKER FANTASIERT VON KOMMENDEN FORSCHUNGEN
Am 07.03.2017 veröffentlichte das Wall Street Journal Auszüge aus einem Interview mit Björn Höcke, dass Anton Troianovski, Deutschland-Korrespondent des WSJ, am 17.01.2017 in Dresden geführt hatte. Und zwar unmittelbar im Anschluss an jene berühmt-berüchtigte "Dresdner Rede" (Text), die Höcke auf einem Treffen der "Jungen Alternative" (AfD-Jugend; heutiger Name: "Generation Deutschland") im Ballhaus Watzke gehalten hatte.
Der Auszug trägt die Überschrift: "German Politician’s Comments About Hitler Stoke Debate" (kostenpflichtig). Bei der öffentlichen Aufregung ("stoke debate" - entfachen eine Debatte) ging es darum, dass der Björn den Adolf nicht als das absolute Böse bewerten wollte; aber diese Äußerung war aus dem Zusammenhang gerissen worden. Im Interview-Kontext ging es nämlich um die Kriegsschuldfrage - und darum geht es hier auch mir. In diesem Interview liefert Höcke gleich VIER Begründungen, mit denen er beweisen will oder von denen er sich den Beweis erhofft, dass Adolf Lämmlein (alias Adolf Hitler) zumindest nicht der Alleinschuldige am 2. Weltkrieg (hier geht es natürlich um den europäischen Krieg, nicht den japanischen) gewesen sei.
Um insoweit nichts zu verzerren, keine potentiell missverständlichen Akzente zu setzen oder Eindrücke zu hinterlassen, muss man schon die vollständige Äußerung Höckes heranziehen (Gliederung, Nummerierung und Hervorhebungen von mir eingefügt). Dazu natürlich auch die vorangegangene Interviewer-Frage:
WSJ: Es gibt zum Beispiel den Historiker [Stefan] Scheil, ich habe gelesen, Sie haben zusammen mal mit ihm ein Interview gemacht in der Sezession. Was halten Sie von seinen Thesen? Da geht es ja auch darum die unmittelbare Schuld, oder wie auch immer, für den Anfang des Zweiten Weltkriegs etwas anders zu sehen.Höcke: Also, Stefan Scheil hat sicherlich zu dem Thema profund geforscht. Es gibt andere Bücher, die erschienen sind in den letzten Jahren, die für große Furore gesorgt haben.
[1] Zum Beispiel, Gerd Schultze-Rhonhof, der kein Historiker von Hause aus ist, der aber ein sehr guter Autodidakt ist, der aber ein Buch geschrieben hat, das heißt, “1939: Der Krieg, der viele Väter hatte.” Das ist über 50.000 Mal meines Wissens auch verkauft worden und da geht’s eben darum.
[2] Wissen Sie, das große Problem ist, dass man Hitler als das absolut Böse darstellt. Wir wissen aber natürlich, dass es in der Geschichte kein Schwarz und kein Weiß gibt. Und dass es viele Grautöne gibt.
[3] Und es gibt viele Quellen, die darauf schließen lassen, wenn man es interpretiert, dass dieser 2. Weltkrieg nicht unbedingt zum 2. Weltkrieg — Betonung auf Weltkrieg — hätte werden müssen, wenn nicht auch interessierte Mächte am Werke gewesen wären, die diesen Krieg eskaliert haben.
[4] Und ich denke, das wird sicherlich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch zur entsprechenden Aufarbeitung führen und wird sicherlich neue Historikerdiskussionen auch hervorrufen. Ich glaube, jetzt is[t] so die Zeit, die letzten Überlebenden der Zeit des 2. Weltkrieges sterben langsam, es gibt dann kaum noch einen der lebt und diese Zeit am eigenen Leibe erlitten und erlebt hat, und es wird dann auch zu einer anderen, zu einer neuen Sicht auf die Dinge führen, und zu einer neuen Fragestellung, davon bin ich überzeugt.
Zur "Kriegsschuldentlastung" Nr. 1:
Dass Höcke das Buch von Schultze-Rhonhof nicht lediglich informationshalber erwähnt, sondern sich inhaltlich darauf beruft, ergibt sich aus seiner Abgrenzung zum Werk des Historikers Stefan Scheil. Das Interview "Björn Höcke, Stefan Scheil und die AfD – ein Doppelinterview" war am 15.10.2014 (Teil 1) und am 13.11.2014 (Teil 2) in der Zeitschrift "Sezession" erschienen. Von Scheil ist Höcke wohl deshalb nicht so begeistert, weil der im Interview dem damaligen AfD-Parteivorsitzenden Bernd Lucke "... genau die Portion und die Art Charisma, die derzeit in Deutschland gebraucht wird" bescheinigt hatte. Während sich Höcke schon damals "... insgesamt nur schwer vorstellen" konnte, "daß es für diese Gegenwart eine liberale Vision geben kann". Während sich Höcke schon damals für diejenige Person hielt, welche "... dadurch das so unerläßliche Charisma entfaltet, daß er auf der Basis der Vernunft und des Verstandes seiner Liebe zum Eigenen und zum Immergültigen gefühlsstark Ausdruck verleihen kann" und sich damit selber als kommender Messias der "Alternative" und Deutschlands präsentierte.
(Sämtliche Zitate aus Teil 2.)
Sodann will Höcke mit der Quantität der Verkaufszahlen (damals wohl ca. 50.000) die Qualität des Inhalts untermauern. (Vergleichbar hatten seinerzeit die "68er" den Wert der "Mao-Bibel" mit dem Hinweis beworben: "Millionen Chinesen können nicht irren!" Diese Methode müsste einem studierten Historiker eigentlich peinlich sein.)
Schultze-Rhonhof ist aber ein Geschichtsklitterer, den sogar ein Laie wie ich in zwei Tagen Internet-Recherche locker entlarven kann; vgl. meinen Blogpost "Logik ade beim Generalmajor a. D.: Gerd Schultze-Rhonhofs fragwürdiger Feldzug für Adolf Lämmleins Ehrenrettung" vom 28.03.2019.
Zur "Kriegsschuldentlastung" Nr. 2:
Zur "Kriegsschuldentlastung" Nr. 3:
Zur "Kriegsschuldentlastung" Nr. 4:
5) FACHHISTORIKER VERBREITET VERSCHWÖRUNGSTHEORIE
(Pegida-Rede 2018)
6) GESCHICHTSLEHRER LANDOLF LADIG FINDET NAZIS VORBILDLICH
(2011 unter dem Tarnnamen Landolf Ladig.)
SCHLUSS: UND WER IST NUN DER "DÜGAZ"?
Das ist ganz einfach; eigentlich hätten Sie auch selber drauf kommen können:
Der DüGaZ ist der DümmsteGeschichtslehrerAllerZeiten.
Bekannter ist er allerdings unter seinem Aliasnamen Björn Höcke.
WIRD FORTGESETZT
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