Sonntag, 24. Juli 2005

BALLA BALLA oder DIE PRODUKTIVITÄTSFORTSCHRITTSDIEBE DER ÖFFENTLICH-RECHTLICHEN SAU(G)NÄPFE


"ARD und ZDF stechen Private bei WM-Übertragung 2010 aus" betitelte das Handelsblatt eine Meldung vom 30.06.05 (http://www.handelsblatt.com/pshb?fn=tt&sfn=go&id=1061349). Und präsentierte am Schluss erstaunliche Vergleichszahlen: "Die Einnahmen aus den weltweiten Übertragungsrechten für die Weltmeisterschaften sind in den vergangenen Jahren explodiert. Zahlten die Fernsehsender 1990 noch 57 Mill. Euro, so ist mittlerweile die Milliarden-Euro-Grenze geknackt." Öffentlich-rechtliche Schlundfunkanstalten schlucken also unsere Gebühren wie Müllschlucker den Abfall. Und recyceln sie an die Sportstars. Ich verdiene ca. 50% netto mehr als 1990; die Kosten für die Übertragungsrechte sind (wenn ich dem Prozentrechner http://www.arndt-bruenner.de/mathe/scripts/Prozentrechner.htm trauen darf, um 1654,39 % gestiegen! 

Finde ich gar nicht gut, dass der Rundfunk-Staatsvertrag (http://www.lfk.de/gesetzeundrichtlinien/rundfunkstaatsvertrag/abschnitt1.html) von den Intendanten im Kampf um die Einschaltquote als Lizenz zur Geldvernichtung missbraucht wird. Die verwechseln "informationelle Grundversorgung" (http://www.inf-wiss.uni-konstanz.de/People/RK/gutachten/infGrund.pdf) und "informationelle Rundversorgung". Wie wäre es, wenn wir die mal mit einer Aktion "letzte Röhre" davon überzeugen würden, dass uns eine kostengünstige Grundversorgung völlig ausreicht?    


Textstand 11.05.2026

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