Sonntag, 29. November 2009

Höchst ungewöhnlich: Auf welchem Weihnachtsmarkt, zumal in Frankfurt a. M., gibt es heute noch Glühwein für 1,- Euro?

Es gibt sie noch, die Vereins-Weihnachtsmärkte. Heppenheim hatte einen sehr schönen "Nikolausmarkt", und wir haben ihn vor einigen Jahren sehr genossen. Doch auf der Rückfahrt haben wir bitterlich gefroren, weil der Zug nicht beheizt war. Heute sind wir nicht mehr ganz so reiselustig (dabei war das erst vor 5 Jahren - in 2004); nach Eberbach am Neckar wären wir freilich gefahren (vgl. meinen Eintrag vom Vorjahr "Altdeutscher Weihnachtsmarkt in Eberbach: Gebrannte Erdnüsse gab's bei den Goten"), doch hielt uns die Wettervorhersage davon ab. Dazu kam noch der Umstand, das "unser" dortiger Italiener, Signore Parisi, sein kleines Café schon seit längerer Zeit geschlossen hat: wo würden wir dann bei Regen sitzen? Den ganzen Tag im Zelt auf dem Weihnachtsmarkt - das wäre denn doch etwas zu lange.

Also haben wir wieder einen ganz neuen Weihnachtsmarkt entdeckt, in Höchst. Nicht in der Stadt Höchst im Odenwald, sondern im Ortsteil Höchst von Frankfurt a. M..

O alte Gratisherrlichkeit: wohin bist du entschwunden? Handelsblatt hegt "Premium Content" ein.

Dubai hat es voll erwischt - und mich hat es bei Dubai erwischt. Nicht, dass ich dort investiert hätte: jene Groschen, welche ich allenfalls als Kleinstanleger in einen geschlossenen Immobilienfonds hätte stecken können, habe ich schon vor einigen Jahren auf dem Altar des Neuen Marktes als Rauchopfer dargebracht.

Sonntag, 22. November 2009

Adventskalender als Dekadenzsymptom: Geht das Weihnachtsfest vor die Hunde?

Es tut eigentlich nichts zur Sache, dass ich diesen Adventskalender für Hunde während unseres Urlaubs Mitte Oktober in Oberstdorf fotografiert habe, und dass er von der Drogeriekette Müller angeboten wurde: das alles ist peripher.









Sonntag, 15. November 2009

Von der Grundversorgung im Internet Explorer zur Rundumverwöhnung beim Mozilla Firefox Browser: Das ist wie vom HO zum KADEWE

So wie ich nach dem Wechsel zum Feuerfuchs müssen sich die DDR-Bewohner gefühlt haben, als sie im November 1989 unmittelbar nach Öffnung der Mauer nach Berlin ins Kaufhaus des Westens (oder in andere bundesdeutsche Orte in die Kaufhäuser des Westens) strömten: überwältigt von der Fülle des Angebots.

Was im Warenhaus die Warenfülle, ist beim Browser die Fülle der Erweitungerungen (Add-ons). Meine (4) Symbolleisten sind mittlerweile gespickt mit einer Fülle von Symbolen, von denen ich gar nicht in allen Fällen genau weiß, was man damit alles anfangen kann. Das ist die Kehrseite der Fülle (beim Software- wie beim Warenangebot): ein wenig technikaffiner Mensch wie ich fühlt sich da schnell überwältigt. Und manchmal überrumpelt: wenn irgend etwas nicht funktioniert.

Man muss also zwar nicht seine Seele dem Teufel verschreiben, um Firefox zu benutzen, aber so manche Stunde (des Schlafs) geht schon drauf, bis man als relativer Computerlaie wenigstens von den Grundzügen her begreift, welche Funktionalitäten die verschiedenen Zusatzprogramme bieten, und bis man eine Reihe von Problemen (besonders ärgerlich: verschwundene Bookmarks - Lesezeichen, Favoriten -) in den Griff bekommen hat.
(Ich schaue schon furchtsam in die Zukunft: beim nächsten Update des Browsers wird es wiederum Probleme mit den - alten - Erweiterungen geben!)


Jedenfalls bin ich, wenn der Firefox Browser halbwegs stabil bleibt, nach meinem jetzigen 2. Anlauf für den Microsoft-Browser wohl endgültig verloren.
Der dabei für mich entscheidende Gesichtspunkt ist weniger der vielfältig gebotene Schnickschnack sondern die Möglichkeit, Lesezeichenordner und Lesezeichen-Links mit Beschreibungen (in anscheinend unbegrenzter Länge?) und die Lesezeichen selbst auch mit Tägs für erleichtertes Wiederfinden versehen zu können.
Das sollte mir das Leben mit meinen zwanzigtausend (oder so) Lesezeichen deutlich erleichtern.

Ein ganz besonders erwünschtes Feature ist für mich auch die Möglichkeit, Textpassagen auf Webseiten nach Art eines Leuchtstiftes zu markieren. Schade nur, dass man den Text anscheinend nicht direkt "glossieren" kann, also gewissermaßen Randbemerkungen machen wie in Büchern. Es wäre schön, wenn man unmittelbar zu einer markierten Stelle einen Kommentar einfügen könnte und dieser dann nach Art der Kommentarfunktion im "Word"-Programm erscheinen würde (und nach Speicherung in den Lesezeichen auch erhalten bliebe.

Aber gut: Wunderbares habe ich schon genug in den Firefox-Addons entdeckt; Unmögliches zu realisieren dauert für die fleißige Entwicklergemeinde offenbar etwas länger ;-).





Textstand vom 15.11.2009. Auf meiner Webseite
http://www.beltwild.de/drusenreich_eins.htm
finden Sie eine Gesamtübersicht meiner Blog-Einträge (Blotts).
Zu einem „Permalink“, d. h. zu einem Link nur zum jeweiligen Artikel, gelangen
Sie mit einem Klick auf das Erstellungsdatum unterhalb des jeweiligen Eintrages.
Soweit die Blotts Bilder enthalten, können diese durch Anklicken vergrößert werden.

Dienstag, 10. November 2009

Shanghai in Kempten

Bei unserem Besuch in der Stadtbücherei in Kempten habe ich nicht nur Erkenntnisse über die ökonomische Funktion von Staatsschulden in der Zeit des Absolutismus gewonnen (vgl. Blott Keynes in Kempten?), sondern auch Einsichten in die chinesische Geschichte gewonnen.

Donnerstag, 5. November 2009

Der Begriffe-Jongleur als Kapital-Fittichist. Zu: Peter Sloterdijk, "Die Revolution der gebenden Hand" (FAZ-Serie "Die Zukunft des Kapitalismus").


Schreiben kann der Mann - das macht ihm so schnell keiner nach. Nicht einmal ich ;-).
Will ich auch gar nicht, und keineswegs nur wegen der "raisins trop verts".

Keynes in Kempten?

Kempten war bis nach 1800 eine geteilte Stadt. Die Mauern zwischen den beiden Städten Kempten - der Bürgerstadt und der ‚Residenzstadt’ des Fürststifts (der Fürstabtei) Kempten waren zwar nicht ganz so undurchlässig wie die Berliner Mauer, aber die „ideologischen“ Differenzen zwischen der protestantischen Reichsstadt und der katholischen Residenzstadt schienen im 17. Jahrhundert kaum weniger unüberwindlich wie diejenigen zwischen Kommunismus und Kapitalismus.

Freitag, 30. Oktober 2009

Erster Erfolg der Sarrazin-Debatte: FDP nominiert Türken als Entwicklungshilfeminister!

 
Nach einem bekannten Bonmot über die Entwicklungshilfe dient diese der Umverteilung von den Armen zu den Reichen: Sie nimmt den Armen aus den reichen Ländern und gibt den Reichen in den armen Ländern.

Lässt man den Umstand bei Seite, dass es sich hier um eine externe Umverteilung handelt, ist es eigentlich gar nicht erstaunlich, dass ein FDP-Politiker, nämlich der bisherige Generalsekretär der Partei Dirk Niebel, jetzt in der neuen schwarz-gelben Koalition das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung führt: schließlich war die Umverteilung von unten nach oben war schon immer d der Freien Demokraten.

Dienstag, 27. Oktober 2009

Die Fiskalpolitik der Hornissenkoalition ist ein Emergenzphänomen!


Für ihre abenteuerlichen Verschuldungspläne bekommt die schwarz-gelbe Koalition aus CDU/CSU und FDP (von Wohlmeinenden auch als Tigerentenkoalition bezeichnet) massive Schelte in den Medien, nicht zuletzt auch der bürgerlichen und der Wirtschaftspresse.

So ärgert sich z. B. Thomas Hanke in seinem Handelsblatt-Leitartikel vom 26.10.2009 "Tollkühn und kleinmütig":
"Es widerstrebt einem, diese Regierung bürgerlich zu nennen, weil sie selber nicht auf bürgerliche Tugenden setzt." Gemeint ist natürlich die Tugend der Sparsamkeit.

Montag, 26. Oktober 2009

Danke, Thilo ...

... würde ich sagen, wenn ich vom erhöhten 'Verkehrsaufkommen' (traffic) auf meinem Blog materiell oder immateriell profitieren würde.

Denn während sonst die Anzahl der monatlichen Seitenzugriffe ("page loads") bei mir zwischen 1.551 (im April) und 2.190 (im Juni) schwankte (Tagesdurchschnitt Januar - September 2009 = 60), sind es für Oktober bis jetzt (Montag 26.10., ca. 20.30 h) schon 7.011, werden also im Gesamtmonat auf voraussichtlich ca. 7.500 steigern. Aus irgendwelchen Gründen liege ich bei zahlreichen Stichwortkombinationen bei Google auf der ersten Seite, obwohl ich von Suchmaschinenoptimierung nichts verstehe.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Bestellen Greenpeace-Anhänger ihre Kleider beim Schneider?

In der Bahnhofsbuchhandlung im Nürnberger Hauptbahnhof war ein ganzes Schaufenster damit dekoriert: Mit Postern zum und Heften des aktuellen Greenpeace-Magazin(s). Titel: "Die Täuschung". Untertitel: "Ob Brot oder Milch - unsere Lebensmittel verkommen zur künstlichen Massenware."

Sicher hätte ich gern Näheres erfahren über "Der große Bluff mit unseren Grundnahrungsmitteln", aber 5,30 Euronen war es mir dann auch wieder nicht wert (und würde ich jetzt, nachdem ich das Inhaltsverzeichnis im Internet gesehen habe, erst Recht nicht bezahlen, weil die Verfälschung unserer Lebensmittel nur eines von vielen Themen ist. Was bei anderen Magazinen üblich ist, treibt man also auch bei Greenpeace: ein Thema mit einem Aufmacher groß herausstellen, aber letztlich dann doch nur unter anderen behandeln: mediale Häppchenpolitik!).

Aber nicht um den Inhalt oder meine Kaufentscheidung geht es mir hier, sondern um das Wort "Massenware" im Titel.
Auch ich bin nicht sonderlich glücklich mit vielem, was die Industrie uns als Futter oder oft als Fraß vorsetzt. Aber, verdammt noch mal, waren die Lebensmittel im vorindustriellen Zeitalter denn wirklich besser? Und wie will die Welt ihre aktuell ca. 7 Milliarden Bewohner ernähren, wenn nicht durch Massenproduktion?

Selbst ein Zeitkritiker wie George Monbiot räumt (in seinem Blog-Eintrag "Strange Fruit" vom September 2008; vgl. dazu auch diesen Blott von mir) ein:
"Though we still subsist largely on junk, even bilious old gits like me are forced to admit that the quality and variety of most types of food sold in Britain has improved."

Ich finde es äußerst gedankenlos, aber auch sehr arrogant, unterschwellig eine Herleitung von Problemen mit Produkten (Lebensmittel oder anderen) aus der Massenproduktion als solcher zu suggerieren.
"Unterschwellig herleitet" sage ich deshalb weil ich vermute, dass die Autoren keine Belege dafür erbringen, dass Massenproduktion zwangsläufig eine schlechtere (Lebensmittel-)Qualität ergeben muss als eine Herstellung im Haus, auf dem Bauernhof oder durch das Handwerk (dessen Produkte ohnehin von der Qualität der Vorlieferungen abhängen).
Mir schmeckt das versalzene Brot vom Bäcker jedenfalls nicht besser als das (meist zwar ebenso versalzene) Brot aus der Brotfabrik.
Und die Hühnereier aus der Massentierhaltung schmecken auch nicht zwangsläufig schlechter als solche von einem kleinen Nebenerwerbsbetrieb (wenn Fischmehl verfüttert wird, schmeckt das eine so schlecht wie das andere).

Vor allen Dingen könnte ich mir auf anderen Gebieten sehr viel weniger leisten, wenn nicht (auch) die Lebensmittel durch die Massenproduktion billiger wären, als sie es bei einer (nicht zwangsläufig liebevollen) Herstellung in einem handwerklichen Produktionsprozess sein könnten.


Nachtrag 28.10.2009
Im vorliegenden Zusammenhang ist auch ein auf den ersten Blick eher entfernter Text interessant, jedenfalls dessen Einleitung. In dem ZEIT-Essay "Schickes Ödland Großstadt" von Christian Staas vom 28.10.2009 lesen wir:
"In der Großstadtkritik des frühen 20. Jahrhunderts verbanden sich gleich mehrere Gedankenfiguren zu einem gefährlichen Amalgam. Die Grundierung war ein Gefühl allgemeinen Niedergangs, als dessen Sinnbild und zugleich ganz reales Zentrum man die moderne Großstadt ausmachte. Hier, so hieß es, verfielen Sitte und Anstand, breiteten sich Kriminalität und Alkoholismus aus. Gekreuzt mit der damals aufblühenden Vererbungslehre und den neuen Rassentheorien ergab sich daraus das Bild einer um sich greifenden Degeneration; das Soziale erschien nun in biologischen Begrifflichkeiten. Als dritter Diskurs schließlich koppelte sich an solche Denkfiguren die verächtliche Rede von der Masse, von der Massengesellschaft und der Vermassung an, sodass sich das Großstadtbild zu einer Schreckensvision verfestigte, in der sich die herrschenden bürgerlichen Klassen nun plötzlich als bedrohte Minderheit, als potenzielle Opfer des allgegenwärtigen Verfalls imaginierten."
Das ist doch wohl kaum der ideologische Rahmen, mit dem sich Greenpeace-Anhänger identifizieren können? (Oder etwa doch?)





Textstand vom 28.10.2009. Auf meiner Webseite
http://www.beltwild.de/drusenreich_eins.htm
finden Sie eine Gesamtübersicht meiner Blog-Einträge (Blotts).
Zu einem „Permalink“, d. h. zu einem Link nur zum jeweiligen Artikel, gelangen
Sie mit einem Klick auf das Erstellungsdatum unterhalb des jeweiligen Eintrages.
Soweit die Blotts Bilder enthalten, können diese durch Anklicken vergrößert werden.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Volltext des Interviews von Lettre International (Frank Berberich) mit Thilo Sarrazin: Ausgerechnet die Bild-Zeitung publiziert den Gesamttext!

 
Nachtrag 30.08.2010
Zur neuen 'Sarrazin-Debatte' diesmal um sein Buch (bzw. die Vorveröffentlichungen daraus und verschiedene Interviews mit ihm) vgl. meinen Blott "Wenn des Pawlows Hunde lüllen. Zur Lexikographie des deutschen Politiker-Wortschatzes in der Debatte um Thilo Sarrazin, Deutschland schafft sich ab".

-------------------------------

Endlich ist der gesamte Text des Interviews (zumindest vermute ich, dass er vollständig ist) online im Internet (gratis) nachzulesen. Und wem verdanken wir das? Nicht etwa irgend einem Qualitätsmedium, sondern der Bild-Zeitung!
Bild hat offenbar die Börse gezückt und dem Verlag Lettre International die Abdruckrechte an dem vom Herausgeber Frank Berberich mit dem ehemaligen Berliner Finanzsenator und jetzigen Bundesbank-Vorstandsmitglied Thilo Sarrazin abgekauft. Die haben ihrerseits das Eisen geschmiedet, solange die Diskussion noch heiß ist. [Das alles dachte ich, als ich diesen Blott niederschrieb. Später indes stellte sich heraus, dass BILD den Text einfach geklaut hatte! - s. u.]

Sonntag, 4. Oktober 2009

Plötzlich und unerwartet - steht mein Blog (zwar leider nicht im Fokus, aber immerhin:) im Focus

Vor einiger Zeit hatte ich in dem Blott "Twingly als teuflische Versuchung: Intellektuelle Jingle Mail von mir zum Handelsblatt?" darüber berichtet, dass das Handelsblatt Links zu Blogs veröffentlicht, die ihrerseits zu Handelsblatt-Artikeln verlinken.
Als konkretes Beispiel vgl. den Artikel "Abfällige Äußerungen. Thilo Sarrazin: Gespaltene Persönlichkeit" auf der HB-Webseite vom 01.10.2009.

[Sehr tief scheint die Twingly-Suche allerdings nicht zu gehen. Wenn in meinen für mich nicht untypischen längeren Blotts der Link weit unten steht, habe ich in der Vergangenheit - in letzter Zeit habe ich schon gar nicht mehr nachgeschaut - bei dem jeweils von mir verlinkten Handelsblatt-Artikel keinen Rücklink gefunden.]

So etwas tut ein Medienunternehmen selbstverständlich nicht zum Zwecke einer Förderung der Bloggerkultur, sondern zur Steigerung der eigenen "Linkpopularität" und damit in der Hoffnung auf einen besseren Rang bei den Suchmaschinenergebnissen. Aber es nützt natürlich beiden, denn auch der Blogger steigert ja dadurch sein "Ranking" und, wahrhaftig: ab und an klickt dann auch tatsächlich mal jemand den Link zu seinem Blott bei dem Medienartikel an.

Auf diese Weise erfuhr ich denn auch soeben bei der Auswertung meiner Zugriffsstatistiken, dass auch das Magazin "Focus" die zu seinen Webartikeln verlinkenden Blotts über "Twingly" einfängt.
Mein Blott über Thilo Sarrazin verlinkt - und entsprechend erscheint dort ein Rücklink [gegen den ich gewiss nichts einzuwenden habe ;-)] - zu dem Focus-Artikel "Thilo Sarrazin. Bundesbank-Präsident legt Rücktritt nahe".




Textstand vom 04.10.2009. Auf meiner Webseite
http://www.beltwild.de/drusenreich_eins.htm
finden Sie eine Gesamtübersicht meiner Blog-Einträge (Blotts).
Zu einem „Permalink“, d. h. zu einem Link nur zum jeweiligen Artikel, gelangen
Sie mit einem Klick auf das Erstellungsdatum unterhalb des jeweiligen Eintrages.
Soweit die Blotts Bilder enthalten, können diese durch Anklicken vergrößert werden.

Medien verkürzen Interview von Bundesbank-Vorstandsmitglied Thilo Sarrazin im "Lettre International" zur "Emser Depesche" der Ausländerdebatte!

 
Nachtrag 01.09.2010
Zur neuen 'Sarrazin-Debatte' diesmal um sein Buch (bzw. die Vorveröffentlichungen daraus und verschiedene Interviews mit ihm) vgl. meinen Blott "Wenn des Pawlows Hunde lüllen. Zur Lexikographie des deutschen Politiker-Wortschatzes in der Debatte um Thilo Sarrazin, Deutschland schafft sich ab".

--------------------------------

Die reinste Quelle ist es nicht, von der wir (unter dem Titel "Thilo, ich liebe Sie: Sarrazin-Interview im Original!!!") jene Passagen online erhalten, die Thilo Sarrazin gewaltigen Ärger, und Deutschland eine heiße Debatte beschert haben.

Tatsächlich enthält die unter dem sachlich klingenden Titel "Fakten - Fiktionen Politik Medien Zeitgeschichte" auftretende Webseite, die sich als "transatlantic press network based in the USA" bezeichnet, Hetze der übelsten Art. Schwerpunkt der Tendenz scheint ein fanatischer Anti-Islamismus zu sein, aber auch sonst geht es "rund": Unter "Der SPIEGEL - Sturmgeschütz der Zensur und Diktatur" heißt es z. B. "Wer etwas sagt, was ihnen nicht paßt, soll zurechtgestutzt und entlassen werden und schnell zurücktreten. Das wertet der SPIEGEL als Erfolg, und dann lehnen sich die Goebbels-Schüler im Goebbels-Blatt zurück und fühlen sich bedeutend" und ein Titel wie "Fall Sarrazin: Bundesbank holt Befehle in Istanbul" ist definitiv im Stil des antisemitischen Nazi-Hetzers Julius Streicher im "Stürmer" unseligen Angedenkens formuliert.
[Ob allerdings wirklich eine braune Gesinnung hinter dieser Webseite steckt, oder nicht vielleicht eine kalkulierte Provokation - von welcher Seite und für welche Interessen auch immer - das frage ich mich angesichts derart plakativer Sprüche schon.]

Freitag, 2. Oktober 2009

Feigheit siegt! Thilo Sarrazin und die deutsche Verlogenheit

 
Nachtrag 01.09.2010
Zur neuen 'Sarrazin-Debatte' diesmal um sein Buch (bzw. die Vorveröffentlichungen daraus und verschiedene Interviews mit ihm) vgl. meinen Blott "Wenn des Pawlows Hunde lüllen. Zur Lexikographie des deutschen Politiker-Wortschatzes in der Debatte um Thilo Sarrazin, Deutschland schafft sich ab".

--------------------------------

Potztausend - wer hätte das gedacht?
"Die Deutsche Bundesbank distanziert sich entschieden in Inhalt und Form von den diskriminierenden Äußerungen von Dr. Thilo Sarrazin in dessen Interview mit Lettre International", teilte die Bank am Mittwoch mit. Sarrazin gebe nicht die Ansichten der Bundesbank wieder, und das Interview stehe in keinerlei Zusammenhang mit seinen Aufgaben bei der Zentralbank."
Also ich jedenfalls hatte immer geglaubt, dass die Deutsche Bundesbank eine Behörde für die Integration von Ausländern ist. Insofern ist es doch wirklich sinnvoll, dass diese Organisation Klarheit schafft und die Öffentlichkeit endlich mal darüber aufklärt, dass Thilo Sarrazins Äußerungen über (mögliche) Probleme bezüglich der Integration von Ausländern in Deutschland NICHT im Zusammenhang mit seinen Aufgaben bei der Deutschen Bundesbank stehen.

Rottet das Unkraut aus! Schafft Platz für die Spontanvegetation!


Alle sind für die Natur - wenn andere die Kosten tragen.
So offenbar auch jene Gartenbesitzer, deren Hecke in einer Straße wächst, durch die mich einer meiner alternativen morgendlichen Wege zur Arbeit führt.
Die lassen es kräftig auf den Bürgersteig wuchern.
Hätte ich sie gesehen, hätte ich mich beschwert.
Wahrscheinlich hätten sie mich ganz entrüstet angeschaut und gesagt, dass ich wohl etwas gegen die Natur habe.
Was hätte ich darauf erwidert?
"Lassen Sie die Natur doch in Ihrem Garten wuchern, lassen Sie Unkraut auf Ihrem Rasen wachsen."
Noch ein empörter Blick: Unkraut? Was hat den Unkraut mit der Natur zu tun?
Wir sollten aufhören, wertend über Unkraut zu schimpfen, und stattdessen neutral über Spontanvegetation reden. Auch wenn das für "Philamia" im Gartenorum dasselbe ist: es wäre, wenn in größerem Umfang durchgesetzt, ein Zeichen für einen Bewusstseinswandel, der endlich die rasende biologische Bodenversiegelung http://beltwild.blogspot.com/2005/05/definitionen-definitions.html!



Textstand vom 10.08.2011. Auf meiner Webseite
http://www.beltwild.de/drusenreich_eins.htm
finden Sie eine Gesamtübersicht meiner Blog-Einträge (Blotts).
Zu einem „Permalink“, d. h. zu einem Link nur zum jeweiligen Artikel, gelangen Sie mit einem Klick auf das Erstellungsdatum unterhalb des jeweiligen Eintrages. Soweit die Blotts Bilder enthalten, können diese durch Anklicken vergrößert werden.

Wer ist schon Ludwig van Beethoven im Vergleich mit Britney Spears? Wenig - für den Windows Media Player von Microsoft

Das Programm des Windows Media Player bietet -4- Haupt-Sortiermöglichkeiten; die entsprechenden Ordner erscheinen auf der linken Seite und aus diesen kann dann ein Album bzw. Musikstück abgerufen werden:
Interpret / Album / Musiktitel / Genre.

In die Kategorie "Weitere Ansichten" hat das Programm die Komponisten verbannt: gemeinsam mit dem Jugendschutz und weiteren mitwirkenden Interpreten.
über diese weiteren Ansichten erhält man die Alben dann auch nach Komponisten sortiert (soweit solche überhaupt eingegeben sind).
Nur kann man sich den Ordner mit den Komponisten nicht an den (linken) Seitenrand ziehen; man erreicht ihn erst in einem 2. Schritt über ein Anklicken des Ordners "Medienbibliothek".

Diese Organisation der Musik im Windows Media Player ist klar auf Schlager (Hits) eingestellt; Klassikfreunde werden auf den 2. Rang verwiesen.

Da gehe ich doch lieber zu iTunes: zum einen kann ich die Darstellung der "Cover" ausschalten, habe also einen umfassenderen Überblick auf der jeweiligen Seite, und zum anderen ist hier "Klassische Musik" als Genre vorgegeben; in den Spalten rechts daneben erscheinen dann als Erstes die Komponisten.
Wenigstens bei Apple kommt also Beethoven vor (z. B.) Karajan!

Zwar habe ich auch mit der iTunes-Software meine Verständnisschwierigkeiten (und außerdem den Eindruck, dass die Fa. den Leuten lieber erklärt, wie sie Musik online einkaufen können als die Funktionen verständlich zu erläutern), aber immerhin: Bach, Beethoven, Brunetti: alles säuberlich alphabetisch geordnet.

Werd' ich nun also meine ganzen CD-Bestände dort speichern; ist mir ja egal: klingt genau so.

Ich bilde mir nichts darauf ein, dass ich lieber Klassik höre: ich erwarte aber, dass eine Firma wie Microsoft Mitarbeiter oder Berater hat, denen bekannt ist, dass Klassikliebhaber ihre Musiksammlungen nach anderen Kriterien organisieren als Britney Spearas Fans!



Textstand vom 03.10.2009. Auf meiner Webseite
http://www.beltwild.de/drusenreich_eins.htm
finden Sie eine Gesamtübersicht meiner Blog-Einträge (Blotts).
Zu einem „Permalink“, d. h. zu einem Link nur zum jeweiligen Artikel, gelangen
Sie mit einem Klick auf das Erstellungsdatum unterhalb des jeweiligen Eintrages.
Soweit die Blotts Bilder enthalten, können diese durch Anklicken vergrößert werden.

Donnerstag, 1. Oktober 2009

SPD stürmt auf 5%-Hürde zu: Geführt vom substanzlosen Opportunisten Sigmar Gabriel und strippengeführt von der linksgesinnungstüchtigen Andrea Nahles

 
Eigentlich sollte ich der SPD dankbar sein, dass sie demnächst Sigmar Gabriel zum Parteivorsitzenden und Andrea Nahles zur Generalsekretärin wählen will. 
Das erleichtert mir die Stimmabgabe bei der nächsten Bundestagswahl ganz enorm, denn  nun weiß ich doch wenigstens, welche Partei ich nicht wählen werde! 
Mit den beiden an der Spitze kriegen die Sozialdemokraten von mir noch nicht mal meine Erststimme. 
 
Textstand vom 10.09.2022

Samstag, 26. September 2009

Korruption in Wächtersbach! Bestechungsversuche am Bahnhof! (Lieber Rot als Schwarz?)


Nina Hauer hat (dieses Mal) damit angefangen. 
Kein Wunder: Als "Obfrau" (jetzt bitte keine dummen Witze im Stil von "als-ob-Frau"!) der SPD sitzt sie im Untersuchungsausschuss, "der die Vorgänge um die Hypo Real Estate Bank (HRE) untersucht", und von daher kennt sie sich sicherlich mit Motivations-Bonis für Banker aus. 

Donnerstag, 24. September 2009

Wie meinen die das: "Gebt unserm Gott allein die Ehre"?

"Gebt unserm Gott allein die Ehre" - und nicht etwa halbe-halbe mit Allah?

"Gebt unserm Gott allein die Ehre" - und nicht etwa unserem Papst?

"Gebt unserm Gott allein die Ehre" - ... denn Geld braucht der keins?






Die Inschrift findet sich am Südportal der (neogotischen) evangelischen Kirche in der Stadtmitte von Bad Rappenau.

Wir ehrten, am Samstag, 12.09.2009, den Herrn dafür, dass er unter der Stadt große Salzflöze eingelagert hat und besuchten wieder einmal das "RappSoDie" - die Therme "Bad Rappenauer Sole- und Sauna-Paradies".














Textstand vom 24.09.2009. Auf meiner Webseite
http://www.beltwild.de/drusenreich_eins.htm
finden Sie eine Gesamtübersicht meiner Blog-Einträge (Blotts).
Zu einem „Permalink“, d. h. zu einem Link nur zum jeweiligen Artikel, gelangen
Sie mit einem Klick auf das Erstellungsdatum unterhalb des jeweiligen Eintrages.
Soweit die Blotts Bilder enthalten, können diese durch Anklicken vergrößert werden.

Sonntag, 20. September 2009

Einige Fragen an die Hypothese der Instabilität des Finanzwesens (Financial Instability Hypothesis) von Hyman Minsky

Ausgehend von Irving Fisher's sog. "Debt-Deflation Theory of Great Depressions" knabbere ich noch immer am Bemühen um ein Verständnis der Erscheinungsformen und Wirkungsweisen von Deflationen (bzw. Deflationsspiralen). (Vgl. dazu meine Blotts "Deflation demystified oder: Eine Deflationsursache gibt es nicht!" und "Ein Ausflug in die Gedanken-Welt der "Österreicher" ".)

Zumindest habe ich begriffen, dass Fishers Überlegungen weit weniger schlüssig sind, als sie auf den ersten Blick erscheinen.

Sonntag, 6. September 2009

Bundestagswahl bzw. Bundestags-Wahlkampf 2009 in Wächtersbach: SPD Spitzenkandidat Frank-Walter Steinmeier mit CDU-Wahlkreiskandidatin Lucia Puttrich

Sind sie nicht ein schönes Paar, die beiden? In Wächtersbach herrscht Harmonie. Dort ist der SPD-Spitzenkandidat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier traulich vereint mit der CDU-Wahlkreiskandidatin Lucia Puttrich, Bürgermeisterin von Nidda: er packt an, sie zeigt strahlend weiße Zähne. Gemeinsam lächeln sie entspannt im Grünen: die Lucia, etwas kleiner, lehnt sich etwas anlehnungsbedürftig an einen Pfosten, der bildfüllende Frank-Walter ist dreikantig fest um eine stabile Säule gruppiert [muss ja niemand wissen, dass auf einer anderen Prismenfläche die Rote Nina Hauer erscheint]. Welche politische Ehe, wenn nicht die von Schwarzen und Roten, hätte die nötige Stärke, uns Steuerzahlern weiteres Haushaltsgeld abzupressen, wenn bald dem keynesianischen Ausgabenrausch der unvermeidliche Fiskalkater folgt? Und sparen können die Politiker jeglicher Couleur sowieso nicht. Zugegeben, die SPD-Wahlkreiskandidatin Nina Hauer ist ebenfalls hübsch. Aber zwei rote Blutgruppen in der Regierung, das wäre doch Inzucht? Sagten sich schon einst zwei Vogel-Brüder und teilten sich auf in einen schwarzen Bernhard Vogel und einen roten Hans-Jochen Vogel

Textstand vom 10.09.2022

Samstag, 5. September 2009

Back to the (my) Roots oder: Maciste und die Boni-Banker

Natürlich habe ich bei meinem heutigen Besuch in der Woolworth-Filiale in der Schweizer Straße in Frankfurt am Main nicht nur Geburtskarten angeschaut (bzw. fotografiert), sondern auch etwas gekauft.
 
Eine DVD mit einer Erinnerung an Jugendzeiten, einen Spielfilm. Ob ich diesen Film damals gesehen habe, weiß ich nicht mehr. In meiner Jugendzeit hatte ich eine ganze Reihe von Maciste-Filmen angeschaut, kann mich aber nur noch an einen Titel erinnern: "Maciste, Rächer der Pharaonen". Derjenige Film, den ich heute erstanden habe, ist ein Jahr später (1961) entstanden und trägt den Titel "Maciste, der Sohn des Herkules". Ob ich mir das Werk jemals in Gänze (wieder) anschauen werde, ist fraglich; vielleicht dann, wenn ich pensioniert bin. Trotzdem: 3,- Euro für die Erinnerung kann man ja mal ausgeben. 
 
Und was hat meine Erinnerung bewahrt? Die Bewunderung für den großen Helden Maciste. Damals zu seiner Zeit, da gab es halt noch richtige Männer: Einmal kurz an der Tempelsäule gerüttelt, und schon sackte ein gigantisches Pappmachébauwerk in sich zusammen! Solche Männer findet man heute nicht mehr. 
 
Oder? Tue ich meinen Zeitgenossen vielleicht mit einer oberflächlichen Betrachtungsweise einen Tort an? Fast scheint es so, denn bei genauem Hinsehen war Maciste der Tempelzertrümmerer doch ein armseliges Würstchen im Vergleich zu den Helden unserer Tage: Den Boni-Bankern, welche mit wenigen Mausklicks die Finanzarchitektur des gesamten Erdballs zum Einsturz brachten. 
Nur sind solche Kraftakte leider schwerer zu visualisieren als weiland die Leistungen meines Maciste! 
 
 
Textstand vom 20.09.2021

Woolworth in Frankfurt (Schweizer Straße) verwöhnt seine Kunden von vorne bis hinten mit einer Riesenauswahl an Geburtstagskarten ...



... darunter sogar eine, die dem Geburtstagskind verspricht: "Heute wirst du hinten und vorne verwöhnt ...". Angesichts einer solchen Verheißung ist es kein Wunder, wenn eine andere Geburtstagskarte kommentiert: "Einmalig!!! Da schlägt das Herz höher!" 
Ob das wohl ein/e deutsche/r Muttersprachler/in war, der oder die eine Verwöhnung "hinten und vorne" versprochen hat?

Textstand vom 05.09.2009

Freitag, 4. September 2009

Ein Ausflug in die Gedanken-Welt der "Österreicher"

Der Wirtschaftswissenschaftler Joseph T. Salerno, ein Anhänger der Österreichischen Schule (Ludwig von Mises, Friedrich August von Hayek, Murray Rothbard u. a.) der Volkswirtschaftslehre hatte (ursprünglich im Januar/Februar 2002, eine erweiterte Fassung, auf die ich mich nachfolgend beziehe, erschien im Jahr 2003) auf andere Weise unternommen, womit auch ich mich derzeit abmühe: die Erstellung einer Deflations-Taxonomie.
Im Detail hoffe ich auf seinen Aufsatz "An Austrian Taxonomy of Deflation" (also: Deflations-Taxonomie aus Sicht der Österreichischen Schule der Nationalökonomie; im amerikanischen Kontext wird diese Schule abkürzend immer nur als "Austrians" bezeichnet) in einer Ergänzung zu meinem früheren Blott "Deflation demystified oder: Eine Deflationsursache gibt es nicht!" einzugehen. Hier greife ich lediglich einen Punkt heraus, der nicht zwingend mit Deflation zu tun hat.