Mittwoch, 11. Februar 2015

Inflation - Deflation - Geldmenge


In meinem vorangegangenen Blott "Eine Geldmenge gibt es nicht" hatte ich gezeigt, dass es nicht "die" Geldmenge gibt, sondern ZWEI VERSCHIEDENE Arten von Geldmengen  
(wobei ich hier "Geldmenge" in einer sehr allgemeinen Bedeutung verstehe; nicht im üblichen technischen Sinne von M1, M2, M3 usw.):
  • Eine Geldeinheitenmenge (nominale oder absolute Geldmenge). Hier handelt es sich um die Gesamtmenge von Geld (Bargeld und Buchgeld) in einer Volkswirtschaft, gemessen in der kleinsten Einheit. Also z. B. 10 Billionen Pfennige, Cents usw. Hier spielt es keine Rolle, wie viel (oder wenig) man damit kaufen kann.
  • Eine Geldkaufkraftmenge (reale oder relative Geldmenge). Die sagt uns, wie viele Wareneinheiten man zu einem gegebenen Zeitpunkt mit der vorhandenen nominalen Geldmenge kaufen kann. (Als Wareneinheit hatte ich im angeführten Blott ein Bonbon angenommen, wobei am Ausgangspunkt meines Denkmodells der Preis einer Wareneinheit jeweils eine nominale Geldeinheit war, also 1 Bonbon = 1 Pfennig kosten sollte.)

Dienstag, 10. Februar 2015

Eine Geldmenge gibt es nicht


 Nicht jede Währungsreform ist schmerzhaft.
1958 erfolgte z. B. in Frankreich eine Währungsreform, die in der Wikipedia so beschrieben wird:
"Da durch die Inflation die Preise 'unhandlich viele Nullen' bekommen hatten, wurde 1958 die Einführung des Nouveau Franc (NF) zum 1. Januar 1960 verfügt. Ein NF, seit 1963 offiziell nur noch Franc (F) genannt, entsprach 100 alten Francs (anciens francs). Die alten Franc-Münzen konnten als Centimes weiter verwendet werden."
Was bedeutete das für die Geldmenge: Hatte die sich vermindert - oder nicht?
Die richtige Antwort lautet weder ja noch nein, sondern "das kommt darauf an, was man unter 'Geldmenge' versteht".

Donnerstag, 5. Februar 2015

Varoufakis' Suckonomics 1001


In July 2013, a Greek Prof. of economics named Yanis (Gianis or Giannis) Varoufakis had published (together with the co-authors Stuart Holland and James K. Galbraith) the latest Version (4.0) of a paper under the title "
A Modest Proposal for Resolving the Eurozone Crisis".
In January 27, 2015, Prof. Yanis Varoufakis (
Wikipedia) has become Greece's Finance Minister in the new coalition government formed by the political parties Coalition of the Radical Left (Syriza) and the smaller right-wing-party Independent Greeks (ANEL) under Syriza Prime Minister Alexis Tsipras.
In all likelyhood, Prof. Varoufakis considers the paper to be a blueprint for his activities.

Mittwoch, 4. Februar 2015

Kein Enigma (mehr): Der modus operandi der Euro-Erpresser Alexis Tsipras und Yanis Varoufakis


Folgt man den Medien, dann hätte die am 27.01.2015 in Griechenland installierte neue Koalitionsregierung der linken SYRIZA mit der rechten ANEL unter Ministerpräsident Alexis Tsipras sich ziemlich tollpatschig angestellt.

Sonntag, 1. Februar 2015

Großes griechisches Ehrenwort? Yanis Odysseus Varoufakis: Ein Schlitzohr wird Finanzminister

 
Der österreichische Blogger Klaus Kastner schrieb im Jahr 2011 über den damaligen Volkswirtschafts-Professor und jetzigen Finanzminister Griechenlands, Yanis Varoufakis (meine Hervorhebungen): 
"Prof. Yanis Varoufakis runs a very interesting blog. His focus is not on Greece. Instead, his focus is on possible solutions for the European debt problem. His ideas are excellent and one needs to question why his Modest Proposal does not get more attention on the part of EU-elites.
It appears, however, that Prof. Varoufakis, purposely or not, also pursues a kind of hidden agenda. That hidden agenda seems to suggest that Greece is nothing other than the first domino to fall in a falsely-desigend Euro-structure and that, in consequence, all the blame goes elsewhere. Prof. Varoufakis has not yet made a single proposal as to how Greece could turn-around her economy."

Donnerstag, 29. Januar 2015

Bertelsmann: Massive Multikanal-Meinungsmache für den Mainstream


Aufgrund meiner intensiven Debattenteilnahme bei Facebook bekomme ich eine ganze Menge an Berichten und Kommentaren der Medien etwa über die AfD (bzw. deren Funktionsträger), oder auch über die Pegida mit.

Dabei fielen mir 3 Medien als besonders AfD-feindlich, ja geradezu AfD-hasserisch auf. (Das Gleiche gilt, zumindest bei SPON und STERN, für deren Umgang mit der - mittlerweile muss man wohl sagen: ehemaligen - Dresdner PEGIDA-Demonstrationsbewegung):

Freitag, 9. Januar 2015

Wer solche Medien hat, braucht keine Terroristen mehr!


Roland Tichy, ehemals Chefredakteur der Wirtschaftswoche und jetzt als medialer Einzelkämpfer (freilich gelegentlich unterstützt durch Bettina Röhl) auf der Webseite "Tichys Einblick" unterwegs, mahnte in der Überschrift seines Kommentars (7.1.2015) zu dem Pariser Terroranschlag "Anschlag auf Charlie Hebdo: Für die Meinungsfreiheit und gegen religiösen Fanatismus":

Donnerstag, 8. Januar 2015

Überlegungen zum offenbar islamistischen Terroranschlag gegen das Satiremagazin Charlie Hebdo in Paris


"Terror in Paris. Anschlag auf die Freiheit" titelte die FAZ einen ihrer Berichte über das Massaker der Redaktion der französischen Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo vom 07.01.2015.
Auf diesem Artikel (und einigen anderen) bauen meine nachfolgenden Überlegungen zu diesem Akt des islamistischen Terrorismus auf.

Sonntag, 28. Dezember 2014

Ode der Invasoren oder Gesang der Geister bei der Grenzverletzung

 
 
Deutschland, reicher Götterfunken,...
Gratispuff der ganzen Welt!
Wir betreten staunentrunken
EUER Land wann's UNS gefällt.
 
 
ceterum censeo
Zerschlagt den €-Gulag
und den offensichtlich rechtswidrigen Schlundfunk der GEZ-Gebühren-Gier-Ganoven!
 
Textstand vom 28.12.2014.
Für Paperblog-Leser: Die Original-Artikel in meinem Blog werden im Laufe der Zeit teilweise aktualisiert bzw. geändert.

Montag, 22. Dezember 2014

Warum meine letzten beiden Beiträge nicht (mehr) bei Paperblog auftauchen

 
 
Bei meinem vorletzten Blott (meine Abkürzung für Blog-Eintrag oder Blogposting) liegt das sicherlich an der Formatierung. Den (langen) Text hatte ich zunächst als Word-Dokument verfasst, und dann einfach in die Blogmaske einkopiert.
Da hatte Paperblog* wohl Schwierigkeiten, den für die eigene Seite umzuformatieren.

Freitag, 19. Dezember 2014

HoGeSa-Demo in Köln: Wie Konstantin Wecker als geistiger Brandstifter eine Spur der Verwüstung durch deutsche Medien zog

 
 
Kürzlich hörte ich (mit halbem Ohr) in den Nachrichten des Deutschlandfunks eine Meldung über eine Demo von 15.000 Menschen in Köln.
Mehr über diese Demo erfährt man z. B. bei Spiegel Online vom 14.12.2014 unter der Überschrift "Großdemonstration*: 15.000 Kölner protestieren gegen Rechtsextremismus"; mir geht es nicht um das Ereignis als solches, sondern um die Berichterstattung im Deutschlandfunk darüber.

Samstag, 13. Dezember 2014

Hat Autor nicht auch Grips beineben, kann Leser nicht recht glücklich sein. Eine Polemik gegen Monetär-Obskurantisten, die das Volk im Kerker der Geldirrtümer verschmachten lassen. Und welche "Gouverneure" vom Monetär-Fetischismus der Austrians profitieren.


Teil 1: Einleitung und allgemeine Bemerkungen zu den behandelten -3- Büchern

In den Trümmern der Finanzkrise wuchert der Weizen der Monetär-Scharlatane.

Wäre der Denk- und Leseeifer jener Autoren, die uns gegenwärtig ihre todsicheren Geldsysteme (in Wahrheit ohnehin lediglich GeldSCHÖFPUNGSsysteme) präsentieren, ebenso groß wie ihr Bekehrungsdrang, könnte man auf echte Einsichten in das Geldsystem hoffen.
Doch leider mangelt es diesen monetären Wunderheilern an grundlegendem Wissen über die tatsächlichen fundamentalen Funktionsweisen unseres Geldsystems sowie über den systemischen Sinn und Zweck dieser Mechanismen.

Mittwoch, 19. November 2014

Heilt die "österreichische" Kur unser angeblich "krankes Geld"?


Nachfolgend meine Mail (mit kleineren Änderungen und Ergänzungen) an einen "österreichisch"-libertären Facebookfreund (zugleich AfD-Parteifreund).

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Guten Tag XXX,
und danke für die Übersendung des Artikels "
Krankes Geld" von Peter Krieg (erschienen in LETTRE INTERNATIONAL 83, Dez. 2008), den ich nun endlich auch gelesen habe. 
(Ich nehme an, Peter Krieg ist der - 2009 verstorbene - Filmemacher Wilhelm Gladitz?)

Montag, 17. November 2014

Deflation des Deflationswissens: Warum mir die unterkomplexe Deflatiologie von Professor Philipp Bagus spanisch vorkommt


Ich bin gewiss kein Freund der angeblichen Antideflationspolitik der EZB, die lediglich als Vorwand zur Umverteilung innerhalb der Eurozone zu Lasten Deutschlands dient. (Vgl. auch meinen Blott "EZB: Die Europäische Zentrale Schwindel-Bank täuscht eine geldpolitische Zielsetzung bei den angekündigten Staatsanleihenkäufen nur vor", datierend vom 01.11.2012. Zwischenzeitlich haben Don Draghi und seine Süd-Kumpane ja bereits riesige Fortschritte bei der Entwicklung innovativer Umverteilungsmechanismen gemacht).
(Erg. 17.11.2014: Die Notwendigkeit, Deflation in den Krisenländern der Eurozone zu akzeptieren, hat auch Prof. Hans-Werner Sinn erläutert. In einer Pressemitteilung vom 26.10.2014 zum Banken-Stresstest - der hier als solcher aber nicht interessiert - sagte er:
"An einer Änderung der relativen Preise, die neben einer Inflation im Norden auch eine Deflation im Süden beinhaltet, kommt man aber nicht vorbei, wenn man die Wettbewerbsfähigkeit der Südländer ohne einen Anstieg des durchschnittlichen Preisniveaus im Euroraum wiederherstellen möchte. Wenn man die Wettbewerbsfähigkeit allein über eine sehr hohe Inflation im Norden herstellen wollte, würde man das Mandat der EZB, im Durchschnitt stabile Preise zu gewährleisten, verletzen“.)

Dennoch ist Deflation keineswegs in allen Fällen so harmlos, wie insbesondere Anhänger (Wirtschaftswissenschaftler und Laien) der sog. "österreichischen" Schule der Volkswirtschaftslehre ("Austrians") uns weismachen wollen. 

Sonntag, 9. November 2014

Zeitungs-Inflation


 
Auch* die Allgäuer Zeitung brachte zum Wochenende eine Sonderausgabe zum Mauerfall heraus.
Darin war auf einer Seite das gesamte Titelblatt mit den Schlagzeilen von 1989 abgedruckt.

Montag, 3. November 2014

Warum Ben Bernankes hochgelobtes "deep financial system" in Wahrheit ein Finanzierungssystem für Diebe ist


[SW: Dieb, Diebs]

Bereits in meinem (sehr viel weiter ausholenden und zu einer Reihe von Quellen bzw. Arbeitspapieren usw. verlinkenden) Blogeintrag "Aufräumarbeiten enthüllen Ben Bernanke's Perspective of the American Financial System as SOWERED" vom 21.03.2010 hatte ich Passagen aus zwei Reden von Ben Bernanke, gehalten als seinerzeitiger Präsident des Federal Reserve Board (Fed) zitiert, in denen er die amerikanische Finanzwirtschaft als "deep" charakterisiert. Und das sieht er (oder sah er jedenfalls damals; die Reden wurden vor dem vollen Ausbruch der Finanzkrise gehalten) als ein positives Charakteristikum (Hervorhebungen von mir):

Montag, 27. Oktober 2014

Warum Rechtsextremisten feige, schwächlich und dumm sind

 
Den nachfolgenden Text hatte ich ursprünglich als Facebook-Eintrag geschrieben; daraus erklären sich beispielsweise die Appelle an die "Freunde".

Wenn ich sage "Rechtsextremisten sind feige, schwächlich und dumm", dann dürfte das bei meinen Lesern eine Vorstellung von dumpfbackigen Glatzkopf-Schwächlingen erwecken, die vor prügelnden Antifa-Horden davon laufen.
Aber so ist meine Behauptung NICHT gemeint.
Weder unterstelle ich den Rechtsextremisten Feigheit bei gewalttätigen Auseinandersetzungen mit ihren Gegnern, noch ist, was ich hier als "Dummheit" bezeichne, eine Frage des Intelligenzquotienten.
Und auch mit "schwächlich" wollte ich nicht sagen, dass die Rechtsextremisten Mickerlinge oder Tattergreise sind.

Dienstag, 14. Oktober 2014

Freitag, 10. Oktober 2014

Mensch, Mayer: Was für ein Schwindelgeld wollen Sie uns denn andrehen?


"In unserem Papiergeldsystem vergeben die Banken Kredite, die durch nichts gedeckt sind"
kritisiert Thomas Mayer (Wikipedia), ehemaliger Chefvolkswirt der Deutschen Bank (!) in dem Interview "Nach der Finanzkrise droht die Geldkrise" mit Malte Fischer von der Wirtschaftswoche (09.10.2014).

Das ist schlicht falsch, Thomas Mayer! Offenbar verwechseln Sie Kreditgeld und Willkürgeld (das der Staat einfach druckt bzw. prägt und ausgibt - wie 1923. Und wie heute noch das Münzgeld, was aber, wegen des geringen Umfangs zu verkraften ist.)

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Wie der ZEIT-€-Fanatiker Mark Schieritz einen 2,5-Milliarden-Raubzug am deutschen Steuerzahler verteidigt


Die FMS Wertmanagement AöR (eine "Teilrechtsfähige Anstalt öffentlichen Rechts") (Homepage;   Wikipedia) ist die Abwicklungsbank (Bad Bank) der früheren Hypo Real Estate Holding (HRE).
Nach einem Bericht der FAZ hatte die FMS im Jahr 2012 Griechenland und Hedgefonds freiwillig gut 2,5 Milliarden Euro "geschenkt".

 
Dieser Sachverhalt erfüllt in meinen Augen den Straftatbestand der Untreue; daher hatte ich mit E-Mail vom 13.09.2014 Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft München erstattet. Den Text der Anzeige sowie weitere Anmerkungen zum Sachverhalt und insbesondere zur strafrechtlichen Bewertung habe ich im Blott "Strafanzeige: 2,5 Milliarden € deutsche Steuergelder an Griechenland und Hedgefonds verschenkt!" publiziert.

Samstag, 13. September 2014

Strafanzeige: 2,5 Milliarden € deutsche Steuergelder an Griechenland und Hedgefonds verschenkt!


Gestern, am Freitag, 12.09.2014, hatte FAZ.net in 2 Artikeln (s. u.) und einem Kommentar darüber berichtet, dass eine deutsche "Bad Bank" ohne Not (und ohne Rechtsgrundlage) mal eben auf 2,56 Milliarden Euro verzichtet hat. 
Der FAZ-Kommentar beschreibt den Sachverhalt zusammenfassend so (Hervorhebungen von mir:
"Der griechische Schuldenschnitt hat dazu geführt, dass die Abwicklungsbank der Hypo Real Estate 8 Milliarden Euro Verlust gemacht hat.
Davon wären immerhin 2,56 Milliarden Euro vermeidbar gewesen. Das haben Recherchen dieser Zeitung nun gezeigt. Die Bad Bank hat in Griechenland Anleihen freiwillig zur Umschuldung angeboten; und sie hat auch wertvollere Anleihen zu Kursen von 30 Prozent verkauft, die nur wenig später zu 100 Prozent zurückgezahlt wurden. Doch leider sind diese Anleihen nicht mehr im Besitz der deutschen Abwicklungsbank, sondern gehören Hedgefonds, die sie günstig aufkauften. Sie freuen sich über volle Zinsen und Rückzahlung. Der deutsche Steuerzahler ist der Dumme."

Dienstag, 9. September 2014

Irrige Grundannahmen in der Gelddebatte


Wenn wir über irgend ein Thema nachdenken oder reden, dann tun wir das immer in einem bestimmten Denk-Rahmen. Also vor dem Hintergrund einer Reihe von Annahmen, die derart selbstverständlich für uns sind, dass wir sie gar nicht aussprechen, und uns diese gedanklichen Prämissen nicht einmal bewusst machen.

Ebenso nutzen wir nicht selten Begriffe, die den Sachverhalt nicht präzise, oder gar verzerrt bis falsch, widerspiegeln.