Freitag, 30. Oktober 2009
Erster Erfolg der Sarrazin-Debatte: FDP nominiert Türken als Entwicklungshilfeminister!
Dienstag, 27. Oktober 2009
Die Fiskalpolitik der Hornissenkoalition ist ein Emergenzphänomen!
Montag, 26. Oktober 2009
Danke, Thilo ...
Denn während sonst die Anzahl der monatlichen Seitenzugriffe ("page loads") bei mir zwischen 1.551 (im April) und 2.190 (im Juni) schwankte (Tagesdurchschnitt Januar - September 2009 = 60), sind es für Oktober bis jetzt (Montag 26.10., ca. 20.30 h) schon 7.011, werden also im Gesamtmonat auf voraussichtlich ca. 7.500 steigern. Aus irgendwelchen Gründen liege ich bei zahlreichen Stichwortkombinationen bei Google auf der ersten Seite, obwohl ich von Suchmaschinenoptimierung nichts verstehe.
Sonntag, 25. Oktober 2009
Bestellen Greenpeace-Anhänger ihre Kleider beim Schneider?
Sicher hätte ich gern Näheres erfahren über "Der große Bluff mit unseren Grundnahrungsmitteln", aber 5,30 Euronen war es mir dann auch wieder nicht wert (und würde ich jetzt, nachdem ich das Inhaltsverzeichnis im Internet gesehen habe, erst Recht nicht bezahlen, weil die Verfälschung unserer Lebensmittel nur eines von vielen Themen ist. Was bei anderen Magazinen üblich ist, treibt man also auch bei Greenpeace: ein Thema mit einem Aufmacher groß herausstellen, aber letztlich dann doch nur unter anderen behandeln: mediale Häppchenpolitik!).
Aber nicht um den Inhalt oder meine Kaufentscheidung geht es mir hier, sondern um das Wort "Massenware" im Titel.
Auch ich bin nicht sonderlich glücklich mit vielem, was die Industrie uns als Futter oder oft als Fraß vorsetzt. Aber, verdammt noch mal, waren die Lebensmittel im vorindustriellen Zeitalter denn wirklich besser? Und wie will die Welt ihre aktuell ca. 7 Milliarden Bewohner ernähren, wenn nicht durch Massenproduktion?
Selbst ein Zeitkritiker wie George Monbiot räumt (in seinem Blog-Eintrag "Strange Fruit" vom September 2008; vgl. dazu auch diesen Blott von mir) ein:
"Though we still subsist largely on junk, even bilious old gits like me are forced to admit that the quality and variety of most types of food sold in Britain has improved."
Ich finde es äußerst gedankenlos, aber auch sehr arrogant, unterschwellig eine Herleitung von Problemen mit Produkten (Lebensmittel oder anderen) aus der Massenproduktion als solcher zu suggerieren.
"Unterschwellig herleitet" sage ich deshalb weil ich vermute, dass die Autoren keine Belege dafür erbringen, dass Massenproduktion zwangsläufig eine schlechtere (Lebensmittel-)Qualität ergeben muss als eine Herstellung im Haus, auf dem Bauernhof oder durch das Handwerk (dessen Produkte ohnehin von der Qualität der Vorlieferungen abhängen).
Mir schmeckt das versalzene Brot vom Bäcker jedenfalls nicht besser als das (meist zwar ebenso versalzene) Brot aus der Brotfabrik.
Und die Hühnereier aus der Massentierhaltung schmecken auch nicht zwangsläufig schlechter als solche von einem kleinen Nebenerwerbsbetrieb (wenn Fischmehl verfüttert wird, schmeckt das eine so schlecht wie das andere).
Vor allen Dingen könnte ich mir auf anderen Gebieten sehr viel weniger leisten, wenn nicht (auch) die Lebensmittel durch die Massenproduktion billiger wären, als sie es bei einer (nicht zwangsläufig liebevollen) Herstellung in einem handwerklichen Produktionsprozess sein könnten.
Nachtrag 28.10.2009
Im vorliegenden Zusammenhang ist auch ein auf den ersten Blick eher entfernter Text interessant, jedenfalls dessen Einleitung. In dem ZEIT-Essay "Schickes Ödland Großstadt" von Christian Staas vom 28.10.2009 lesen wir:
"In der Großstadtkritik des frühen 20. Jahrhunderts verbanden sich gleich mehrere Gedankenfiguren zu einem gefährlichen Amalgam. Die Grundierung war ein Gefühl allgemeinen Niedergangs, als dessen Sinnbild und zugleich ganz reales Zentrum man die moderne Großstadt ausmachte. Hier, so hieß es, verfielen Sitte und Anstand, breiteten sich Kriminalität und Alkoholismus aus. Gekreuzt mit der damals aufblühenden Vererbungslehre und den neuen Rassentheorien ergab sich daraus das Bild einer um sich greifenden Degeneration; das Soziale erschien nun in biologischen Begrifflichkeiten. Als dritter Diskurs schließlich koppelte sich an solche Denkfiguren die verächtliche Rede von der Masse, von der Massengesellschaft und der Vermassung an, sodass sich das Großstadtbild zu einer Schreckensvision verfestigte, in der sich die herrschenden bürgerlichen Klassen nun plötzlich als bedrohte Minderheit, als potenzielle Opfer des allgegenwärtigen Verfalls imaginierten."
Das ist doch wohl kaum der ideologische Rahmen, mit dem sich Greenpeace-Anhänger identifizieren können? (Oder etwa doch?)
Textstand vom 28.10.2009. Auf meiner Webseite
http://www.beltwild.de/drusenreich_eins.htm
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Zu einem „Permalink“, d. h. zu einem Link nur zum jeweiligen Artikel, gelangen
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Donnerstag, 8. Oktober 2009
Volltext des Interviews von Lettre International (Frank Berberich) mit Thilo Sarrazin: Ausgerechnet die Bild-Zeitung publiziert den Gesamttext!
Sonntag, 4. Oktober 2009
Plötzlich und unerwartet - steht mein Blog (zwar leider nicht im Fokus, aber immerhin:) im Focus
Als konkretes Beispiel vgl. den Artikel "Abfällige Äußerungen. Thilo Sarrazin: Gespaltene Persönlichkeit" auf der HB-Webseite vom 01.10.2009.
[Sehr tief scheint die Twingly-Suche allerdings nicht zu gehen. Wenn in meinen für mich nicht untypischen längeren Blotts der Link weit unten steht, habe ich in der Vergangenheit - in letzter Zeit habe ich schon gar nicht mehr nachgeschaut - bei dem jeweils von mir verlinkten Handelsblatt-Artikel keinen Rücklink gefunden.]
So etwas tut ein Medienunternehmen selbstverständlich nicht zum Zwecke einer Förderung der Bloggerkultur, sondern zur Steigerung der eigenen "Linkpopularität" und damit in der Hoffnung auf einen besseren Rang bei den Suchmaschinenergebnissen. Aber es nützt natürlich beiden, denn auch der Blogger steigert ja dadurch sein "Ranking" und, wahrhaftig: ab und an klickt dann auch tatsächlich mal jemand den Link zu seinem Blott bei dem Medienartikel an.
Auf diese Weise erfuhr ich denn auch soeben bei der Auswertung meiner Zugriffsstatistiken, dass auch das Magazin "Focus" die zu seinen Webartikeln verlinkenden Blotts über "Twingly" einfängt.
Mein Blott über Thilo Sarrazin verlinkt - und entsprechend erscheint dort ein Rücklink [gegen den ich gewiss nichts einzuwenden habe ;-)] - zu dem Focus-Artikel "Thilo Sarrazin. Bundesbank-Präsident legt Rücktritt nahe".
Textstand vom 04.10.2009. Auf meiner Webseite
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Medien verkürzen Interview von Bundesbank-Vorstandsmitglied Thilo Sarrazin im "Lettre International" zur "Emser Depesche" der Ausländerdebatte!
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[Ob allerdings wirklich eine braune Gesinnung hinter dieser Webseite steckt, oder nicht vielleicht eine kalkulierte Provokation - von welcher Seite und für welche Interessen auch immer - das frage ich mich angesichts derart plakativer Sprüche schon.]
Freitag, 2. Oktober 2009
Feigheit siegt! Thilo Sarrazin und die deutsche Verlogenheit
Rottet das Unkraut aus! Schafft Platz für die Spontanvegetation!
Alle sind für die Natur - wenn andere die Kosten tragen.
So offenbar auch jene Gartenbesitzer, deren Hecke in einer Straße wächst, durch die mich einer meiner alternativen morgendlichen Wege zur Arbeit führt.
Die lassen es kräftig auf den Bürgersteig wuchern.
Hätte ich sie gesehen, hätte ich mich beschwert.
Wahrscheinlich hätten sie mich ganz entrüstet angeschaut und gesagt, dass ich wohl etwas gegen die Natur habe.
Was hätte ich darauf erwidert?
"Lassen Sie die Natur doch in Ihrem Garten wuchern, lassen Sie Unkraut auf Ihrem Rasen wachsen."
Noch ein empörter Blick: Unkraut? Was hat den Unkraut mit der Natur zu tun?
Wir sollten aufhören, wertend über Unkraut zu schimpfen, und stattdessen neutral über Spontanvegetation reden. Auch wenn das für "Philamia" im Gartenorum dasselbe ist: es wäre, wenn in größerem Umfang durchgesetzt, ein Zeichen für einen Bewusstseinswandel, der endlich die rasende biologische Bodenversiegelung http://beltwild.blogspot.com/2005/05/definitionen-definitions.html!
Textstand vom 10.08.2011. Auf meiner Webseite
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Wer ist schon Ludwig van Beethoven im Vergleich mit Britney Spears? Wenig - für den Windows Media Player von Microsoft
Interpret / Album / Musiktitel / Genre.
In die Kategorie "Weitere Ansichten" hat das Programm die Komponisten verbannt: gemeinsam mit dem Jugendschutz und weiteren mitwirkenden Interpreten.
über diese weiteren Ansichten erhält man die Alben dann auch nach Komponisten sortiert (soweit solche überhaupt eingegeben sind).
Nur kann man sich den Ordner mit den Komponisten nicht an den (linken) Seitenrand ziehen; man erreicht ihn erst in einem 2. Schritt über ein Anklicken des Ordners "Medienbibliothek".
Diese Organisation der Musik im Windows Media Player ist klar auf Schlager (Hits) eingestellt; Klassikfreunde werden auf den 2. Rang verwiesen.
Da gehe ich doch lieber zu iTunes: zum einen kann ich die Darstellung der "Cover" ausschalten, habe also einen umfassenderen Überblick auf der jeweiligen Seite, und zum anderen ist hier "Klassische Musik" als Genre vorgegeben; in den Spalten rechts daneben erscheinen dann als Erstes die Komponisten.
Wenigstens bei Apple kommt also Beethoven vor (z. B.) Karajan!
Zwar habe ich auch mit der iTunes-Software meine Verständnisschwierigkeiten (und außerdem den Eindruck, dass die Fa. den Leuten lieber erklärt, wie sie Musik online einkaufen können als die Funktionen verständlich zu erläutern), aber immerhin: Bach, Beethoven, Brunetti: alles säuberlich alphabetisch geordnet.
Werd' ich nun also meine ganzen CD-Bestände dort speichern; ist mir ja egal: klingt genau so.
Ich bilde mir nichts darauf ein, dass ich lieber Klassik höre: ich erwarte aber, dass eine Firma wie Microsoft Mitarbeiter oder Berater hat, denen bekannt ist, dass Klassikliebhaber ihre Musiksammlungen nach anderen Kriterien organisieren als Britney Spearas Fans!
Textstand vom 03.10.2009. Auf meiner Webseite
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Donnerstag, 1. Oktober 2009
SPD stürmt auf 5%-Hürde zu: Geführt vom substanzlosen Opportunisten Sigmar Gabriel und strippengeführt von der linksgesinnungstüchtigen Andrea Nahles
Samstag, 26. September 2009
Korruption in Wächtersbach! Bestechungsversuche am Bahnhof! (Lieber Rot als Schwarz?)
Donnerstag, 24. September 2009
Wie meinen die das: "Gebt unserm Gott allein die Ehre"?
"Gebt unserm Gott allein die Ehre" - und nicht etwa unserem Papst?
"Gebt unserm Gott allein die Ehre" - ... denn Geld braucht der keins?
Wir ehrten, am Samstag, 12.09.2009, den Herrn dafür, dass er unter der Stadt große Salzflöze eingelagert hat und besuchten wieder einmal das "RappSoDie" - die Therme "Bad Rappenauer Sole- und Sauna-Paradies".
Textstand vom 24.09.2009. Auf meiner Webseite
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Sonntag, 20. September 2009
Einige Fragen an die Hypothese der Instabilität des Finanzwesens (Financial Instability Hypothesis) von Hyman Minsky
Zumindest habe ich begriffen, dass Fishers Überlegungen weit weniger schlüssig sind, als sie auf den ersten Blick erscheinen.
Sonntag, 6. September 2009
Bundestagswahl bzw. Bundestags-Wahlkampf 2009 in Wächtersbach: SPD Spitzenkandidat Frank-Walter Steinmeier mit CDU-Wahlkreiskandidatin Lucia Puttrich
Sind sie nicht ein schönes Paar, die beiden? In Wächtersbach herrscht Harmonie. Dort ist der SPD-Spitzenkandidat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier traulich vereint mit der CDU-Wahlkreiskandidatin Lucia Puttrich, Bürgermeisterin von Nidda: er packt an, sie zeigt strahlend weiße Zähne.
Gemeinsam lächeln sie entspannt im Grünen: die Lucia, etwas kleiner, lehnt sich etwas anlehnungsbedürftig an einen Pfosten, der bildfüllende Frank-Walter ist dreikantig fest um eine stabile Säule gruppiert [muss ja niemand wissen, dass auf einer anderen Prismenfläche die Rote Nina Hauer erscheint].
Welche politische Ehe, wenn nicht die von Schwarzen und Roten, hätte die nötige Stärke, uns Steuerzahlern weiteres Haushaltsgeld abzupressen, wenn bald dem keynesianischen Ausgabenrausch der unvermeidliche Fiskalkater folgt?
Und sparen können die Politiker jeglicher Couleur sowieso nicht.
Zugegeben, die SPD-Wahlkreiskandidatin Nina Hauer ist ebenfalls hübsch. Aber zwei rote Blutgruppen in der Regierung, das wäre doch Inzucht?
Sagten sich schon einst zwei Vogel-Brüder und teilten sich auf in einen schwarzen Bernhard Vogel und einen roten Hans-Jochen Vogel.
Textstand vom 10.09.2022
Samstag, 5. September 2009
Back to the (my) Roots oder: Maciste und die Boni-Banker
Woolworth in Frankfurt (Schweizer Straße) verwöhnt seine Kunden von vorne bis hinten mit einer Riesenauswahl an Geburtstagskarten ...
Freitag, 4. September 2009
Ein Ausflug in die Gedanken-Welt der "Österreicher"
Im Detail hoffe ich auf seinen Aufsatz "An Austrian Taxonomy of Deflation" (also: Deflations-Taxonomie aus Sicht der Österreichischen Schule der Nationalökonomie; im amerikanischen Kontext wird diese Schule abkürzend immer nur als "Austrians" bezeichnet) in einer Ergänzung zu meinem früheren Blott "Deflation demystified oder: Eine Deflationsursache gibt es nicht!" einzugehen. Hier greife ich lediglich einen Punkt heraus, der nicht zwingend mit Deflation zu tun hat.
Donnerstag, 3. September 2009
Aldi Süd kämpft für die Volksgesundheit. Und gegen die Verknappung textiler Rohmaterialien
Als solcher kann ich eigentlich nicht meckern, wenn Aldi mir einen "Merino-Pullover" für 15,99 Euronen anbietet. Auch wenn der, bei näherem Hinschauen, nur zu 51% (außen)aus Schurwolle (Merinowolle) besteht, und zu 49% (innen) aus Baumwolle.
Wenn er nicht einläuft*, passt er mir sogar, liegt aber ziemlich nah am Körper. Eigentlich trage ich meine Kleidung lieber etwas lockerer, schlabberiger, doch dem schiebt Aldi Süd einen Riegel vor: bei Größe 54 endet das Angebot, und es beginnt mit Größe 48. Bauchgrößen (für mich 26 oder 27) sind Fehlanzeige.*
* Nein, er ist nicht eingelaufen!
Höflich wie ich bin, klopfe ich dem Aldi-Bruder auf die Schulter und lobe ihn. Weil er den deutschen Trend zum Vollschlank-Körper einfach ignoriert, und "gute Futterverwerter" zum Abmagern zwingt. Indem er die Kleidungsgrößen rationiert.
Ein Vorgeschmack auf jene Rationierung, welche im Zeichen des Ölfördermaximums wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen wird.
Und Wolle und Baumwolle werden auf diese Weise gleichfalls eingespart: toll!
Allerdings: Die weniger schlanken, letztlich wohl auch ich, müssen sich bei einer solchen Sortimentspolitik warm anziehen! ;-)
Eine interessante Frage wäre, ob unsere hedonischen Preismesser auch diese Art der Teuerung auf ihren Radarschirm bekommen. Ich denke mal, eher nicht.
Nachtrag 10.12.09:
Gegen Bäuche hat Aldi Süd auch was: kurze (Leder-)Gürtel. Bis 105 cm.
Nachtrag 06.11.2010
Auch schon ausgeschlafen, Aldi Süd? Die müssen kürzlich zu der innovativen Erkenntnis gekommen sein, dass die Figuren ihrer Kunden irgendwie nicht mit Aldis kleinen Kleidergrößen kompatibel sind. Plötzlich wird (im Prospekt ab 15.11.2010) "attraktive Herrenmode in großen Größen" angeboten und beworben "attraktiv & bequem - große Mode - für Ihn!"
Manchmal funktioniert der Markt ja doch noch.
Textstand vom 10.12.2009. Auf meiner Webseite
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Samstag, 29. August 2009
Google feiert Michael Jacksons Geburtstag (29.08.1958). Nicht in den USA (Google.com), aber für einen großen Teil der Welt ist er noch gut genug
Google ehrt ihn deshalb heute mit einem veränderten Firmenlogo (wie zuletzt zur 400jährigen Wiederkehr der Erfindung des Teleskops durch Galilei). Fährt man mit dem Cursor über das Logo, erscheint der Text "Geburtstag von Michael Jackson", und ein Mausklick ruft den Suchbegriff Michael Jackson auf (hier das Wikipedia-Stichwort).
Sonntag, 16. August 2009
2000 Jahre nachdem Arminius Deutschland von den Römern befreit hat, will uns die Piratenpartei vom Kreuz der Räumer erlösen!
Mainz? Piraten? Aber klar doch: Hier haben ja schon die Römer gegen germanische Freibeuter gekämpft, vermute ich zumindest. Jedenfalls ist an Römerschiffen so einiges bis heute erhalten geblieben. Mainz ist also ein durchaus passendes Terrain für politische Netsurfer. Zumal schon einmal von Mainz eine Revolution der Kommunikationstechnik ausging.
Samstag, 15. August 2009
Donnerstag, 13. August 2009
Internetzensur: CDU macht Wahlkampf für Piratenpartei!
"Mehr Überwachung für das Chaos im Internet wünscht sich die Union. Unter anderem mit Hilfe eines neuen Ausweises, der jeden identifizierbar macht."
Sawall bezieht sich auf die Meldung "Regeln im Netz. CDU fordert eine Internet-Polizei" der Rheinischen Post (RP) vom ?, zuletzt aktualisiert am 11.08.09.
Die Regierung bestreitet, meldet der Heise Online-Artikel "Kanzleramtschef fordert "Verkehrsregeln im Internet"" vom 10.10.2008.
Dieser Meldung entnehme ich einen Link zu dem Interview der Rheinischen Post "Interview mit Kanzleramt-Chef. Schärfere Regeln fürs Internet", "zuletzt aktualisiert: 10.08.2009":
"Der Chef des Kanzleramts, Thomas de Maizière (CDU), spricht sich für einen unabhängigen Expertenrat in Weltfinanzfragen aus und macht sich Sorgen um Auswüchse im Internet."
Die Berichte über einen Internet-Ausweis halte ich für einigermaßen obskur. Außerdem missfällt mir, wie der ZEIT-Bericht unterschiedliche Sachverhalte (Internetausweis + Internetsperren gehören sicher inhaltlich zusammen, aber "verdeckte Ermittler im Internet" ist ein ganz anderes Feld, über das man separat diskutieren müsste) wahllos in einen Topf wirft.
Dennoch bleibt als Fazit, dass die Christkonservativen die Internetzensur eingeführt haben. Und sie halten die Debatte über weitere Zensurmaßnahmen am Köcheln. So lesen wir z. B. in einem Interview des Hamburger Abendblattes von Jochen Gaugele und Maike Röttger v. 2. August 2009 mit der Familienministerin von der Leyen u. d. T. "Kampf gegen Schmutz im Internet wird verschärft" (Hervorhebungen von mir):
"Nach der Sperrung kinderpornographischer Seiten will Ursula von der Leyen gegen weitere rechtswidrige Inhalte im Internet vorgehen. ...
abendblatt.de: Sie argumentieren, Grundregeln unserer Gesellschaft müssten online wie offline gelten. Warum sperren Sie dann nicht auch Internetseiten, die Nazipropaganda verbreiten oder Gewalt gegen Frauen verherrlichen?
Von der Leyen: Mir geht es jetzt um den Kampf gegen die ungehinderte Verbreitung von Bildern vergewaltigter Kinder. Der Straftatbestand Kinderpornografie ist klar abgrenzbar.20Doch wir werden weiter Diskussionen führen, wie wir Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenwürde im Internet im richtigen Maß erhalten. Sonst droht das großar tige Internet ein rechtsfreier Chaosraum zu werden, in dem man hemmungslos mobben, beleidigen und betrügen kann. Wo die Würde eines anderen verletzt wird, endet die eigene Freiheit. Welche Schritte für den Schutz dieser Grenzen notwendig sind, ist Teil einer unverzichtbaren Debatte, um die die Gesellschaft nicht herumkommt."
Warum legen unterschiedliche CDU-Politiker beim Thema Internetkontrolle und Internetzensur immer wieder nach, obwohl sie genau wissen, dass das für viele (man lese nur einmal die Kommentare zu dem o. a. Zeit-Artikel durch, darunter einige mit dem Tenor 'Ich wollte eigentlich CDU wählen, aber jetzt ...') ein rotes Tuch ist?
Ich vermute mal, dass die Freunde der Netzfreiheit bzw. die Feinde der leyenhaften Netzfischer politisch eher zur SPD tendieren (obwohl ihr Anliegen bei denen auch nicht viel besser aufgehoben ist) als zur Piratenpartei. Gelingt es, diese Wähler in die Fänge der Piraten zu treiben, schwächt man die SPD und vermehrt den eigenen Stimmenanteil (denn die Piraten werden die 5%-Hürde sicherlich nicht überspringen).
Steckt etwa diese Art von Kalkül hinter der Netzkontrolldebatte der Christenunion?
P. S.: Auch wenn ich davon ausgehe, dass die Stimme in der Versenkung endet, und auch wenn ich weiß, dass die Piratenpartei sich eher über das, was sie nicht will, definiert als über positive politische Ziele: Ich überlege ernsthaft, meine Wahlstimme diesmal in den Piraten-Papierkorb zu werfen. Damit sie wenigstens als Proteststimme wahrgenommen wird.
"Politically Incorrect" ist nicht gerade mein Lieblingsblog. Aber immerhin: gegen Zensur sind auch die eindeutig allergisch; vgl. den Eintrag "Von der Leyen will Internetzensur ausweiten" vom 03.08.09, ebenfalls eine Reaktion auf das Interview der Ursula von der Leine.
Insgesamt scheint mir aber in der User-Gemeinde des Weltnetzes das rechte Verständnis für die Haltung der CDU in Sachen Internet-Kontrolle noch immer zu fehlen. Bzw. es fehlt eine Formulierung, welche die Kontrollbemühungen der Politchristen auf den Punkt bringt.
Da trete ich mal mit einer solchen Formulierung hervor:
Sittenstrolche sind das, die Ursula von der Leyen und die anderen Zensurchristen!
Und das nicht nur deshalb, weil deren Zensurbestrebungen unsittlich sind.
Sondern weil diese Figuren durch's Internet strolchen, um die Sitten zu heben.
Und daraus entwickeln wir die mathematisch unangreifbare Gleichung:
Strolchen + Sitten = Sittenstrolche!
Textstand vom 13.08.2009. Auf meiner Webseite
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Dienstag, 11. August 2009
Politikverfilzung der Organisierten Finanzwirtschaft: Ein Hauch von investigativem Journalismus durchweht das deutsche Miasma
Leo Müller hat für die Financial Times Deutschland keine Geheimnisse aufgedeckt. Er hat (soweit ich das beurteilen kann) lediglich bekannte Fakten zu einem sinnhaften Muster arrangiert.
Heraus kam der Artikel "Investmentbanken. Die deutsche Lehman-Lüge" vom 10.08.2009:
"Der Fall der Lehman-Bank hat Kapital und Vertrauen vernichtet. Sagen deutsche Politiker und Bankchefs. Das ist die Unwahrheit - und sie wissen es. Die Pleite am 15. September 2008 war nicht der Auslöser der Entwicklung. Die Finanzhäuser hierzulande gerieten schon Jahre zuvor in Schieflage."
Müller zeigt, dass zahlreiche deutsche Banken, insbesondere die Landesbanken, schon längere Zeit marode waren. Die Lehmann-Pleite habe lediglich bewirkt, dass sie ihre Miesen nicht mehr verstecken konnten. Vorher hätten sie in einem sozusagen dolosen Zusammenwirken mit Politikern und Aufsichtsbehörden ihre Verluste versteckt.
Sonntag, 9. August 2009
Fortschrittsfurcht
Es ist kein großer Artikel, und Josef Joffe ist auch nicht mein Lieblings-Kommentator. Eigentlich hat er sich nur an den Newsweek-Bericht "What Lurks Beneath. In key industries of the future" drangehängt; da darf auch ich mich an ihn (und Newsweek) dranhängen:
"Neokonservatismus. German Techno-Angst" titelt Joffe in der ZEIT vom 06.08.2009 und kritisiert die deutsche Technikangst:
"Der Neokonservatismus der Deutschen beschäftigt nicht nur Josef Joffe."
Ich kritisiere schon seit langem nicht nur die Furcht vor neuen Techniken, sondern überhaupt die fehlende Kreativität in Deutschland.