Samstag, 13. Dezember 2014

Hat Autor nicht auch Grips beineben, kann Leser nicht recht glücklich sein. Eine Polemik gegen Monetär-Obskurantisten, die das Volk im Kerker der Geldirrtümer verschmachten lassen. Und welche "Gouverneure" vom Monetär-Fetischismus der Austrians profitieren.

 

Teil 1: Einleitung und allgemeine Bemerkungen zu den behandelten -3- Büchern

In den Trümmern der Finanzkrise wuchert der Weizen der Monetär-Scharlatane.

Wäre der Denk- und Leseeifer jener Autoren, die uns gegenwärtig ihre todsicheren Geldsysteme (in Wahrheit ohnehin lediglich GeldSCHÖFPUNGSsysteme) präsentieren, ebenso groß wie ihr Bekehrungsdrang, könnte man auf echte Einsichten in das Geldsystem hoffen.
Doch leider mangelt es diesen monetären Wunderheilern an grundlegendem Wissen über die tatsächlichen fundamentalen Funktionsweisen unseres Geldsystems sowie über den systemischen Sinn und Zweck dieser Mechanismen.

Mittwoch, 19. November 2014

Heilt die "österreichische" Kur unser angeblich "krankes Geld"?



Nachfolgend meine Mail (mit kleineren Änderungen und Ergänzungen) an einen "österreichisch"-libertären Facebookfreund (zugleich AfD-Parteifreund).

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Guten Tag XXX,
und danke für die Übersendung des Artikels "
Krankes Geld" von Peter Krieg (erschienen in LETTRE INTERNATIONAL 83, Dez. 2008), den ich nun endlich auch gelesen habe. 
(Ich nehme an, Peter Krieg ist der - 2009 verstorbene - Filmemacher Wilhelm Gladitz?)

Montag, 17. November 2014

Deflation des Deflationswissens: Warum mir die unterkomplexe Deflatiologie von Professor Philipp Bagus spanisch vorkommt



Ich bin gewiss kein Freund der angeblichen Antideflationspolitik der EZB, die lediglich als Vorwand zur Umverteilung innerhalb der Eurozone zu Lasten Deutschlands dient. (Vgl. auch meinen Blott "EZB: Die Europäische Zentrale Schwindel-Bank täuscht eine geldpolitische Zielsetzung bei den angekündigten Staatsanleihenkäufen nur vor", datierend vom 01.11.2012. Zwischenzeitlich haben Don Draghi und seine Süd-Kumpane ja bereits riesige Fortschritte bei der Entwicklung innovativer Umverteilungsmechanismen gemacht).
(Erg. 17.11.2014: Die Notwendigkeit, Deflation in den Krisenländern der Eurozone zu akzeptieren, hat auch Prof. Hans-Werner Sinn erläutert. In einer Pressemitteilung vom 26.10.2014 zum Banken-Stresstest - der hier als solcher aber nicht interessiert - sagte er:
"An einer Änderung der relativen Preise, die neben einer Inflation im Norden auch eine Deflation im Süden beinhaltet, kommt man aber nicht vorbei, wenn man die Wettbewerbsfähigkeit der Südländer ohne einen Anstieg des durchschnittlichen Preisniveaus im Euroraum wiederherstellen möchte. Wenn man die Wettbewerbsfähigkeit allein über eine sehr hohe Inflation im Norden herstellen wollte, würde man das Mandat der EZB, im Durchschnitt stabile Preise zu gewährleisten, verletzen“.)

Dennoch ist Deflation keineswegs in allen Fällen so harmlos, wie insbesondere Anhänger (Wirtschaftswissenschaftler und Laien) der sog. "österreichischen" Schule der Volkswirtschaftslehre ("Austrians") uns weismachen wollen. 

Sonntag, 9. November 2014

Zeitungs-Inflation


 
Auch* die Allgäuer Zeitung brachte zum Wochenende eine Sonderausgabe zum Mauerfall heraus.
Darin war auf einer Seite das gesamte Titelblatt mit den Schlagzeilen von 1989 abgedruckt.

Montag, 3. November 2014

Warum Ben Bernankes hochgelobtes "deep financial system" in Wahrheit ein Finanzierungssystem für Diebe ist

 
 
Bereits in meinem (sehr viel weiter ausholenden und zu einer Reihe von Quellen bzw. Arbeitspapieren usw. verlinkenden) Blogeintrag "Aufräumarbeiten enthüllen Ben Bernanke's Perspective of the American Financial System as SOWERED" vom 21.03.2010 hatte ich Passagen aus zwei Reden von Ben Bernanke, gehalten als seinerzeitiger Präsident des Federal Reserve Board (Fed) zitiert, in denen er die amerikanische Finanzwirtschaft als "deep" charakterisiert. Und das sieht er (oder sah er jedenfalls damals; die Reden wurden vor dem vollen Ausbruch der Finanzkrise gehalten) als ein positives Charakteristikum (Hervorhebungen von mir):

Montag, 27. Oktober 2014

Warum Rechtsextremisten feige, schwächlich und dumm sind

 
 
Den nachfolgenden Text hatte ich ursprünglich als Facebook-Eintrag geschrieben; daraus erklären sich beispielsweise die Appelle an die "Freunde".

Wenn ich sage "Rechtsextremisten sind feige, schwächlich und dumm", dann dürfte das bei meinen Lesern eine Vorstellung von dumpfbackigen Glatzkopf-Schwächlingen erwecken, die vor prügelnden Antifa-Horden davon laufen.
Aber so ist meine Behauptung NICHT gemeint.
Weder unterstelle ich den Rechtsextremisten Feigheit bei gewalttätigen Auseinandersetzungen mit ihren Gegnern, noch ist, was ich hier als "Dummheit" bezeichne, eine Frage des Intelligenzquotienten.
Und auch mit "schwächlich" wollte ich nicht sagen, dass die Rechtsextremisten Mickerlinge oder Tattergreise sind.


Dienstag, 14. Oktober 2014

Freitag, 10. Oktober 2014

Mensch, Mayer: Was für ein Schwindelgeld wollen Sie uns denn andrehen?



"In unserem Papiergeldsystem vergeben die Banken Kredite, die durch nichts gedeckt sind"
kritisiert Thomas Mayer (Wikipedia), ehemaliger Chefvolkswirt der Deutschen Bank (!) in dem Interview "Nach der Finanzkrise droht die Geldkrise" mit Malte Fischer von der Wirtschaftswoche (09.10.2014).

Das ist schlicht falsch, Thomas Mayer! Offenbar verwechseln Sie Kreditgeld und Willkürgeld (das der Staat einfach druckt bzw. prägt und ausgibt - wie 1923. Und wie heute noch das Münzgeld, was aber, wegen des geringen Umfangs zu verkraften ist.)

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Wie der ZEIT-€-Fanatiker Mark Schieritz einen 2,5-Milliarden-Raubzug am deutschen Steuerzahler verteidigt

 
 
Die FMS Wertmanagement AöR (eine "Teilrechtsfähige Anstalt öffentlichen Rechts") (Homepage;   Wikipedia) ist die Abwicklungsbank (Bad Bank) der früheren Hypo Real Estate Holding (HRE).
Nach einem Bericht der FAZ hatte die FMS im Jahr 2012 Griechenland und Hedgefonds freiwillig gut 2,5 Milliarden Euro "geschenkt".

 
Dieser Sachverhalt erfüllt in meinen Augen den Straftatbestand der Untreue; daher hatte ich mit E-Mail vom 13.09.2014 Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft München erstattet. Den Text der Anzeige sowie weitere Anmerkungen zum Sachverhalt und insbesondere zur strafrechtlichen Bewertung habe ich im Blott "Strafanzeige: 2,5 Milliarden € deutsche Steuergelder an Griechenland und Hedgefonds verschenkt!" publiziert.



Samstag, 13. September 2014

Strafanzeige: 2,5 Milliarden € deutsche Steuergelder an Griechenland und Hedgefonds verschenkt!



Gestern, am Freitag, 12.09.2014, hatte FAZ.net in 2 Artikeln (s. u.) und einem Kommentar darüber berichtet, dass eine deutsche "Bad Bank" ohne Not (und ohne Rechtsgrundlage) mal eben auf 2,56 Milliarden Euro verzichtet hat. 
Der FAZ-Kommentar beschreibt den Sachverhalt zusammenfassend so (Hervorhebungen von mir:
"Der griechische Schuldenschnitt hat dazu geführt, dass die Abwicklungsbank der Hypo Real Estate 8 Milliarden Euro Verlust gemacht hat.
Davon wären immerhin 2,56 Milliarden Euro vermeidbar gewesen. Das haben Recherchen dieser Zeitung nun gezeigt. Die Bad Bank hat in Griechenland Anleihen freiwillig zur Umschuldung angeboten; und sie hat auch wertvollere Anleihen zu Kursen von 30 Prozent verkauft, die nur wenig später zu 100 Prozent zurückgezahlt wurden. Doch leider sind diese Anleihen nicht mehr im Besitz der deutschen Abwicklungsbank, sondern gehören Hedgefonds, die sie günstig aufkauften. Sie freuen sich über volle Zinsen und Rückzahlung. Der deutsche Steuerzahler ist der Dumme."

Dienstag, 9. September 2014

Irrige Grundannahmen in der Gelddebatte



Wenn wir über irgend ein Thema nachdenken oder reden, dann tun wir das immer in einem bestimmten Denk-Rahmen. Also vor dem Hintergrund einer Reihe von Annahmen, die derart selbstverständlich für uns sind, dass wir sie gar nicht aussprechen, und uns diese gedanklichen Prämissen nicht einmal bewusst machen.

Ebenso nutzen wir nicht selten Begriffe, die den Sachverhalt nicht präzise, oder gar verzerrt bis falsch, widerspiegeln.

Donnerstag, 17. Juli 2014

Geld sparen und Geld ausgeben (konsumieren oder investieren) sind inkommensurable Begriffe



Für unseren Alltagsverstand ist die Sache klar: Was wir nicht ausgeben, sparen wir.
Wenn man aber genauer hinschaut, lässt sich aber das Sparen schon auf der Mikroebene (also bei dir und bei mir) gar nicht präzise bestimmen.

Freitag, 4. Juli 2014

Geldschöpfung und Sparparadox: Analyse an einem "Schnittmodell" von Transaktions- und Dispositionsschritten

 
 
Der deutschsprachige Wikipedia-Eintrag definiert das Sparparadoxon wie folgt:
"Das Sparparadoxon ... besagt, dass es in einer unterbeschäftigten Volkswirtschaft den Wirtschaftssubjekten nicht mehr möglich ist, wegen erhöhter Sparwünsche die Ersparnis bzw. Investitionen* der Gesamtwirtschaft zu erhöhen."
*[Ich halte die Gleichsetzung von Ersparnis mit Investition in diesem Zusammenhang für falsch. Hier geht es um Geldsparen vs. Geldausgeben, nicht darum, ob das Geld investiert oder verkonsumiert wird. Entscheidend ist also nicht, in welcher Sphäre der Realwirtschaft das Geld landet, sondern lediglich OB es überhaupt dort nachfragewirksam wird oder nicht.

Mittwoch, 2. Juli 2014

Wenn KOLIBRIS vor Wirtschaftsthemen schwirren - saugen sie nicht immer den Nektar der Erkenntnis heraus



Den vorliegenden Blott hatte ich ursprünglich (am 28.06.2014) in meinem "BlockiBlockerBlog" veröffentlicht. Das ist ein Blog rund um die Partei "Alternative für Deutschland".
Allerdings stand zwar der Anlass für die Abfassung des Textes im Zusammenhang mit der AfD. Aber der Inhalt ist zum allergrößten Teil allgemeiner Natur.
Zum einen geht es um Wirtschaft (spezifisch um den Zusammenhang zwischen Geldwirtschaft und Realwirtschaft).
Und zum anderen um Informationsverarbeitung und Informationsverbreitung im Internet. Da werden nämlich manchmal die eigenen Vorurteile verbreitet anstatt der objektive Inhalt von Informationen.

Montag, 30. Juni 2014

Finanzkrise: Haben die Banken zu viel Kredit vergeben?



Überall liest man, die Finanzkrise sei dadurch entstanden, dass die Banken (in den USA, aber auch in einigen anderen Ländern) zu viel Kredit vergeben hätten.
In DIESER Form stimmt das auch: Immer mehr Kredite gingen an Schuldner, deren Einkommen nicht zu einer Rückzahlung ausreichte. 


Samstag, 28. Juni 2014

Was kostet die Herstellung von Fiatgeld?



Die Wikipedia definiert "Fiatgeld" wie folgt:
"Fiatgeld (auch englisch Fiat money) ist ein Objekt ohne
intrinsischen Wert, das als Tauschmittel dient. Das Gegenteil von Fiatgeld ist Warengeld, das z. B. als Tabak, Reis, Gold oder Silber neben dem äußeren Tauschwert auch einen intrinsischen (Waren-)Wert hat, der unabhängig von Regierungserlässen ist, solange damit bezahlt werden darf."

Sonntag, 22. Juni 2014

Warum die Libertären nichts vom Geldwesen verstehen



Unstreitig dürfte sein, dass die Volkswirtschaften zahlreicher Länder mit (unterschiedlichen) Finanzproblemen konfrontiert sind.
Viele Menschen, die sich Gedanken über diese Probleme machen, reagieren darauf mit der Forderung, "das Geldwesen" müsse geändert werden.