Sonntag, 10. Juli 2005

Der Wächtersbacher Synergiekirchturm in seiner Bedeutung für die Haushaltsführung der deutschen Gebietskörperschaften


 
Bei uns steht die Kirche noch im Dorfe, pardon: in der Stadt natürlich; schließlich waren wir mal ummauert. Kirche ohne Turm – das konnte nicht sein; aber Turm war teuer. Die alten Wächtersbacher waren clever: Kirche an die Stadtmauer bauen, Turm davor = Wehrturm = Kirchturm. So spart man Geld!

Mittwoch, 6. Juli 2005

"... for Schouh war dat Jeld to knapp"

"Schildesche" – das klang in meiner Jugend für mich immer so nach Germanenkriegern, die ihre Schilde an den Zweigen einer alte Esche – Yggdrasil, der Weltesche (http://www.lokis-mythologie.de/menue.php)? - aufgehängt hatten, um sich im Gras auf Bärenfellen zu lagern und Met zu trinken.

Sonntag, 3. Juli 2005

Vom Friedhof der unverweslichen Leichen zum Satanswerk der Säuglingstaufe

Wächtersbach (http://www.stadt-waechtersbach.de/) ist nicht der Nabel der Welt, aber feiern können die Wächtersbacher wie die Weltmeister. An diesem Wochenende (02./03.07.2005) war "Blue Moon" angesagt, eine Nachtverkaufsveranstaltung zwecks Belebung des Geschäftslebens in der Innenstadt. Wenn man dort freilich wohnt, und noch dazu an einer Stelle, wo sich im Schnittpunkt der Schallwellen die Harmonien verschiedener Bands kakophonisch überlagern: dann ist Flucht angesagt!

Dienstag, 28. Juni 2005

Der Wanderer

Es ist reine Geduldssache. Früher oder später fällt einem bei Ebay alles Bebotene in die Finger, und zwar zum gewünschten (niedrigen) Preis. Man muss nur geduldig an den Ufern des Mailstroms harren und warten, bis der begehrte Fisch (erneut) vorbeischwimmt.

Sonntag, 26. Juni 2005

Magonza, da capo


Auch heute wieder ein Samstagsausflug nach Mainz; dieses Mal der Rosen wegen.
Südbahnhof ausgestiegen, das römische Theater von oben besichtigt (Zitadellenweg). "Das größte seiner Art" nördlich der Alpen. Bei derartig qualifizierenden Zusätzen werden ich immer misstrauisch: was heißt "seiner Art"? Gab es verschiedene Arten von römischen Theatern? Okay, außer den Theater gab es noch die Amphitheater. Wenn es davon ein größeres nördlich der Alpen gibt, ist das Mainzer Theater gleichwohl das größte nördlich der Alpen. Ein Amphitheater ist schließlich kein Theater, hatte eine ganz andere Funktion – oder? Warum also nicht einfach sagen: "das größte Theater nördlich der Alpen; Amphitheater ausgenommen?".
Na gut, jedenfalls war es für 11.000 Zuschauer, und das ist, für jene Zeiten, schon eine ganze Menge. Frage indes: wo war das römische Amphitheater in Mainz? Oder waren die Mainzelmännchen und -weibchen schon damals so kultiviert, dass sie die rohen Vergnügungen des Amphitheaterentertainments verschmähten?

Freitag, 24. Juni 2005

Peking bohrt (1), Amerika bombt (2), Europa brütet (3)


1) nach Öl. Info satt im Handelsblatt: "Peking bohrt nach Öl um jeden Preis" (http://www.handelsblatt.com/pshb?fn=tt&sfn=go&id=1057967)

2) wegen Öl. Hat jedenfalls mal gebombt, leider werden die Ölstaatbefreier jetzt selbst gebombt. Trotzdem: keine Häme. Letztlich holen die wohl auch für uns das Öl aus dem Feuer!
(Einen erschütternden Mikrozensus der irakischen Misere kann man hier http://www.handelsblatt.com/pshb?fn=tt&sfn=go&id=1057124 im Handelsblatt u. d. T. "Die Oberschicht flieht aus dem Irak" lesen.)

3) über seine Zukunft: Penner. Altes Europa! Wacht aber trotz "Rums!" nicht auf. Eigentlich schade.

Donnerstag, 23. Juni 2005

Hummel Hummel!


Jahrelang war mir eine Werbung im Gedächtnis haften geblieben, welche behauptete, dass die Hummel, physikalisch gesehen, eigentlich gar nicht fliegen könne. (Sie wisse es aber nicht und tue es trotzdem, so solle auch der oder die Beworbene ... ich weiß nicht mehr, was, tun oder kaufen.)

Dienstag, 21. Juni 2005

Von wohltemperierten Madonnen und eiskalten Energieverschwendern

(Vorsicht: Dieser Text ist eingefroren! Sperrfrist für das Auftauen mindestens 10 Jahre!)

Vor einigen Jahre wurde ein gotisches Madonnengemälde aus der Kirche eines größeren Dorfes, welches selbst wiederum Ortsteil einer kleinen Stadt ist, zur Restaurierung gegeben. Die Kosten wurden mischfinanziert, d. h. neben der Kirchengemeinde bzw. Diözese steuerte auch die Stadt zu den Restaurierungskosten bei.

Sonntag, 19. Juni 2005

Samstag, 18. Juni 2005

Eviva Magonza - ein Sommersamstag in Mainz

Nicht nur die Amerikaner sind maulfaul, und machen z. B. aus unserem schönen alten Kaiserslautern ein geschichtsloses "Quai-Town" (phonetisch). Auch wir kürzen allzu lange Ortsnamen gern ab. Wer aber weiß denn heute noch, dass "Mainz" ursprünglich "Main-zu-Ende" hieß (weil der Main gegenüber von Mainz in den Rhein fließt)? Verhunzt hat dieses der Volksmund im Laufe zu Zeit zum einsilbigen "Mainz". ["Se non è vero, è ben trovato", hätte Schorschi Vasari zu dieser Etymologie zweifellos gesagt.]

Es muss nicht immer Frottee sein: Klassenkampf im Morgenmantel?

Es war einmal, so vor etwa 25 Jahren, da ging ich und kaufte 2 Morgenmäntel (bei C & A). Das wäre an sich nicht weiter berichtenswert, wäre nicht der Stoff, aus dem die Umhüllung nach dem Aufwachen aus den Träumen war, außergewöhnlich gewesen. Aus Cordstoff waren diese beiden Bademäntel oder Morgenmäntel nämlich genäht, und das habe ich seither nie wieder gefunden.
Nicht nur elegant, sondern auch spottbillig waren sie; sofern ich mich recht erinnere, haben sie nur 20,- DM pro Stück gekostet.

Donnerstag, 16. Juni 2005

Metooston


Schöne Namen hat man für Frankfurt (am Main) erfunden: "Bankfurt", "Mainhattan" usw.
Jeder erfasst einen Teil ihres Wesens. Doch hat die Stadt auch andere Seiten. Nicht "Klein-Chicago" meine ich hier. Sondern den Mangel an Kreativität und Originalität, der das Stadtbild "auszeichnet".

Samstag, 11. Juni 2005

Armes Deutschland


Die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen vom 22.05.2005 ist schon einige Zeit vorbei. Urlaubsbedingt hole ich hier den Eintrag zu der von Bundeskanzler Schröder an diesem Tag verkündeten Entscheidung nach, Neuwahlen herbeizuführen (durch Stellung der Vertrauensfrage).

Der Olim-Diskurs ...


... bringt mich immer wieder auf die Palme. "Früher war alles besser", "Zu DM-Zeiten war alles billiger" oder "Man kann sagen, was man will, aber das hätte es früher (oder gar: 'beim Adolf') nicht gegeben!" sind volkstümlichere Varianten, doch versumpft diese Vorstellung eines früheren (mehr oder weniger) goldenen Zeitalters sehr weitgehend auch den gesellschaftlichen Diskurs.

Freitag, 10. Juni 2005

Rentensimonie?


Der Zufall führte mir den Feuilletonteil der FAZ vom 08.06.05 zu, in welchem Prof. Dr. Hans-Werner Sinn wieder einmal seine Vorstellungen von Rentensicherungen in die Öffentlichkeit trägt, in einem Artikel u. d. T. "Führt die Kinderrente ein!".Was mich veranlasst hat, den nachfolgenden Leserbrief an die FAZ zu senden und ihn, da er dort (schon wegen seiner Länge) eh' nicht veröffentlicht werden wird, wenigstens hier in den Blog zu bringen.

Donnerstag, 9. Juni 2005

Das Mirakel des Hauses B. oder Übergewicht hat...


..... nicht nur "Canabbaia".
Schlimmer war, dass unsere Gepäckstücke Übergewicht hatten, als wir sie auf dem Postamt (na ja, ist ja eigentlich kein "Amt" mehr, und die Mitarbeiter sind - und waren auch meist schon früher - durchaus freundlich, aber manches ist halt doch noch so wie zu Amtszeiten) für die Heimreise aufgeben wollten. Gewichtige Wälzer, in Garmisch-Partenkirchen im DRK-Flohmarkt und beim Lions-Büchermarkt erstanden, waren für das Überschreiten der Gewichtsgrenze verantwortlich, und wir waren schon drauf und dran, die Koffer auszupacken, die Bücher zu entnehmen und auf der Heimfahrt selbst zu schleppen, als eine freundliche Dame uns ansprach und fragte, ob wir nicht den Hermes-Versand kennen. Das Büro wäre in der Bahnhofstraße, und wir bräuchten nur unsere Koffer dorthin zu bringen; vielleicht könne Sie aber auch jemanden kommen lassen, der sie abholte.

Dienstag, 7. Juni 2005

Urlaub ist schön


Das Garmisch-Lied:

Wenn in Garmisch die goldne Sonne am Kramer sinkt
Und die Milchkuh 'nen letzten Schluck aus dem Viehtrog trinkt
Rasen Biker auf ihren Rädern geschwind nach Haus.
Und sie schleifen mit Profilreifen das Wegbett aus.
Doch melodisch ertönt der Klingel Sirenenlied:
Spring ins Glied, Wandrer, ins Glied!

Mittwoch, 18. Mai 2005

Definitionen | Definitions


Lawn / Rasen:

In his essay "The end of false progress. Origins of materialism, and implications for our future in the post-petroleum reality" (http://www.culturechange.org/e-letter-endfalseprogress.html) Jan Lundberg (whoever that is) comes up with a striking definition of the term "lawn":
"The biological pavement known as lawns".

Montag, 16. Mai 2005

Renten sichern - Wehrfriedhofsmauer zerfallen lassen!


"Nicht nur demographisch sehen wir alt aus" habe ich auf meiner Webseite "Rentenreich" (http://www.beltwild.de/rentenreich.htm, Thema Rentenfinanzierung, Kapitaldeckungs- gegen Umlageverfahren) in einem Kapitel "Die Alten und das Alte" geschrieben.

Künstler rächen Kaiser an der Kirche :-)


Wikipedia, Stichwort "Fürstbischof" (Hervorhebung von mir):

Ein Fürstbischof war ein Bischof im Fürstenrang. Sein Stand war der eines Reichsfürsten des Heiligen Römischen Reiches.
Diese weltliche Herrscher-Funktion von Bischöfen in Deutschland ging auf die Politik der frühmittelalterlichen deutschen Könige zurück, sich zur Eindämmung des Einflusses mächtiger Fürstenfamilien auf die von ihnen ernannten Bischöfe zu stützen. Etliche dieser Bischöfe erhielten damals königliche Rechte (Regalien) verliehen. Im Zuge der Entwicklung von Territorialfürstentümern bauten auch diese Bischöfe ihre Herrschaftsgebiete zu weltlichen Territorien aus, die als Hochstift bezeichnet wurden.

Mittwoch, 11. Mai 2005

False Teachers in and on our Environment?


If I were a Christian believer, I'd be truly worried. At least after having read Thomas Brooks "Seven Characteristics of false Teachers" (http://www.mountainretreatorg.net/eschatology/7char.html). Edit the text a little , and you can easily get the impression like he was describing the current debate between "Neo-Malthusians" and "Cornucopians" or "Abundance Ecologists".

Dienstag, 10. Mai 2005

GiD, GiD, GiD, GiD


Der oder die Leser(in) wird es schon gemerkt haben, dass meine Gedanken langsam vom Unwichtigen (Umweltdebatte in den USA, Geschichte der Menschheitsentwicklung) zum Wichtigeren (Reise, Prag) vordringen. Nun ist es an der Zeit, Überlegungen über ein besonders drängendes Thema anzustellen: Gastlichkeit in Deutschland.

Mokka schmeckt auch gut!


Praga, quando te aspiciam, Anfang der 70er Jahre, wurden deine Mauern von rostigen Gerüsten zusammen gehalten.

Montag, 9. Mai 2005