Samstag, 6. Dezember 2008

Wo Norma sang, sengt jetzt der Khan


Nun ja: es war nicht Vincenco Bellinis Norma, die sich hier im Gewerbegebiet von Bad Orb angesiedelt hatte. Nur ein prosaischer Supermarkt. Der hat auch nicht gesungen; allenfalls haben die Kassen geklingelt - aber offenbar zu leise, bzw. zu selten.
Vor vielleicht drei Jahren gab es in Bad Orb eine regelrechte Angebotsexpansion: wo früher ein einsamer Edeka die Kunden versorgt hatte, öffneten auch noch Norma, Penny und Plus und, versteckt am Ende, Rewe die Pforten. Das war ein wenig zu viel, denn schließlich gibt es in der Stadt -in zentralerer Lage- auch noch zwei Nahkaufläden, und Globus, Lidl und Aldi in Wächtersbach ziehen sicher auch Orber Konsumenten an (bzw. ab).

Einer der Orber Lebensmittelmärkte hat nun die Waffen gestreckt [so dass ich vielleicht zutreffender hätte titeln sollen: "Wo Norma sank, sengt jetzt der Khan"], und in den ehemaligen Ladenhallen der "Norma-"Kette grillt jetzt ein Khan. Auch das ist natürlich nicht der berühmte Dschingis Khan, sondern ein kleiner, friedlicherer, Khan.

Kulturvoll (kulturlos) nenn' ich eine Stadt, die am Bahnhof (k)eine öffentliche Toilette hat


Bad Orb hat eine (brandneue), am Busbahnhof. Wächtersbach hat am Bahnhof keine. Ähem. Bad Orb hat dort der Toiletten drei:
 
und deren Benutzung ist sogar frei (gratis).

Die Klozellenwand enthält eine Ritze für die benutzte Drogenspritze:
  

Ich meine, das kann ja auch nicht sein: dass, wenn die Kurgäste in Bad Orb sich einen Schuss setzen wollen, sie nicht wissen, wohin mit den gebrauchten Spritzen, gelle? 

Textstand vom 06.12.2008

Freitag, 5. Dezember 2008

Sind Sie wirklich noch ohne - Zibaldone?

Der Nikolaus brachte sie ins Haus, einen Tag zu früh zwar, aber schließlich hat er zu dieser Zeit ja auch viel zu tun: die Zeitschrift "Zibaldone". LEO liefert uns die Übersetzung: die Aphorismensammlung, die Notizensammlung. (Nun ja, es gibt auch etwas weniger schmeichelhafte Konnotationen: der Mischmasch oder das Sammelsurium: aber das trifft hier nicht zu.] Mein italienisch-Deutsches Brockhaus - Longanesi Wörterbuch aus dem Jahre 1974 liefert noch den gelehrten und hübschen, heute leider aus der Mode gekommenen Begriff "Miszellaneen" hinzu (auch: "Miszellen", aber das mag ich eher weniger). (Italienische Synonyme, aber keine Übersetzung, findet man bei "woerterbuch.info".)
Sie kam gratis, als Werbe-Beilage zur Halbjahreszeitschrift "Onde", die von Italienbegeisterten deutschen Studenten in Passau herausgegeben wird (vgl. meinem Blott "Donde viene? Vengo d'Onde!").

Montag, 1. Dezember 2008

Allmählich schwappt Panik in die Wirtschafts-Titanic. Sollen Angela Merkel und Peer Steinbrück die Lenzpumpen der Konjunkturpolitik anwerfen?

"DIE ZEIT" fährt mittlerweile eine regelrechte Hetzkampagne gegen jene Politiker, die (ausnahms- bzw. erstaunlicher Weise) sich einmal weigern, unsere Steuergelder sinnlos zum Fenster herauszuwerfen.
"Konjunkturprogramm. Schräge Argumente" kritisiert Marc Brost in der ZEIT ONLINE vom 7.11.2008 und lästert:
"Alle Welt fordert große staatliche Programme gegen die Krise. Nur einige deutsche Politiker leisten noch Widerstand." Denen droht er an: "Wir präsentieren ab sofort jeden Tag drei von ihnen."
Das mag schon sein, dass (fast) "alle Welt" nach solchen Programmen schreit: es hat ja auch mal "alle Welt" "Verbriefungen" schlechter Kreditrisiken gekauft.
Was sagt unser Bundesfinanzminister Bundesfinanzminister Peer Steinbrück dazu?
"Ablehnung bleibt. Steinbrück gegen weitere Konjunkturmaßnahme" titelt das Handelsblatt am 29.11.2008:

Sonntag, 30. November 2008

Altdeutscher Weihnachtsmarkt in Eberbach: Gebrannte Erdnüsse gab's bei den Goten

Und bei der Reservistenkameradschaft Maultaschen in Brühe (3,50 €).

Er heißt nicht "Altdeutscher Weihnachtsmarkt" und wird überhaupt nicht groß beworben: der Weihnachtsmarkt in Eberbach am Neckar. Aber die Preise sind altdeutsch, also günstig. Es ist ja auch ein "Weihnachtsmarkt der Vereine", nicht ein Weihnachtsmarkt der Marktbeschicker.

Mittwoch, 26. November 2008

Simbabwe schärfster Konkurrent für US-amerikanische Schlüsselindustrie


Nein, um Tabak geht es nicht. Wohl aber ist das, worum es hier geht, starker Tobak.
Ben S. Bernanke hatte, schon im Jahre 2002, Überlegungen darüber angestellt, auf welche Weise die amerikanische Notenbank, das Federal Reserve System, die Leute wieder zum Geldausgeben verleiten könnte, falls sie die Lust daran verlieren und die Wirtschaft deflationieren sollten. (Vgl. auch meinen Blott "Ist Ben Bernanke bescheuert ...?")

Dienstag, 25. November 2008

Konjunkturpolitik in 2. Weltwirtschaftskrise (WWK II): Ohne Konjunkturprogramme steuern wir in den Abgrund. Mit Ankurbeln steuern wir gegen die Wand.


Langsam kommt die Politik in die Gänge und leiert Konjunkturprogramme an bzw. stellt zunächst mal entsprechende Forderungen auf. Vgl. z. B.:
"Berlin prüft 500-Euro-Konsum-Gutschein" Handelsblatt 25.11.08 (Sven Afhüppe und Donata Riedel);
Pierre Briancon von breakingviews.com fordert ebenfalls im Handelsblatt vom 25.11.08: "Merkel muss den Konsum ankurbeln"
und um die guten Drei voll zu machen meldet sich in derselben Ausgabe auch noch Thomas Hanke zu Wort: "Steuerdebatte. Schnell den Verbrauch stärken".
Nein: vier Blätter machen einen Glücksklee! Darum berichtet noch Ruth Berschins: "Kampf gegen Rezession. EU fordert: Mehrwertsteuer runter".
Alle diese Leute haben ja sowas von recht - wenn man die Dinge aus der traditionellen Perspektive der Konjunkturklempner betrachtet. (Ich teile
die düsteren Konjunkturperspektiven verschiedener amerikanischer Kommentatoren, wie sie der FAZ-Mitherausgeber Frank Schirrmacher in seinem Kommentar vom 25.11.2008 "Kommt der Wechsel von Bush zu Obama zu spät? Gehen Sie jetzt nach Hause!" anführt.)

Sonntag, 16. November 2008

Opel: Rettung für lebendige Tote? Steuergroschen für GM? Ist Deutschlands Politik plemplem?


"Finanzkrise. Ein Rettungsplan für lebendige Tote?" betitelte die FAZ am 26.09.2008 einen Artikel des (vermutlich:) amerikanischen Journalisten Peter Coy.
Coy ist nicht gegen eine Rettung der Banken, fragt sich jedoch, ob bei dem amerikanischen Vorgehen (jedenfalls in der damals geplanten Form; zwischenzeitlich wurde das vielleicht modifiziert) nicht zum Nutzen der Kapitalbesitzer den Steuerzahlern die Lasten aufgedrückt würden:
"Ungeachtet der Frage der Effizienz spricht auch vieles für ein faires Vorgehen bei einem Rettungsplan, indem man nicht willkürlich Geld an angeschlagene Unternehmen ausschüttet. Jeffrey Sachs, Leiter des Earth Institute an der Columbia University hat Russland in der Übergangsphase vom Kommunismus begleitet, bevor er aus Widerwillen gegenüber dem Aufstieg der Oligarchen zurücktrat. Wenn er über diese Erfahrung spricht, sagt Sachs: 'Bei allem, was getan wird, muss eine gewisse Fairness herrschen. Gerade jetzt sehen wir eine tiefe und berechtigte Skepsis gegenüber dem Finanzministerium. Man hat den Eindruck, die Wall Street rettet gerade die Wall Street'."

Unsere sogenannten Volksvertreter machen sich gerade daran, mit unseren Steuergeldern die Fa. "Adam Opel GmbH" in Rüsselsheim zu retten.

Montag, 10. November 2008

Hinter dem Vorhang der Welt-Wirtschaftskrise wartet die Welt-Umweltkrise auf das Stichwort zum Auftritt

Diese Meinung habe ich bereits in mehreren meiner Blotts zur Finanzkrise oder Finanzmarktkrise 2008 geäußert. Und auch die Vermutung, dass insbesondere die in den letzten Jahren vom Markt zunehmend eingepreiste geologische Rohölverknappung einer der Kausalfaktoren für die Wirtschaftskrise, bzw. zumindest für deren Heftigkeit, ist. Über die letzte Annahme kann man streiten; es ist ohnehin relativ unwichtig, was gestern war.

Interessant für uns ist, wie die Welt, und zuerst die Umwelt, morgen voraussichtlich aussehen wird. Ich meine: nicht gut.
Deshalb formuliere ich hier meine Zukunftserwartungen noch einmal sozusagen als mein "ceterum censeo" in einem eigenständigen Blott.
Das Stichwort für den Übergang von der Wirtschaftskrise zur akuten Umweltkrise könnte "Konjunkturprogramm" lauten.

Sonntag, 9. November 2008

Der Kindheit seltsam fremde Früchte. Zu "Strange Fruit" von George Monbiot

"Die dümmsten Verbraucher kaufen die dicksten Erdbeeren" schrieb ich auf meiner Webseite mit Links zum Thema "Italien". (Mit Italien hat das relativ wenig zu tun; es kam mir dort im Zusammenhang mit dem Kapitel "Sprichwörter" in den Sinn.)

Meinen Kommentar zu Barack Obama und zur europäischen Obamania 'klaue' ich mir von Jean Bricmont


Jean Bricmont ist Physiker, und mir sympathisch als Ko-Autor des Buches "Fashionable Nonsense", gemeinsam mit Alan Sokal, ebenfalls Physiker, der den Philosophen, bzw. genauer: den postmodernen Dummschwätzern unter den Philosophen, im Jahre 1996 mit einem Nonsense-Papier "Transgressing the Boundaries: Towards a Transformative Hermeneutics of Quantum Gravity" einen genialen Streich gespielt hatte ("Sokal-Affair").

Überbevölkerung (Carrying Capacity, Overpopulation, Tragfähigkeit der Erde): kommentierte Linksammlung

 
BEGRIFFE:

- "BENIGN DEMOGRAPHIC TRANSITION THEORY" nennt man anscheinend die Annahme, dass mit wachsendem Wohlstand das Wachstum der Bevölkerung zurückgeht (durch ein gütiges Wirken von Rückkopplungsmechanismen). (Interpretierend übersetzen könnte man z. B. mit: "Theorie der wohlstandsinduzierten Bevölkerungsanpassung") Mir ist nicht klar, ob damit auch ein absoluter Bevölkerungsrückgang gemeint ist; in Deutschland haben wir zwar eine solche Situation, doch sehen wir auch, wie Gesellschaft und Politik diese natürliche und sozusagen von der Natur gut gemeinte Bevölkerungsabnahme mit Brachialgewalt und Milliarden an Sterntalern wieder umzukehren versucht: andere Länder werden bzw. würden wohl nicht anders reagieren.
Aber nicht hauptsächlich mit Blick auf diese Erfahrung wurden schon lange Zweifel an dieser Theorie einer natürlichen Anpassung der Bevölkerung an die Tragfähigkeit der Erde geäußert.
Garret Hardin (s. u.) schreibt in "The Tragedy of the Unmanaged Commons: Population and the disguises of Providence" (aus "Commons Without Tragedy" -Sammelband? - 1991 herausgegeben von Robert V. Andelson) (hier zitiert nach der Wiedergabe in dem Weblog eines Bill Totten):
"If the world has limits - which is the only reasonable assumption - terrestrial population growth must eventually come to an end as the aggregate fertility rate once more becomes equal to the aggregate mortality rate. For both to be high, or both low, would equally well bring the transition to a close, but transitionists assume that both will be low: that is the reason for calling the theory they support the Benign Demographic Transition Theory. As used in argumentation the theory implied that making people rich and comfortable would remove the threat of overpopulation.
By 1969 a widely used population textbook called transition theory 'one of the best documented generalizations in the social sciences' {20}. Only a few years later the demographer Michael Teitelbaum expressed serious doubts: 'its explanatory power has come into increasing scientific doubt at the very time that it is achieving its greatest acceptance by nonscientists' {21}. In 1985 Teitelbaum and Winter spelled out a more forceful criticism: 'It is doubtful whether this theory was ever truly a theory at all (that is, a set of hypotheses with predictive force) ...' {22}.
The literature undercutting the Benign Demographic Transition theory grows ever larger
."
Ebenfalls kritisch äußern sich Leon Kolankiewicz and Roy Beck vom US-amerikanischen "Center for Immigration Studies" in ihrer Studie (2001) "Forsaking Fundamentals. The Environmental Establishment Abandons U.S. Population Stabilization":
".. frequent births, large families, and rapid population growth themselves hinder the emancipation of women toward educational and employment opportunities. By the time women have achieved a social status acceptable to their advocates, populations may well have doubled, tripled, or quadrupled. Moreover, as anthropologist Virginia Abernethy points out, higher educational attainment (to cite one favored goal) is not a guarantee of reduced fertility. "In some parts of Africa, even highly educated women who are unemployed or marginally employed continue to bear many children," she writes.77 Abernethy also marshals compelling evidence questioning the comfortable assumptions of the popular "benign demographic transition" theory that has dominated professional demography and international development assistance efforts for decades. This theory holds that birth rates will come down of their own accord as societies develop. "Development is the best contraceptive," went the mantra at the first U.N. conference on population in Bucharest in 1974. Abernethy argues that signs of opportunity or prosperity — such as better child survival, land redistribution programs, political revolutions, indiscriminate foreign aid, opportunities to emigrate, and income increases — instead of reducing fertility, actually tend to raise it. America’s own baby boom during the booming post-World War II period is one prominent example of this phenomenon."

Samstag, 8. November 2008

Finanzkrise: Linksammlung von Prognosen


Hinweis (erg. 1.1.2018):
Vorliegend geht es um Prognosen aus der Zeit der Finanzkrise für die mutmaßliche weitere wirtschaftliche Entwicklung.
Vorhersagen der Krise aus der Zeit davor (also vor 2007) habe ich in dem Blott "Die Krakenarme der Finanzkrise kriechen auf unseren Kontinent" vom 29.09.2008 ff. gesammelt.
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Die Idee kam mir bei der Lektüre des Interviews "Wirtschaftlicher Selbstmord" der Wirtschaftswoche (vom 01.11.08; Interviewpartner Matthias Kamp) mit dem "Investmentguru" Marc Faber: Prognosen (Voraussagen, Vorhersagen) über den weiteren Verlauf der aktuellen Wirtschaftskrise zu sammeln.

Freitag, 31. Oktober 2008

Es braust ein Ruf wie Donnerhall: Es herbstet in Bad Reichenhall!

Hätte ich den Blog-Tittel "Der Herbst entfaltet seine Pracht, derweil es an den Börsen kracht" nicht schon früher (für einen Bild-Eintrag über 'Bad' Gersfeld) vergeben, könnte ich ihn für das nachfolgende Bilderbuch über unseren Herbsturlaub (vom 12. - 26.10.2008) verwenden.

Jedenfalls: wir hatten ein außerordentliches Glück mit dem Wetter; dafür würde ich mich auch gern bei Petrus bedanken, hätte ich nur dessen E-Mail-Adresse zur Hand.

Glück im Unglück hatten wir allerdings bei einer Busfahrt ins Salzkammergut am Mittwoch, 15.10.2008: nach 10 Minuten war die Fahrt für die 15 Reisegäste bereits zu Ende.

Ob die "Schlafende Hexe" dran schuld war?
Deren Bild sehen wir hier von Norden, eigentlich von der "verkehrten" Seite, aber auch aus dieser Richtung sind die Konturen des Hexengesichts - am linken Bildrand - erkennbar. [Deutlicher wird die Bezeichnung bei einem Blick von Süden, aus Richtung Berchtesgaden. Den haben wir zwar auch genossen, konnten aber kein Foto schießen, weil wir im Reisebus saßen. Stattdessen hier ein Link zu einem eindrucksvollen Foto des 'Gesichtes'; und auf diesem Bild erkennt der Betrachter (mit ein wenig Phantasie) auch die Brust, den Bauchnabel und die angezogenen Beine.]

Der Verlust der Mitte: Beispiel Adventskalender

Adventskalender bekommt man,
bei Aldi wie auch sonst überall, entweder spottbillig (da taugt die Schokoladenfüllung dann auch nicht viel) oder teuer (im Handel gibt es auch noch weitaus teurere als die für 4,59 €, z. B. mit Spirituosenfläschchen gefüllte).

Ich würde gern sagen wir mal 2,- € hinlegen für einen liebevoll gemachten und mit qualitativ guter Schokolade bestückten Adventskalender. So etwas gibt es aber nicht: entweder du nimmst den Schrott oder dein Portemonnaie wird zu Schrott.
Ob das ein Indiz für das häufig beklagte bzw. behauptete Verschwinden der Mittelschicht ist?
Wie auch immer: mich ärgert es.

Was man in Bad Reichenhall über den Kasinokapitalismus denkt


Subtile Kommentare zur aktuellen Finanzmarktkrise (Finanzkrise): die Alzheimer-Gesellschaft tagt im Gebäude des Reichenhaller Spielkasinos (Kurgastzentrum).

Dienstag, 28. Oktober 2008

Finanzmarktkrise, Finanzkrise? Nein: Rohstoffkrise! Notenbanken, Geldpolitik und Konjunkturpakete sind deshalb am Ende


Es liegt auf der Hand, dass das amerikanische Wirtschaftssystem 'Schuldenmajor' auf Dauer nicht funktionieren kann (vgl. dazu als zufälliges Beispiel die Beiträge (vom 02.11.07 -sehr spaßig!- und vom Sept./Okt. 2008) eines gewissen Moritz Nauer, der wiederum auf anglophonen - vermutlich amerikanischen Internettexten bzw. Internetvideos beruht). Das Spiel wäre aber vermutlich noch eine ganze Weile länger gelaufen (oder etwas weniger unsanft ausgelaufen), hätten nicht die steigenden Rohstoffpreise, an erster Stelle natürlich der Ölpreis, den (amerikanischen) Konsumenten das Geld aus der Tasche gezogen.
[Das "Levy Economics Institute of Bard College", frühere Wirkungsstätte des jetzt posthum berühmt gewordenen 'Krisenpropheten' Hyman Minsky, stellt seit Jahren eine Fülle von Veröffentlichungen in verschiedenen Kategorien - kurzgefasste Vorschläge für die Politik, allgemein verständliche Texte, wissenschaftliche Arbeiten usw. - zur Wirtschaft und Wirtschaftspolitik, speziell natürlich der USA, ins Netz, darunter auch zahlreiche über die Verschuldung des Staates und der Verbraucher. Ich habe mir das noch nicht näher angeschaut, kenne also auch die Tendenz nicht. Hier jedenfalls die Links zu einer Übersicht der verschiedenen Veröffentlichungskategorien und hier die verschiedenen Arten von Veröffentlichungen zum Thema "Monetary Policy and Financial Structure", also aktuell zur Finanzkrise und Konjunkturkrise.]

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Finanzkrise (Finanzmarktkrise): Ist BEN BERNANKE BESCHEUERT oder ist Burkhardt Brinkmann blöd?

09.10.08 ff.
[Hervorhebungen jeweils von mir]
 
Ben Bernanke, "Chairman of the Board of Governors of the Federal Reserve System" also Präsident der kurz "Fed" genannten US-amerikanischen Zentralbank (Notenbank) hat den Hubschrauber aufsteigen lassen. Das war mein spontaner Gedanke, als ich im Handelsblatt die Überschrift "Kollaps der Geld- und Kreditmärkte. US-Notenbank vergibt Kredit ohne Sicherheit" vom 07.10.08 las. Einleitung:

Samstag, 4. Oktober 2008

Natur und Finanzkrise: Der Herbst entfaltet seine Pracht, derweil es an den Börsen kracht!?


Es könnte sein, dass sich Deutschland noch lange an diesen Goldenen Oktober erinnern wird. Oder seinen Verlust betrauern.
Je nachdem, ob und wie stark die aktuelle Finanzmarktkrise auf die Realwirtschaft durchschlägt.

Nicht das, was ich von denen erwartet hätte: Werbung für Zeit-Literaturbeilage ein Plagiat?

Die Werbung, an Frankfurter U-Bahn-Stationen vor vielleicht einem halben oder einem Jahr massiv plakatiert, hatte mich beeindruckt. Nicht die für die "Zeit", sondern für das Jüdische Museum Berlin. Da kroch z. B. aus einem Fahrradreifen eine Korallenschlange heraus, in der stacheligen Fruchthülle einer Kastanie steckte ein Golfball und der Anschnitt einer Kokosnuss förderte die Innerei einer Apfelsine zu Tage. (Auf der Homepage des Jüdischen Museums Berlin sind einige der Poster abgebildet; bedauerlicher Weise sehr klein. Leider habe ich es auch versäumt, auf dem Weg zur Arbeit die Digitalkamera mitzunehmen, und dann an einer Haltestelle auszusteigen und die Werbeplakate zu fotografieren. Indes: für Reue ist es nun zu spät.) Die Bilder wurden jeweils von dem Slogan begleitet "Nicht das, was Sie erwarten".

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Amerikas Politiker verhätscheln die Reichen


- erzählt man uns, und will uns Glauben machen, dass das bei uns völlig anders sei.
Manchmal kommen aber beiläufig Informationen zum Vorschein, bei denen man es ganz anders liest.

So berichtet z. B. Joschka Fischer, der ja neun Monate Gastprofessor in Princeton war, in dem Zeit-Interview "Ich bin immer noch ein Linker!" (v. 14.08.08):
"Und wissen Sie, was ich außerdem festgestellt habe: Die These vom Niedrigsteuerstaat USA ist schlichter Unfug.
ZEIT: Wieso das?
Fischer: Na, ich habe mir einfach angeschaut, was ich an Steuern zu bezahlen hatte, pfff, also da muss ich sagen, in etwa wie bei uns, nur hierzulande mit wesentlich besserer sozialer Sicherung."


Noch interessanter ist eine Information, die en passant in einen FAZ-Artikel über die Finanzkrise ("Senat riskiert viel - und ändert wenig" - 01.10.08) eingeflossen ist:

Montag, 29. September 2008

Die Krakenarme der Finanzkrise kriechen auf unseren Kontinent


Die Welt hat wahrscheinlich nicht darauf gewartet - dass auch ich mich zur Finanzkrise äußere. Dies um so weniger, als ich die Vorgänge ohnehin nicht verstehe.
Aber "Blog" ist ja nicht umsonst die Abkürzung von Web-Log: ein öffentliches Logbuch der eigenen Wahrnehmungen und Gedanken.
Daher hier, mehr "pro memoriam" für mich selbst als für die Welt, einige ungeordnete Notizen zur weltweiten Krise.

Samstag, 27. September 2008

Recycling?

 
"Für Ihren Vierbeiner empfehlen wir Hundewurst": Plakat, neulich gesehen beim Metzger in Mainz.


Textstand vom 27.09.2008. Auf meiner Webseite
http://www.beltwild.de/drusenreich_eins.htm
finden Sie eine Gesamtübersicht meiner Blog-Einträge (Blotts).
Soweit die Blotts Bilder enthalten, können diese durch Anklicken vergrößert werden.

Sonntag, 21. September 2008

Ein Wochenende in Hirschhorn. Mit Thermentest Bad Wimpfen, Bad Rappenau.

Durch welchen Vergleich kann ich meinen Leserinnen und Lesern ein anschauliches Bild vom Ortskern der kleinen Stadt Bad Rappenau [hier eine mehr touristisch orientierte, sehr gelungene Beschreibung] vor Augen führen?