Der Zeitschrift Computer Bild, bzw. einem dort angebotenen PC-Putz-Programm habe ich es zu verdanken, dass ich heute als "doppelt gespeicherte Datei" auf Notizen über Oswald Spengler stieß, die ich im Jahre 2005 abgefasst, aber nie zu einem runden Aufsatz vollendet hatte.
Sonntag, 8. Mai 2011
Sonntag, 1. Mai 2011
Steuergelder klauen für Flughafen Hof-Plauen? Wie sich Horst Seehofer für Geldverschwendung engagiert und die Erderwärmung vorantreibt. (Und FDP Wirtschaftsminister Martin Zeil ihm dabei hilft)
Einen der ausführlichsten und informativsten Berichte über die Vorgänge fand ich in dem Magazin "DMM - Der Mobilitätsmanager" über bzw. für Geschäftsreisen(de). Dort wird unter dem 30.04.2011 gemeldet: "Flughafen Hof/Plauen mit Steuermillionen gerettet" (meine Hervorhebungen):
"Staatsregierung und die beteiligten oberfränkischen Kommunen erhöhen ihren Zuschuss um 1,3 Mio Euro, wie Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) am Freitag nach einem Gespräch in der Münchner Staatskanzlei sagte. Insgesamt kostet der Spaß den Steuerzahler rund 3,5 Mio. Euro. Übersetzt auf die 14.000 Passagiere heißt das, dass jede einzelne Buchung auf dieser Strecke [Frankfurt-Hof, die einzige Strecke, die von hier aus regulär beflogen wird] mit 200 Euro subventioniert ist. Ein Irrsinn, wie Fachleute meinen. ... Eine Studie, die auch wieder eine Menge Geld verschlingt, soll klären, ob es für den Flugplatz eine dauerhafte Zukunftsperspektive gibt. Der Bayerische Ministerpräsident begründete die höheren Subventionen mit „übergeordneten strukturpolitischen und landesplanerischen Gründen, sprich damit, dass Oberfranken schlechter dasteht als die meisten anderen bayerischen Regionen. Von einem guten Zeichen für die Region spricht der Hofer SPD-Landrat Bernd Hering, ähnlich äußerte sich der Hofer Oberbürgermeister Harald Fichtner. ... Auch Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) erklärte sich mit den höheren Subventionen einverstanden. ... Der Flugbetrieb am nur 20 Minuten * vom größeren nordbayerischen Airport Nürnberg entfernten kleinen Regionalflugplatz Hof/Plauen ist seit jeher chronisch defizitär. Unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten müsste Hof/Plauen längst dicht gemacht sein. 2008 nutzten die Verbindung nach Frankfurt 25.000 Passagiere, 2010 nur noch 14.000. Der Rückgang der Passagierzahlen ist u.a. darauf zurückzuführen, dass [die mit den Subventionen bezuschusste Fluggesellschaft] Cirrus 2010 viele Flüge ausfallen ließ."
* Diese Angabe ist falsch; lt. Google-Routenplaner sind es ca. 1 Std. und 20 Minuten (ca. 140 km Entfernung)!
Selbst die Betreibergesellschaft des Flughafens, die Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co. KG, scheint sich über solche Großzügigkeit zu wundern. So jedenfalls klingt das in meinen Ohren, wenn ich auf der Flughafen-Webseite unter "Aktuelles" lese:
"Mit dem Flughafen Hof Plauen und dem Linienverkehr nach Frankfurt geht es weiter. Und das ist dem Freistaat auch was wert: Zum einen bekommen die Träger des verlustreichen Airports mehr Geld – etwa 70.000 Euro pro Jahr. Und auch die Linie wird stärker gefördert – zu den jährlichen 2,3 Millionen Subventionen packt der bayerische Steuerzahler eine weitere halbe Million on top."
"Staatsregierung und die beteiligten oberfränkischen Kommunen erhöhen ihren Zuschuss um 1,3 Mio Euro, wie Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) am Freitag nach einem Gespräch in der Münchner Staatskanzlei sagte. Insgesamt kostet der Spaß den Steuerzahler rund 3,5 Mio. Euro. Übersetzt auf die 14.000 Passagiere heißt das, dass jede einzelne Buchung auf dieser Strecke [Frankfurt-Hof, die einzige Strecke, die von hier aus regulär beflogen wird] mit 200 Euro subventioniert ist. Ein Irrsinn, wie Fachleute meinen. ... Eine Studie, die auch wieder eine Menge Geld verschlingt, soll klären, ob es für den Flugplatz eine dauerhafte Zukunftsperspektive gibt. Der Bayerische Ministerpräsident begründete die höheren Subventionen mit „übergeordneten strukturpolitischen und landesplanerischen Gründen, sprich damit, dass Oberfranken schlechter dasteht als die meisten anderen bayerischen Regionen. Von einem guten Zeichen für die Region spricht der Hofer SPD-Landrat Bernd Hering, ähnlich äußerte sich der Hofer Oberbürgermeister Harald Fichtner. ... Auch Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) erklärte sich mit den höheren Subventionen einverstanden. ... Der Flugbetrieb am nur 20 Minuten * vom größeren nordbayerischen Airport Nürnberg entfernten kleinen Regionalflugplatz Hof/Plauen ist seit jeher chronisch defizitär. Unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten müsste Hof/Plauen längst dicht gemacht sein. 2008 nutzten die Verbindung nach Frankfurt 25.000 Passagiere, 2010 nur noch 14.000. Der Rückgang der Passagierzahlen ist u.a. darauf zurückzuführen, dass [die mit den Subventionen bezuschusste Fluggesellschaft] Cirrus 2010 viele Flüge ausfallen ließ."
* Diese Angabe ist falsch; lt. Google-Routenplaner sind es ca. 1 Std. und 20 Minuten (ca. 140 km Entfernung)!
Selbst die Betreibergesellschaft des Flughafens, die Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co. KG, scheint sich über solche Großzügigkeit zu wundern. So jedenfalls klingt das in meinen Ohren, wenn ich auf der Flughafen-Webseite unter "Aktuelles" lese:
"Mit dem Flughafen Hof Plauen und dem Linienverkehr nach Frankfurt geht es weiter. Und das ist dem Freistaat auch was wert: Zum einen bekommen die Träger des verlustreichen Airports mehr Geld – etwa 70.000 Euro pro Jahr. Und auch die Linie wird stärker gefördert – zu den jährlichen 2,3 Millionen Subventionen packt der bayerische Steuerzahler eine weitere halbe Million on top."
Samstag, 30. April 2011
US-UN-Botschafterin Susan Rice nimmt Viagra für den Kampf gegen Gaddafi!
Natürlich hat sie nicht die Pille geschluckt - die würde ihr als Frau wenig nützen - sondern das Wort instrumentalisiert. So berichtete z. B. die FAZ am 29.04.11 unter der Überschrift "Libyen. Gaddafi soll Viagra ausgegeben haben" (meine Hervorhebung):
"Die amerikanische UN-Botschafterin Susan Rice hat in einer geschlossenen Sitzung des UN-Sicherheitsrates den Truppen des libyschen Diktators Muammar al Gaddafi vorgeworfen, im Kampf gegen den Aufständischen gezielt sexuelle Gewalt gegen Frauen einzusetzen.
Gaddafis Soldaten würden mit der Potenzpille Viagra versorgt, damit sie Frauen vergewaltigen könnten, sagte Frau Rice nach Angaben mehrerer Diplomaten, die an der Sitzung des Rates hinter verschlossenen Türen teilnahmen."Das wirft eine Reihe von Fragen auf:
Samstag, 23. April 2011
Fehler, Schwindel, Kaffeesatz: Die Studie "WAS STROM WIRKLICH KOSTET" des "Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V. (FÖS; Auftraggeber: Greenpeace Energy eG) im Analysefilter
"Sage mir, wer sie bezahlt hat, und ich sage dir, was drin steht".
Das war z. B. so bei einem Anwaltsgutachten, das die Stadtverwaltung Duisburg von einem Verschulden an der Katastrophe bei der Loveparade reinwaschen sollte (vgl. meinen Blott "Wahrheit, Lüge, Rechtsgutachten: Zwischenbericht UNTERSUCHUNG DES VERWALTUNGSHANDELNS AUF SEITEN DER STADT DUISBURG ANLÄSSLICH DER LOVEPARADE"), und das ist vorliegend nicht anders.
Auftraggeber der hier zu untersuchende Studie "WAS STROM WIRKLICH KOSTET", die von dem Berliner Verein (Forschungsinstitut?) Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) angefertigt wurde, ist die Energiegenossenschaft Greenpeace Energy eG. Wo Greenpeace draufsteht, steckt auch Greenpeace-Ideologie drin. Es ist also klar, dass die erneuerbaren Energien nach Kräften billig, die konventionellen nach Kräften teuer gerechnet werden, und dass eine solche Studie natürlich den "Beweis" erbringen muss, dass Atomstrom am teuersten ist.
Die spannende Frage ist in solchen Fällen nicht die nach der Wahrheit, sondern auf welchen Wegen man das vorgegebene Ziel 'wissenschaftlich' erreicht hat.
Nun bin ich weder Energieexperte noch Ökonom; trotzdem hat es mich gereizt zu schauen, wie weit ich, sozusagen mit den intellektuellen Bordmitteln des gesunden Menschenverstandes, diese Art von 'Wissenschaft' dekonstruieren kann.
Samstag, 16. April 2011
Kosten-Berechnung der Energiewende: Tipps für Täuscher und Selbstbetrüger
Nachdem die Anti-Atom-Hysterie in Deutschland ist ein wenig abgeklungen ist (nicht wg. besser Einsicht, sondern weil sie politisch vollauf gesiegt hat), fängt nun doch der eine oder die andere an, sich Gedanken über die Kosten zu machen. (In anderen Ländern stehen die Kosten - und die Versorgungssicherheit - sowieso weitaus stärker im Fokus: vgl. etwa den STERN-Artikel "Atomkatastrophe in Japan: Atomausstieg nur in Deutschland ein großes Thema" vom 15.03.11).
Samstag, 19. März 2011
Libyen / Gaddafi: Deutsche Presse hetzt zum Krieg - GRÜNE greifen gierig zum Gewehr (SPD läuft hinterher) - Hurrah-Journaille giftet gegen Regierung (und damit erneut gegen Deutsches Volk)
Das aber nur unter -2- Bedingungen:
- Der Krieg muss im wohlverstandenen deutschen Interesse liegen und
- Wenn man schon in den Krieg zieht, muss man ihn gewinnen wollen, und alle dafür erforderlichen Maßnahmen unternehmen, bzw., aus anderer Perspektive betrachtet, hinterher auch akzeptieren.
Donnerstag, 17. März 2011
Anti-Atom-Stampede: Noch ist nicht bei allen Deutschen die Gehirnkühlung lädiert
Den intelligentesten Kommentar zum Nutzen-Risiko-Verhältnis von Kernenergie, den ich gelesen habe, hat der Leser Dietmar Fleischhauer (dfleischhauer) auf FAZ.Net abgegeben.
Sein Anknüpfungspunkt war ein schon für sich sehr interessanter Artikel des Bielefelder Historikers Joachim Radkau. [Aus der auf seiner Homepages veröffentlichten Vita entnehmen wir: "Seit 1974 - zunächst noch fasziniert und unbeeinflußt von dem beginnenden Atomkonflikt - Forschungen zur Geschichte der Kerntechnik, aus denen die Habilitationsschrift „Aufstieg und Krise der deutschen Atomwirtschaft“ (1981, 1983 als Buch veröffentlicht) entstand. Seit 1980 Professor an der Fakultät für Geschichtswissenschaft und Philosophie der Universität Bielefeld." ]
Unter der Überschrift "Japans Umweltaktivisten. Beim nächsten Beben wird alles anders" versucht er dort, die Gründe für die Unterschiede zwischen dem japanischen, deutschen und amerikanischen Umweltbewusstsein und entsprechend den Zielsetzungen der jeweiligen Umweltbewegungen herauszufinden. In der Tat ist es ja ziemlich rätselhaft, "warum es keine breite japanische Anti-Atomkraft-Bewegung gibt, Japan war das erste und bislang einzige Opfer der Atomwaffen; seine engen Ebenen sind viel dichter besiedelt als die Bundesrepublik und schon gar die Vereinigten Staaten, und dass Japan eines der erdbebenreichsten Länder der Welt ist, weiß man nicht erst seit letztem Freitag."
Ich bin mir nicht sicher, ob ihm das gelungen ist, aber sehr anregend ist die Lektüre allemal, weil er auf jeden Fall eine Fülle an Informationen bietet*.
Der Leser Dietmar Fleischhauer knüpft in seinem Kommentar (15.03., 16.20 h) an einen Vergleich Radkaus zwischen den Reaktionen in Haiti einerseits und andererseits in Japan auf die jeweiligen dortigen Erdbeben an:
Sein Anknüpfungspunkt war ein schon für sich sehr interessanter Artikel des Bielefelder Historikers Joachim Radkau. [Aus der auf seiner Homepages veröffentlichten Vita entnehmen wir: "Seit 1974 - zunächst noch fasziniert und unbeeinflußt von dem beginnenden Atomkonflikt - Forschungen zur Geschichte der Kerntechnik, aus denen die Habilitationsschrift „Aufstieg und Krise der deutschen Atomwirtschaft“ (1981, 1983 als Buch veröffentlicht) entstand. Seit 1980 Professor an der Fakultät für Geschichtswissenschaft und Philosophie der Universität Bielefeld." ]
Unter der Überschrift "Japans Umweltaktivisten. Beim nächsten Beben wird alles anders" versucht er dort, die Gründe für die Unterschiede zwischen dem japanischen, deutschen und amerikanischen Umweltbewusstsein und entsprechend den Zielsetzungen der jeweiligen Umweltbewegungen herauszufinden. In der Tat ist es ja ziemlich rätselhaft, "warum es keine breite japanische Anti-Atomkraft-Bewegung gibt, Japan war das erste und bislang einzige Opfer der Atomwaffen; seine engen Ebenen sind viel dichter besiedelt als die Bundesrepublik und schon gar die Vereinigten Staaten, und dass Japan eines der erdbebenreichsten Länder der Welt ist, weiß man nicht erst seit letztem Freitag."
Ich bin mir nicht sicher, ob ihm das gelungen ist, aber sehr anregend ist die Lektüre allemal, weil er auf jeden Fall eine Fülle an Informationen bietet*.
Der Leser Dietmar Fleischhauer knüpft in seinem Kommentar (15.03., 16.20 h) an einen Vergleich Radkaus zwischen den Reaktionen in Haiti einerseits und andererseits in Japan auf die jeweiligen dortigen Erdbeben an:
Mittwoch, 9. März 2011
Scheiße schaufeln schafft Arbeitsplätze! Gegen ökonomische Verlogenheit als Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele.
Wer immer dem Volk eine Leistung andrehen - und Geld abnehmen - will, rechnet den in Sachen Volkswirtschaftslehre weitgehend analphabetischen Massen (und die dürften sogar auch einen Großteil der Politiker einschließen) vor, wie viele Arbeitsplätze man schaffen könnte, wenn man Geld für ... ausgibt.
Samstag, 5. März 2011
Sesselkleber Karl-Theodor zu Guttenberg? Oder: Auch die Spießgesellen stellen!
Kritik am Verhalten von Angela Merkel und Horst Seehofer in der Plagiatsaffäre um die Doktorarbeit (Dissertation) des (in beiden Funktionen) zurückgetretenen ehemaligen Verteidigungsministers und Bundestagsabgeordneten Karl-Theodor zu Guttenberg findet man in den Medien zuhauf.
Was aber fehlt (zumindest habe ich noch nichts derartiges gelesen) ist eine Analyse des Zusammenhangs zwischen der skandalös verzögerten Rücktrittsentscheidung Guttenbergs und dem Verhalten von, oder präziser: seinen Gesprächen mit, Angela Merkel und Horst Seehofer.
Guttenbergs seinerzeitiger Kampf um das Verbleiben im Amt, und damit die Entwicklung des "Falles" zum wochenlangen "Skandal" wird ohne diesen Hintergrund nicht im vollen Umfang verständlich; er war eben nicht allein Guttenbergs Ehrgeiz oder Machttrieb geschuldet.
Was aber fehlt (zumindest habe ich noch nichts derartiges gelesen) ist eine Analyse des Zusammenhangs zwischen der skandalös verzögerten Rücktrittsentscheidung Guttenbergs und dem Verhalten von, oder präziser: seinen Gesprächen mit, Angela Merkel und Horst Seehofer.
Guttenbergs seinerzeitiger Kampf um das Verbleiben im Amt, und damit die Entwicklung des "Falles" zum wochenlangen "Skandal" wird ohne diesen Hintergrund nicht im vollen Umfang verständlich; er war eben nicht allein Guttenbergs Ehrgeiz oder Machttrieb geschuldet.
Donnerstag, 3. März 2011
Plagiatsskandal um Großplagiator Karl-Theodor zu Guttenberg muss 3 Nachspiele haben: für Großkumpan Horst Seehofer, für Staatsanwaltschaft Hof und für die Wissenschaftsorganisation
Großpopulist Horst Seehofer tönte am 2.3.11 in dem BILD-Interview von Einar Koch u. d. T. "Seehofer nennt Kritik an Guttenberg unsolidarisch":
"Zunächst einmal danke ich der Kanzlerin dafür, dass sie bis zuletzt eindeutig und klar zum Verteidigungsminister gestanden hat. Ein paar andere in der CDU haben sich dagegen völlig unangemessen über Karl-Theodor zu Guttenberg geäußert. Das war nicht solidarisch!
Zum Selbstverständnis der Union sollte gehören, dass man den eigenen Leuten beisteht, ihnen nicht öffentlich in den Rücken fällt. Die Äußerungen von Frau Schavan und Herrn Lammert waren nicht in Ordnung!
Als ich Anfang der Woche davon hörte, war mein Blutdruck deutlich gestiegen. Darüber wird noch zu reden sein – ich habe mir das auf Wiedervorlage gelegt."
Diese Worte des Bayern-Berlusconi sollten wir Wähler uns auf Wiedervorlage legen!
"Zunächst einmal danke ich der Kanzlerin dafür, dass sie bis zuletzt eindeutig und klar zum Verteidigungsminister gestanden hat. Ein paar andere in der CDU haben sich dagegen völlig unangemessen über Karl-Theodor zu Guttenberg geäußert. Das war nicht solidarisch!
Zum Selbstverständnis der Union sollte gehören, dass man den eigenen Leuten beisteht, ihnen nicht öffentlich in den Rücken fällt. Die Äußerungen von Frau Schavan und Herrn Lammert waren nicht in Ordnung!
Als ich Anfang der Woche davon hörte, war mein Blutdruck deutlich gestiegen. Darüber wird noch zu reden sein – ich habe mir das auf Wiedervorlage gelegt."
Diese Worte des Bayern-Berlusconi sollten wir Wähler uns auf Wiedervorlage legen!
Sonntag, 27. Februar 2011
Mein Kommentar zur Doktorarbeit unseres derzeitigen Verteidigungsministers Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg
Zunächst einmal [um Plagiatsvorwürfen vorzubeugen ;-) ] eine Quellenangabe zu meiner o. a. Angabe der vollständigen Vornamen unseres derzeitigen (noch) Verteidigungsministers: das ist natürlich die Wikipedia.
Mein Eingangssatz klingt bezüglich der Plagiatsvorwürfe etwas schnodderig und könnte den Eindruck erwecken, dass ich die Vorwürfe gegen Karl-Theodor zu Guttenberg, wonach seine Dissertation „Verfassung und Verfassungsvertrag. Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU“ - vorsichtig formuliert - nicht den wissenschaftlichen Standards entspricht (weswegen die Universität Bayreuth ihm ja auch den Doktortitel aberkannt hat) für weniger wichtig halte.
Das ist jedoch nicht der Fall;
Mein Eingangssatz klingt bezüglich der Plagiatsvorwürfe etwas schnodderig und könnte den Eindruck erwecken, dass ich die Vorwürfe gegen Karl-Theodor zu Guttenberg, wonach seine Dissertation „Verfassung und Verfassungsvertrag. Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU“ - vorsichtig formuliert - nicht den wissenschaftlichen Standards entspricht (weswegen die Universität Bayreuth ihm ja auch den Doktortitel aberkannt hat) für weniger wichtig halte.
Das ist jedoch nicht der Fall;
Sonntag, 13. Februar 2011
Axel Webers Bundesbank-Rücktritt entschleiert deutschen Medien-Bullshit (und zugleich die Transusigkeit der deutschen Blogosphäre)
Das nicht, weil ich nun Rentner bin und Rentner bekanntlich nie Zeit haben.
Sondern weil ich mitten im Umzug ins KiniCounty stecke.
Doch kann ich nicht schweigend abseits stehen bei dieser Kanonade von verbalem Talmi, welches die deutschen Meinungsmacher gegen Axel Weber - und damit letztendlich gegen die von ihm vertretenen geldpolitischen Prinzipien - abfeuern.
Mittwoch, 22. Dezember 2010
Schlüsselbund tut Abschied kund
Es war eigentlich wie immer, als ich heute abend heimkam: Die Anspannung des Arbeitstages hatte sich noch nicht gelegt (und der obligate Starbucks-Kaffee hatte natürlich auch nicht zur Entspannung beigetragen).
Und doch habe ich nunmehr die sichere Gewissheit, dass ich ab morgen (zunächst in Urlaub und dann:) verrentet bin. Woher ich das so genau weiß?
Und doch habe ich nunmehr die sichere Gewissheit, dass ich ab morgen (zunächst in Urlaub und dann:) verrentet bin. Woher ich das so genau weiß?
Freitag, 17. Dezember 2010
WELT-Exklusiv: Interview mit luxemburgischem Außenminister Jean Asselborn aus Finanzmarkt-Rotwelsch in Steuerzahler-Deutsch übersetzt!
"Luxemburgs Außenminister Asselborn warnt Deutschland vor einem 'Machtanspruch, der Arroganz ausdrückt'. Die kleinen EU-Länder fühlten sich bevormundet."
Der Text ist jedoch nur scheinbar verständlich. In Wirklichkeit verwendet Jean Asselborn eine Codesprache, die unterschiedlichen Lesern verschiedene Signale gibt:
Dienstag, 14. Dezember 2010
Das Italien, das wir liebten - war eine Illusion. Immer schon.
Italien wird es verwinden, wenn ich es nicht mehr liebe. Schon mehrfach habe ich das konstatiert, und auch andere verabschieden sich nun gedanklich von jenem Land, das eine derart unerfreuliche Figur wie Silvio Berlusconi zum Ministerpräsidenten macht bzw. als solchen hinnimmt.
Montag, 13. Dezember 2010
Vergewaltigung, CIA-Verschwörung, Feminismus: Julian Assange (Wikileaks) zwischen verruchtem Landei und gehörntem Engelsgesicht
Achtung: aktuell unbedingt meine Linkhinweise unten im Nachtrag vom 19.12.10 beachten!
Von den Wikileak-Veröffentlichungen habe ich gelegentlich etwas mitbekommen, ohne mich aber näher dafür zu interessieren: was ich davon gehört habe, war mir einfach zu banal, um mein Interesse zu wecken*. Und Julian Assange ist in meinen Augen zwar 'kein Kostverächter' , ansonsten aber weder Held noch Anti-Held: er ist mir schlicht schnuppe. Doch begrüße ich selbstverständlich das Whistleblowing als Prinzip, etwa wenn es um Korruption geht, und somit finde ich es auch gut, dass es für derartige Insider-Informationen eine Internet-Plattform gibt, diesen breite Wirkung verleiht und den Informanten (zumindest theoretisch und auf der technischen Ebene) Anonymität ermöglicht.
[So sieht das auch ein Mark Pesce, der in seinem Debattenbeitrag "WikiLeaks a blueprint for things to come" vom 06.12.10 z. B. schreibt:
"It’s this triviality which has angered those in power. The mythology of power - that leaders are somehow more substantial, their concerns more elevated and lofty than us mere mortals, who must not question their motives - that mythology has been definitively busted. This is the final terminus of aristocracy; a process that began on July 14, 1789 came to a conclusive end on November 28, 2010. The new aristocracies of democracy have been smashed, trundled off to the guillotine of the internet, and beheaded."]
Was mich an diesem Fall reizt ist einfach der Drang, meine Kombinationsgabe zu üben,
Von den Wikileak-Veröffentlichungen habe ich gelegentlich etwas mitbekommen, ohne mich aber näher dafür zu interessieren: was ich davon gehört habe, war mir einfach zu banal, um mein Interesse zu wecken*. Und Julian Assange ist in meinen Augen zwar 'kein Kostverächter' , ansonsten aber weder Held noch Anti-Held: er ist mir schlicht schnuppe. Doch begrüße ich selbstverständlich das Whistleblowing als Prinzip, etwa wenn es um Korruption geht, und somit finde ich es auch gut, dass es für derartige Insider-Informationen eine Internet-Plattform gibt, diesen breite Wirkung verleiht und den Informanten (zumindest theoretisch und auf der technischen Ebene) Anonymität ermöglicht.
[So sieht das auch ein Mark Pesce, der in seinem Debattenbeitrag "WikiLeaks a blueprint for things to come" vom 06.12.10 z. B. schreibt:
"It’s this triviality which has angered those in power. The mythology of power - that leaders are somehow more substantial, their concerns more elevated and lofty than us mere mortals, who must not question their motives - that mythology has been definitively busted. This is the final terminus of aristocracy; a process that began on July 14, 1789 came to a conclusive end on November 28, 2010. The new aristocracies of democracy have been smashed, trundled off to the guillotine of the internet, and beheaded."]
Was mich an diesem Fall reizt ist einfach der Drang, meine Kombinationsgabe zu üben,
Samstag, 4. Dezember 2010
Nie war er so schön wie heute - der Weihnachtsmarkt in Bad Orb
Aber ganz besonders schön wurde er nur für uns (und einige andere Menschen, die dieses Refugium ebenfalls entdeckten) durch die Spessartbuchhandlung. Die, ohnehin in einem schönen alten Fachwerkhaus (dem linken der beiden schmucken Häuser)
gelegen, verfügt nämlich über einen alten Gewölbekeller. Der war zum Weihnachtsmarkt nicht nur festlich ausgeschmückt:
Dort musizierte an diesem Samstag Abend auch ein Zitherspieler.
Freitag, 3. Dezember 2010
Wolfgang Münchau: endlich auch schlau?
Seine Kolumne "Warum die Euro-Zone zerbricht" vom 02.12.10 wird (von der Redaktion?) einleitend so zusammengefasst:
Sonntag, 28. November 2010
Thilo der Waisenknabe
Aus gänzlich anderen Zusammenhängen (Rückverfolgung eines Suchzugriffs zu meinem Blott "Backfisch, Fuckbitch - oder Lonely Kraut?") kam ich heute zu Thomas Mauls [hier hat er übrigens einen Blog] Buch "Sex, Djihad und Despotie. Zur Kritik des Phallozentrismus" (2010, 262 Seiten, 20.-€. ISBN: 978-3-924627-96-6)
Und staunte Bauklötze: Da greift jemand, der offenkundig der Linken zuzurechnen ist, den Islam mit einer derart knallharten Kompromisslosigkeit an, dass mir (gewiss kein Fan dieser Religion) die Ohren schlackern.
"Seit dem 11. September 2001 wird in der westlichen Öffentlichkeit die Frage diskutiert, was der Islam mit dem weltweit agierenden Suizid- und Tugendterror zu tun hat, der in seinem Namen zuförderst gegen Juden, Frauen und Homosexuelle sich richtet. In Thomas Mauls kritischer Analyse des klassisch-schariatischen Geschlechterverhältnisses und der ihm entsprechenden Sexualpolitik im Spannungsfeld von Religion (Eschatologie, Ritualpraxis) und Gesellschaft (Patriarchalismus, orientalische Despotie, Djihad-Doktrin) erweist sich die Gemeinschaft der Gläubigen (Umma) als wesenhaft durch einen Phallozentrismus konstituiert, der in der Moderne notwendig in die Krise gerät. Die gegenwärtige barbarische Gewalt des Kollektivs ist damit nichts anderes denn eine anachronistisch-pathologische Verteidigung der im Verfall begriffenen Tradition und gilt in letzter Instanz immer dem (sexuell) selbstbestimmten Individuum"
fasst der Ca ira-Verlag (Freiburg) den Buchinhalt kurz zusammen.
Und staunte Bauklötze: Da greift jemand, der offenkundig der Linken zuzurechnen ist, den Islam mit einer derart knallharten Kompromisslosigkeit an, dass mir (gewiss kein Fan dieser Religion) die Ohren schlackern.
"Seit dem 11. September 2001 wird in der westlichen Öffentlichkeit die Frage diskutiert, was der Islam mit dem weltweit agierenden Suizid- und Tugendterror zu tun hat, der in seinem Namen zuförderst gegen Juden, Frauen und Homosexuelle sich richtet. In Thomas Mauls kritischer Analyse des klassisch-schariatischen Geschlechterverhältnisses und der ihm entsprechenden Sexualpolitik im Spannungsfeld von Religion (Eschatologie, Ritualpraxis) und Gesellschaft (Patriarchalismus, orientalische Despotie, Djihad-Doktrin) erweist sich die Gemeinschaft der Gläubigen (Umma) als wesenhaft durch einen Phallozentrismus konstituiert, der in der Moderne notwendig in die Krise gerät. Die gegenwärtige barbarische Gewalt des Kollektivs ist damit nichts anderes denn eine anachronistisch-pathologische Verteidigung der im Verfall begriffenen Tradition und gilt in letzter Instanz immer dem (sexuell) selbstbestimmten Individuum"
fasst der Ca ira-Verlag (Freiburg) den Buchinhalt kurz zusammen.
Montag, 8. November 2010
Solche "Philosophen" braucht das Kapital ..... damit die Polo-Proleten der Fett-Schicht weiterhin die Bugatti-Boliden subventionieren?
"Letztlich wurde die Krise ausgelöst durch wenige, selbstsüchtige Menschen" und kurz darauf noch einmal: "Die wenigen, die die Krise auf dem Gewissen haben" will David Richard Precht, Tierfreund und Liebes-Experte (und als sogenannter Philosoph bei mir schon früher im Niedergang der deutschen Philosophie bebloggt), uns in dem Interview "Unser System steht auf der Kippe" in der Wirtschaftswoche vom 13.10.2010 weismachen.
Sein Anti-Krisen-Rezept entspricht der Qualität seines ökonomischen Erkenntnisniveaus:
"Die Rückkehr zu einer Kultur des Anstands, zu einem unausgesprochenen moralischen Betragen, wie es bis heute in Japan gilt und wie wir es bis in die Achtzigerjahre des 20. Jahrhunderts auch in Deutschland hatten. Damals hat kein Dax-Chef mehr als eine Million Mark verdient."
Ja, ja, einige böse Boni-Banker haben die Krise verursacht, um Gottes willen doch nicht etwa das Geld-Zins-Wirtschaftssystem?
Samstag, 6. November 2010
Beltwild beehrt sich, die Geburt eines kleinen Brüderchens anzuzeigen!
Jauchzet, frohlocket, denn euch ist neulich ein neuer Blog geboren worden:
"Der Schwanbürger". Klein ist er noch, aber vom Aussehen her ein richtiges Wohlstandsbaby; kein Vergleich mit dem vorliegenden, ästhetisch eher dürftigen Blog CANABBAIA.
Prognosen sagen dem Schwanbürger ein starkes Wachstum etwa ab Frühjahr nächsten Jahres voraus.
Da kann man nur hoffen, dass kein Monster draus wird wie dieser Dinosaurier (bzw. genauer: diese Dinosaurierin mit dem Spitznamen "Lady Giga", gewissermaßen eine "Dina" statt eines Dino), der aktuell die Eingangshalle des Frankfurter Hauptbahnhofs beherrscht und
La Belle et la Bête ..... (oder: Beauty and the Beast).
"Der Schwanbürger". Klein ist er noch, aber vom Aussehen her ein richtiges Wohlstandsbaby; kein Vergleich mit dem vorliegenden, ästhetisch eher dürftigen Blog CANABBAIA.
Prognosen sagen dem Schwanbürger ein starkes Wachstum etwa ab Frühjahr nächsten Jahres voraus.
Da kann man nur hoffen, dass kein Monster draus wird wie dieser Dinosaurier (bzw. genauer: diese Dinosaurierin mit dem Spitznamen "Lady Giga", gewissermaßen eine "Dina" statt eines Dino), der aktuell die Eingangshalle des Frankfurter Hauptbahnhofs beherrscht und
La Belle et la Bête ..... (oder: Beauty and the Beast).
Sonntag, 31. Oktober 2010
Backfisch, Fuckbitch - oder Lonely Kraut?
Der Urlaub ist für mich häufig auch eine Zeit des intellektuellen Lotterlebens. Ich lese dann Bücher, die ich sonst - mangels hinreichendem spezifischen Interesse, wegen geringer Erwartungen an die Intensität oder aus anderen Gründen - nicht lese, oder die ich sonst gar nicht zu Gesicht bekommen hätte.
Lesend konsumiert wird dann nicht selten einfach das, was mir die Vorsehung günstig vor's Portemonnaie positioniert. Oder was vom Markt zu nehmen mir ein moralisches Anliegen ist.
Wären Sie etwa herzlos genug gewesen, beim Bücherflohmarkt der katholischen Pfarrbücherei der St. Nikolaus-Kirche in Bad Reichenhall das Büchlein "Fanny Hill. Memoiren [auch: Geschichte] eines Freudenmädchens" von John Cleland im Regalständer stehen zu lassen? Verharrend dort wie ein Raubtier in der Bereitschaft, arglose gläubige Seelen zu ruinieren?
Nein, da bin ich mir ganz sicher, Sie hätten genau so verantwortungsbewusst gehandelt wie ich: Beherzt in die Börse gelangt, 50 ct. rausgeholt und diese Schmutz- und Schundliteratur rasch entschlossen konfisziert!
Und wäre es gerecht, oder fair, ein solches - immerhin recht berühmtes - Werk dem Mülleimer zu überantworten, ohne sich zu überzeugen, ob denn der Inhalt wirklich so schlimm sei? Und zugleich sich der Gelegenheit zu berauben, kulturhistorisches und soziologisches Wissen über das Leben in London in der Mitte des 18. Jahrhunderts zu extrahieren?
Lesend konsumiert wird dann nicht selten einfach das, was mir die Vorsehung günstig vor's Portemonnaie positioniert. Oder was vom Markt zu nehmen mir ein moralisches Anliegen ist.
Wären Sie etwa herzlos genug gewesen, beim Bücherflohmarkt der katholischen Pfarrbücherei der St. Nikolaus-Kirche in Bad Reichenhall das Büchlein "Fanny Hill. Memoiren [auch: Geschichte] eines Freudenmädchens" von John Cleland im Regalständer stehen zu lassen? Verharrend dort wie ein Raubtier in der Bereitschaft, arglose gläubige Seelen zu ruinieren?
Nein, da bin ich mir ganz sicher, Sie hätten genau so verantwortungsbewusst gehandelt wie ich: Beherzt in die Börse gelangt, 50 ct. rausgeholt und diese Schmutz- und Schundliteratur rasch entschlossen konfisziert!
Und wäre es gerecht, oder fair, ein solches - immerhin recht berühmtes - Werk dem Mülleimer zu überantworten, ohne sich zu überzeugen, ob denn der Inhalt wirklich so schlimm sei? Und zugleich sich der Gelegenheit zu berauben, kulturhistorisches und soziologisches Wissen über das Leben in London in der Mitte des 18. Jahrhunderts zu extrahieren?
Dienstag, 14. September 2010
Beseitigung von Widerständen gegen Türkei-Beitritt der EU als wahres Motiv der Politiker-Kampagne gegen Bundesbank-Vorstand Dr. Thilo Sarrazin?
Nach gängiger Lesart ist die Politik den Thesen – und zuletzt auch der Person – von Noch-Bundesbank-Vorstandsmitglied Dr. Thilo Sarrazin aus Gründen sozusagen der politischen Hygiene entgegen getreten: in einem eher abstrakten Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.
Für eine solche Deutung spricht auf den ersten Blick auch der zeitliche Ablauf. Eine brauchbare Fein-Chronologie der Ereignisse habe ich zwar noch nicht gefunden (diese ist zu grob). Es war aber wohl so, dass die verklausulierte Forderung von Angela Merkel nach einer Vertreibung von Dr. Thilo Sarrazin aus dem Bundesbank-Vorstand, sowie die Entscheidung von SPD-Parteichef Sigmar Gabriel für ein Partei-Ausschlussverfahren erst nach Sarrazins verkorkster Aussage über ein angebliches Judengen (und Baskengen) erfolgte. Dem war freilich schon vorher eine harsche Kritik sowohl von Angela Merkel (bei dieser noch etwas politisch-verbindlich formuliert: "nicht hilfreich") als auch von Sigmar Gabriel ("dämlich") (wie auch von zahlreichen anderen Politikern) vorausgegangen.
Jedenfalls vom Zeitablauf her könnte man die Reaktion der Politik als das Bemühen interpretieren, ein Abdriften des Diskurses bzw. der Gesellschaft in Rassismus zu verhindern.
Ich frage mich indes, ob eine derartige Betrachtungsweise nicht die Handlungsorientierung der Politik an konkreten Zielsetzungen unterschätzt.
Für eine solche Deutung spricht auf den ersten Blick auch der zeitliche Ablauf. Eine brauchbare Fein-Chronologie der Ereignisse habe ich zwar noch nicht gefunden (diese ist zu grob). Es war aber wohl so, dass die verklausulierte Forderung von Angela Merkel nach einer Vertreibung von Dr. Thilo Sarrazin aus dem Bundesbank-Vorstand, sowie die Entscheidung von SPD-Parteichef Sigmar Gabriel für ein Partei-Ausschlussverfahren erst nach Sarrazins verkorkster Aussage über ein angebliches Judengen (und Baskengen) erfolgte. Dem war freilich schon vorher eine harsche Kritik sowohl von Angela Merkel (bei dieser noch etwas politisch-verbindlich formuliert: "nicht hilfreich") als auch von Sigmar Gabriel ("dämlich") (wie auch von zahlreichen anderen Politikern) vorausgegangen.
Jedenfalls vom Zeitablauf her könnte man die Reaktion der Politik als das Bemühen interpretieren, ein Abdriften des Diskurses bzw. der Gesellschaft in Rassismus zu verhindern.
Ich frage mich indes, ob eine derartige Betrachtungsweise nicht die Handlungsorientierung der Politik an konkreten Zielsetzungen unterschätzt.
Sonntag, 12. September 2010
Tief enttäuscht vom Noch-Bundesbank-Vorstandsmitglied Thilo Sarrazin: "Hier schaffe ich - ich kann aber auch anders"
Sein aktuelles Buch "Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen" (das 22,99 € kostet und von dem übrigens heute in der Bahnhofsbuchhandlung in Hanau ein ganzer Stapel auslag) werde ich nicht kaufen, weil ich es schon aus Zeitmangel nicht lesen kann.
Trotzdem war ich von der Meldung über seinen Rücktritt als Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank (zum 30.09.2010) derart geschockt, dass ich gestern und heute ein Heidengeld ausgegeben habe, um mir mehr Informationen darüber zu beschaffen.
Normalerweise hole ich mir derartige Infos gratis aus dem Netz, aber diese Sache hat mich netzlos erwischt, nämlich bei dem ersten Teil unseres Umzugs (ein gewissermaßen internationales Projekt: Möbelspedition mit türkischem Inhaber, marokkanischer und deutscher Mitarbeiter) ins Altersdomizil an den Alpenrand, und in unserer zukünftigen Wohnung habe ich keinen Internet-Anschluss.
Also für insgesamt 16 Euronen verschiedene Ausgaben von Spiegel, FAZ und Welt erstanden und auf der Heimreise die einschlägigen Berichte durchgelesen.
Für mich liegt die Bedeutung von Thilo Sarrazin vor allen Dingen darin, dass er die Vertretung deutscher Interessen in der Einwanderungspolitik legitimiert.
Trotzdem war ich von der Meldung über seinen Rücktritt als Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank (zum 30.09.2010) derart geschockt, dass ich gestern und heute ein Heidengeld ausgegeben habe, um mir mehr Informationen darüber zu beschaffen.
Normalerweise hole ich mir derartige Infos gratis aus dem Netz, aber diese Sache hat mich netzlos erwischt, nämlich bei dem ersten Teil unseres Umzugs (ein gewissermaßen internationales Projekt: Möbelspedition mit türkischem Inhaber, marokkanischer und deutscher Mitarbeiter) ins Altersdomizil an den Alpenrand, und in unserer zukünftigen Wohnung habe ich keinen Internet-Anschluss.
Also für insgesamt 16 Euronen verschiedene Ausgaben von Spiegel, FAZ und Welt erstanden und auf der Heimreise die einschlägigen Berichte durchgelesen.
Für mich liegt die Bedeutung von Thilo Sarrazin vor allen Dingen darin, dass er die Vertretung deutscher Interessen in der Einwanderungspolitik legitimiert.
Donnerstag, 2. September 2010
DEUTSCHLAND HAT FERTIG! "Endlich: Thomas Thilo Sarrazin Müntzer ist gerichtet! Und jetzt die deutschen Bauernbürger wieder zu Fronsklaven machen!"
Nun heißt die Parole wieder: Zurück an die Melkmaschinen, ihr Sklaven! Damit wir euch noch mehr Steuern abpressen können - um endlich Einwanderungspolitik zu machen. Denn für eine richtige Politik, für unsere jedenfalls, braucht man Geld, richtig viel Geld. Aber das wisst ihr ja, (unter anderem) deswegen habt ihr euch schließlich erhoben! Doch jetzt haben wir gesiegt, ihr seid wieder unten, wo ihr hingehört. Jetzt ist Schluss mit lustig: RUHE IST DIE ERSTE BÜRGERPFLICHT!
Bleibt mir nur noch eines: Thilo, dem in seinen Kreisen, aber nicht in seinem Volke, einsamen Helden, meinen tief empfundenen Dank zuzuflüstern.
Höchsten Respekt, tiefste Verehrung, Thilo Sarrazin:
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