Sonntag, 23. Oktober 2005

WINGED VICTORY ÜBER DIE BODENVERSIEGELUNG oder LASS DEINER GIESSKANNE FLÜGEL WACHSEN!


Nein, hier geht es nicht um jene griechische Siegesgöttin Nike, deren auf Samothrake gefundene Statue im Louvre ausgestellt ist, und die auf Englisch "Winged Victory (of Samothrace)", auf Deutsch "Nike von Samothrake" und auf französisch ""Victoire de Samothrace" heißt. Hier geht es um eine Erfindung, welche ich heute Nacht gemacht, halb im Traum und halb erwacht.

Montag, 17. Oktober 2005

DISKURS ÜBER DIE GRAVITATION DES GELDES oder TRICKLE DOWN ECONOMY FUNKTIONIERT DOCH!


Die Reichen behaupten und die Armen glauben, dass das Geld nach unten durchrieselt.
Recht haben sie!
Man muss nur die gedachte Sickerstruktur gewissermaßen einer Karl-Marx-Transformation unterziehen, d. h. man muss sie vom Kopf auf die Füße stellen.

Dienstag, 11. Oktober 2005

REICH DURCH HALL?


"Danke!" sagte mir mein Rückgrat, als es heute morgen aus murmeltierischem Schlaf auf harter heimischer Unterlage erwachte.
Davor hatte es sich 10 Nächte lang auf einer watteweichen Matratze, mit einer Kuhle wie einer Karst-Doline am Untersberg (auch sonst eine gefährliche Gegend!), durchgelegen. Und auch das Sofa und die Sessel der Ferienwohnung waren so beschaffen, dass mir die Frage in den Sinn kam, ob die deutsche Polstermöbelindustrie einen "kickback" von den deutschen Orthopäden erhält. (Jedenfalls hätte sie für eine ganze Reihe ihrer Produkte einen 'kick in the back', in den verlängerten, verdient.)

Aber das nur am Rande; erzählen wollte ich von einem insgesamt doch recht angenehmen Urlaubsaufenthalt in BAD REICHENHALL.

DIE GOETHES ALS BLOGGER

Klage des August von Goethe über mangelnden Feedback:
"Ich martere mich mit dem Tagebuche ab und höre keinen Widerhall."

Ratschlag des Johann Wolfgang von Goethe zum Bloggen:
"Den Menschen und den Sachen gerade in die Augen zu sehen und sich dabei auszusprechen wie einem eben zu Mute ist, dieses bleibt das Rechte; mehr soll und kann man nicht hun."

(Aus: August von Goethe: Auf einer Reise nach Süden. Tagebuch 1830.
Erstdruck nach den Handschriften. Herausgegeben von Andreas Beyer und Gabriele Radecke.
S. 82 bzw. 232.)
(Vgl. dazu auch Eintragung vom 03.09.05 "Der Wanderer - Zum Dritten!)

Freitag, 23. September 2005

IN FLAGRANTI


Schon in früheren Eintragungen hatte ich in anekdotischer Form einige Produktivitätsfortschrittsdiebe identifiziert:
"BALLA BALLA ODER DIE PRODUKTIVITÄTSFORTSCHRITTSDIEBE DER ÖFFENTLICH-RECHTLICHEN SAU(G)NÄPFE"
und
"KEIN 'HAPPY END' FÜR DIE HAUSHALTSKASSE" oder "WER STIEHLT UNS DEN PRODUKTIVITÄTSFORTSCHRITT BEIM TOILETTENPAPIER?"
sowie nicht zuletzt die ständig steigenden Nostalgiekosten:
RENTEN SICHERN - WEHRFRIEDHOFSMAUER ZERFALLEN LASSEN!

Im Fortune-Magazin vom 07.09.2005 fand ich nun einen Artikel unter dem Titel "The Law of Unintended Consequences". Der hat zunächst einmal zwar eine andere Zielrichtung. Der Autor (Clifton Leaf) vertritt die Meinung, dass biotechnologische Entdeckungen und Erfindungen, die mit Unterstützung durch staatliche Fördergelder in Universitäten und öffentlichen Forschungseinrichtungen gemacht wurden, an jeden Interessenten lizenziert werden sollten, und nicht im Interesse der Gewinnmaximierung und des schnellen Geldes exklusiv an eine oder wenige Firmen vergeben, was seiner Meinung nach das Entwicklungstempo der Biotechnologie verlangsamt.

Dienstag, 20. September 2005

SQUEEZEOUT - squeeze in

Schade. Es war ein abwechslungsreicher Gang zur Arbeitsstelle, er mich in Frankfurt früher zweimal täglich über die Alte Mainbrücke führte. Seit ca. 2 ½ Monaten marschiere ich nun allenfalls noch über den Urselbach.

Heute jedoch ergab sich die Gelegenheit, auf dem Weg zum Gericht wieder einmal auf alten Pfaden zu wandeln. Und schwupps – war doch da auf der schmalen Maininsel nahe dem Sachsenhäuser Ufer ein schmalbrüstiges und spitzgiebeliges "gotisches" Gebäude emporgewachsen, erinnernd an (und gedanklich entlehnt von?) den schmalen "Hochhäusern" der mittelalterlichen Stadt. "Neues Ausstellungsgebäude Portikus" verkündeten die Schilder, und auch den Namen des Stifters und weiterer Geldgeber.

Mit dem erhalten gebliebenen Säulenportikus der ansonsten im Bombenkrieg zerstörten alten Stadtbibliothek auf der Stadtseite der Ignatz-Bubis-Brücke (früher Obermain-Brücke) und mit dem später dahinter errichteten Container für Kunstausstellungen hat dieser Bau keinen räumlichen Zusammenhang. Denn dort wird derzeit ein Literaturhaus errichtet. ("Hast du schon keinen Goethe mehr, muss wenigstens ein Literaturhaus her." Sagt natürlich nicht ein Dichter, sondern nur ein schlichter Wichter. - Vgl. auch meinen Blog-Eintrag "METOOSTON" vom 16.06.2005)
"Portikus" ist wohl schon eine Marke in der Kunstwelt geworden, so dass man auf den Namen nicht verzichten möchte, und in gewissen Sinne steht ja nun der neue Bau am Eingang zur alten Stadt.

Näher ans Museumsufer ist der neue Portikus ebenfalls gerückt. Politische und zuletzt juristische Bemühungen einer Bürgerinitiative, die Bebauung der Maininsel zu verhindern, schlugen fehl. Der Mensch quetscht sich rein, die Natur wird rausgequetscht, auch auf der anderen Seite der Brücke, wo ein weiterer Bau entstehen wird (Modelle hier und aus einer anderen Perspektive dort).
Schön schaut es aus, keine Frage. Trotzdem: wieder ein Stück Grün weg, und der Ruderverein will dann auch noch was abknabbern.Stück für Stück wird die Natur rausgequetscht. Und was machen wir, wenn sie eines Tages gänzlich ausgequetscht ist?


P. S.
Hier noch einige Links zum neuen Portikus:Artikel mit Bildern des HR    Artikel in der FR mit städtebaulicher Tiefenperspektive.    Webseite des "Portikus"    Auch die Gießener werden ausführlich informiert    Kurz und kernig (auch über die Gegner der Inselbebauung).    

Nachtrag vom 30.07.2007:
Mittlerweile gibt es auch einen informativen Wikipedia-Eintrag über den "Neuen Portikus" in Frankfurt a. M. Diesem verdanke ich auch den Link zum Artikel "Manifest gegen die modernistische Bigotterie. Am messerscharfen Dach scheiden sich die Geister: Christoph Mäcklers Frankfurter Torhaus" in der "Welt" vom 18.04.2006.
Eine Webseite hat das Ausstellungsgebäude natürlich auch.


Textstand vom 30.07.2007. Auf meiner Webseite
http://www.beltwild.de/drusenreich_eins.htm
finden Sie eine Gesamtübersicht meiner Blog-Einträge.

FEINDLICHE BRÜDER


"Die Bild-Zeitung ediert Bücher." Der Schock über diese Nachricht klingt ab, wenn man weiß, dass es sich um Comic Strips handelt: Neuausgaben von "Klassikern" dieses Genres.
Noch ein Schock, wenn man erfährt, dass gleichzeitig auch die FAZ eine Comic Strip Serie herausgibt.

Was sagt uns die Tatsache, dass das Massenblatt und das Anti-Massen-Blatt zur gleichen Zeit Comicserien auflegen?
Opium für das Volk auf allen Ebenen?
Andererseits sind ja beide Blätter auf ihre je eigentümliche Art dem Bild verpflichtet:
- die Bild-Zeitung schon vom Namen her (vom Layout sowieso)
- und die Frankfurter Allgemeine Zeitung nennt sich nicht umsonst "Zeitung für die geBILDeten aller Schichten [auch ein Bild!] und Stände".

Dürfen wir also nunmehr Beethovens Neunte im CD-Recorder schillern lassen?
Nein! Die Standesunterschiede bleiben!

Die Bild-Mickey-Maus wird von FAZ-Fritz-the-Cat gejagt (vgl. hier die Titellisten).
Und gegen Batman hat Nick Knatterton (bewunderter Begleiter meiner jungen Jahre) wohl auch keine Chancen.
Weil oder obwohl er doch geradezu ein Intellektueller ist?

Sonntag, 18. September 2005

TRIAGE - ABER FÜR WELCHE BAGGAGE?


Nachfolgend ein Kommentar, den ich heute, am 18.09.05  in zwei englischsprachigen Blogs zum Thema "Hurrikan Katrina(http://www.ledgeofliberty.com/2005/09/katrina_timelin.htm und http://althouse.blogspot.com/2005/09/triage.html#comments) veröffentlicht habe, und den ich auch meinen Besuchern nicht vorenthalten möchte:


Here in Germany (or, for that matter, anywhere in Europe) you would probably have to use a magnifying glass to find very many followers of president Bush and his like (or ilk). (If you want to get an idea, why I personally don't care for his ideological stance, take a look at my blog - the only one in English, the rest are in German - "THE B(RAT) IN THE BOX AT THE ULTIMATE LEVER?"
- http://beltwild.blogspot.com/2005_04_01_beltwild_archive.html.)

Nevertheless, the liberal use of words like "moron", "asshole", "freeze-dried brain" [I really like that one (] etc. is not an adequate substitute for a rational analysis of the chain of causation which has led to those consequences of the natural disaster, that could have been avoided if adequate measures with a reasonable cost-benefit ratio had been taken in advance.

Donnerstag, 15. September 2005

DIE CDU BETRÜGT DIE FAMILE



(Hinweis: durch Anklicken lässt sich das Bild vergrößern)

Vor einigen Tagen ließ Nina Hauer hier am Bahnhof Äpfel verteilen. Nina Hauer ist Bundestagskandidatin (und derzeit auch Bundestagsabgeordnete) der Sozis. Rot-grün war mein Apfel, sehr saftig, aber leider auch recht sauer. Sicherlich sind sie gesund, und vielleicht sollte Frau Hauer selbst mehr davon essen, denn auf ihren Wahlplakaten sieht sie aus, als ob sie von der Gelbsucht befallen wäre.

Montag, 12. September 2005

VOM FRIEDHOF DER UNVERWESLICHEN LEICHEN ZUM MITTAGSMENUE AUS DER SCHÄDELKALOTTE

Textstand: 25.09.05

Altstadtfest, Radlersonntag "Kinzigtal Total": erneut ist eine kleine Flucht in ruhigere Gefilde angesagt. Und erneut geht es nach Hirschhorn, dem Ort mit dem "Friedhof der unverweslichen Leichen" (vgl. mein Blog-Eintrag vom Sonntag, 03.07.05). Wieder ist aber das Städtchen für uns nur ein Nachtlager auf dem Weg zu Höherem: von hier aus lässt sich Baden-Baden mit Bahn und Bus und akzeptablem Zeitaufwand erreichen.

Abseits der Lange Str. residiert dort eine rot-grüne Buchstabenkoalition. Einem großen roten "G" folgen viele kleine grüne Buchstaben und vereinigen sich zum Firmennamen "Gondrom".
Bei Gondrom gibt's (nicht nur in Baden-Baden) Bücher, was freilich nicht weiter erwähnenswert wäre: die gibt es z. B. bei "Weltbild" ganz in der Nähe auch. Indes ist die Baden-Badener Gondrom-Filiale ein veritabler Lesetempel. Im Herzen des großen Ladens plätschern die Wasser eines grün patinierten Bronze-Brunnens mit Statue, Gründerzeit wohl. Drum herum formen bequeme Sofas einen magischen Kreis der Leselust. Wasser zum Trinken gibt es auch, und eine Kaffeemaschine komplettiert den Buchladen zum Lesecafé.

Mittwoch, 7. September 2005

KIRCHHOF oder ÖLRAFFINERIE?

Ist unser zukünftiger neuer Finanzminister (?), Prof. Dr. Paul Kirchhof aus Heidelberg, mit seinem Latein schon jetzt am Ende?

Zunächst einmal sieht es nicht so aus. In dem Interview mit Andreas Hoffmann und Nikolaus Piper in der Süddeutschen Zeitung vom 30.08.05 "Der Generationenvertrag braucht eine neue Basis" sagt er zutreffend über die Rentenfinanzierung: "... entscheidend ist die Familienpolitik. Wir haben nur dann ökonomische Sicherheit bei der Rente, wenn auch in Zukunft genügend Menschen produktiv sind. Deutschland braucht Arbeitsplätze und Kinder, sonst funktionieren all unsere Reformen nicht."

Samstag, 3. September 2005

DER WANDERER - ZUM DRITTEN!

(vgl. dazu Blog-Eintrag vom 28.06.05 u. d. T. "Der Wanderer")

Wir Deutschen sind doch deutlich ärmer als gedacht.
Nicht nur, dass es "uns" bei aller Italienbegeisterung und Goetheverehrung erst im Jahre 1998 gelungen ist, das Tagebuch bzw. die Briefe an den Vater (und noch einiges an schriftlichem Material drum herum) des August von Goethe, Sohn von Sie-wissen-schon-wem, von seiner Italienischen Reise zu veröffentlichen.
Selbst das haben "wir", d. h. konkret natürlich die Herausgeber (Gabriele Radecke für den Text und einen Teil der Erläuterungen, Andreas Beyer ebenfalls teilweise für die Erläuterungen und allein für das Nachwort) nur mit US-amerikanischer Hilfe zu Stande gebracht: das Editionsprojekt wurde gemeinschaftlich von der Goethe-Gesellschaft in Weimar und dem Clark-Art-Institute in Williamstown, Massachusetts, gefördert.

Mittwoch, 31. August 2005

DIE WELT WIRD CAPECODISIERT! (Kapiert?) ODER STARNBERGERISIERT?

Neal Peirce, "the only national chronicler of grass-roots America" (Bio hier), liefert unter dem Titel The High Cost Of Being Poor: Fighting The ``Land Sharks''" (aus dem Jahr 2004 -) einige bemerkenswerte Informationen und Formulierungen über die aktuelle Entwicklung der finanziellen Situation der Armen (in den USA; mutatis mutandis dürfte das allerdings überall gelten).
"Poverty is not just miserable, it's actually expensive ... . Every Outlay ... is likely to cost you an arm and a leg more if you're a low income American". "Food prices up to double suburban rates in some inner cities that have been deserted by supermarkets ... . Or rents so high that more than 5 million families ... spend over half their entire incomes for shelter."

Donnerstag, 25. August 2005

AKZISE GEGEN KRISE oder KRISE DURCH AKZISE?


Unsere not-so-extremely-jolie Angelina will die Umsatzsteuer (so heißt sie offiziell mittlerweile - wieder und ehrlicher -; in der Publizistik und im Volksmund ist sie allerdings die "Mehrwertsteuer" geblieben) erhöhen. (Die Wikipedia bietet mit einem Volumen von 11 Druckseiten auch zu diesem Thema alles, was man eigentlich darüber wissen sollte, sich aber nie zu fragen getraute: http://de.wikipedia.org/wiki/Umsatzsteuer).Pro und Kontra werden heute im Handelsblatt diskutiert: Für Olaf Storbeck ist die Mehrwertsteuer: "Der ökonomische Super-Gau", weil sie die Konsumzurückhaltung verstärkt
 (http://www.handelsblatt.com/pshb?fn=tt&sfn=go&id=1093364).

Sonntag, 31. Juli 2005

KASIREST oder DIE NEUE ART DES STADTBUMMELS

Gestern in Frankfurt gewesen. Mein Lieblingsantiquariat, "Atlantis", auf der Zeil, Inhaber Norbert HEINZ, war wegen Urlaubs geschlossen. Im Fenster lag ein Buch von Nancy Etcoff: "Nur die Schönsten überleben. Die Ästhetik des Menschen." (Vgl. dazu z. B.: http://www.perlentaucher.de/buch/7848.html oder eine - nur noch in der "waybackmachine" zugängliche - deutschsprachige Besprechung der englischsprachigen Originalausgabe "Survival of The Prettiest": http://web.archive.org/web/20020115054113/http://62.116.9.164/heureka/archiv/99_6/14buch.htm sowie eine wohl ins Satirische gehende eine englischsprachige Kritik: http://www.zmag.org/zmag/articles/mar99sargent.htm).

Ungefähr gegenüber lag in der Stadtbücherei das "Klärwerk" aus, eine regionale Umwelt-Zeitschrift. In der Ausgabe Nr. 74 für Juli/Aug. 2005 sind Auszüge aus dem Buch von Hermann Scheer "Energie-Autonomie. Der Durchbruch zu Erneuerbaren Energien" abgedruckt. 

CANDIA oder JEDE BATAILLE GEWINNT DIE CANAILLE


Auch unter den deutschsprachigen Webseiten (bei den englischsprachigen sowieso) gibt es einige interessante. Von meiner eigenen (http://www.beltwild.de/) ganz abgesehen [:-)], finden wir da zum Beispiel die ebenso ansprechend gestalteten wie inhaltlich informationsreichen Seiten eines gewissen Frank Westenfelder zum Thema (darf ich interpretierend wohl sagen): Sozialgeschichte des Militärs, insbesondere der Söldner, mit zeitlichem Schwerpunkt auf Mittelalter und früher Neuzeit (http://www.kriegsreisende.de/).
Manche Vollartikel sind kostenpflichtig (derzeit 0,50 ct. – eine geringe Summe für einschlägig Interessierte), aber gute Zusammenfassungen von allen sind gratis zu haben, und der Artikel über die Belagerung der seinerzeit zum venezianischen Reich gehörenden Stadt Candia auf Kreta ("Der Krieg der Maulwürfe. Venedigs Kampf um Kreta" - http://www.kriegsreisende.de/absolutismus/candia.htm) ist lang und frei.
 

Sonntag, 24. Juli 2005

BALLA BALLA oder DIE PRODUKTIVITÄTSFORTSCHRITTSDIEBE DER ÖFFENTLICH-RECHTLICHEN SAU(G)NÄPFE


"ARD und ZDF stechen Private bei WM-Übertragung 2010 aus" betitelte das Handelsblatt eine Meldung vom 30.06.05 (http://www.handelsblatt.com/pshb?fn=tt&sfn=go&id=1061349). Und präsentierte am Schluss erstaunliche Vergleichszahlen: "Die Einnahmen aus den weltweiten Übertragungsrechten für die Weltmeisterschaften sind in den vergangenen Jahren explodiert. Zahlten die Fernsehsender 1990 noch 57 Mill. Euro, so ist mittlerweile die Milliarden-Euro-Grenze geknackt." Öffentlich-rechtliche Schlundfunkanstalten schlucken also unsere Gebühren wie Müllschlucker den Abfall. Und recyceln sie an die Sportstars. Ich verdiene ca. 50% netto mehr als 1990; die Kosten für die Übertragungsrechte sind (wenn ich dem Prozentrechner http://www.arndt-bruenner.de/mathe/scripts/Prozentrechner.htm trauen darf, um 1654,39 % gestiegen! 

Finde ich gar nicht gut, dass der Rundfunk-Staatsvertrag (http://www.lfk.de/gesetzeundrichtlinien/rundfunkstaatsvertrag/abschnitt1.html) von den Intendanten im Kampf um die Einschaltquote als Lizenz zur Geldvernichtung missbraucht wird. Die verwechseln "informationelle Grundversorgung" (http://www.inf-wiss.uni-konstanz.de/People/RK/gutachten/infGrund.pdf) und "informationelle Rundversorgung". Wie wäre es, wenn wir die mal mit einer Aktion "letzte Röhre" davon überzeugen würden, dass uns eine kostengünstige Grundversorgung völlig ausreicht?    


Textstand 11.05.2026

KEIN "HAPPY END" FÜR DIE HAUSHALTSKASSE oder "WER STIEHLT UNS DEN PRODUKTIVITÄTSFORTSCHRITT BEIM TOILETTENPAPIER?"


Die erste Stufe haben wir uns selbst entwendet, damals, als wir das Zeitungspapier-Direktrecycling (bzw. genauer: die sekundäre Endverwendung) in ein Umweg-Recycling verwandelt und begonnen haben, Toilettenpapier, graues damals, zu kaufen.

Donnerstag, 14. Juli 2005

Bauchfalte? Ich fauch' balde!


Manchmal hat man Glück und findet im Zug 'ne richtige Zeitung. (Kriegt eigentlich die Deutsche Bahn vom Verband der Zeitungsverleger dafür, dass ihre Schaffnerinnen und Schaffner die von den Fahrgästen freundlicher Weise für andere hinterlegten Zeitungen immer flugs beiseite schaffen, eine Pauschale?)
Jedenfalls: "richtige Zeitung", dass heißt nicht etwa das Zentralorgan der parasitären Bourgeoisie, auch unter dem Namen "FAZ" geläufig, sondern jenes Blatt, welches sagt, wie es ist. Meinungsbildend mittels relevanzgestaffelter Schlagzeilengrößen, komplexe Informationen in bunten Bildern vermittelnd, so kennen und lieben wir sie, unsere Volks-Zeitung.

Montag, 11. Juli 2005

Tante Erna und ein Brillenwechsel für Lupo Vecchio

Sie war jung und sah hinreißend aus.
Nicht Tante Erna, die zwar angenehm aussah, aber nicht mehr jung war, sondern jene junge Dame, welche irgendwann irgendwo in sein Blickfeld kam. Während Lupo Vecchio sie bewundernd anstarrte, und seinen Trappergedanken nachhing (das hat aber nichts mit Karl May zu tun: der wäre veranlagungsbedingt eher desinteressiert gewesen), nahm sie ihn wahr und wandte ihm den Blick zu.
Wie würde sie reagieren? Ärgerlich, hochmütig?
Nein: sie grüßte ihn fröhlich, herzlich, und gänzlich unbefangen. Ganz so, wie man einen lieben alten Opa begrüßt.

Sonntag, 10. Juli 2005

Amerika, du hattest es besser!

Anfang der 70er Jahre war ich kurze Zeit als Busreiseleiter mit US-amerikanischen Europareisenden unterwegs. Die erzählten Wunderdinge aus der Neuen Welt; besonders wunderbar die Geschichte von der "bottomless cup of coffee", welche es dort drüben in den Restaurants gab (und zweifellos noch gibt).
Aber wir sind ja auch nicht von gestern; zumindest einige haben die Nase vorn: im Globus kann man Kaffee, Tee, Espresso und so weiter nachfüllen, so viel das Herz begehrt. Vielfalt gibt es dort; und, oh Wunder: der Kaffee schmeckt sogar! Da haben wir es nun so gut, wie die Leute in Amerika.
Davon könnte es mehr geben, nicht von Leuten in Amerika, sondern von bodenlosen Kaffeetassen, in Deutschland.
Aber schließlich passt nicht überall ein Globus-Warenhaus hin. (Hier jedoch präsentiert sich der ganze Globus.)


Nachtrag 28.02.09
Seit einiger Zeit schmeckt der Kaffee (derzeitiger Preis für den unbegrenzt nachfüllbare Becher: 1,50 €) in der Globus-Cafeteria leider wie Pleurre. Dann doch lieber einen (maßvollen) Preis pro Becher verlangen und wieder anständigen Kaffee servieren!


Textstand vom 29.07.2019

"Spar dich reich!" .....

..... verlockt die Werbung. Ausgeben macht reich? Doch, ich glaube schon, dass die Reichen durch Ausgeben noch reicher werden. Wenn ich mir z. B. meine Wanderschuhe ansehe; für die habe ich, wiewohl das genaue Gegenteil von reich, viel Geld hingeblättert. Dafür habe ich sie aber schon – vielleicht 15? – Jahre.

Der Wächtersbacher Synergiekirchturm in seiner Bedeutung für die Haushaltsführung der deutschen Gebietskörperschaften


 
Bei uns steht die Kirche noch im Dorfe, pardon: in der Stadt natürlich; schließlich waren wir mal ummauert. Kirche ohne Turm – das konnte nicht sein; aber Turm war teuer. Die alten Wächtersbacher waren clever: Kirche an die Stadtmauer bauen, Turm davor = Wehrturm = Kirchturm. So spart man Geld!

Mittwoch, 6. Juli 2005

"... for Schouh war dat Jeld to knapp"

"Schildesche" – das klang in meiner Jugend für mich immer so nach Germanenkriegern, die ihre Schilde an den Zweigen einer alte Esche – Yggdrasil, der Weltesche (http://www.lokis-mythologie.de/menue.php)? - aufgehängt hatten, um sich im Gras auf Bärenfellen zu lagern und Met zu trinken.

Sonntag, 3. Juli 2005

Vom Friedhof der unverweslichen Leichen zum Satanswerk der Säuglingstaufe

Wächtersbach (http://www.stadt-waechtersbach.de/) ist nicht der Nabel der Welt, aber feiern können die Wächtersbacher wie die Weltmeister. An diesem Wochenende (02./03.07.2005) war "Blue Moon" angesagt, eine Nachtverkaufsveranstaltung zwecks Belebung des Geschäftslebens in der Innenstadt. Wenn man dort freilich wohnt, und noch dazu an einer Stelle, wo sich im Schnittpunkt der Schallwellen die Harmonien verschiedener Bands kakophonisch überlagern: dann ist Flucht angesagt!