"Jeder trägt den Marschallstab im Tornister".
Das ist eine Maxime, an deren Richtigkeit zu glauben für eine Gesellschaft sehr nützlich ist: Die Aussicht, an die Spitze gelangen zu können, spornt die Menschen an. Während es demotivierend währe, wenn sich die Menschen sagen müssten: "wie sehr ich mich auch abstrampele: nützt sowieso nichts, weil die gesellschaftlichen Hierarchien nach anderen Kriterien als nach Leistung aufgebaut sind".
Der Eingangssatz ist wahr - aber lediglich im motivatorischen Sinne.
Die "wahre Wahrheit" (die deskriptive, beschreibende, nämlich) ist dagegen: "Häuptlinge" kann es nur dort geben, wo es auch viele "Indianer" ("Unterlinge") gibt.
Das gilt in einer Gesellschaft in den unterschiedlichen Hierarchien: Im Staat (auf den unterschiedlichen Ebenen), innerhalb von Parteien, innerhalb von Vereinen, Verbänden, Kirchen usw. Und nicht zuletzt natürlich auch in Unternehmen.